Prof. dr. Offensichtlich textet schlagzeilen

Das Internet der Dinge lädt ein zu Cyberattacken

<loriot>Ach!</loriot>

Vom klick kann ich nur abraten, denn da wird kompetenzfrei und militärisch weitergecybert.

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„Internet der dinge“ des tages

Unternehmen, das sexspielzeug herstellt, gesteht ein, die sexspiele seiner nutzer aufzuzeichnen und bezeichnet dies als ‚kleinen programmierfehler‘

[…] Die anwender sagen, dass sie der äpp den zugriff auf mikrofon und kamera erlaubt hätten, aber ausschließlich für die nutzung mit der integrierten tschättfunktion und um ihre stimme zu versenden, nicht für permanentes aufnehmen während der benutzung […]

Ich wünsche euch allen auch weiterhin ganz viel spaß mit dem internetz der dinge und mit euren wischofonen! Erich Mielke wäre so stolz auf euch gewesen, und so weit wie irgendwelche klitschen überwachend in eure privat- und intimsfäre vordringen, hat sich die STASI niemals getraut. An vollidjoten wie euch sind die menschenrechte verschwendet, und ihr werdet genau so behandelt wie menschen, an denen die menschenrechte verschwendet sind.

„Internetz der dinge“ des tages

Sicherheitsforscher nennen das neue Netz „IoT_reaper“ beziehungsweise „IoTroop“. Es nimmt vornehmlich IoT-Geräte ins Visier: Überwachungskameras, NAS-Systeme sowie Videorecorder. Die Geräte stammen den Angaben zufolge vor allem von Netgear, D-Link, Linksys, GoAhead, JAWS, Vacron, AVTECH, MicroTik, TP-Link und Synology […] Schutz versprechen nur Firmware-Updates – und die liefert kaum ein Hersteller billiger IoT-Geräte

Auch weiterhin viel spaß mit dem ganzen plastikschrott mit drin verbasteltem kompjuter nebst internetzzugang, den ihr euch alle hinstellen sollt, weil das jetzt modern ist und weil man das jetzt halt so macht. Mit kompjutern, die euch das (eigentlich selbstverständliche) recht einräumen, dass ihr selbst darüber entscheidet, welche softwäjhr ihr drauf ausfühlen wollt, hättet ihr ja eine schangse gehabt, aber ihr kauft ja die ganze gängelungs-, enteignungs- und entrechtungskacke. So seid ihr eben aktive förderer der organisierten kriminalität geworden. Fühlt euch damit so richtig modern! Und morgen kippt ihr isotonische getränke auf die äcker… oder wählt parteien mit dem tollen claim „digital first, bedenken second“ und fühlt euch gleich noch moderner. 😦

Tschüss

Obwohl die idiocracy vor allem in den USA unaufhaltsam und mit mechanischer schnelligkeit voranschreitet, konnte man den leuten wohl doch nicht so oft eine völlig überflüssige und überteuerte saftpresse für überteuerte saftpakete, die man auch von hand auspressen könnte, andrehen.

Opulent ausgestattet mit fast 130 Millionen Dollar Investmentkapital wollte das US-Startup Juicero mit einer ans Internet angeschlossenen Saftpresse an den großen Erfolg etwa des Thermomix von Vorwerk anknüpfen – allein, es hat nicht sollen sein

Übrigens: was heise onlein unten in diesem artikel „organische säfte“ nennt, waren im englischen höchstwahrscheinlich „organic juices“ und damit auf deutsch sinngemäß „biosäfte“ oder „natursäfte“. Ist schon schwierig mit der sprache, ich weiß, ich falle ja auch immer wieder mal rein. Aber ein schauderhaft wortgetüm wie „organische säfte“ muss doch beim lesen irgendwie auffallen, wenn da ein paar reste von sprachgefühl sind. Ach, es ist jornalismus…

Wer verstehen möchte, warum dieser unnötige tinnef 400 dollar gekostet hat (anfangs sogar 700 dollar), keinen saft und keine anderen flüssigkeiten im mund hat und gut englisch lesen kann, kann ja mal hier einen sehr langen text über den aufbau dieser presse weiterlesen… und sich dabei ständig bewusst machen, dass es „nur“ darum geht, druck auf eine verpackung auszuüben.

Immerhin hat es massenhaft idjoten gegeben, die diesen scheiß gekauft haben. Nicht daten sind der rohstoff der zukunft, dummheit ists.

Ich gratuliere guhgell… ähm… alphabet zu seiner gelungenen investizjon in diesen saftladen! Endlich wieder was zum abschreiben nach den ganzen erfolgen!

