Und nun zum wetter

Na, wisst ihr noch, wie uns vor einem monat die kwatschmeteorologen¹ im brote der contentindustrie, die nicht mal mit brauchbarer trefferkwote vorhersagen können, ob es übermorgen regnet oder ob die sonne scheint, angst machen wollten? Angst vor einem neuen dürresommer, schlimmer als das letzte jahr? Sogar die aktuelle camorra… ähm… die 20-uhr-tagesschau hat das gebracht, als wäre dieser bullschitt eine ernsthafte meldung, und etliche erwaxene und intelligenzbegabte menschen aus meinem umfeld haben das sogar geglaubt und schon leichte ängste entwickelt. Ja, wirklich. Die erleben so rd. jeden zweiten tag, dass nicht einmal die wettervorhersage für übermorgen etwas taugt, und haben das trotzdem geglaubt! Fügt sich ja auch hervorragend in ihre allgemeine erderwärmungsangst, die diese psychisch gesteuerten hirnträger leider nicht daran hindert, mit ihren drexautos rumzufahren und demnächst massenhaft nach möglichst weit weg in den urlaub zu fliegen, um dem kalten kalten mai zu entkommen… 😦

Genug erinnert, genug gerantet, jetzt mal das neueste von der deutschen dürrefront:

Wetter:
In Süddeutschland droht Hochwasser

Große Teile Südostdeutschlands erleben in den nächsten Tagen Dauerregen. Kritisch wird es vor allem an den Alpen zusammen mit der Schneeschmelze.

Immerhin: Der Regen füllt das in größeren Bodentiefen immer noch vorhandene Wasserdefizit auf und mindert so das Risiko eines weiteren Dürresommers

Da habt ihr euren alles versengenden dürresommer! Ich hoffe, die von scheißjornalisten an der reklamevermarktungsfront vorsätzlich ausgelöste ängstliche beklemmung hat euch wenigstens ein bisschen spaß gemacht! :mrgreen:

¹Ein richtiger meteorologe würde solche langfristigen vorhersagen nicht machen, weil er genau weiß, dass er sie nicht mit einer besseren trefferkwote als beim einfachen raten machen kann. Deshalb „kwatschmeteorologe“. Ich hoffe, dass sich davon nur beleidigt fühlt, wer gemeint ist. Insbesondere der in der spektrum zitierte herr Kachelmann ist bemerkenswert frei von bullschitt.

Contentindustrie des tages

Ein unauffälliger, mit den üblichen frasen des spochtjornalismus gespickter und von träckender und überwachender scheißreklame „verzierter“ müllartikel (zum beispiel auf der webseit des fischblattes „welt“, aber auch an vielen anderen kwalitätsjornalistischen und leistungsschutzrechtgeschützten stellen) über ein fußballspiel, das gar nicht stattgefunden hat [archivversjon].

Der Wuppertaler SV trennte sich an diesem Mittwoch von der Zweitvertretung von Borussia Dortmund mit 0:0. Wer im Aufeinandertreffen die Nase vorn haben würde, war vorab schwer auszumachen. Die Ausgeglichenheit der beiden Mannschaften zeigte sich letztlich im Endergebnis. (…) Der Unparteiische setzte mit dem Halbzeitpfiff dem torlosen Treiben auf dem Feld vorläufig ein Ende. Nach torloser erster Halbzeit gab es auch nach Wiederanpfiff keine Treffer zu bewundern. Die Teams trennten sich am Ende mit einer Nullnummer voneinander

Tja, scheißjornalist, man braucht dich bald gar nicht mehr so richtig. Diese kleinen glitches wird es auch irgendwann nicht mehr geben, sie sind ja im grunde einfach zu vermeiden. Und da, wo es auf den inhalt eh nicht mehr ankommt — also im spocht und für die börse — läuft der jornalismus schon längst als vollautomatisches textbaustein-lego. 😀

