Und hier kommt eure berufsberatung

Was macht man denn mal so als „softwäjhr-inschenör“, wenn man überhaupt keine ahnung von kompjutern und vom internetz hat und sich auch nicht weiter mit dem tema beschäftigen möchte? Richtig, man wird kommunalp’litiker mit späteren aufstiegsmöglichkeiten bis in die bummsregierung, wenn man nur ahnungslos und sprechblasenaktiv genug ist. 🤦

Wer es nicht weiß: der absender einer mäjhl ist beliebig fälschbar. Da kann man reinschreiben, was immer man möchte. Genau so, wie man auf einem briefumschlag auch jeden beliebigen absender draufschreiben kann. Da muss man kein häcker sein. Jeder aufgeweckte achtjährige kann das. Die absenderadresse spielt für den transport der mäjhl keine rolle.

Deshalb benutzen vernünftige menschen, die auf eine gewisse vertrauenswürdigkeit in der kommunikazjon angewiesen sind, ja auch kryptografische signaturen ihrer mäjhl, um den absender jenseits jedes vernünftigen zweifels sicherzustellen. (Zumindest, so lange sie auf ihren privaten schlüssel aufpassen…)

In der bummsrepublik neuland

Nein, das ist jetzt nicht der postilljon.

In der bummsrepublik neuland wird von einem leider p’litisch viel zu einflussreichen und völlig wissenschaftsresistenten anteil der bevölkerung immer noch nicht verstanden, was der unterschied zwischen einem algoritmus (im wesentlichen ein eindeutig definiertes rechenverfahren, das aus einer eingabe nach sowohl analytisch zugänglichen wie auch prinzipjell entfehlerbaren anweisungen eine ausgabe macht) und einem träjhnierten neuronalen netzwerk (eine black box, bei der niemand sagen kann, warum aus einer bestimmten eingabe eine bestimmte ausgabe wird und bei der niemand einen fehler beheben kann) ist. Wie denn auch? Selbst der ehemalige fachverlag heise onlein erklärt es ja nicht, wenn er irgendwelche PResseerklärungen einer bummsregierung wiedergibt, die einen TÜV für träjhnierte neuronale netzwerke als einen TÜV für algoritmen voller spezjalexperten benennt, damit ihr vor inkompetenz schreiender schwachsinn wenigstens ein bisschen sachlich und scheinwissenschaftlich (und nach einem auto, dem gott der deutschen) klingt. 🤦

Aber hej, freuen wir uns doch über darüber, dass in der BRD demnächst „autonome autos“ auf den markt gebracht werden, wenn der als p’litischer günstling ausgewählte und vorsätzlich alimentierte TÜV-spezjalexperte zur auffassung gekommen ist, dass der algoritmus „diskriminierungsfrei“ sei. Das ist doch toll! Und das kannste dir gar nicht selbst ausdenken! 🤣

Unterdessen laufen die organisiert kriminellen großverbrecher von VW bis BMW, die vorsätzlich dieselautos mit betrugssoftwäjhr auf den markt geschmissen haben und damit insgesamt einen hohen milljardenschaden verursacht haben (von gesundheitsschäden will ich gar nicht erst anfangen, die kann man auch nicht so leicht belegen, sondern nur mit etlichen annahmen herbeirechnen), immer noch frei herum. So schade, dass die knäste gerade so voll sind mit diesen ganzen schwarzfahrern, haschischrauchern und contäjhnerbrötchendieben! So schade, dass kein platz mehr für die organisiert kriminellen großverbrecher aus der BRD-industrie ist! Und nein, steuerungssoftwäjhr ist keine künstliche intelligenz, sondern klassischer algoritmus mit ganz vielen anweisungen der marke „wenn dieser sensor so und dieser sensor so, dann öffne dieses ventil“, und solche softwäjhr schreibt sich (leider) nicht von allein, sondern wird mühsam spezifiziert und implementiert. Einschließlich der betrugsfunkzjonen. Zu schade, dass der auto-TÜV davon nix mitgekriegt hat. Und der algoritmen-TÜV soll sich ja nicht auf algoritmen, sondern auf neuronale netzwerke konzentrieren. Oh herr, schmeiß hirn vom himmel! 🧠

Wo bleibt eigentlich der p’litik-TÜV, der inkompetent und vorsätzlich volxverblödend dahinschwafelnden p’litikern kurzerhand die p’litik-lizenz entzieht, um schäden von den menschen in der BRD abzuwenden? Und der jornalisten-TÜV, der auch mal sehr notwendig wäre? Damit die verblödung großer teile der bevölkerung mal aufhört… ach, das will keiner in der „wirtschaftskonformen demokratie“ (A. Merkel), weil doof nun einmal gut kauft? Nun gut, dann eben nicht. 🚮

Jornalistische internetzversteher des tages

Für die jornalistischen spezjalexperten vom bayerischen rundfunk ist eine domäjhn identisch mit einer… ähm… „internetzseite“, wie man webseits beim bayerischen schundfunk wohl nennt [archivversjon gegen das p’litisch gewünschte digitale vergessen beim BRD-parteienstaatsfunk]:

Die SPD hat sich die Internetseite soeder-machts.de gesichert […] Die bayerische SPD hat sich die Seite gesichert […] Dass sich Parteien im Wahlkampf die Internetseite des politischen Gegners sichern, ist nicht neu. Im Jahr 1998 hatte sich die Junge Union Oberpfalz die Seite http://www.gerhard-schroeder.de reserviert und sie jahrelang blockiert

Vielleicht sollte ihnen mal jemand DNS erklären, wenn sie schon nicht selbst auf die idee kommen, das tema vorm schreiben mal zu guhgelln.

