Scheißjornalismus des tages

Heise: Ehemaliger Fachverlag

Was ich von der dümmlichen heise-schleichreklame mit dem selbstlöschmodus für tschätts bei fratzenbuch und finster-gram so halte, habe ich schon im heiseforum kundgetan und mich nur für den unwahrscheinlichen fall, dass heute in der karl-wiechert-allee mal wieder die löschfinger glühen sollten, auch gleich um eine archivierung gekümmert.

Stirb, scheißjornalist, stirb! Verrecke, verleger, verrecke!

Schlagzeile des tages

Technik
Fratzenbuch beschuldigt, finster-gram-benutzer durch kamera zu beobachten

Fratzenbuch wird ein weiteres mal verklagt, weil es angeblich finster-gram-nutzer ausspioniert haben soll. Diesmal wurde ihre wischofon-kamera unbefugt benutzt.

Der link geht auf einen englischsprachigen artikel. Und natürlich ist eine anklage keine verurteilung — das fratzenbuch behauptet, es handele sich um einen softwäjhrfehler, der die kameras eingeschaltet hat.

Ich schätze mal, den meisten idjoten aus der generazjon wischofon ist es sowieso scheißegal. Die stehen drauf. Die finden das geil. Mit denen könnte man so einen tollen faschismus aufziehen… 😦

In diesem sinne: auch weiterhin viel spaß mit euren werksseitig mit nicht deinstallierbarer schadsoftwäjhr verwanzten scheißwischofonen! Und natürlich mit börsennotierten unternehmen ohne seriöses geschäftsmodell wie dem nach spämm und scheiße stinkenden scheißfratzenbuch!

Datenschleuder des tages

Datenschutz
Social Data gab Infos von 235 Millionen Social-Media-Konten preis

[…] Die Daten waren dabei auf mehrere Datensätze verteilt. Die bedeutendsten waren zwei mit jeweils über 90.000 Millionen Einträgen, die Profildatensätze von Instagram enthielten. Der drittgrößte war ein Datensatz von etwa 42 Millionen TikTok-Nutzern, gefolgt von knapp 4 Millionen YouTube-Profilen. Es ist derweil nicht klar, wie lange die Datenbank für jedermann auffindbar war und ob die Daten überhaupt in falsche Hände gerieten. Das jemand die Gunst der Stunde ergriff, ist jedoch nicht unwahrscheinlich. „Unsere Honeypot-Experimente zeigen, dass Hacker ungesicherte Datenbanken innerhalb weniger Stunden nach der Enthüllung finden und angreifen können“, schreibt Comparitech. Personen, deren Daten das Datenleck preisgab, sind demnach möglicherweise einem höheren Risiko ausgesetzt, Ziele von Phishing-Angriffen zu werden.

Die daten lagen völlig offen und ungeschützt im internetz. Ein „häck“ war nicht erforderlich. Jedes kind konnte zugreifen. Und jeder verbrecher. Auch weiterhin viel spaß beim festen glauben an den überall leichtherzig und völlig konsekwenzenlos versprochenen schutz eurer persönlichen daten! Die liste wäxt und wäxt und wäxt. 😦

Als ob VW noch nicht genug in die scheiße gegriffen hätte…

Tradizjonswochen bei volxwagen auf finster-gram.

Rassismus in einem Online-Werbeclip für VW: Ein Schwarzer wird neben einem Golf durch die Gegend geschubst, animierte Buchstaben legen das Wort „Neger“ nahe […] „Wie ihr euch vorstellen könnt, sind wir überrascht und schockiert, dass unsere Instagram-Story derart missverstanden werden kann“

*hitleremojivermiss!*

Hej, scheiß-VW, du verbrecherunternehmen mit brauner vergangenheit und nach wie vor bestehendem vollumfänglichen schutz vor strafverfolgung in bananistan, aber der erfolg dieser reklamekampanje ist dir völlig sicher. Die ganze jornallje wird über dich schreiben. Und die paar bräunlinge in deutschland, die werden dich ganz gewiss nicht missverstehen und vielleicht sogar zu richtigen fänns werden. Vielleicht solltest du einfach wieder das schnieke swastika-diesein aus dem jahr 1937 als dein scheißlogo verwenden.

(Übrigens funkzjoniert der rassismus in der reklame völlig anders als mit irgendwelchen gotteshänden, die dunkelhäutige menschen wegschubsen: da wird ein bild mit fotoschopp im idealfall völlig unsichtbar nachbearbeitet, bis die menschen deutsch genug, schlank genug, gesund genug und glücklich genug aussehen.)

Finster-gram des tages

Instagram (Eigentümer: Facebook) verfährt bei DMCA-Löschaufforderungen noch extremer als Twitter. Man löscht auf Anfrage ohne jede Prüfung. Wer damit nicht einverstanden sein sollte, kann sich ja melden und um eine Klärung kümmern. Die Arbeit haben dann die Nutzer und nicht etwa die Betreibergesellschaft

Auch weiterhin viel spaß bei der zentralisierung eurer kommunikazjon über irgendwelche börsennotierten S/M-klitschen ohne seriöses geschäftsmodell! Die kämpfen gegen euch für die rechteverwertungsindustrie und „für euch“ gegen die fiesen fäjhknjuhs, außer, diese kommen von scheißp’litikern. Und: viel spaß noch im kommenden faschismus!