Stirb, jornalist, stirb! Verrecke, verleger, verrecke! Und nehmt euer nach scheiße stinkendes leistungsschutzrecht mit in die verwesung!

via @benediktg5@twitter.com

Angstnachrichten des tages

Es ist nicht einmal möglich, das wetter in fünf tagen mit einigermaßer vertrauenswürdiger trefferkwote vorherzusagen (wer mir das nicht glaubt, frage bitte einfach mal einen richtigen meteorologen), aber wenns in die agenda der rein psychischen manipulazjon passt, hindert das eine angesehene nachrichtenredakzjon doch nicht daran, sich an alarmierend und angsteinflößend formulierten langfristigen horoskopen… ähm… wettervorhersagen zu versuchen:

Anhaltende Trockenheit
Droht ein neuer Dürresommer?

[…] „Sollte die trockene Witterung in den kommenden Monaten anhalten, könnte sich die Dürre des Jahres 2018 wiederholen oder sogar übertroffen werden“, sagte der Leiter der DWD-Agrarmeteorologie, Udo Busch

Wisst ihr noch, wie der sommer vor zwei jahren war? Es war ein pitsche-patsche-regensommer ohnegleichen, wie er nur einmal in fuffzich jahren vorkommt. Allein fünf ihme-leine-hochwasser hier in hannover. Aber für die gegenwärtige agenda der desinformazjon muss eben auf erwärmungen hingewiesen werden, als ob wir alle verbrennten. Dass dabei den meisten menschen der sinn für den unterschied zwischen wetter (aktuelles geschehen aufgrund komplexer atmosfärischer wexelwirkungen) und klima (langfristiger durchschnittswert) völlig verloren geht, nehmen diese kwalitätsjornalisten gern in kauf, so lange sie nur genug gefügig machende scheißangst ausbreiten können. Aber nur, wenn das wetter knalle heiß ist. Vor zwei jahren im regen des jahres 2017 haben sie jedenfalls nicht versucht, mit so primitiv ins gehirnchen zu ficken, dass sie unterschwellig (es ist in diesem horoskop-artikel mit seiner äußerst unseriösen langfristigen wettervorhersage auch nicht direkt gesagt) von wetter auf klima gegangen sind.

Gut, dass es diese fäjhknjuhs nur im internetz gibt und nicht in der tagesschau!!!1!elf!!!1! :mrgreen:

Kurz verlinkt

Wenn es die Gelbwestenproteste, die mittlerweile mehr als 5 Monate andauern, in Deutschland in die Medien kommen, dann geht es meistens um militante Auseinandersetzungen und verletzte Polizisten. Über die verletzten Demonstrantinnen und Demonstranten auf Seiten der Gelbwestenbewegung wird hierzulande kaum berichtet. Dabei gibt es mehrere Demonstranten, die ein Auge verloren haben durch Waffen, die eigentlich geächtet sind […] Staatsgewalt gegen Demonstranten, die mit Recht viel Aufmerksamkeit auch in deutschen Medien finden würde, wenn sie beispielsweise in Russland stattfindet

Das ist ja toll!

Die tagesschau des BRD-parteienstaatsfernsehens ARD will jetzt ein portal für investigativen jornalismus aufmachen [archivversjon]. Das ist toll. Vor allem, weil die tagesschau jeden verdammten abend um 20:00 uhr zeigt, wie ein nicht-investigativer jornalismus aussieht: vorgelesene agenturmeldungen und interwjuhs mit leuten, die völlig erkennbar nicht die absicht haben, etwas zu sagen und die man damit nicht nur einfach durchkommen lässt, sondern die man immer wieder interwjuht.

