„Kinderpornos“ des tages

Ich schreibe „kinderporno“ immer in anführungszeichen, weil es sich nicht um pornografie handelt. Pornografie wird von erwaxenen, einsichtsfähigen menschen gemacht, weil ihnen diese arbeit besser gefällt als der rückenverschleiß beim zement- und heizkörperschleppen als bauhelfer für achtørefuffzich die stunde. Was der kalte, menschenverachtende scheißjornalist „kinderporno“ nennt, um das denken seiner leser zu manipulieren, sind bilder mit darstellungen vom sexuellen missbrauch ausgelieferter, viel schwächerer, meist wehrloser menschen, es sind dokumentazjonen von vergewaltigungen, an denen sich andere leute aufgeilen sollen. Pornografie ist keine vergewaltigung, sondern genau so „freiwillig“ wie jede andere arbeit.

Na, was sollte man mit leuten machen, bei denen man so genannte „kinderpornos“ auf der festplatte findet? Eier abschneiden, teeren, federn, anzünden und aufhängen, diese schweine — nur die reihenfolge muss noch geklärt werden?

Nun, es ist nicht immer so klar:

Unbekannte Hacker haben Kinderporno-Fotos auf dem Computer des tschechischen Präsidenten Milos Zeman installiert. „Ich habe den Computer eingeschaltet und knapp zehn Sekunden ungläubig geschaut, was da geschieht, bevor mir aufgegangen ist, dass es ein Hackerangriff ist“

Was diese geschichte auch noch klarmacht: welchen wert „beweise“ haben, die mit so genannten „staatstrojanern“ gewonnen werden oder sich auf beschlagnahmten datenträgern befinden — sie können von dem, der sie „sichert“, gleich mit aufgespielt werden. Oder von irgendjemanden anders. Leider weiß das nicht jeder richter, und schon jetzt dürfte manch einer wegen kompromats auf beschlagnahmten datenträgern (händis, festplatten, speichersticks) unschuldig verurteilt worden sein. Ich habe vor ein paar jahren mal einen scharf widerlichen text dazu geschrieben…

Inzwischen ist es noch schlimmer als in dem eben verlinkten text geworden, denn fast jeder kompjuter auf dieser welt steht auch unter der klammheimlich und oft zwangsweise verabreichten kontrolle unsichtbarer dritter wie…

Die für diese kontrolle geschaffenen schnittstellen dürften mindestens bei meikrosoft, äppel und guhgell ausbeutbare, ursprünglich für die US-geheimdienste geschaffene hintertüren enthalten, und auch linuxer sollten sich nicht allzu sicher fühlen… denn ich halte es für machbar, eine gut versteckte hintertür irgendwo zu verbauen. Es dauert ja doch manchmal ein paar jährchen, bis weit geöffnete scheunentore in kernel, shell oder zentralen biblioteken gefunden werden. 😦

Wenn euch doch nur jemand gewarnt hätte!

Freunde der „kinderpornografie“ des tages

Die Behörden der Kleinstadt mit 16.000 Einwohnern stehen vor einem Problem: Der Besitz und die Verbreitung von Kinderpornografie sind nach US-Recht Straftaten. Die meisten der beteiligten Schüler sind aber selbst noch minderjährig und haben außerdem Nacktfotos von sich selbst verbreitet

Konnten die nicht warten, bis sie einundzwanzig sind? Ab in den knast!

„Cloud“ des tages

Die Firmen gehen ganz offensichtlich nicht nur konkreten Verdachtsmomenten nach. Vielmehr überprüfen Microsoft und Google, wie sich hier zeigt, tatsächlich automatisch alles, was in die Cloud hochgeladen wird und informieren dann von sich aus die Ermittlungsbehörden. Ins Zwielicht geraten dann möglicherweise zum Beispiel auch Eltern, die Aufnahmen ihrer Kinder in der Cloud speichern

Auch weiterhin viel spaß in der „cloud“!

Und nein, es gibt gar keine „cloud“, das ist nur so ein hirnfick-wort von reklamelügnern. Es gibt nur die kompjuter anderer leute.

Kommt Sebastian Edathy doch noch dran?

Sebastian Edathy scheint nicht so viele freunde bei polizeien und in der staatsanwaltschaft zu haben, wenn von dort den mit flüssigem geifer tintenklexenden empörungserweckungsjornalisten gesteckt wird, dass Sebastian Edathy wohl doch im bundestag mit seinem (absonderlicherweise rechtzeitig verschwundenen) klapprechner bildliche darstellungen des sexuellen kindesmissbrauches runtergeladen hat und dabei spuren in den logdateien hinterließ. Das muss schon ganz schön bitter für einen verfechter der anlasslosen überwachung aller menschen in der BRD sein, wenn er aufgrund der in logdateien beim bundestag gespeicherten daten dingfest gemacht werden sollte…

Was man in der BRD demnächst nicht mehr kaufen oder verkaufen kann

Was man in der BRD demnächst nicht mehr kaufen oder verkaufen kann? Na, nacktbilder von kindern natürlich, also alle nacktbilder von kindern:

Bundesjustizminister Heiko Maas hat im Zuge der Affäre Edathy allerdings einen Gesetzentwurf angekündigt, der auch den Verkauf und Erwerb anderer Kindernacktbilder, deren Import Edathy selbst zugibt, unter Strafe stellt

Wer jetzt noch eine sehr erfolgreiche CD oder platte aus dem jahr 1991 herumliegen hat, macht sich also demnächst strafbar, wenn er die weiterveräußert. Und wer sie nicht rumliegen hat, wird sie nicht mehr kaufen können. Vielleicht gibt es ja eine spezjelle BRD-edizjon ohne bild, vielleicht bleibt einem aber auch nur noch die piratenbucht… :mrgreen:

Im nächsten schritt muss der besitz kriminalisiert werden. Kommt bestimmt noch.

Frage des tages

Was sind das eigentlich für polizisten, die in sachen kinderpornografie ermitteln (und die sich so durch ihre arbeit auch gleich zugang zu „material“ beschaffen) und gleichzeitig pornohändler-kunden in den eigenen reihen decken? Ein derartiger fall ist durchaus noch als „zufall“ zu erklären, beim zweiten beisst der geruch des rechtsfreien raums bei der polizei ganz unangenehm in der nase. Vor allem, wenn auch noch schön leise von Jörg Ziercke persönlich vertuscht wird.

Ich hätte ja gern ein zitat des tages draus genommen…

Ich hätte ja gern ein zitat des tages draus genommen, aber da hätte ich den ganzen artikel abschreiben müssen, und deshalb gibts eben einen link: sheng fui — ein offener brief an „focus onlein“ in sachen kinderpornografie-berichterstattung.

Und in richtung „focus“ frage ich mich, warum ich den vollständigen hirnausfall der kwalitätsjornalisten auch noch dauerhaft archiviere, wenn er doch tagelang auf der webseit stehenbleibt, weils den empatieunterbegabten krepeln beim „focus“ gar nicht auffällt.

Ach ja: geh sterben, „focus“!

Schlagzeile des tages

UK: Pornofilter-Macher wg. Kinderpornos verhaftet

Immer wieder bemerkenswert, in welchen kreisen man sich so an bildern von kindern aufgeilt — vor allem, wenn ich daran denke, dass ich keinen einzigen menschen aus meinem umfeld kenne, der solche neigungen hat. Es kommt mir im moment immer wieder so vor, als sei diese lust, wehrlose, ausgelieferte wesen durchzuficken mit einem karakter verbunden, den es in die verwaltung, polizei oder p’litik (oder in ihre direkte nähe) drängt. :mrgreen:

Nachtrag 21:30 uhr: danke, Fefe! 😉

Stell dir mal vor

Stell dir mal vor, es gab diese ganzen ermittlungspannen in sachen Sebastian Edathy, weil ein „hoher beamter“ des bundeskriminalamtes, zuständig für schwere und organisierte kriminalität, der beim gleichen anbieter klar illegale nacktbilder von knaben als wixvorlage bestellt hat, sich selbst schützen wollte…