Finster-gram des tages

Ein Startup aus San Francisco hat heimlich massenhaft Daten von Instagram-Nutzern gesammelt. Konkret wurden Millionen „Stories“ und Standortdaten gespeichert. Die Informationen hat die Marketing-Firma Hyp3r offenbar genutzt, um detaillierte Werbeprofile von Nutzern zu erstellen – inklusive Bewegungsmustern und möglichen Interessen

Oder anders gesagt: finster-gram hat standort- und bewegungsdaten seiner nutzer nebst interessenprofilen im internetz veröffentlicht.

Auch weiterhin viel spaß mit S/M-überwachungs und datensammelseits! Und natürlich viel spaß beim festen glauben an den schutz eurer persönlichen daten, der euch überall leichten herzens und völlig konsekwenzenlos zugesagt wird! Die liste wäxt und wäxt und wäxt.

Datenschleuder und S/M des tages

Eine Datenbank mit persönlichen Kontaktdaten von mehr als 49 Millionen Instagram-Nutzern soll zeitweise öffentlich im Internet abrufbar gewesen sein. Neben öffentlich verfügbaren Informationen zu den Inhabern der Accounts soll die Datenbank auch private Daten, unter anderem Telefonnummern und E-Mail-Adressen, enthalten haben […] Unter den betroffenen Konten sollen sich auch solche mehrerer Millionen Influencer […] befunden haben. Ihnen war teilweise ihr Marktwert zugeordnet

Mit marktwert! Auch weiterhin viel spaß beim scheißfratzenbuch und bei den ganzen klitschen, die das scheißfratzenbuch aufgekauft hat. Dummheit ist der rohstoff der zukunft! (Und dass es demnächst reklame in wanzäpp geben wird, ist euch sicherlich egal. Wenn ihr sie nicht sogar schon vermisst habt. Ist halt scheiße, wenn man erstmal auf der droge druff ist, nicht wahr?!)

Ich übernehme diese meldung allerdings erst dann auf die beliebte datenschleuder-seite, wenn ich sie mit mehr bestätigung und weniger konjunktiven sehe. Gegenwärtig ist das alles zu dünne.

S/M-security des tages

Nutzt hier jemand instagram?

Dass diese ganzen klitschen aber auch probleme damit haben, so eine sicherheitstechnik aus den siebziger jahren, das gesaltete häsching von passwörtern für die speicherung, anzuwenden. Na ja, ansonsten sind ja alle daten bei denen in allerbesten händen. Auch weiterhin viel spaß beim festen glauben an den datenschutz!

Contentindustrie des tages

Na, hat jemand lust, ein ganzes jahr lang kostenlos das locus zu lesen? Toller kwalitätsjornalismus im BRD-standard, bildzeitung mit schlips, tolle reklame. [Archivversjon | via Hadmut Danisch]

Aber keine kleinsten textfragmente aus dem so verramschten drexblatt irgendwo im web benutzen, die fallen demnächst unter das EU-leistungsschutzrecht für scheißpresseverleger. :mrgreen:

Die zukunft des films

Es dauert wohl nicht mehr lang, und sie werden sogar damit anfangen, filme in hochkant zu produzieren. Da muss man halt die kinos ein bisschen umbauen… und die menschen, die vor dem instagram-zeitalter geboren wurden und denen augen noch nebeneinander statt übereinander stehen, begreifen einfach nicht, dass das 16:9-format dafür erfunden wurde, filme hochkant zu stellen. :mrgreen:

Billige und willige mitarbeiter des tages

Instavergrämungs-nutzer liefern billigen datenrohstoff fürs fratzenbuch:

3,5 Milliarden öffentliche Instagram-Fotos mit 17.000 Hashtags wurden verwendet, um die künstliche Intelligenz zu trainieren. Damit eine künstliche Intelligenz angelernt werden kann, benötigt sie einen Datenstamm, mit dem sie trainiert wird. Da bei Instagram Menschen freiwillig ihre Fotos, oft mit möglichst vielen, passenden Hashtags versehen, muss Facebook keine Mitarbeiter bezahlen, die im Akkord Fotos verschlagworten müssen

Ihr könnt so richtig dolle stolz auf euch sein, ihr billigen und willigen idjoten! Für ein paar herzchen und däumchenhochs macht ihr alles. Wenn es doch wenigstens glasperlen wären, die hätten noch einen wert…

