Schlangenöl des tages

Mit seiner Antiviren-Software verspricht Kaspersky Sicherheit und Datenschutz. Durch ein Datenleck konnten Dritte die Nutzer allerdings jahrelang beim Surfen ausspionieren

In jede verdammte webseite, die man im brauser aufgerufen hat, wurde ein javascript-fetzen von kaspersky eingebettet, der im grunde „nach hause funkte“, was man sich gerade anschaute. Ja, auch bei der fernkontoführung, bei paypal und beim drogenhändler im so genannten darknet. Einschließlich eindeutiger benutzerkennung, damit es auch nicht so anonym ist. Und das beste daran: die eindeutige ID ist auch für irgendwelche weiteren träcking-schmarotzer lesbar. Da kann man tausendmal alle cookies ablehnen… 😦

Wer noch weitere gründe dafür braucht, nicht in jeder dahergelaufenen webseit jedes javascript zuzulassen, das ist einer.

Auch weiterhin viel spaß mit der gefühlten sicherheit und verbesserten privatsfäre durch irgendwelche antivirus-schlangenöle! Ist total toll, klick und sicher, der onkel werber hats euch gesagt, und sein hässlicher bruder jornalist hats euch auch gesagt. Muss also stimmen.

Security, schlangenöl und „cloud“ des tages

Festhalten!

Cloud-Antivirensoftware hilft beim Datenklau aus luftdichten Netzwerken

Spacebin macht moderne Antivirensoftware zum Sprungbrett für Datendiebstahl umfunktionieren lässt [sic!]: Mindestens vier Antivirenprodukte – Avira Antivirus Pro, Comodo Client Security, ESET NOD32 und Kaspersky Total Security 2017 – sind beziehungsweise waren anfällig für die neue Angriffsmethode

Ich wünsche auch weiterhin viel spaß beim festen glauben an die kompjutersicherheit, die durch irgendwelche schlangenöl-softwäjhr hergestellt werden soll. Die wird bestimmt noch viel viel größer, wenn man eine „cloud“ an das schlangenöl dranflanscht. Oder…

Kaspersky empfiehlt seinen Kunden, auf den Cloud-Upload von verdächtigen Dateien zu verzichten. Die Schutzwirkung sei dadurch nicht beeinträchtigt

…auch mal nicht. Denn diese tolle idee zur erhöhung der komplexität und angriffsfläche gegen kompjuter, auf denen das tief ins system verflochtene schlangenöl läuft, bringt nach PResseerklärter meinung der gleichen klitsche, die ihrer strenggläubigen anwendergemeinde so eine funkzjon verkauft hat, für den anwender keinerlei zusätzliche sicherheit. :mrgreen:

Schlangenöl des tages

Microsofts Windows Defender schützt Windows 10 kostenlos und ist vorinstalliert. Das stört Anbieter von Antivirus-Software, die sich benachteiligt fühlen. Kaspersky bereitet daher eine EU-Beschwerde vor

Macht mal! Wenn sich die schlangenölverkäufer auf dem marktplatz prügeln, kann es nur gewinner geben.

via @tux@pod.geraspora.de

Wenn euch linux zu unsicher ist…

Wenn euch linux zu unsicher ist, gibt es neue hoffnung: kaspersky OS. Das ist nach ansage von kaspersky nicht häckbar. Ich bin mal gespannt, wann es den ersten häck gibt… 😀

Aber ein gutes muss ich mal über kaspersky sagen, und das tue ich bei den schlangenölklitschen ja sehr ungern: Die haben mal richtig gedacht. Es ist keine lösung, dass man auf unsichere system irgendwelche sicherheitsschlangenöle packt. Der versuch, unsichere systeme durch bessere systeme abzulösen, ist sehr viel vernünftiger, nachhaltiger und besser. Er hilft nur nicht den leuten mit ihren jetzt laufenden systemen…

Und „internetz der dinge“ ist sowieso eine ganz schlechte idee, selbst mit einem schwer häckbaren system.

Und immer schön händibänking machen, wie in der fernsehreklame!

Ist ja sicher, so ein wischofon, wenn man nur keine äpps aus drittkwellen installiert und immer schön über guhgell pläj geht.

Acecard richtet sich gegen fast 50 Android-Apps für Online-Banking und Online-Payment und umgeht zudem die Sicherheitsmaßnahmen von Google Play. Betroffen sind auch Bankkunden in Deutschland und Österreich […]

Am 28. Dezember 2015 fanden unsere Experten die Version Trojan-Downloader.AndroidOS.Acecard.b bei Google Play im offiziellen Angebot, getarnt als Spiel.

Tja, guhgell macht da halt nur die distribuzjon und entfernt mal was, wenns auffällt.

Auch weiterhin viel spaß beim festen glauben an die sicherheit von wischofonen, in denen sich in wirklichkeit die security-blauäugigkeit der neunziger jahre mit der technisch kompetenten kriminalität der zehner jahre verbindet. Wenns internetz im händi ist, ists gehirn im arsch.

