Opfer des tages

Könnt ihr euch noch an diesen musiker erinnern, der in einem hotel in leibzwick nicht bedient wurde, weil er an einer kette einen davidstern trug? Oder genauer, an diesen musiker, der das so erzählt hat? Da kam alles zusammen und schien zu passen: judenhass und das blaune saxen. Dementsprechend hat sich ja auch die scheißpresse in ihrer neigung zur beschwörungsteorie darauf gestürzt. Inzwischen hat sich allerdings rausgestellt, dass das wohl ein kleines bisschen anders gelaufen ist, wie die rechtsradikaler tendenzen hoffentlich hinreichend unverdächtige taz berichtet:

Medien berichten von Videoaufnahmen aus der Lobby, die zwar Ofarim zeigen – aber ohne besagte Kette mit Davidstern. Die ermittelnde Leipziger Polizei hat mittlerweile „ernstzunehmende Zweifel“ an den Schilderungen. Die Zeit berichtet, dass sich keine Zeugen für Ofarims Vorwurf der Diskriminierung finden lassen. Stattdessen habe sich eher der von Ofarim beschuldigte Hotelangestellte in einem Wortwechsel mit Ofarim, bei dem es offenbar nicht um die Kette ging, durch den Musiker beleidigt gefühlt und ihm deshalb Hausverbot erteilt

Wenn ich es in meinem leben regelmäßig mit dem echten judenhass zu tun hätte, würde ich dieses berufsopfer, das übrigens den richtigen tätern sehr bei ihrer täglichen selbstveropferung hilft, ja nicht besonders mögen, um es mal sanftestmöglich zu sagen. Schon gar nicht, wenn ich daran denke, dass der vermutlich auf den reklameeffekt zur steigerung seiner eigenen bekanntheit gesetzt hat, also den opferstatus als geschäftsmodell nutzen wollte.

Ich habe hier im rotzeblögchen übrigens nichts über die geschichte geschrieben, weil sie mir als zu unglaubwürdig erschien. Selbst für säxische verhältnisse. Ab einer gewissen klasse passiert so etwas in hotels einfach nicht. Aber ich bin ja auch kein gesinnungsjornalist.

Jetzt wird aufgeräumt mit den ganzen judenhassern!

Zum beispiel der mensch mosaischen glaubens (gemeinhin als „jude“ bezeichnet), der im fratzenbuch über ein ziemlich dummes judenhasser-flugblatt gestolpert ist (nein, unsere bummskanzlerin ist kein jüdin, sondern hat als kristliche pfaffentochter das lügen von der pike auf gelernt), andere darauf hingewiesen hat und demnächst vor einem untersuchungsgericht abkaspern muss, weil er sich nach auffassung der staatsanvergewaltschaft der volxverhexung schuldig gemacht hat. So kriegen judenhasser kein bein mehr auf die erde.

Flüchtlingsfreunde des tages

Flüchtlinge sind gut, der staat israel ist scheiße

Palestine will be free – from the river to the sea

Genau, ab mit den israelis ins mittelmeer! Ganz tolle idee, so eine holocaust-2.0-forderung. Ob die so hirnlos schreienden kryptonazis wohl begeistert sein werden, wenn ganz viele israelis mit wenig lust auf ertrinken im mittelmeer auf einmal als flüchtlinge hier ankommen? :mrgreen:

Hach ja, die ev.-luth. kristenheit in deutschland

Nicht nur, dass die heute noch den blutbesoffenen judenhasser Martin Luther verehren und gerade erst 2017 so richtig abgefeiert haben, als wenn niemals etwas gewesen wäre, nein, auch den staatlichen judenhass der Hitler-diktatur fanden sie richtig gut, hat er doch alles wahr gemacht, was Martin Luther einst forderte:

Am 6. Mai 1939 wurde im thüringischen Eisenach das «Institut zur Erforschung und Beseitigung des jüdischen Einflusses auf das deutsche kirchliche Leben» gegründet, ein Institut, das erst in jüngerer Zeit zum Gegenstand historischer Forschung geworden ist. Es wurde getragen von elf deutschen evangelischen Landeskirchen, die sich zur Finanzierung des Instituts zusammentaten – ohne Zwang durch den NS-Staat.