Ich mein ja nur so. Und dann stell dir mal vor, in welchen anderen dingen es ebenfalls große ermittlungspannen gab, bei denen man ebenfalls glauben mochte, dass sich ein paar polizeibeamte des gehobenen dienstes selbst schützen wollten, weil sie ganz einfach mit drin verstrickt waren. Die NSU fällt mir da so spontan ein. Gar nicht auszudenken, wenn unsere werten polizeibeamten, um eine karrjere bei der polizei machen zu können, mordnazis und/oder kinderficker sein müssen. Vielleicht würde das auch das eine oder andere karakterliche defizit erklären, dass einem überall dort entgegentritt, wo die polizei aus dem munde irgendwelcher freiheitsfeindlicher pressesprecher ihre forderungen nach dem ausbau der totalen, anlasslosen überwachung erhebt.

Ach, ich höre das kirre geräusch waxenden grases. Nennt mich einfach einen spinner und vergesst es!

Gesetze verschärfen

Jetzt wollen sie den Handel mit Nacktfotos von Kindern unter Strafe stellen. „Gesetze verschärfen“ nennen sie das. Dieses „Gesetze verschärfen“ ist so ein blindwütiger Reflex deutscher Politiker. Mittendrin schreien sie das wie vom Tourette befallen. Wenn ihnen gar nichts mehr einfällt oder wenn sie in Aktionismus geraten, rufen sie das in den Raum.

Sie wollen damit Grauzonen abschaffen und so die Kinderpornographie lückenloser verfolgen können. Aber mal abgeschaffte Grauzonen produzieren immer weitere Grauzonen

Da lasse ich mir die gelegenheit nicht nehmen und setze mal — achtung, das ist ein nacktfoto eines kindes mit sichtbaren genitalien — einen link auf ein sehr erfolgreich gehandeltes derartiges bild, das in zukunft kriminalisiert werden könnte. :mrgreen:

Offtopic: gruß auch an die ehemalige alternativpartei.

Nicht runterladen, sondern DVD kaufen!

Dass im Lichte des § 15 Abs. 2 Nr. 4 JuSchG Blueray-Discs, DVDs und sonstige Datenspeicher (Trägermedien) selbst mit Darstellungen von Minderjährigen in unnatürlich geschlechtsbetonten Körperhaltungen ganz legal unter Erwachsenen gehandelt werden dürfen, ist ein vom Gesetzgeber seit 2003 bewusst in Kauf genommener Missstand

Tja, wenn sich der „gesetzgeber“ lieber darauf konzentriert, mit leyenhafter propaganda und der üblichen salamitaktik unter dem schutz wohlgesteuerter empörung eine zensurinfrastruktur für das internetz aufzubauen, verwundert das alles gar nicht…

Sebastian Edathy

Wenn ich höre, dass beim vorsitzenden des NSU-untersuchungsausschusses wegen „kinderpornos“ ermittelt wird, und wenn ich mich daran erinnere, dass der bislang von mir eher als deutlich unterdurchschnittliche lichtkwelle wahrgenommene Sebastian „kreuzweise“ Edathy¹ das vollständige versagen der BRD-polizeien und -geheimdienste in der NSU-mordserie (wenn nicht sogar die langjährige bewusste kooperazjon mit einer mörderbande) herausgearbeitet hat, dann würde es mich gar nicht mehr überraschen, wenn irgendein geheimdienstler der BRD oder eines „befreundeten“ staates kurzerhand ein paar JPEGs auf dem rechner draufkopiert hat. Denn können können die dienste das, und eine kontrolle findet nicht statt. Und ja, ich bin verschwörungsteoretiker

Schon mit dem offen verfassungswidrigen staatstrojaner 0zapftis der CDU-CSU-FDP-regierung wurde jede verwertbarkeit von daten auf einem kompjuter in einen zweifel gezogen, der kaum noch heilbar scheint. Ein rechtsfreier raum wurde geschaffen, weil der p’litische wille dazu bestand.