Antivirus-schlangenöl des tages

Nutzern des antivirus-schlangenöls von kaspersky kann man einfach mal eben jemanden anders ein paar andere IP-adressen wegblockieren. Zum beispiel die vom meikrosoft-update. Oder noch schlimmer: die von „youporn“. 😈

Einfach ein paar byte daten hinsenden und die zu blockierende adresse als sender reinspoofen. Natürlich sind auch verfeinerungen möglich, zum beispiel, indem man eine grafik mit einer signatur im bildkommentar zu… sagen wir mal… dem zwitscherchen hochlädt und damit den bildsörver vom zwitscherchen für jeden blockiert, der sich mit dem kaspersky-kram ein bisschen „gefühlte sicherheit“ auf seinen rechner geholt hat. Geht natürlich auch mit anderen bildhostern…

Das kann auch ein lustiges spielchen zur aufheiterung des büroalltags sein, insbesondere bei den rechnern von scheffs.

Antivirus-schlangenöl des tages

Achtung, es nur ein unbestätigtes gerücht, mit anonymen kwellen, aus einem staate kommend, der gerade auch militärisch die säbel gegen russland rasselt, zum schaden eines russischen unternehmens, verbreitet von reuters:

Das russische IT-Sicherheitsunternehmen Kaspersky Lab soll Konkurrenten geschädigt haben, indem es deren Software dazu brachte, Dateien fälschlich als Malware zu deklarieren

Ich wünsche euch auch weiterhin viel spaß mit euren schlangenölen, die ihr euch vom täglichen hirnfick in reklame, presse und glotze als „sicherheit“ andrehen lasst! Wenn das näxste mal eine eurer windohs-systemdateien in der kwarantäne steckt und euer schlangenölfrickelrechner nicht hochfährt, erinnert euch einfach daran. Und zum tema kaspersky und andere schlangenöle einfach nochmal hier weiterlesen und sich dann fragen, ob man dieses schlangenöl wirklich braucht.

Schleichwerbung des tages: mimikama

Auch, wenn man die tarnung von reklametexten als redakzjonellen content jetzt bullschittneudeutsch content marketing und nicht mehr schleichwerbung nennt: ich bin alt genug und bleibe beim klaren und unmittelbar verständlichen wort, weil ich immer noch daran glaube, dass man störende nebengedanken und missverständnisse am ehesten vermeiden kann, indem man dinge beim namen nennt.

Nach der heutigen intelligenz- und leserverachtenden kaspersky-schlangenöl-schleichwerbung (mit der extraporzjon angst für alle fernsprechteilnehmer) bei mimikama [vorsätzlich nicht direkt verlinkt, und sollte die peinlichkeit demnächst einfach gelöscht werden, hier ist eine dauerhaft archivierte versjon der leserverachtenden kaspersky-schleichwerbung] habe ich diese webseit aus allen linklisten (und aus meiner RSS-kost) rausgenommen. Ich würde das auch jederzeit jedem anderen empfehlen. Wer sich hinstellt und die aufklärung gegen betrug und spämm beim fratzenbuch mit derartigen nicht als reklame gekennzeichneten reklametexten für bullschittprodukte zur herstellung der „gefühlten sicherheit“ vergällt, ists nicht wert, gelesen zu werden.

Und hej, ihr da hinten bei mimikama: wenn sich das mit dem bloggen — trotz einer zu vielen hochseriösen links führenden kooperazjon mit mehreren kriminalpolizeien der BRD — nicht lohnt, dann werdet doch einfach jornalisten! Den kaputten karakter, den man dafür braucht, habt ihr ja inzwischen schon entwickelt. 👿

Antivirusklitsche des tages

Bei kaspersky weiß man offenbar noch nicht, dass sich der zeitstempel einer datei beliebig manipulieren lässt und leitet aus solchen informazjonen deshalb weitreichende schlüsse ab. Vor allem, wenn die progger auch noch englisch sprechen…

Ob die russische regierung wohl einfluss auf die arbeit von kaspersky nimmt? Ja, ich weiß, das ist schon wieder verschwörungsteoretisches gras-waxen-hören…

Endlich!

Endlich wird dieses linux so ein richtig professjonelles betrübssystem, auf dem so richtig professjonelle schadsoftwäjhr läuft!

Hej heise, das ist der dünnste security-artikel des tages. Da steht nix drin, außer vielleicht, dass nur 32-bit-linuxe betroffen sind. (Und das erscheint mir bei statischem linken der libc auch zweifelhaft.) Ansonsten nur heiße luft und eingestandene unkenntnis. Habt ihr und kaspersky vom münchner oberbürgermeister etwa eine kleine spende für diese veröffentlichung bekommen¹? :mrgreen:

¹Ich weiß natürlich, dass es wahrscheinlicher ist, dass kaspersky seine schlangenöl-produkte für linux verkaufen will…

Schlangenöl des tages

Antivirus-schlangenöl des tages ist kaspersky internet security 2014, ein tolles programm, das seinem benutzer sagt, dass der kompjuter sicher ist, wenn nur jemand eine standard-schadsoftwäjhr in ein python-skript eingebettet hat.

Auch weiterhin viel spaß mit dem ganzen schlangenöl auf euren kompjutern!