Aber wenn gute sachen dabei sein sollten, dann denkt bloß dran, dass ihr euch das alles archiviert, denn der nach scheiße stinkende scheiß-BRD-staatsfunk löscht die teuer mit kwasisteuern bezahlten inhalte nach einiger zeit wieder aus dem internetz. Könnt euch ja bei den arschlöchern vom bummsverband deutscher zeitungsverleger für diese tolle regelung bedanken, der hat diese scheiße in den dunkelkammern des reichstages nämlich herbeilobbyiert. Die scheißpresse stirbt leider viel zu langsam…

Die tägliche gehirnwäsche von jornalismus und staatsfunk

Mitten unter uns leben 4 Millionen Kinder an oder unter der Armutsgrenze. Falls wir überhaupt davon erfahren, geschieht es nur beiläufig. Unsere Leit- und Qualitätsmedien interessiert das Thema einfach nicht. Marktführer ARD-aktuell informiert uns zwar fast täglich über die Börse, vermeidet aber krampfhaft, regelmäßige Blicke auf die Schattenseiten unserer Gesellschaft zu werfen. Die Problematik “Arbeitslosigkeit, Armut, soziales Elend und krasser Reichtum” bleibt außen vor. Wir existieren in einem antisozialen Unrechtsstaat. Es soll aber keiner so verstehen

Burda des tages

Das burda-käseblatt „focus money“ hat ein auf seiner titelseite ganz groß gedrucktes zitat von Alan Greenspan erfunden und war auch noch der meinung, dass das jornalistisch voll legitim ist [archivversjon].

Der Presserat hat Pöpsel in doppelter Hinsicht widersprochen. Er hat seiner Auffassung widersprochen, dass man zwischen zwei Anführungszeichen einfach Wörter setzen darf, die inhaltlich ähnlich dem sind, was der scheinbar Zitierte gesagt hat. Und er hat der Behauptung widersprochen, dass Greenspan überhaupt sinngemäß das gesagt hat, was Pöpsel ihm unterstellt

Fakten, fakten, fakten! Gut, dass es diese gefährlichen fäjhknjuhs, mit denen menschen ins gehirn gefickt werden, um sie zu manipulieren und zu irgendwelchen taten anzutreiben, nur in diesem unbedingt zensur- und verbotswürdigen internetz gibt und niemals in der BRD-scheißpresse!

Stirb, jornalist, stirb! Verrecke, burdaverlag, verrecke!

Jornallje eben…

Das was wir hier beobachten können, ist nichts anderes als eine Form des Dirty Campaignings, bei dem die Grenzen zwischen politischem Lobbyismus und Journalismus verschwimmen. Diese Form der politischen und medialen Auseinandersetzung scheint endgültig auch hierzulande angekommen zu sein und sie benutzt dieselben Techniken, die einen Trump an die Macht gebracht und den Brexit ermöglicht hat

Stirb, scheißpresse, stirb! Verrecke, verleger, verrecke!

Häjhtspietsch des tages

Wie gut, dass es diesen fürchterlichen, menschenverachtenden und vorsätzlich persönlich verletzenden häjhtspietsch nur bei irgendwelchen nazis auf zwitscherchen und fratzenbuch gibt und keineswegs in der kwalitätsjornalistischen kwalitätspresse der BRD, denn so kann man das internetz chinesisch durchzensieren und häjhtspietsch einfach abstellen. Und endlich ist der ganze häjhtspietsch weg:

Witzfiguren […] Wutbürger […] Würde selbstgerechter Zorn den Körper durch die Harnröhre verlassen, ertrinken würden die hundert Erstunterzeichner*innen […] Witzfiguren […] Wutbürgertum […] nervtötend besserwisserische Gestalten […] Linguaknast ohne Freigang […] jämmerlichen Parade kleinbürgerlicher Würstchen […] Stehpinkler

Stirb, scheißjornalist, stirb! Und nimm das stinkende leistungsschutzrecht für deinen presseverlagsausbeuter mit ins würmerloch, du kotnascher, kromosomenfasching, trottelflüsterer, heißluftspender, maulhurenjunge, professjonell dauerempörte gendertröte und platitüdenbaron, der mutmaßlich mal unter einem feuchten stein gefunden wurde! (Ich versuche hier wirklich nur, den kwalitätsjornalistisch in der taz vorgegebenen tonfall aufzunehmen, mehr nicht. Denn die wissen ja, was der unterschied zwischen häjhtspietsch und sachlicher gerüchterstattung ist.)