¹Nein, ich empfinde keine sympatie zu herrn Edathy. Dies nicht wegen der gegenwärtigen vorwürfe, sondern wegen seiner p’litischen standpunkte, die klar für vollständige und anlasslose überwachung aller menschen in der BRD und für die kriminalisierung gewöhnlicher kompjuternutzung waren. Ich würde mich sogar freuen, wenn sich seine langjährige rabulistik in aller klarheit als die allzuübliche doppelmoral der p’litkaste entpuppt. Aber der zeitpunkt und der kontext dieser ermittlungen müffeln ein bisschen, und ich höre halt das gras wachsen…

Anleitung: jemanden zum pädofilen machen

DISCLAIMER: in diesem text wird schritt für schritt beschrieben, wie man die gegenwärtige rechtslage in der BRD für einen besonders infamen und hochkriminellen angriff auf einen gehassten mitmenschen ausbeuten kann, um diesen mitmenschen vor gericht und in eine JVA zu bringen und gleichzeitig seinen ruf nachhaltig zu beschädigen, da er als täter einer straftat mit besonders hohem empörungspotenzjal erscheint. Diese anleitung ist nicht dazu gedacht, durchgeführt zu werden, und ich verbitte mir entsprechende versuche. Die bewusst gewählte und überaus plakative form einer „anleitung“ soll nur vollkommen deutlich machen, was das aktuelle urteil des OLG hamburg und die damit zu geltendem recht gewordene praxis in der BRD für die menschen in diesem rechtsraum bedeutet und welche widerwärtigen missbräuche damit möglich sind, ohne dass besondere technische kompetenzen dafür erforderlich wären. Wenn du einen richter, staatsanwalt, polizisten oder p’litiker kennst, gib ihm bitte diesen text zum lesen, damit er auch einmal ins nachdenken kommt! Die wahrscheinlichkeit, dass der hier beschriebene und leicht durchführbare missbrauch der gegenwärtigen rechtslage versucht wird, halte ich unabhängig von dieser darlegung für sehr hoch. Eine besondere technische kompetenz ist dafür nicht erforderlich, nur etwas allgemeines wissen um die auszeichnungsmöglichkeiten in HTML, die fähigkeit, vorhandene internetz-dienste für ein kriminelles vorhaben zu instrumentalisieren und natürlich ausreichende kriminelle energie. Ich könnte den hier beschriebenen angriff in weniger als zwei stunden gegen einige menschen durchführen, aber das werde ich bestimmt nicht tun, denn ich bin kein asozjales arschloch.

Heute ganz exklusiv für die wenigen leser dieses völlig unbeachteten und sonst eher etwas inhaltsarmen blogs eine praktische und einfach durchzuführende anleitung, wie man jemanden wegen „besitzes“ von kinderpornografischem materjal in den knast bringen kann. Diese anleitung ist praxisorientiert und lässt sich mit nur geringer mühe in eine tat umsetzen. Die tat lässt sich nahezu spurlos durchführen, so dass kaum ein persönliches risiko besteht, dabei erwischt zu werden — während das opfer dieser tat sicher ins visier der staatsanwaltschaft gerät und mit hoher wahrscheinlichkeit wegen der bilder auf seinem rechner verurteilt wird.

Voraussetzungen

Folgendes wird für die tat gebraucht:

