Jürgen Todenhöfer des tages

Habt ihr ja mitbekommen, dass Jürgen Todenhöfer ein interwjuh in syrien geführt hat, das dann schnell als sehr unglaubwürdig bezeichnet wurde. Das wäre auch sehr schlecht für die laufende kriegsproapaganda der USA und ihren endlosen widerhall in den staats- und wirtschaftsmedien der BRD gewesen, wenn das glaubwürdig gewesen wäre und einen großen pressewiderhall gefunden hätte…

Nun, hier gibt es noch einen standpunkt, der das ganz anders sieht.

Kurz: nachrichten aus kriegsgebieten sind immer mit ganz großer vorsicht zu betrachten. Vor allem, wenn die beteiligten dort eine sprache sprechen, die es sehr schwierig macht, auch nur die einfachste überprüfung vorzunehmen. Egal, wer die kwelle ist. Auch, wenns die tagesschau ist. Niemals psychisch manipulieren lassen. (Und schon gar nicht durch das schreibtischtäterhafte geschreibe von scheißjornalisten!)

Kriegsjornalismus des tages

Könnt ihr euch noch an das interwjuh von Jürgen Todenhöfer mit einem al-kaida-kämpfer aus syrien erinnern, das mich zu einer meiner seltenen anmerkungen motiviert hat, dass es auch ein bisschen fragwürdig sei?

Nun, andere finden nach einem bisschen untersuchung, dass das ganze interwjuh aufdringlich stinkt:

Doch es gibt Ungereimtheiten. So viele Ungereimtheiten, dass ich behaupte: Wer auch immer da mit Todenhöfer spricht, er ist kein Mitglied Jabhat al-Nusras

Grundsätzlich gilt bei jedem jornalismus aus kriegsgebiet: nicht alles sofort für bare münze nehmen und niemals psychisch manipulieren lassen! Und ja, der propagandaverdacht gilt natürlich auch für solche einwände. Wir wissen nix aus syrien und sind völlig in der hand derer, die uns etwas über syrien erzählen — und bislang haben sich scheißjornalisten immer wieder als intellektuelle heckenschützen mit kamera- und rotazjonsmaschinenhintergrund in den dienst jeder noch so üblen und mörderischen sache gestellt.

USA des tages

Die USA sind der staat mit den beiden abgebrannten türmen, der einen anderen staat, der nichts (und zwar nicht einmal auf die indirekteste weise) mit 9/11 zu tun hatte (irak) nach erfindung eines kriegsgrundes in schutt und asche gebombt haben, aber dafür jetzt einen teil der religjös motivierten mörderbande, der sie damals offizjell die schuld für den massenmordanschlag auf das „world trade center“ gegeben haben, als verbündeten behandeln.

Wie friedlich doch die welt sein könnte, wenn es diesen verbrecherstaat USA nicht gäbe!

Achtung, das ist Jürgen Todenhöfer! Und derart freimütig gegebene interwjuhs mit beteiligten eines krieges stehen immer unter akutem propagandaverdacht, und zwar auch, wenn sie mir inhaltlich gefallen…

Lügenpresse des tages

Denn eine wahrheitspresse ist es nicht, und schon gar nicht in so einem hirnfick-jornal wie dem „spiegel“:

Anfang des Jahres veröffentlichte der Spiegel einen Artikel über unsere Reise in den so genannten „Islamischen Staat“. Die Überschrift lautete „Der Märchenonkel“. Der Artikel verstieß gegen alle Grundsätze der zulässigen Verdachtsberichterstattung und enthielt zahlreiche Unwahrheiten über meinen Vater (Jürgen Todenhöfer), über mich und unsere Reise in den „Islamischen Staat“

[…] Der Spiegel und Frau Özlem Gezer schienen gar nicht daran interessiert, wirklich zu recherchieren. Nach ihren eigenen Angaben haben sie sechs Monate lang mit ihrem (einzigen) Informanten gesprochen

Der klick lohnt sich.

Ich wünsche euch auch weiterhin viel spaß dabei, von scheißjornalisten p’litisch gebildet zu werden! Lasst euch informieren, lasst euch uniformieren, lasst euch für den nächsten krieg begeistern, sterbt und mordet für die interessen von milljardären, ihr idjoten!

Stirb, scheißpresse, stirb! Verrecke, jornalist, verrecke!

Lobende erwähnung

Jürgen Todenhöfer, den älteren sicher noch als stahlharter und strohdummer CDU-scharfmacher im dunstkreise Dreggers aus dem bummstag bekannt, hat im fratzenbüchlein ein treffliches und hinreichend deutliches bild als kommentar zu der eingeforderten kriegsbegeisterung des werten herrn bummspräsidenten veröffentlicht. [Warnung, link geht zum fratzenbuch, rein zu archivzwecken und um der erwartungsgemäßen zensur beim fratzenbüchlein vorzubeugen, gibt es hier eine lokale kopie des bildes. Übrigens kann ich die worte „sharing is caring“ nicht leicht ins deutsche übertragen, aber sie sollten jedem verständlich sein…]

Zitat des tages

Liebe Freunde, unser Bundespräsident, der Kriege bekanntlich nicht grundsätzlich ablehnt, behauptet, er kämpfe für die Menschenrechte. Stimmt das? Bisher hat er u.a. China, Russland, Indien, Äthiopien und Nordkorea kräftig gerüffelt. Nächste Woche will er sich die Türkei vorknöpfen.

Bei Menschenrechtsverletzungen der USA aber eiert er ganz schön herum: “WENN Menschenrechte von unseren (US-) Freunden verletzt werden SOLLTEN, MÖGEN wir nicht schweigen, obwohl wir wissen, dass ANDERNORTS viel gravierendere Menschenrechtsverletzungen stattfinden“- erklärt unser „Held“.

Immer wieder habe ich diesen Satz studiert. Hatte ich mich verlesen? Wo liegt „ANDERNORTS“? Wo gibt es noch ein Land, das in den letzten Jahren durch einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg weit über eine halbe Million Menschen umgebracht und Hunderttausende zu Krüppeln gebombt hat- wie die USA im Irak??

Jürgen Todenhöfer (CDU) im fratzenbuch [Link geht zur mobil-versjon vom fratzenbuch, die ohne javascript funkzjonieren sollte, aber es ist und bleibt eine träckende datensammelwanze — und wer jung ist und Jürgen Todenhöfer nicht mehr kennt, das ist dieser ehemalige scharfmacher]