Klarstellung für pawlowsche hunde und andere links-rechts-esoteriker: ich würde so einen dümmlichen aufruf vom „verein deutsche sprache“ niemals unterschreiben und mich niemals für eine derartige bittstellerei vor der scheiß-BRD auf die knie begeben, denn die sprache gehört den sprechenden und schreibenden, nicht irgendwelchen vereinen, die lieber längst erkaltete asche anbeten als sich des heiteren und verzehrenden feuers zu erfreuen. Ich gehe allerdings auch davon aus, dass die große mehrzahl der sprechenden und schreibenden trotz aller schulischer, hochschulischer, p’litischer, medialer und jornalistischer indoktrinazjon sich niemals verbieten lassen wird, so zu sprechen und zu schreiben und zu denken, wie der schnabel nun einmal gewaxen ist und stattdessen den jeweils aktuellen neusprech beim sprechen, schreiben und denken verwenden werden. Das ist nicht einmal in totalitären staaten mit ganz fürchterlichen lagern weit draußen in sibirien völlig gelungen. Und die haben mit großem ernst, unverhohlener mordlust und obszönem aufwand daran gearbeitet.

Realsatire des tages

Nein, das ist nicht der postilljon: contentindustriell meinungsmachende jornalistin, die berufsmäßig jeden tag über temen schreibt, die sie nicht betreffen und von denen sie keine ahnung hat, greift tief in die religjonskiste und fordert die menschen auf, während der vierzigtägigen fastenzeit einfach mal keine meinung mehr über temen, die sie nicht betreffen und von denen sie keine ahnung haben zu äußern:

Keine Sorge, es muss natürlich niemand darauf verzichten, eine Meinung zu haben, aber wäre es nicht eine schöne Übung, sie vierzig Tage lang einfach für sich zu behalten und zwar immer dann, wenn es um ein Thema geht, von dem man entweder wenig versteht oder von dem man nicht betroffen ist? Dann würde der öffentliche Diskurs nicht von so vielen Meinungen verstopft und es wäre endlich Raum, um mal zur Abwechslung nur die zu hören, die nicht nur auf einem vagen Bauchgefühl basieren

Und ich dummerchen dachte schon, am aschermittwoch sei alles vorbei… :mrgreen:

Stirb, jornalist, stirb!

1000 digitale Abonnenten hat das schwedische Medienhaus MittMedia im vergangenen Jahr gewonnen. So weit, so unspektakulär: Diese hat es allerdings auch dank automatisiert erstelltem Content hinzugewonnen. Der sogenannte Homeowners Bot schreibt seit September 2017 Artikel für die Lokalzeitungen des Medienhauses – mehr als 34.000 sind bislang entstanden

Die zeit hat begonnen, scheißjornalist, die zeit, in der deine arbeit im contentindustriellen betrieb von dummen und billigen kompjuterprogrammen übernommen werden kann, und zwar so…

[…] dass 68 Prozent der 102 befragten Leser keinen Unterschied zwischen faktenlastigen Texten des Bots und anderen Nachtichtentexten ausmachen konnten

Gefällt mir! Der botjornalismus scheint ja auch schon im artikel durchzuschimmern, so dass aus 69 von 102 lesern dann 68 prozent von 102 lesern geworden sind. Drück alles als prozentzahl aus, auch wenn es objektiv sinnlos ist — das ist auch so ein lustiges kwalitätsjornalistisches prinzip, das man mutmaßlich an irgendwelchen idjotenschulen für jornalisten lernt und das leicht in algoritmen zu gießen ist. Nein, keine künstliche intelligenz. So weit muss man gar nicht gehen, um einen scheißjornalisten zu ersetzen. :mrgreen:

