Sinnlos verbautes funkzjonsmerkmal des tages

Der KDE-Dateimanager führt unter bestimmten Umständen Schadcode aus. Die Entwickler entfernen die Funktion nun, da sie sowieso niemand verwendet hatte

Das wäre doch mal ein anfang: funkzjonen aus softwäjhr entfernen, die da drin sind, weil irgendwann einmal eine „tolle idee“ hatte (oder ausprobieren wollte, was er im studium gehört und nur halb verstanden hat), die aber gar nicht oder kaum benutzt werden. Wenn man jetzt damit anfängt und sich keine falsche zurückhaltung beim entfernen sinnloser funkzjonen auferlegt, ist in wenigen jahren alles besser. Die softwäjhr wird schneller geladen und schneller ausgeführt, und sie wird sicherer. Denn komplexität ist bei softwäjhr nun einmal das genaue gegenteil von sicherheit.

Ich musste jedenfalls unwillkürlich an einige nahezu unlesbar gewordene kwältexte im GNU-projekt denken. 😀

Aber linux ist doch sicher…

Abteilung: spaß mit den dümmsten fehlern in linux.

Wie kann man jemanden, der linux mit KDE-desktop nutzt und von der sicherheit seines linuxrechners tiefgläubig überzeugt ist, mal so richtig den tag versauen? Ganz einfach: ein datenzäpfchen nehmen, darauf ein VFAT-dateisystem schreiben (windohs-anwender lesen hier: es als VFAT-formatieren) und den datenträger als $(rm -rf ~) benennen. Ja, richtig. Der name des datenträgers ist das kommando zum rekursiven löschen des benutzerverzeichnisses, umgeben vom bash-kwoting für die ersetzung mit der ausgabe bei ausführung eines befehles.

Man kann natürlich auch backticks nehmen, also `rm -rf ~`, das ist dann auch kompatibel zur ollen bourne-shell¹ und spart ein zeichen. Aber auch die zehn zeichen der lesbareren schreibweise passen locker in die elf zeichen, die man platz hat.

Auf das datenzäpfchen zum beispiel ein paar harmlose dateien draufspielen und dem KDE-freund das datenzäpfchen in die hand drücken.

Nach möglichkeit rasch vom KDE-freund entfernen, denn der könnte explodieren. 😀

Ohren offenhalten. Wenn er zu weinen beginnt, hat es geklappt… 👿

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via Fefe

Auch POSIX mit korn-shell ermöglicht $(...).

Händibetrübssystemoberfläche des tages

Tja, das problemchen: ein händi wäre toll, aber evil äppel geht gar nicht und andräut ist ja auch so ein davon abgeschautes technikverhinderungs-, überwachungs- und enteignungsdingens, das man eigentlich nicht in sein leben mitnehmen will? Windohs auf dem händi… och nö, meikrosoft geht in seinen aktuellen beglückungsideen jetzt ja auch den gleichen grenzkriminellen und gleichermaßen intelligenz- wie anwenderverachtenden weg wie äppel und guhgell, ist also keine alternative mehr… scheiße! Oh, es gäbe da noch unbuntu fürs händi… *örks!* 😦

Eigentlich sollte sich jedes desktop-projekt noch eine händi-oberfläche mit ans bein binden, haben sich da die KDE-entwickler gesagt:

Auf der diesjährigen KDE-Entwicklerkonferenz Akademy haben die Macher der Desktop-Umgebung für Linux eine Version des Plasma-Desktops für Mobilgeräte vorgestellt. Plasma Mobile – auf der Website ist auch von Plasma Phone die Rede – soll eine offene Alternative zu den verbreiteten Mobilbetriebssystemen sein, bei der die Privatsphäre und Freiheit des Anwenders im Vordergrund stehen

Gut, die demo vom prototypen ruckelt noch ein kleines bisschen bisschen (das ist peinlich für so ein reklamevideo, zeigt aber auch eine gewisse ehrlichkeit), doch hat dieser proto sicherlich noch eine tonne debug-kohd drinnen, schließlich wird ja noch aktiv entwickelt. Ansonsten finde ich das mal ein interessantes projekt. Denn irgendwann werde ich ein wischofon haben, schlicht, weils nix anderes mehr gibt, und ich mag diese enteignende kackscheiße nicht, wo überall guhgell (oder canonical oder äppel oder meikrosoft) seine marktfaschistischen, träckenden und entrechtenden flossen drinnehat. Und hej, KDE ist zwar ein ziemlicher bloat, aber dafür auch aus programmierersicht eine brauchbare grundlage, denn die Qt-bibliotek ist wirklich gut in dem sinne, dass es damit einfach ist, einfache dinge zu proggen, und dass es möglich ist, komplexe dinge zu proggen. Es könnte also auch schnell eine menge anwend… ähm… äpps dafür geben. Das beste: MAME läuft schon, leider kann mans noch nicht steuern¹…

Zur schnell rausgerotzten kritik (wohlgemerkt, es ist ein prototyp, von dem ich ein video gesehen habe, also nix fundiertes):

Gnadenlos doof finde ich, dass die entwickler sich das datumseinstelldingens von ändräut und nicht von windohs CE abgeschaut haben. Diese durchroller für tag, monat und jahr sind nämlich überhaupt nicht hilfreich, wenn man mal eben beim notieren eines termins so etwas wie den letzten mittwoch im monat einstellen will. Für die meisten menschen da draußen ist so eine konwenzjon wie der wochentag von großer lebenspraktischer bedeutung, und es ist ziemlich bescheuert, neben seinem händi noch einen papierkalender zu benötigen, wenn man wochentagsbezogene ereignisse einträgt. Meikrosoft hats einfach besser gemacht: dort gibts ein raster für die monatsansicht, wie mans von gedruckten kalendern kennt, und die monate und jahre können durchgerollt werden. Klar, wenns ein olles konsolenfenster gibt, kann man immer noch cal tippen, aber das ist für die benutzerführung in einem wischofon blöd.

¹Wer nicht weiß, was MAME ist: hier gehts lang (englisch). Wer keine lust hat, dort zu lesen: ich spiele immer noch gelegentlich spiele wie donkey kong, galaga, parodius, berzerk, pengo und dergleichen, wofür mir früher die automatenaufsteller eine ganze teure mark pro spiel aus der tasche gezogen haben. Das ermöglicht mir MAME. Einige alte (leider nicht wirklich pralle) spiele kann man sogar legal runterladen, die anderen gibts in der wohlbekannten bucht. Für ein paar wirklich gute händispiele wird also gesorgt sein…

Den KDE mal wieder anschauen

Er sagte mir beiläufig, dass er sich den KDE mal wieder anschauen müsse, das letzte mal sei 4.0 gewesen und das fand er auch schon ganz hübsch, aber es wäre damals überhaupt noch nicht performant auf seinem 1,6GHz-penzjum gewesen…

Na, wenn er meint. Erfahrung ist ja nichts weiter als die summe von scheitern, enttäuschungen und misserfolgen.