Das Institut hatte das Ziel, alles, was irgendwie jüdisch war, zu beseitigen, um die Kirchen und das Christentum dem Nationalsozialismus anzugleichen […] Aus dem Neuen Testament wurden jüdische Begriffe entfernt, das Alte Testament fiel so gut wie ganz weg. Jesus sollte nicht als Jude erscheinen, sondern als scharfer Gegner des Judentums […] Es war kein Zufall, dass das Institut ausgerechnet in Eisenach angesiedelt wurde […] Vor allem aber war Eisenach die Stadt Martin Luthers

Tradizjon verpflichtet. Ein kleiner rückblick macht alles klar.

Übrigens: der beste tag für einen kirchenaustritt wäre gestern gewesen. Aber heute geht es auch noch ganz gut. Jesus war auch nicht in einer kristlichen kirche. Und das beste daran ist, dass man sich die kirchensteuer auch spart. Wer würde nicht gern die bis heute an vielen kristlichen kirchen dargestellte „judensau“ durch ein sparschwein ersetzen?

Pestdeutscher schundfunk des tages

Der mit kwasikopfsteuern fürs wohnen finanzierte BRD-parteienstaatssender „westdeutscher rundfunk“ scheint seine Joseph-Goebbels-gedenkwochen mit fröhlichem judenhass-kabarett zu haben:

Eckhart gilt als genial, ihre Kalauer scheinen den durchschnittlichen Kabarettkonsumenten irgendwie hintersinnig, als würden ihre laszive Pose, ihr süffisantes Gemaule im Wiener Schmäh der Performance eine schwer zu verstehende Feingeistigkeit verleihen. Dabei besteht ihr Rezept im simplen Brechen von Tabus, die nie welche waren – auch in puncto Antisemitismus. So fragt sie triumphierend bei den WDR-Mitternachtsspitzen Ende 2019 – und noch immer abzurufen in der Mediathek –, ob #MeToo nicht antisemitisch sei, weil Polanski und Weinstein Juden sind. „Am meisten enttäuscht es von den Juden, da haben wir immer gegen den Vorwurf gewettert, denen ginge es nur ums Geld, und jetzt plötzlich kommt raus, denen geht’s wirklich nicht ums Geld, denen geht’s um die Weiber, und deshalb brauchen sie das Geld.“

Weia!

Herzlichen glückwunsch

Ich gratuliere der ev.-luth. kirchengemeinde in calbe zu ihrer ankunft im 21. jahrhundert und zu ihrer abwendung vom tradizjonellen ev.-luth. judenhass [archivversjon]. Das muss in einem umfeld wie der menschen- und hirnverachtenden, von der wurzel her judenhassenden ev.-luth. scheißkirche echt schwierig sein, so eine haltung einzunehmen, denn sonst würde es ja viel häufiger gemacht. 😉

Kennt ihr den schon?

Achtung, menschen mit empfindlichem magen sollten besser nicht weiterlesen.

Janusz Korwin-Mikke, ein rechtsgerichteter Abgeordneter des polnischen Parlaments, sagte unlängst, die Pogrome gegen die Juden seien zum Vorteil des Jüdischen Volkes gewesen, da sie dafür gesorgt hätten, dass die schwachen Elemente des Volkes in einem «natürlichen Selektionsprozess» ausgeschieden worden seien

Ev.-luth. scheißkirche des tages

Die nach scheiße stinkende, vom erklärten judenhasser dr. Martin Luther gegründete ev.-luth. höllenkirche hat nicht nur immer wieder einmal in ihren bimmeltürmen sehr passende glocken zur verherrlichung Adolf Hitlers hängen, nein, sie hat an ihren satanischen scheißkirchengebäuden auch noch judenhasser-karikaturen der marke „judensau“ hängen. Wie schlimm sind diese judenhasser-karikaturen, die auch Joseph Goebbels gefallen hätten? So schlimm:

Das Corpus Delicti hängt in zehn Metern Höhe an der Stadtkirche […] Es zeigt einen Rabiner [sic!], der einem Schwein ins After schaut und so in den Eingeweiden die jüdische Lehre interpretiert

Was der jude Jesus aus nazaret wohl dazu gesagt hätte? :mrgreen: