Schule des tages

Wenn nach den direxen der niedersäxischen schulen geht, dann solls demnächst informatik-unterricht in niedersaxen geben. Aber keine angst vor viel gerechne und abstraktem stoff:

Wichtig sei, dass Schüler lernen, welche Chancen die Digitalisierung bietet, aber auch, welche Risiken und Gefahren sie birgt

Oh, mein armes bullschitt-o-meter! Die nadel klebt am anschlag, die spule ist längst durchgebrannt.

Es wird ein weiteres lebenszeitstundenfressendes pflichtschwafelfach neben sozjalkunde, filosofie, wirtschaft und religjon, voll vom labern über schangsen, risiken und gefahren, und nicht etwa ein fach, in dem schüler ein halbwegs brauchbares grundlagen-wissen darüber erwerben, wie kompjuter eigentlich funkzjonieren und wie man bei ihrer programmierung vorgeht. Wäre ja auch schlimm, wenn die menschen ein bisschen informatisch entdummt und alfabetisiert würden! Warum man das neue schwafelfach dann informatik nennt? Vermutlich, weil man dann die schüler auch gleich an meikrosoft-programme gewöhnen kann. Nicht, dass die noch etwas anderes benutzen! Und außerdem ist es viel besser für die beruflichen schangsen, wenn sie mit offißß umgehen können… 😦

Merkel des tages

Achtung, bullschittbombe!

Die Mediennutzer müssten Auskunft darüber erhalten können, nach welchen Kriterien dort sortiert werde, sagte Angela Merkel am Dienstag zur Eröffnung der Medientage München. Bereits im Schulunterricht müsse ansatzweise Programmierung gelehrt werden, „damit man versteht, wie Algorithmen funktionieren“

Genau, frau bummskanzlerin! Nachdem ein lehrer nebenbei in einem ganz anderem fach wie etwa matematik „ansatzweise programmierung“ gelehrt hat — „So, jetzt erstmal hallo welt und nun ein primzahlsieb, damit wir auch mal schleifen, bedingungen und arrays gemacht haben“ — verstehen die von solchen beglückungsideen des BRD-kultusapparates gekwälten beschulungsfälle, wie etwa filteralgoritmen beim fratzenbuch funkzjonieren.

Mein gegenvorschlag, frau bummskanzlerin: veröffentlichen sie doch einfach mal die geheimen selektorenlisten von BND und NSA, zusammen mit einem für laien verständlichen kommentar, was davon welche daten ermitteln soll, was dabei gedacht wurde und wie zielsicher die filterregel in der praxis ist. Das wäre viel lehrreicher als ihre volxverdummung! Und es zeigte auch, wie guhgell, fratzenbuch und konsorten solche probleme angehen.

Informatikprofessoren…

Informatikprofessoren verfassen zuweilen sehr komische veröffentlichungen, damit sie auch mal wieder etwas veröffentlicht haben. Gut, dass sie mit ihrer professur nicht gekündigt werden können, so dass nichts die ausbreitung ihrer spezialkompetenz behindert:

Sortieren ist weiterhin eine wichtige Anwendung für Algorithmen.

Nein, dieser satz des professors Kowalk, der wie das gestammel eines wichtigtuers klingt, der die bedeutung der verwendeten worte nicht kennt, ist nicht der einzige deftig duftende bullschitt in dieser veröffentlichung zu einem angeblich ganz neuen, aber nicht dargelegten sortieralgoritmus. Mit solcher wissenschaft gehts geradewegs in die zukunft! „Idiocracy„, wir kommen! [via]