Aber immer feste dran glauben, dass die kwalitätsjornalisten am gebührentropf von allen anderen temen, von denen sie reden, ganz viel ahnung haben.

Da ist geld, ab in die flammen damit…

60 Millionen Euro gab die Bundesagentur für Arbeit für eine Software aus, die 14 verschiedene Anwendungen bündeln sollte. Nun stellt die Behörde fest: Das System funktioniert nicht

Woran scheitert es? Vermutlich scheitert es daran, dass die programmierer bei der bundesagentur für arbeit in ihrem mutmaßlich von der bundesagentur für arbeit erteilten SQL-kurs noch kein UPDATE hatten und deshalb keine möglichkeit gesehen haben, dem anwender eine datenbearbeitung zu ermöglichen:

Es habe sich gezeigt, das nachträgliche Änderungen, etwa die Korrektur einer Kontonummer, in dem System nicht möglich seien. Um eine solche Angabe dennoch korrigieren zu können, habe man sämtlich Leistungs- und Vermittlungsdaten in das System neu eingeben müssen

m(

Welcher zertifizierte spezjalexperte (name, vorname, geburtsdatum) hat da das projektmänätschment gemacht?

Waren ja auch nur sechzig milljönchen, die für so einen erbärmlichen schrott verbrannt wurden. Haftet ja auch niemand für. Das geld holt man einfach wieder rein, indem man es einspart. Zum beispiel, indem man hartz-IV-empfänger mit willkürlichen schikanen in den freitod treibt. Wo ist also das problem? :mrgreen:

Was der jornalist verschweigt, ist, um was für ein „großprojekt“ es sich dabei gehandelt hat. Hier mal eine kleine präsentation für jornalisten und die interessierte öffentlichkeit, und zur absicherung gegen durch löschung verursachte datenarmut hier noch eine lokale sicherheitskopie davon.

Achtung, vor dem weiterlesen getränke aus dem mund entfernen!

Immer daran denken: Heute benötigt der mitarbeiter viele IT verfahren [sic! Deppen leer zeichen!], mit medienbrüchen und oberflächengestaltungen. (Seite 4 der BA-internen präsentazjon.) Bwahahahaha! Die staatlich entlohnten hartz-IV-kwäler bei der BA sind damit überfordert, wenn sie mehr als eine anwendung benutzen müssen, und deshalb sollte eine eierlegende wollmilchsau geproggt werden (anstatt etwa einer vernünftigen schnittstelle zwischen den bestehenden fachanwendungen, die die arbeit mit diesem gewaxenen kaos erleichtert, fehlerkwellen reduziert und die man schön nach und nach implementieren und schrittweise ausrollen kann, um früh schwächen zu entdecken)! Nachdem ich das gesehen habe, braucht mir niemand mehr das pflichtenheft zuzustecken. Dieser fisch stinkt von dem kopfe her, der solche tollen ideen ausbrütet und solche entscheidungen trifft.

(Wenn doch jemand ein mutmaßlich dickes, aufgeblähtes und für programmierer letztlich unbrauchbares pflichtenheft rumliegen hat, bevorzugt als PDF: ich freue mich drüber. Wenn da irgendwo ein paar kwelltexte auf einem CVS-sörver lumlungern, die auf einen checkout warten, freue ich mich darüber genau so. Es gibt ja eine menge sharehoster. Aber kümmer dich bitte selbst darum, dass man dich nicht identifizieren kann, denn ich werde das hier genau so bringen. Und wenn du mehr aufmerksamkeit brauchst, steck es Fefe, der freut sich auch. Ich bin mir sehr sicher, dass im pflichtenheft nicht drinsteht, dass man daten auch mal bearbeiten können muss, denn dieses kleine funkzjonsmerkmal ist doch — trotz der fachlichen anforderungen an dokumentazjonspflicht und völliger nachvollziehbarkeit des gesamten verwaltungsvorganges mit allen altdaten — ziemlich trivial…)

Jetzt aber der letzte zur re:pups-ich-da…

War ja eine tolle veranstaltung, auf der es tolle vorträge gab. Zum beispiel einen von Günter Oettinger.