Ich wünsche dir viel spaß mit deinem hartz IV, scheißjornalist! Hast es ja damals selbst mit herbeigeschrieben, kannste stolz auf dich sein, arschloch! Und wenn du davon nicht leben kannst oder unter dem p’litisch implementierten psychoterror zerbrichst, dann kannst ja was anderes arbeiten, du hast ja damals auch aus jeden denkbaren scheißjornalistischen propagandakanal getönt, dass menschen jetzt flexibler werden müssen. Fliesenlegerhelfer ist doch auch ein schöner beruf…

Napalm girl

Kurz verlinkt: der contentindustrielle, historische und religjöse entstehungs- und nutzungskontext des pressefotos „napalm girl“ aus dem vietnamkrieg, das ja gerade wieder für die verleihung eines „friedenspreises“ hervorgekramt wurde [archivversjon]. Mit fotos und hintergründen aus der menschenverachtenden, scheißjornalistischen wirklichkeit, einer unbeschnittenen versjon des mittlerweile berühmten fotos und kurzem abriss der anschließenden jornalistischen, propagandistischen und religjösen ausbeutung des im schon gezielt manipulierten foto festgehaltenen elends.

Das ist wirklich sehr harte kost, in sehr vorbildlicher weise sachlich dargelegt, aber trotzdem ausgesprochen widerlich und sollte bei empfindlichem magen besser nicht gelesen werden. Wer es trotzdem lesen will: der text braucht etwas länger, bitte mindestens eine halbe stunde zeit dafür nehmen, besser ein bisschen mehr.

Mit rundfunkgebührenfinanzierter ZDF-hirnfick-erwähnung. Und mit blick auf die tränenrührende frömmelei der marke „gottes liebe besiegt allen hass“.

Unter den Wartenden, die sich „wie das Publikum auf einem großen Jahrmarkt“ verhalten haben sollen, befanden sich etliche Korrespondenten und Bildreporter wie David Burnett von „Time Magazine“, der südvietnamesische Freelance-Fotograf Hoang Van Danh, der AP-Reporter Peter Arnett, Fox Butterfield von der „New York Times“, der NBC-Kameramann Le Phuc Dinh, ITN-Reporter Christopher Wain sowie ein Fernsehteam der BBC […]

[…] Schon früh berichteten Nachrichtenagenturen und Reporter wie Peter Arnett und Fox Butterfield, dass ausschließlich Vietnamesen in den Vorfall verwickelt gewesen seien. Die einzigen Fremden am Ort des Geschehens seien ausländische Reporter gewesen […]

[…] Eine Gruppe von Journalisten war den Fliehenden bereits entgegengegangen, ohne aber helfend einzugreifen – so auch Nick Ut, auf den die Kinder frontal zuliefen. Einige Reporter wechselten ihre Filme; andere erwarteten die Gruppe angesichts der enormen Hitze aus etwas größerer Entfernung. Dabei fokussierte sich der Blick der Kameras schnell auf die nackte Kim Phúc, während ihre Großmutter mit dem verbrannten Baby im Arm sowie die Soldaten im Hintergrund kaum Interesse auf sich zogen […] Die wartenden Fotografen wussten, so die chinesische Autorin Denise Chong, „dass sie das Bild des Tages vor sich hatten. Sie schossen ein Foto nach dem anderen, bis sie keinen Film mehr in den Kameras hatten. Sie stellten sich schon vor, wie sie das Bild aussuchen würden, das Leben und Tod voneinander trennte. Die Lebenden vermitteln die Schrecken des Krieges besser; die Gesichter der Toten sprechen nicht mehr.“ Erst nachdem die Kameraleute und Fotografen ihre Bilder gemacht und ihre Filme verschossen hatten, kümmerte man sich um die Kinder […]

