Smartwahn des tages

Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherungen sollen nach dem Willen von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn spätestens ab 2021 auch per Handy und Tablet ihre Patientendaten einsehen können. Entsprechende Vorgaben wolle der CDU-Politiker den gesetzlichen Krankenversicherungen noch diesen Monat machen, berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung

Wisst ihr noch, wie ihr bei der einführung so genannten „elektronsischen gesundheitskarte“ von den verlogenen scheißp’litikern damit beruhigt wurdet, dass die daten nur mit zertifizierter hardwäjhr ausgelesen werden sollten.

Was kann dabei schon schiefgehen, wenn man sich gesundheitsdaten auf einem im regelfall trojanifizierten und zudem nicht auf aktuellem softwäjhrstand laufenden technikverhindungs- und enteignungskompjuter anschaut? Seht ihr, alles ganz harmlos. Der Spahn hats gesagt. Er hat zwar nicht ganz klar gemacht, welches problem er mit diesem zugang lösen möchte, aber hej, es ist digital, smart, kuhl und modern, das ist doch die hauptsache. Vermutlich wird genau wie bei so mancher fernkontoführungssoftwäjhr dafür gesorgt werden, dass die krüppelscheiße auf einem gerooteten wischofon gar nicht erst gestartet werden kann. Das ist nur zu eurem besten! Also nehmt schön die nicht mehr gepflegte firmwäjhr oder besorgt euch einfach regelmäßig ein neues wischofon.

Übrigens, achtet drauf: da ist nur von wischofonen die rede, nicht von richtigen kompjutern, die ihren nutzern das recht einräumen, diejenige softwäjhr drauf laufen zu lassen, die sie für richtig halten. Auf einem richtigen kompjuter könnte man wenigstens dem betrübssystem und den anwendungen regelmäßig sicherheitsaktualisierungen zukommen lassen und hätte es nicht wie bei den wischofonen mit einer scheißkultur zu tun, in der anwendungen regelmäßig mit trojanerkohd verseucht werden.

Ich sehe übrigens jetzt schon vermieter und ausbeuter, wie sie mit gar nicht so sanften druck der marke „aber sie wollen doch die wohnung / den dschobb haben“ einsicht in die komplette digitale krankenakte erzwingen. Was schufa-auskünfte betrifft, die jeder über sich selbst einholen kann, ist so etwas schon seit zwei jahrzehnten gang und gäbe, obwohl es eigentlich illegal ist. Und hej, ihr habt doch alle nix zu verbergen, da könnt ihr euch für eine wohnung doch mal vom vermieter gesundheitsmäßig erpressungscybern lassen!!!1!

Digital first, bedauern second! Wählt CDUCSPDUAFDPGRÜNETC!

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BRD-leuchtturmgroßprojekt des tages

In einem Zeitungsinterview hat Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) die elektronische Gesundheitskarte der gesetzlichen Krankenkassen als nutzlos bezeichnet

<loriot>Ach!</loriot>

Übrigens, herr Spahn: schauen sie sich mal den tollen elektronischen personalausweis an, wenn sie sich von dieser einsicht erholt haben. Und DE-mäjhl. :mrgreen:

(Ja, ich habe mitbekommen, wie sich diese extralaut rummsende kompetenzgranate um kopf und kragen gekwasselt hat. Fürwahr, ein gesamtkunstwerk entsteht, wann immer solche idjoten ohne technisches verständnis sich technikprojekte ausdenken, und zwar eines von großem dadaistischen liebreiz.)

Jens „hartz IV ist keine armut“ Spahn des tages

Jens Spahn:
Gesundheitsminister will mehr Pflegekräfte aus dem Ausland anwerben

Ich wünsche dem werten herrn bummskrankheitsminister viel glück dabei, in irgendeinem ausland leute zu finden, die sich auf die menschenverachtung und die lohndrückerei in der weltweit für ihre besondere ausländerfreundlichkeit bekannten BRD freuen. Ob er so viel glück haben wird? Vor allem, wenn es so aussieht:

Nach einer Mitte März vom Deutschen Institut für angewandte Pflegeforschung vorgelegten Studie gibt es derzeit 17.000 offene Stellen in deutschen Pflegeheimen. Gründe seien hauptsächlich der bundesweite Fachkräftemangel sowie die abnehmende Qualität der Bewerber für diesen Beruf

Aha, wir haben da einen „fachkräftemangel“, aber bummsweit. Und die ausbildung zu diesem beruf scheint eine reine ausbeutung zu sein, bei der keine fertigkeiten vermittelt werden, sondern drauflos malocht wird, so dass die kwalität der bewerber nicht mehr so pralle ist. Kein wunder, dass pflege in der BRD im regelfall kostenintensives verrecken unter unbehandelten schmerzen mit riesigem dekubitus ist, den menschen zur hölle, den pflegeheimbetreibenden scheißkirchen zum fröhlich fließenden reibach. Da freut man sich doch über die besser ausgebildeten leute aus polen, der ukraine, aus ungarn und rumänjen!

Man könnte natürlich auch menschen ausbilden, wenn sie eine ausbildung machen und man könnte arbeit auch mal so bezahlen, dass die arbeitenden menschen davon leben können, und viele „probleme“ würden sich in luft auflösen. Denn die SPD-idee einer als „solidarisches grunzeinkommen“ verbrämten hartz-V-zwangsarbeit belegt eines sehr genau: dass immer noch arbeit genug da ist, nur niemand mehr, der dafür bezahlen will.