Guhgell des tages

Bei der guhgell-suchmaschine wird demnächst zens… ähm… werden demnächst irgendwelche aus der technokratischen anonymität heraus handelnde „kwalitätsprüfer“ den nutzer vor allzu aufregenden suchergebnissen schützen. Sucht euch schon einmal eine andere suchmaschine, wenn ihr unzensierte ergebnisse haben wollt!

(Natürlich nehmen die als beispiel die holocaustleugnung. Und wenn das niemanden überzeugt, werden es wieder kinderpornos. Aber treffen wird es alles mögliche. Zum beispiel kritik an der brüsseler korruptokratie, an monsanto, an religjonsgemeinschaften oder an türkische präsidenten. Oder auch mal inhalte, die das missfallen des BRD-justizministers erregen, aber nicht so illegal sind, dass man dagegen vorgehen könnte. Eine zensurinfrastruktur ist zum zensieren da, und sie wird benutzt werden. Und die scheißjornalisten und scheißpresseverleger werden die ersten bejubler der zensur sein, besoffen von pressefreiheit.)

BRD-staatsfernsehen des tages

P’litisch eingesetzter intendant des bayerischen rundfunks (teil des BRD-kwasistaatsfernsehens) fordert einführung einer internetzzensur und internetzteilhabekriminalisierung in der BRD. (Siehe auch bei Hadmut Danisch…)

Ich als CEO, leitender redaktör, jugendschmutzbeauftrager und kwalitätssicherer von Schwerdtfegr (beta) fordere, dass der bayerische rundfunk unter der androhung von fünf jahren zuchthaus für alle mitarbeiter der sendeanstalt wieder häufiger dieses schöne testbild ausstrahlen soll… und diese forderung ist ganz genau so „berechtigt“ wie die von Ulrich Wilhelm, denn ich habe genau so viel mit seinem scheißmedium zu tun wie er mit meinem. Und ansonsten: wer die abschaffung von artikel 5, absatz 1 des grunzgesetzes der BRD und die einführung einer spezjellen meinungsäußerungskriminalisierung und zensur für bestimmte menschen einfordert, ist nicht mehr und nicht weniger als ein offen bekennender verfassungsfeind. Schön, dass er so viel geld aus einer kwasisteuer kriegt, damit er sich besser auf seinen kampf gegen die FDGO konzentrieren kann, dieser freundliche herr intendant. Da zahlt man seine „rundfunkgebühr“ doch gleich doppelt so gerne!

Stirb, jornalist, stirb! Kannst ja ein paar schmissige sonntagsreden über die „freiheit“ auf deinem grabstein meißeln lassen, du stinkendes arschloch!

Tolle idee des tages

Internet:
„Trolle“ mit Künstlicher Intelligenz bekämpfen

Genau, was ein dummer zensor kann, das kann man auch gleich an eine softwäjhr delegieren, die „intelligent“ ist (das heißt: die keinerlei verantwortung hat, deren vorgehen selbstlernend und damit angeblich nicht verständlich ist und deren exzesse dann halt „kompjuterfehler“ sind). Mein armes bullschitt-o-meter!

Kwalitätsjornalismus des tages

Man müsse doch nicht jedem Thema hinterherlaufen, dass irgendwelche Leute auf Facebook gerade vor sich hinposteten

Stimmt, werter unbekannter kwalitätsjornalist. Kampanjen zur einführung einer auf wunsch des werten herrn justizministers eingerichteten, privatwirtschaftlichen internetzzensur im rechts- und rechtefreien raum sind ja viel wichtiger, und die treibst du nur zu gern mit voran! An von milljardären für ihre tintenklexerei bezahlten löchern wie dir ist die pressefreiheit verschwendet.

Stirb, scheißjornalist, stirb! Verrecke, presseverleger, verrecke!

TTIP des tages

Cecilia Malmström so: wäre doch kacke, wenn die parlamente in jedem mitgliedsstaat der EU über TTIP abstimmen müssten und das ding dadurch scheitern könnte — machen wir es doch besser ohne solche abstimmungen.