  1. Ein internetaffiner feind
    Der angriff erfordert, dass der in den knast zu bringende mensch das internet relativ unkritisch nutzt. Ideal ist jemand, der wirklich glaubt, dass ein rechner mit einer so genannten „personal firewall“ und einem so genannten „virenscanner“ hinreichend gegen angriffe aller art geschützt sei; ein profil, das auffallend gut zu den meisten scheffs dieser welt passt. Aber auch der normale technische analfabet, der vom web zwo null gezogen viel zeit mit dem internet verbringt, ist ein gutes opfer. Und natürlich muss es sich um einen feind handeln, denn einen freund möchte man wohl kaum mit einer stigmatisierenden verurteilung als „kinderficker“ belasten. In jedem fall muss man auch etwas über die interessen seines feindes wissen, um ihm materjal unterzujubeln. Das vorgehen eignet sich also am besten für aktuelle oder ehemalige persönliche bekanntschaften.
  2. Materjal, das den feind wirklich interessiert
    Dieses materjal dient als lockvogel. Er soll es sich anschauen, ohne einen verdacht zu schöpfen, was gerade im hintergrund geschieht, und er soll diesen vorgang auch möglichst schnell wieder vergessen. Es darf also auch kein zu fesselndes materjal sein, sondern es muss eines dieser beiläufigen internetz-erlebnisse bleiben. Zum glück kann man dieses materjal sehr einfach mit guhgell finden und aus verschiedenen kwellen zusammenbasteln.
  3. Hartes kinderpornografisches materjal in bildform
    Das ist der stoff, den man dem feinde unterjubeln wird, ohne dass er es bemerken kann. Je härter das material ist, desto besser für diesen zweck. Schließlich soll der richter bei der verurteilung ja keine gnade walten lassen.
  4. Ein mit dem internetz verbundener kompjuter
    Dies ist der kompjuter, mit dem man den angriff durchführt. Auf ihm muss ein websörver installiert sein. Es ist nicht erforderlich, in diese installazjon allzu viel mühe zu investieren, denn die festplatte wird nach dem angriff völlig platt gemacht, weil sich kinderpornografisches materjal darauf befunden hat, das niemals von jemanden entdeckt werden sollte. Zum plattmachen der möglicherweise belastenden platte muss ein werkzeug verwendet werden, das auch einer forensischen analyse keine anhaltspunkte mehr liefert.
  5. Eine wegwerf-mäjhladresse
    Diese mäjhladresse wird verwendet, um sich bei einem dynamischen DNS-dienst wie DynDNS zu registrieren, damit man auch eine gute internetadresse für den angriff hat. Es ist dringend empfehlenswert, Tor für die registrierung der mäjhladresse, für die benutzung des mäjhlkontos und für die registrierung und einrichtung des dynamischen namens zu verwenden, damit nirgends eine verwertbare IP-adresse auftaucht. So unwahrscheinlich es ist, dass jemand später diese spur verfolgen wird, so vorsichtig sollte man doch bleiben. Wegwerf-adressen gibts bei guhgell und an vielen anderen stellen. Die adresse sollte hinterher nicht mehr benutzt werden, und deshalb darf sie auch ruhig ein bisschen ijejqeirrq sein.
  6. Eine möglichkeit, mit dem opfer zu kommunizieren
    Irgendwie soll das opfer ja auf die eigens erstellte falle geführt werden. Wenn das opfer twittert, ist twitter eine ideale grundlage für den angriff, da hinterher sogar der tweet gelöscht werden kann. Aber auch IM oder ein tschätt ist eine möglichkeit, ebenso einer dieser dienste, die man unter dem begriff „web zwo null“ zusammenfasst. An sich geht sogar eine mäjhl, denn es ist unwahrscheinlich, dass jemand hinterher einen verdacht schöpft. Aber je weniger spuren und je anonymer die durchführung, desto besser. Schließlich möchte man jemanden anders vor gericht bringen.

Das ist nicht viel, wie man sieht. Im häufigen fall, dass man einen vorgesetzten, einen lehrer, einen kollegen oder einen ehemaligen lebensgefährten in den knast bringen will, sollte die durchführung immer möglich sein. Es ist ebenfalls möglich, diese weg gegen eine ehemalige lebensabschnittsgefährtin einzusetzen, um ihr etwa anschließend das sorgerecht für die gemeinsamen kinder entziehen zu lassen — selbst die feministischste familjenrichterin wird angesichts gerichtskundiger pädophiler neigungen einer frau kein großes verständnis mehr aufbringen können.

Durchführung des angriffes

Als erstes muss man eine für das opfer interessante internetz-seite erstellen, die dem opfer als lesetipp zugesteckt werden soll.