Hauptsache das foto ist ohne titten und nippel…

Algorithmen kennen keine Gefühle und können deshalb ziemlich unsensibel sein, wie die Facebook-Tochter Instagram bewies: Sie nutzte für Werbung ein Foto, das die Drohung enthielt, „Ich werde dich vergewaltigen, bevor ich dich töte.“ Es handelte sich dabei um einen Screenshot einer Hass-Mail, die die Journalistin Olivia Solon vor fast einem Jahr erhalten hatte

Auch weiterhin viel spaß mit den ganzen S/M-algoritmen und der US-neurotischen angst vor brüsten. Übrigens: diese klitschen wollen „targeted advertising“ können und daraus ein geschäft machen. :mrgreen:

S/M des tages

Kleine rätselfrage zum nachdenken: was wird wohl mittel- und langfristig im wexelspiel mit der menschlichen psyche passieren, wenn man auf S/M-webseits¹ — die ja schon über das technische und unpersönliche medium internetz laufen — dafür sorgt, dass die „kommunikazjon“ immer mehr entsprachlicht wird, so dass es nicht zu einem austausch von worten, argumenten, ideen (und beleidigungen) kommt, und wenn stattdessen immer mehr mit fotos, videos und bildern ausgedrückt werden soll?

Hier ein kleiner teil der antwort:

Eine Studie der gemeinnützigen Organisation „Ditch the Label“ kommt zum Schluss, dass Instagram unter Jugendlichen das bevorzugte Medium für Mobbing ist […] Als häufigstes Ziel für Hasskommentare wurde das Aussehen ermittelt

Prof. dr. Offensichtlich hätte beim lesen dieser worte beinahe einen herzinfarkt vor überraschung bekommen…

¹S/M ist meine abk. für „social media“. Aus gründen.

Und noch so ein S/M des tages

Habt ihr mal von diesem „instagram“ gehört, wo ganz viele klitschen nach beratung durch ganz tolle S/M-berater ganz viel geld reinballern, damits auch schöne bildchen dort beim lieblingsdienst der überwiegend dummen, überwiegend weiblichen, überwiegend an glücksgefühle durch geldausgeben gläubigen idioten gibt? Da scheinen ja tolle geschäfte zu laufen:

Wenn man Influencer frage, wie sie ihre Reichweite aufgebaut hätten, würden sie in der Regel antworten, weil sie guten Content hätten, mit ihren Follower interagierten oder weil sie von großen Accounts gefeatured worden seien. Die Wahrheit sehe oft anders aus. „Es wird immer gängiger, dass Leute Follower kaufen, um sich für Firmen attraktiver zu machen. Und der Kauf von Followern geht meist mit dem Kauf von Likes einher, damit es so aussieht, als ob die Menschen den Content mögen. Manche kaufen sogar Kommentare“

Na, das ist doch wunderbar gerecht und sowohl realsatirisch als auch karmisch erfreulich, wenn professjonelle lügner — das sind so genannte „werber“ — auf professjonell vorgetragene lügen irgendwelcher S/M-hochstapler mit ganz viel gekauften folglingen, daumenhochklicklingen und kommentierlingen reinfallen und die mit ordentlich zaster zu beachtlicher größe aufpumpen. Da wäxt zusammen, was zusammen gehört! Und jetzt klebt bitte schön eng zusammen und behelligt einfach den rest der welt nicht mehr mit eurer verlogenen, intelligenzverachtenden scheiße!

Ich gebe der werbung im web ja nicht einmal mehr ein jahr und freue mich über jede derartige meldung. Schon jetzt sind es eigentlich nur noch vollidjoten, die für die ganze reklame im web — die der zielgruppe meist in sehr nerviger und intelligenzverachtender form begegnet und die immer häufiger vor allem von irgendwelchen bots beklickt wird — geld aus dem fenster werfen. Irgendwelche S/M-schrottdienste ohne seriöses geschäftsmodell, die einfach alles menschliche miteinander im web mit scheißreklame vergällen wollen, um daraus profit zu schlürfen, brechen dann gleich mit zusammen.

S/M-jornalismus des tages

„Wie kann man mal content für die zeitungswebseit im ressor „digital“ machen?“, fragte sich eine kwalitätsjornalistin bei der frankfurter rundschau. Und dann fand sie die antwort und schrieb einfach darüber, dass die leute ihren unmut darüber, dass dieses „instagram“ ihnen jetzt die bilder nicht mehr kronologisch, sondern algoritmisch sortiert und dabei öfter mal „aussortiert“ ausgerechnet beim zwitscherchen ausdruck verleihen, wo sie ebenfalls nicht kronologisch, sondern von einem algoritmus sortiert und auch öfter mal „aussortiert“ werden. Das sind die digital-temen, die bewegen!!1!elf!!1!

Und vor allem: da wird endlich mal über leute berichtet, die voll den durchblick haben! :mrgreen:

Auch weiterhin wünsche ich den technischen analfabeten viel spaß mit den S/M-webseits von unternehmen ohne seriöses geschäftsmodell. Hej, damit seid ihr so modern, damit kommt ihr sogar in die zeitung!

[via @benediktg@gnusocial.de]