Der BREXIT ist ja eine tolle sache, aber wo bleibt der DEXIT. Wie kaputt die EU als wertegemeinschaft ist, sieht man daran, wie gerade mit den flüchtlingen umgegangen wird — und wie korrupt und einwohnerfeindlich die EU ist, sieht man prächtig an TTIP und an der jetzt gerade als EU-recht „wegen des terrors“ durchgedrückten internetzzensur nach vorbild von Ursula von der Goebbels.

Herr vodafone

Kann man eigentlich nicht mal bei schönem wetter langsamen und entspannten schrittes eine städtische straße langgehen, ohne dass dieser von fröhlichem gesicht begleitete müßiggang von reklameaffen aller art als einladung fürs belabertwerden begriffen wird.

Als ich die straße langging, sah mich ein „herr vodafone“ und musste mich gleich fragen, ob ich nicht eines seiner drecksangebote wolle. Er trug das standesgemäße kleidungsstück derjenigen arschlöcher, die einem etwas aufschwatzen oder einem auch mal gleich betrügen wollen, die krawatte, und er trug einen anzug. Diese seriöse aufmachung passte so gar nicht zur bunten tonne voller reklame, an der er stand und die ich wohl übersah, weil ich das wollüstig schwingende hinterteil einer sommerlich dünn bekleideten frau viel anregender fand. Ich brauchte tatsächlich zwei oder drei sekunden, bis ich überhaupt kapierte, das der mich nicht um eine zigarette anschnorren will, sondern mir irgendeinen dreck andrehen will.

Und dann blieb ich stehen, so ruckartig, wie ich das kann, wenn ich es will, und mit einer eher mechanischen bewegung wandte ich mich ihm zu, den lächelnden gesichtsausdruck bewusst versteinert. Es ist so leicht, einen irren zu spielen, wenn man vom irrsinn umgeben ist! Herr vodafone spulte sein programm ab und reichte mir gerade diesen bunten fetzen papier, und ich ließ mein gesicht umschlagen und schaute diesem schergen der arschlöcher mit starrem blick in seine kalten augen, mit zitternden lippen. Und der merkte es immer noch nicht. Da sagte ich in absoluter ruhe, mit sehr deutlicher aussprache und etwas übertriebener intonazjon des „r“ nur: „Ich verachte sie dafür, dass sie für ein unternehmen arbeiten, dass so gern dabei mitgeholfen hat, die internetzensur in deutschland einzuführen.“ Es war unglaublich, der redefluss dieses arschloches hatte wirklich aufgehört, und in seinen augen zeigte sich so etwas wie angst. Ich mag das ja nicht, wenn jemand angst hat, aber wer keinen respekt vor anderen menschen empfindet und sie für ein bisschen reklamescheiße aus einem schönen tag reißen will, der muss eben angst fühlen. Und ich setzte fort, in genau dem gleichen montonen tonfall, aber mit zunehmenden zittern am körper: „Gehen sie bitte sterben! Wenn ihnen das mit der freiheit nicht gefällt, können sie ja nicht mehr nach drüben gehen. Also sterben sie! Schnell, wenn es geht.“ Ich rotzte diesem bastard noch einmal vor die füße, freute mich innerlich darüber, dass er richtig schiss um sein überflüssiges, aufgeblähtes, madenhaftes dasein hatte und ging ganz ruhig weiter, ohne diesem typen noch einen einzigen blick zu schenken. Ich hoffe, dass der das den ganzen tag lang nicht vergessen hat.

Und übrigens: Diese proweider, die damals bei zensursula die in vorauseilendem gehorsam verträge unterschrieben haben, die haben sich bis heute nicht bei den nutzern des internetzes in der BRD entschuldigt. Nicht einmal in so einer symbolischen weise, mit so einem „Wir wurden da doch sehr von der politik zu gedrängt, aber wir sehen inzwischen ein, dass wir hätten standhaft bleiben müssen“. Nichts. Und allein dafür haben ihre schergen öfter mal ein deutliches wort verdient, denn die wollen uns produkte von unternehmen verkaufen, die ihre kunden verachten und im zweifelsfall auf recht und gesetz scheißen. Und nein, dass ich nicht nur vodafone.

Aber herr vodafone hat mir eben heute eine minute lebenszeit geraubt, die ich lieber müßig längs der städtischen straße gegangen wäre.