[…] Aus der großen Zahl der Aufnahmen, die Nick Ut in Trang Bang gemacht hatte, wählte man noch am selben Tag am Leuchttisch im Saigoner AP-Büro das Foto Nr. 7a mit der weinenden und nackten Kim Phúc aus. Dabei handelte es sich um ein typisches Opferbild des Krieges. Nicht zur Veröffentlichung geeignet erschienen diejenigen Bilder, die nur wenige Sekunden später entstanden waren und ein bezeichnendes Licht auf die Rolle der Medien im modernen Krieg werfen. Sie zeigen Kim Phúc, die sich in der Zwischenzeit beruhigt hatte, sowie zwei Fotografen und zwei weitere Kameramänner (zum Teil in ziviler Kleidung, zum Teil in militärischer Uniform), von denen allerdings wie auf dem ausgewählten Bild niemand irgendwelche Anstalten machte, den Kindern zu Hilfe zu kommen. Diese erscheinen eher als Getriebene der Medien denn als Opfer des Kriegsschreckens im Bildhintergrund […] Auf der NBC-Filmsequenz ist kurz eine Gruppe von etwa zwölf Bildreportern zu sehen, die sich wie eine lebende Barriere noch im Rücken von Nick Ut formiert haben, um das Geschehen festzuhalten. Erst später eilten Soldaten und Journalisten den Kindern zu Hilfe und reichten dabei auch der kleinen Kim einen Umhang und Wasser. Anders als Nick Ut später immer wieder behauptete, bilden gerade diese Aufnahmen weniger „den Krieg an sich“ ab als vielmehr das Verhalten der Medienvertreter gegenüber den Opfern […] Nur selten sind diese Fotos gezeigt worden […]

[…] Da man Schatten auf dem Körper Kim Phúcs als Schamhaare hätte deuten können, wurde der Abzug laut Denise Chong auf Bitte von Faas leicht retuschiert und damit entschärft […] Für die geplante Veröffentlichung ließ man das Foto Nr. 7a zusätzlich beschneiden. Das gesamte rechte Drittel des ursprünglichen Bildes, das am Straßenrand weitere Fotografen in militärischer Uniform zeigt, von denen einer gerade den Film seiner Kamera wechselt, aber keiner bereit ist, den verängstigten und weinenden Kindern zu helfen, fiel der Schere zum Opfer. Auch dieses nur selten publizierte unbeschnittene Bild hätte einen kritischen Hinweis auf das Verhalten der Medienvertreter geliefert und erschien für eine aktuelle Veröffentlichung demnach wenig geeignet. Mit der Fokussierung auf das nackte Mädchen und ihr schmerzverzerrtes Gesicht bedienten die Beteiligten gleichsam anthropologische Bedürfnisse des Publikums nach Bildern leidender und nackter Körper

Ich wünsche auch weiterhin viel spaß dabei, sich jeden verdammten scheißtag von stinkenden, menschenverachtenden scheißjornalisten emozjonal und psychisch manipulieren zu lassen!

Stirb, scheißpresse, stirb! Verrecke, jornalist, verrecke!

Kennt ihr den schon?

Die scheißjornalisten bitten die p’litische klasse der BRD darum, doch bitte den scheißjornalismus als gemeinnützig anzuerkennen, um weniger steuern zahlen zu müssen [archivversjon gegen das vergessen im internetz]. Warum gemeinnützig? Weil dann im prinzip jeder — wie sonst bei einem gemeinnützigen verein (spochtverein, kleingärtnerverein, fischereiverein, gesangsverein) — bei den jornalistischen machwerken mitmachen kann? Aber mitnichten:

„Die Vielfalt der Medien ist integraler Bestandteil des Gemeinwohls“ […] Für die Medien habe die Anerkennung der Gemeinnützigkeit nicht nur steuerliche Vorteile, sondern auch die „Bedeutung eines öffentlichkeitswirksamen zivilgesellschaftlichen Qualitätssiegels.“

Weil die so viel für das gemeinwohl tun.