„Internet der dinge“ des tages

„Sonos“ so: akzeptiert gefälligst klick-klick-kopfnick unsere neuen selbstermächtigungen, die uns noch mehr eindringen in eure privatsfäre als je zuvor erlauben und stimmt gefälligst zu, dass wir mit unseren bei euch eingepflanzen stalkerwanzen noch ein geschäft mit drittunternehmen machen, oder die geräte hören halt auf zu funkzjonieren!

Der Kunde kann den neuen Vorgaben zustimmen, oder akzeptieren, dass sein Produkt vielleicht mit der Zeit aufhört, zu funktionieren

Wenn euch doch nur vorher jemand vor dieser ganzen technikverhinderungs-, schnüffel- und abzockscheiße irgendwelcher drexklitschen gewarnt hätte! Na gut, dann werdet jetzt halt ein bisschen erpresst. Ist schon scheiße, wenn man immer pech beim denken hat. Und jetzt kauft euch „autonome autos“, die nur noch fahren können, wenn sie vernetzt sind… :mrgreen:

„Internetz der dinge“ des tages

Fehlerhaftes Firmware-Update legt smarte Türschlösser lahm

Nun lassen sich diverse bei Airbnb-Vermietern beliebte und per WLAN programmierbare Türschlösser nicht mehr per Tastenkombination öffnen. Betroffene Kunden müssen deshalb die Hardware tauschen

Bwahahahaha!

Ich wünsche euch auch weiterhin ganz viel spaß mit den ganzen smartdingern in diesem „internetz der dinge“. Wenn euch doch nur vorher jemand gewarnt hätte… :mrgreen:

„Internet der dinge“ des tages

Na, benutzt hier jemand staubsaugerroboter?

Bislang sammeln die Roombas Daten über ihre Umgebung vor allem, um die besser reinigen zu können. Bald sollen die Daten der Staubsaugerroboter aber an Hersteller von Smart-Home-Geräten verkauft werden. Das soll die intelligenter machen

Stellt euch weiterhin schön eure wohnungen mit wanzen aller art voll, bezahlt diese wanzen selbst und achtet darauf, dass die akkus immer gut geladen sind! Ihr seid ganz große helden und voll fortschrittlich! Aber weint nicht, wenn die daten in paar jahren, in ein paar monaten oder in ein paar wochen irgendwo rausfallen, denn ihr seid wahrlich genug vor der ganzen STASI-2.0-kacke gewarnt worden! Vollidjoten!

George Orwell war viel zu optimistisch…

Kurz verlinkt

Bei Fefe gibt es heute lustige präsentazjonsfoljen zum tema „internetz der dinge“… und wo er gerade dabei war, hat er einen kleinen vergleich mit den wischofonen auch nicht gescheut. Und ein paar worte zu „big data“. Und andere godstückchen am rande:

Letzte Bonusfolie: Big Data

Ich wollte eigentlich mit dem Online-Werbemarkt vergleichen.

Ich schrieb also drei befreundete Experten an.

Alle drei antworteten: Vergiss es. Der Markt ist zu 50% Beschiss und zu 50% Betrug. Die ändern alle halbe Jahr ihre Messverfahren und Standards, damit es keiner merkt.

Genau so läuft das auch bei Big Data gerade!

Security des tages

Samsung hat ja für seine wischofone, glotzen und sonstigen internetz-der-dinge-dinger ein eigenes betrübssystem und nicht dieses ändräut. Das ist doch sicher viel sicherer als dieses ändräut

Neiderman zufolge hat Samsung bei Tizen „alles falsch gemacht, was man nur falsch machen kann“ und offensichtlich hat „niemand, der Ahnung von Sicherheit hat, in den Code geschaut“

Auch weiterhin viel spaß mit euren ganzen smart gadgets, ihr stupid people!

„Internet der dinge“ des tages

Na, braucht hier noch eine jemandin eine lösung ohne problem. Zum beispiel einen WLAN-fähigen vibrator mit eingebauter kamera, natürlich kinderleicht angreifbar und offen wie ein scheunentor [der link geht auf einen englischen text]…

The hard-coded credentials, admin:blank, make it „trivial“ to connect to the dildo’s Web admin interface

Und nein, das ist noch lange nicht alles.

Exhibizjonistinnen, die so etwas erregend finden, haben jetzt endlich eine möglichkeit, ihre bedürfnisse auszuleben, ohne sich strafbar zu machen. :mrgreen:

„Smartdinger“ des tages

In Ausgabe 8/2017 hat das c’t magazin am Beispiel etlicher Geräte aus dem Fundus der Mitarbeiter untersucht, wie es um die Sicherheit von IoT- und Smart-Home-Geräten bestellt ist, ob die Privatsphäre gewahrt bleibt und welche Möglichkeiten der Kunde hat, Gefahren zu erkennen und zu vermeiden.