Neben dem sichtbaren und lesbaren inhalt sollte diese seite aber auch ein paar bilder mit kinderpornografischen materjal auf den rechner des opfers befördern. Hierzu gibt man ein paar IMG-täggs an, die völlig unsichtbar im browser bleiben. Wenn etwa eines der bilder den namen kidblowjob.jpg trägt, ist der folgende HTML-kohd zu benutzen:

<img src="kidblowjob.jpg" width="1" height="1" border="0" alt="" style="visibility: hidden; border: 0;" />

[Editiert: Fehler bei der Angabe der visibility korrigiert — peinlich, so etwas!]

Es sollten mehrere derartige bilder in die seite verpackt werden, damit auch ordentliche mengen von materjal auffindbar sind.

Dieses dokument muss zusammen mit den darin verlinkten bildern auf dem wegwerf-websörver vorliegen. Danach meldet man die IP-adresse seines wegwerf-websörvers bei dem dynamischen namensdienst an, hierfür bitte Tor benutzen, um selbst keine verwertbaren spuren zu hinterlassen. Als ergebnis hat man eine nirgends verlinkte und völlig unbekannte seite im internetz, die für das opfer des angriffes interessant ist.

Nun muss das opfer auf diese seite hingewiesen werden. Ob dies über ICQ, twitter, einen tschätt oder eine mähjl geschieht, ist von der situazjon abhängig, ideal wäre eine persönliche nachricht über twitter, da man diese nach dem angriff wieder löschen kann — auch schöpft niemand verdacht, wenn bei der kommunikazjon über twitter ein URL-kürzungsdienst wie TinyURL.com verwendet wird. Aber letztlich ist es recht gleichgültig, wie dem opfer der vergiftete keks untergeschoben wird — es gibt verdammt viele möglichkeiten, jemanden eine URL zuzustecken.

Ob das opfer die vergiftete seite betrachtet hat, zeigt sich an der logdatei des wegwerf-sörvers. Ein kommando wie tail -f /var/log/apache2/access.log macht den erfolgreichen angriff nahezu unmittelbar sichtbar. Nach dem erfolg sollte der websörver sofort plattgemacht werden.

Wenn das opfer die vorbereitete seite aufgerufen hat, wird der brauser des opfers neben den sichtbaren inhalten der seite auch die unsichtbar eingebetteten bilder mit kinderpornografischen materjal herunterladen und lokal im käsch des brausers speichern. Das genügt nach gegenwärtig geltendem recht, um den tatbestand des besitzes von kinderpornografie zu erfüllen, und da kaum jemand seinen brauserkäsch regelmäßig löscht, bleiben die untergejubelten daten auch noch eine zeitlang darin liegen.

Nun muss die polizei auf den menschen hingewiesen werden, den man eben zum kriminellen pädofilen gemacht hat. Wie man die anzeige erstattet, ist natürlich abhängig von der situazjon, aber es muss sicher gestellt sein, dass von seiten der polizei und der staatsanwaltschaft schnell gehandelt wird. Eine aussage wie „ich bin zu ihm reingegangen und da waren diese schrecklichen bilder auf dem bildschirm, ich glaube, es war eine webseit“ wird wohl dazu führen, dass eine hausdurchsuchung und eine beschlagnahme des rechners angeordnet wird, und das material findet sich bei der anschließenden untersuchung des brauser-käschs durch die polizei.

Den rest erledigt der richter.

Ein überaus eleganter weg, um einen gehassten menschen zum vorbestraften pädofilen zu machen und ihm das leben so richtig zu zerstören. Dass das opfer die bilder nicht vorsätzlich gespeichert hat, wird im zweifelsfall sehr schwer nachzuweisen sein — und die technischen kenntnisse von richtern und staatsanwälten in der BRD haben nach der erfindung des telefons aufgehört, so dass mit einer fäjhren untersuchung gar nicht zu rechnen ist. Einfach, weil niemand dazu imstande ist.

Alles dank dem OLG hamburg und der monstermäßigen kompetenz der dort recht sprechenden richter!

Willkommen in der BRD, einem modernen land, in dem in jeder sonntagsrede von der unbedingt fördernswerten innovazjon die rede ist…