Die NZZ über den zustand der meinungsfreiheit

Auch mit Argumenten vorgetragene und in einem sachlichen Ton formulierte Positionen werden zunehmend mit dem Hinweis aus Medien verbannt, dass über bestimmte Fragen nicht mehr diskutiert werden könne. Die Wahrheit steht offensichtlich schon fest, wer daran zweifelt, hat nicht eine andere Meinung, sondern ist ein Ketzer […] Dazu gehören Bekenntnis- und Bussrituale, die Wiederholung der immergleichen Formeln und Floskeln, die Gesten der Empörung und des Zornes angesichts ketzerischer Behauptungen sowie die pathetischen Bekundungen tiefen Abscheus: So etwas höre man sich nicht länger an, mit solchen Menschen setze man sich sicher nicht auf ein Podium, „derartige Meinungen haben in diesem Blatt nichts zu suchen“. Ein Reizwort genügt, und man wendet sich brüsk ab – was immer dann noch kommen mag

Diese das bewusstsein umgehende reakzjon auf einen schlüsselreiz ist nun einmal das ergebnis einer kondizjonierung. Das schlimmste daran: die opfer dieser schulisch, universitär und massenmedial täglich verabreichten kondizjonierung merken gar nicht, wie blöd und psychisch ihre reakzjon ist, sie halten sie für heilig, richtig, schlau und wahr.

Kondizjonierung des tages

Diejenigen, die während der vorherigen Tage besonders „erfolgreich“ gewesen waren, nahmen die Linien auffällig häufig als rot war, auch wenn sie gar nicht wirklich rot waren. Fünf Monate später testeten die Forscher ein weiteres Mal und erhielten dasselbe Ergebnis! Es hatte sich also eine dauerhafte neue Verknüpfung im Gehirn ergeben, die an der Wirklichkeit vorbeiging

Manche leute, die in der BRD-gesellschaft besonders erfolgreich gewesen sind, nehmen sogar eine „sozjalp’litik“ auffallend häufig als „sozjal“ wahr, die gar nicht sozjal ist…

Lotterie des tages

Erinnert ihr euch noch, wie diese aus der ZDF-fernsehlotterie bekannte „akzjon mensch“ — früher unter dem verräterischen namen „akzjon sorgenkind“ auftretend — das eingenommene geld für die mit folterähnlicher metodik durchgezogene kondizjonierung von autistischen kindern ausgibt?

Noch viel verräterischer als dieser skandal ists, wie man bei „akzjon mensch“ mit der kritik von autisten an dieser entscheidung umgeht. Wer geld spenden will, wird hoffentlich seriösere organisazjonen finden, und wer bei einer lotterie mitspielen will, nimmt vielleicht besser eine, mit deren erlösen keine menschen gefoltert werden.

Lotterie des tages

Na, kauft jemand lose bei dieser unsäglichen ZDF-fernsehlotterie namens „akzjon mensch“ — früher unter dem namen „akzjon sorgenkind“ bekannt? Wer da lose kauft, zahlt nicht nur freiwillig steuern, was schon blöd genug ist, sondern gibt auch etwas geld dafür aus, dass autistischen kindern ihr autismus mit folterähnlicher metodik aberzogen wird.

Wer sich an „folterähnlicher metodik“ stößt, lese die erfahrungen dieses früheren ABA-terapeuten:

Aber ich war überzeugt, dass ABA nicht schädlich sein könnte, da es als Hilfe konzipiert ist, so glaubte ich jedenfalls zu der Zeit. Das Ergebnis dieser Denkweise ist, dass autistische Kinder wiederholt gezwungen werden, Dinge zu tun, die für sie unnatürlich, uninteressant oder sogar schmerzhaft sind, alles im Namen von „Therapie“ – und alles mit dem Lächeln und der optimistischen Haltung der Therapeuten, die es fordern. Die Kinder mögen weinen. Sie mögen zu entkommen versuchen. Sie mögen sich weigern. Aber sie müssen es tun, weil wir entschieden haben, dass es gut für sie ist und wir ihnen helfen. Sie mögen in dem Moment nur nicht in der Lage sein, das zu sehen oder zu verstehen […] Dieses Gesamtkonzept wird Compliance-Training (compliance = Fügsamkeit) genannt und ist ein wesentlicher Teil vieler ABA-Programme. Die Regel lautet, sobald du ein Kommando gegeben hast als ABA-Therapeut, musst du es verfolgen egal was passiert. Wenn ein Kind zu weinen oder entkommen versucht oder ein anderes „Verhalten“ ergreifen will, darfst du nicht nachgeben, weil du sonst sein schlechtes Verhalten verstärkst und es wahrscheinlicher machst, dass es das in Zukunft wieder nutzt

Wer ein besseres wort als folter (als gefügigmachung durch permanente traumatisierung) kennt, möge es benutzen. Meine sprache gibt dafür kein anderes wort her.

Danke, Q., für den link!

Habt angst und liebt eure überwacher!

Ein kleiner rückblick: am 11. september 2001 gelang einer zuvor kaum bekannten und über jahre vom US-militär mit US-steuergeldern unterstützten und hochgerüsteten gruppe namens al-kaida der angeblich größte terroranschlag der bisherigen geschichte (na ja!), ohne dass CIA, NSA, FBI oder wie sie sonst alle heißen etwas davon mitbekommen haben, weil… so sagten es damals CIA, NSA, FBI und wie sie sonst alle heißen… ja, weil die leute in dieser al-kaida jede elektronische kommunikazjon vermieden haben. Inzwischen ist der erdball ein paar mal um die sonne gekreist, inzwischen weiß jedes kind, dass die gesamte kommunikation fast der ganzen welt anlasslos von US-geheimdiensten überwacht wird, und die USA geben über ihr ministerium für liebe eine ganz ernste reisewarnung mit extraschrillem alarmton raus. Weil? Ja, weil es da so hinweise gibt…

[…] nicht näher präzisierte Hinweise, die bei der Überwachung der elektronischen Kommunikation zwischen „ranghohen al-Qaida-Operatives“ aufgefallen sind

Natürlich ohne die spur eines genannten beleges oder einer konkreten aussage zu den plänen. Ein schelm, wer da glaubt, es handele sich hier nicht um einen versuch, die zustimmung zu PRISM propagandistisch durch gezielt gestreute angstnachrichten zu erzwingen.

Das schlimme ist ja nicht, dass die propagandaabteilungen die menschen für dermaßen blöd halten. Das schlimme ist, dass sie damit recht haben. Und was ebenfalls schlimm ist: Die kwalitätsjornalisten der hannoverschen allgemeinen zeitung setzen diese angstnachricht in großen buchstaben auf die erste seite, ohne auch nur die spur einer relativierung, damit die menschen auch schön beim frühstückskaffee mit der gezielt gestreuten angst dressiert werden.