Hej, scheißjornalist, du reklameplatzfinanzierendes, verlogenes arschloch im auftrag von milljardären, das du dich in den dienst jeder miesen, menschen- und intelligenzverachtenden scheiße stellst! Jeder von dir verachtete klempner, der ein klo fachgerecht an wasser und abwasser angeschlossen hat, hat damit mehr für das gemeinwohl und die zivilisazjon getan als du dummes stück scheiße in deinem ganzen madenhaften scheißleben, und der muss trotzdem seine umsatzsteuer und seine einkommenssteuer abdrücken. Jetzt, wo der reklamemarkt im internetz endlich, endlich, endlich zusammenbricht, bedarf es weitergehender standesrechte für scheißjornalisten und vor allem scheißpresseverleger, um ein contentindustrielles geschäft zu retten, dessen zeit vorbei ist, scheiß auf jede steuergerechtigkeit. Für manche reiter ist kein pferd zu tot.

Und das „kwalitätssiegel“ einer versteckten kwerfinanzierung durch den p’litbetrieb der BRD können wir alle vortrefflich deuten. In der tat, es besiegelt eines kwalität. Und was für eine! Eigentlich genau die, die wir immer schon vermuten konnten, wenn wir eure tätig- und tätlichkeiten genossen haben.

Hej, aber solche ihre scheißjornalisten mit hungerlöhnen abspeisenden arschlochkonzerne wie springer, bertelsmann und burda werden sich sicherlich drüber freuen, erstmal ein bisschen mehr reibach zu machen, bis es auch das nicht mehr rausreißt. Da können wir uns dann alle mitfreuen. (Und mal schauen, wann die näxste verschärfung von kommerzjellen ausbeutungsstandesrechten und internetz-erwürgungsgesetzen wie dem so genannten „leistungsschutzrecht“ in berlin und brüssel durchlobbyiert wird.) Wenn wir uns so freuen, haben wir ja alle was davon, voll gemeinnützig. Und vor allem gemein.

Stirb, scheißpresse, stirb! Verrecke, verleger, verrecke!

VW des tages

Der Autobauer lädt Journalisten zu einer Veranstaltung ein, verbietet ihnen dort aber mitzuschreiben, zu filmen oder zu fotografieren. Dem nicht genug, verpflichtet er sie, Artikel vor Veröffentlichung von der Presseabteilung absegnen zu lassen

Auch weiterhin viel spaß mit den scheißjornalisten, die so etwas mit sich machen lassen und deren vorgeblich jornalistische texte anschließend nix anderes als ungekennzeichnete scheißreklame im redakzjonellen teil sind! Müsst ihr immer zusehen, dass der scheißjornalismus auch in zukunft finanziert werden kann, müsst ihr immer brav javaskript-wanzen und reklamebanner in den jornalistischen scheißwebseits erlauben! Sonst geht die ganze demokratie vor die hunde und es gibt nur noch fäjhknjuhs!!1!!1!

Hinweis von B.G.

Propaganda des tages

Habt ihr ja alle von euren scheißjornalisten gehört, dass das ganze internetzneulanddingens voll ist mit russischen propaganda-bots, die mit fäjhknjuhs und hirnfickender desinformazjon einfluss auf die p’litische diskussjon nehmen und sogar wahlen nach Putins wünschen zurechtmanipulieren, so schlimm, dass am ende sogar dieser irre Donald Trump präsident der vereinigten staaten eines teils von nordamerika werden konnte und… noch viel schlimmer, tatütata tatütata… dass es auf einmal wieder nazis in der BRD gibt. Durchzensieren, dieses internet, ist voll gefährlich, das macht die ganze schöne demokratur kaputt!!!1!!1!!elf! So, und jetzt klickt auf das däumchenhochknöpfchen unterm artikel!!!1! Danke für eure aufmerksamkeit…

Nun, beim russischen staatsfunk RT sieht man ganz andere propaganda, und zumindest für mich hört sich das nicht gerade unglaubwürdig an. 😉