Das Ergebnis war erschreckend: Die Redaktion fand versteckte Mikrofone in Schaltsteckdosen, undokumentierte Web-Frontends mit sensiblen Informationen, Apps und Geräte, die das eigene WLAN-Passwort im Klartext in die Welt hinaus posaunen und sogar einen Sat-IP-Server mit ungeschütztem Root-Zugang, der sich leicht für DDoS-Angriffe missbrauchen lässt

Ich wiederhole es hier noch einmal: versteckte mikrofone in schaltsteckdosen! Auch weiterhin viel spaß mit euren „smart gadgets for stupid people“. Erich Mielke wäre so stolz auf euch gewesen, ihr vollidjoten, die ihr euch diese ganzen lösungen ohne probleme andrehen lasst! Denn die freiheitsrechte sind an euch verschwendet.

Lacherchen des tages

Dem Gerät liegt der Gebrauchsanweisung […] zufolge ein fünf Meter langes Ethernet-Kabel bei, das laut Anweisung jedoch „nur durch den Miele-Kundendienst an eine andere Schnittstelle angeschlossen werden“ darf

Das kommt einem ganz normalen, technisch gebildeten menschen von heute genau so lächerlich vor, als ob im handbuch stünde, dass das netzkabel für die schutzkontakt-steckdose nur von einem kundendienstler (der natürlich eine rechnung für diese kleine dienstleistung und seine anreise schreibt) angeschlossen werden dürfe. Was sich die kundenverachtenden autoren bei miele gedacht haben, als sie diesen schwachfug ins handbuch geschmiert haben, wüsste ich zu gern einmal. Vermutlich haben sie gedacht, dass sie mit solchen bullschitt-anweisungen die haftung für ihre internetz-der-dinge-schrottsoftwäjhr abwenden können…

„Internetz der dinge“ des tages

Werden irgendwo reinigungs- und desinfekzjonsautomaten von miele benutzt? Das ist nicht gut, der websörver teilt nämlich gern überall im netzwerk den häsch des root-passwortes mit (und generell wohl jede andere datei der betrübssysteminstallazjon).

Und die reakzjon von Miele, wenn man das freundlich mitteilt? Na, keine natürlich. Jedenfalls nicht in den letzten vier monaten. Ist ja auch das problem der kunden, wenn die cräckbare schrottwäjhr mit bekannten sicherheitslöchern rumstehen haben und nicht etwa das problem von miele.

Ich wünsche auch weiterhin viel spaß damit, jedes plumpsklo zum kompjuter zu machen, den man an irgendein netzwerk oder gar ans internetz anschließt! Was kann dabei schon passieren…

Skynet des tages

„50 Milliarden Dinge sollen sich in den nächsten Jahren miteinander vernetzen“, sagte Angela Merkel zur Eröffnung der Cebit

Hach ja, wenn erstmal der smarte klopapierabroller des dummen techniktinnefkäufers mit der smarten waschmaschine und dem smarten fußabtreter kommuniziert und jede lebensäußerung jedes menschen zu einem datensatz in irgendeiner datenbank eines dritten führt, die beliebig von den horch- und morddiensten abgegriffen werden kann, dann erfüllt sich der traum dieser bekannten p’litikerin aus der DDR.

Ein kleines problem nur: das „S“ in „IoT“ steht für „security“. Aber hej, dafür gibts ja eine cyber-cyber-cyberwehr! :mrgreen:

BITKOMiker des tages

Die BITKOMiker so: UFOs und spukerscheinungen sind in deutschland echt jetzt mal ganz wirklich real… oder so ähnlich.

Und wenn man jedes wasserwerk, jede bonbonmaschine und jede blechwalze ans internetz anschließt, gibts gleich viel mehr produkzjon. Die produzieren nämlich mehr, wenn sie ans internetz angeschlossen werden, müsst ihr glau… ähm… verstehen! :mrgreen:

Und jetzt zur entspannung mal ein anderer trend, den die BITKOMiker schon gesehen haben, als sie in ihre kristallkugel glotzten. Ich hoffe, ihr freut euch alle jeden abend an den tollen 3D-produkzjonen fürs fernsehen. 😀

(Nicht einmal fußballsendungen gibts in 3D! Fürs fernsehen ist 3D mausetot, und das liegt nicht an mangelnder verfügbarkeit, sondern an mangelndem bedarf.)

Übrigens: das „S“ in „IoT“ steht für „security“.

Zustecksel von @benediktg@gnusocial.de.