Er schafft es, möglichst viele Fachbegriffe in eine Reihenfolge zu packen, so dass es für Nicht-Experten irgendwie nach Kompetenz klingt. Aber er beantwortet kaum eine Frage, obwohl das mit dieser Kommunikations-Strategie immer so klingt. Zumindest für Nicht-Experten […] Es war auch unklar, ob er überhaupt in der Lage war, irgendwelche Fachfragen zu beantworten, weil er es kaum versuchte und schon mit einfachen Sachen überfordert war

Da wäxt halt zusammen, was zusammen gehört. Und weil die dichte von scheißjornalisten und gescheiterten blogvermarktungsprojekten auf dieser veranstaltung immer so hoch ist, tut die ganze scheißjornallje so, als sei diese re:pups-ich-da etwas wichtiges.

Seht ihr, wäre ich da gewesen oder hätte das zwitscherchen-gewixe der teilnehmer verfolgt, hätte ich das auch nicht so spät bemerkt…

Dell-TLS-trojaner des tages

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) „stuft die Schwachstelle als schwerwiegend ein“. Dabei gehen sie davon aus, dass eine Vielzahl von privat, geschäftlich und behördlich genutzter Systeme von der Schwachstelle betroffen ist

So so, in behörden der BRD werden also kompjuter von einem US-hersteller bestellt und mit der vom hersteller ausgelieferten softwäjhr betrieben, ohne dass auch nur das betrübssystem von diesen behörden selbst installiert wird. Und da wundert man sich über die leichtigkeit der spionage… 😦

Heise des tages

Da die Kommunikation mit PGP aber trotzdem noch einige Fallstricke bereit hält, bitten wir darum, nicht jede Mail an Redakteure fortan zu verschlüsseln. Solange sich noch kein einfach zu bedienender und vor allem fehlerfreier Weg für derart abgesicherte Kommunikation durchgesetzt hat, sollte dieser Weg auf die Fälle beschränkt bleiben, in denen strikte Vertraulichkeit nötig ist

Bwahahaha!

Also, die leute aus der karl-wiechert-allee sagen hier: ja, ihr könnt uns verschlüsselt schreiben, wir haben unsere öffentlichen schlüssel veröffentlicht und können die mäjhls auch lesen. Aber bitte schreibt uns nicht verschlüsselt, weil das so ein komplizierter frickelkrams ist, mit dem wir gar nicht klarkommen und bei dem immer wieder irgendwelche fehler passieren. Also schreibt uns lieber alles im klartext. Außer natürlich, ihr wollt polizeien und geheimdienste (und damit möglicherweise einen unbekannt großen kreis von menschen) ganz deutlich darauf hinweisen, dass ihr uns einen tipp zusteckt, der wirklich vertraulichkeit erfordert, dann dürft ihr das auch verschlüsseln und „nur“ eure metadaten (IP-adresse und damit standort, betreff, absender, empfänger, datum, uhrzeit, verwendete softwäjhr) mitteilen. Damit der STASI der BRD, großbritanniens und der USA auch richtig klar wird, dass es sich in diesem fall um bedeutsame daten handelt.

Bwahahaha!

Ganz großes verschlüsselungskino. Und so sicher! Und so nützlich zum schutz eines tippgebers! Das ist nicht die kompjuterbild, irgendein blogger, das ist heise onlein, was ich da lese?!

Bwahahaha!

Denen passieren fehler, wenn sie PGP benutzen?! Die haben niemanden im haus, der sich damit auskennt?!

Bwahahaha!

Mann, mann, mann!

Das ist ein kandidat für den dümmsten absatz des jahres in einem artikel auf heise onlein, und es wird schwierig, einen noch dümmeren zu verfassen. Eigentlich gibt es dafür nur eine halbwegs ratzjonale erklärung: sie wurden von den polizeien und geheimdiensten dafür bezahlt und zwar so verdammt gut, dass sie es sogar inkauf nehmen, wie ein haufen idjoten dazustehen. Nur für den fall, dass diese peinlichkeit demnächst überarbeitet wird, habe ich ein bildschirmfoto angefertigt.

Fail des tages: die paypal-umfrage

Diese mäjhl von paypal war ein derartiger fail, dass ich zunächst gar nicht daran glaubte, dass sie überhaupt von paypal komme — denn solche patzer lassen mich sofort zweifeln. Aber die mäjhl kam sicher und zweifelsfrei von paypal. Natürlich war es eine HTML-formatierte mähl, die herrn Müller¹ folgendermaßen anspricht:

PayPal Customer Survey

Guten Tag, Peter M�ller […]

Kein weiterer kommentar. Wenn es Leute gibt, deren technische imkompetenz (es ist ja nicht so schwierig, sonderzeichen als HTML-entitäten zu kohdieren) und dummheit genau so schreiend ist wie die technische inkompetenz und dummheit der meisten spämmer, denn sind es werber, die das internetz für ihre saudumme kommunikazjon nutzen.

Dass man einfach vorher mal testet, was man da millionenfach aufs netz loslässt… ach wozu!

¹Natürlich ist „Peter Müller“ ein platzhalter für den wirklichen namen, der ebenfalls einen umlaut enthielt.