Dunkle energie

Warnung: der folgende text enthält einen hohen anteil von spekulazjonen, die meine fähigkeiten klar überschreiten. 🤪

Ich habe noch nicht wirklich über die folgende frage nachgedacht und schon gar nicht zu rechnen begonnen und bitte deshalb darum, den spott ein bisschen zu bremsen, wenn sich der gedankengang im nachhinein als sehr dumm erweist. Es ist völlig rohes gedankenmaterjal, aber ich finde es jetzt schon interessant genug, um es mitzuteilen…

Und jetzt, nach dieser klarstellung, die frage:

Könnte es sein, dass die „dunkle energie“, die postuliert wird, um die beschleunigung der expansjon des universums zu beschreiben, ein völlig banaler effekt ist? Könnte es sein, dass durch die expansjon des universums der von jedem punkt im universum aus „sichtbare“ bereich des universums schrumpft, weil mit zunehmender zeit waxende bereiche herausfallen, die durch die expansjon des universums so weit „herausgetragen“ wurden, dass die lichtgeschwindigkeit nicht mehr ausreichte, irgendeine wexelwirkung seit entstehung des universums zu vermitteln — was dann auch für die gravitazjon gälte, die ja der expansjon entgegenwirkt, so dass sich die expansjon beschleunigte?

Hui, das ist komplizierter, schwer durchschaubarer, mies strukturierter, roher satzbau aus den lateinischen albträumen des grammatikschülers. 😖

Deshalb noch einmal der gleiche spekulative gedanke, hoffentlich ein kleines bisschen klarer ausgedrückt, so dass nur die unklarheiten des gedankens bleiben, und die seiner darlegung verschwinden:

  1. Zunächst die einigermaßen gesicherten tatsachen:
  2. Der urknall geschah. (Und wohl auch eine inflazjon, ich weiß, aber die spielt erstmal keine rolle.)
  3. Seitdem dehnt sich das universum aus.
  4. Diese ausdehnung des raumes selbst ist beobachtbar. Sie wurde und wird beobachtet. Von jedem punkt im raum scheinen sich alle objekte hinfort zu bewegen, und zwar um so schneller, je weiter sie vom beobachter entfernt sind.
  5. Man würde erwarten, dass diese ausdehnung des raumes gebremst wird, weil die massen im universum ihr mit ihrer gravitazjon entgegenwirken. Das bedeutet, dass sich von einem beobachter gleich weit entfernte objekte im universum früher scheinbar mit höherer geschwindigkeit vom beobachter hinfortbewegt haben als heute.
  6. Man beobachtet aber, dass sich diese ausdehnung des raumes beschleunigt. Das bedeutet, dass sich sich von einem beobachter gleich weit entfernte objekte im universum früher scheinbar mit geringerer geschwindigkeit hinfortbewegt haben, als sie es heute tun. Für diese völlig unerwartete und überraschende beobachtung gab es den nobelpreis für fysik. Und zwar zu recht.
  7. Um diese beschleunigung der ausdehnung des raumes zu erklären, wurde eine dunkle energie postuliert, über deren natur zurzeit nichts genaues bekannt ist. Aber man kann sie durch beobachtung im universum messen und mit ihr rechnen, und die beobachtete, aber nicht zufriedenstellend erklärte geometrische struktur des universums fällt dabei wie von allein heraus, so dass die annahme zunächst völlig sinnvoll erscheint.
  8. Nun etwas völlig anderes, aber ebenfalls gut gesichertes von herrn Einstein: Jede kraft, die zwischen zwei objekten im universum wirken kann, wird höchstens mit lichtgeschwindigkeit vermittelt.
  9. Ab jetzt beginnt der spekulative teil. (Teile davon sind aber noch klar.)
  10. Es gibt für objekte eine entfernung, bei der sie sich scheinbar mit höherer geschwindigkeit als der lichtgeschwindigkeit voneinander hinfort bewegen. Das ist eine scheinbewegung weil sich in wirklichkeit der raum ausdehnt, während die objekte unbewegt sein könnten. (Ja, das kitzelt etwas im gehirnchen, ich weiß.) Es gibt im universum eine entfernung, bei der sich objekte im verlaufe eines jahres mehr als ein lichtjahr voneinander entfernen. Solche objekte können keinerlei kräfte mehr aufeinander ausüben.
  11. Daraus folgt, dass das beobachtbare universum im verlaufe der zeit „dunkler“ wird, weil es immer weniger beobachtbare materje enthält.
  12. Materje im raum, die mit anderer materje (zum beispiel gravitativ) wexelwirken kann, muss in dem sinne „beobachtbar“ sein, dass sie mindestens innerhalb der bisherigen existenzspanne des universums mit lichtgeschwindigkeit mit der anderen materje wexelwirken konnte. (Langsam werde ich unklar, ich weiß.)
  13. Diese „wexelwirkungsfähige“ materje wird für jeden punkt des raumes mit zunehmend verstreichender zeit immer weniger, weil das „beobachtbare“ universum „dunkler“ wird. (Langsam habe ich zu viele anführungszeichen, um die ganzen unscharfen begriffe zu kennzeichnen.)
  14. Und jetzt der völlig spekulative teil.
  15. Immer mehr im universum eigentlich verfügbare masse kann mit zunehmend verstreichender nicht mehr „gemeinsam“ gravitativ wirken, weil sie für „gemeinsamkeit“ vermittelnde wexelwirkungen aufeinander zu weit voneinander entfernt ist. (Ja, das klingt etwas gaga, ich weiß. Aber klingen die anderen dinge nicht auch ein bisschen gaga? Der größte teil davon sind gut gesicherte tatsachen.)
  16. Dies führt mit zunehmend verstreichender zeit zu einer geringeren gravitazjon, die der expansjon des universums entgegenwirkt. Deshalb scheint sich die expansjonsgeschwindigkeit des universums mit zunehmend verstreichender zeit zu beschleunigen.
  17. Für einen beobachter sieht dieser effekt wie eine „dunkle energie“ aus, obwohl er nicht weiß, was ihre natur ist.
  18. Wenn ich mit meiner annahme recht habe, gibt es eine obergrenze der beschleunigung der expansjon des raumes. Sie ist erreicht, wenn sich der raum genau so schnell ausdehnt, wie er sich ausdehnte, wenn er keine massen enthielte.

Das ist hoffentlich für lange zeit der wirrste und spekulativste text, den ich hier veröffentliche. Ich hoffe mal, dass ihn jemand interessant findet. 😉

Schwere faktische und denkfehler bitte in den kommentaren abstrafen! 💡

Grüße auch an herrn Dunning und herrn Kruger. 👋

Wissenschaft des tages

Da haben die fysiker aber was entdeckt: wenn man die spektren aller elemente des periodensystems nach ihrer häufigkeit gewichtet in ein diagramm einträgt, dann ergibt sich in ziemlich guter näherung eine schwarzkörperstrahlung von 9.000 kelvin, was der temperatur in der frühgeschichte des universums entspricht, in der strahlung und materje im gleichgewicht standen! Wie es dazu kommt, ist natürlich noch unklar. Aber es sieht viel zu deutlich aus, um ein zufall sein zu können.

Gut festhalten! Das ende kommt! Es frisst!

‚Rätselhafte blasen aus nichts‘ verzehren möglicherweise die raumzeit und vernichten das universum

Der link geht auf einen englischsprachigen artikel, aber die überschrift war viel zu schön, um sie nicht zu bringen. 😉

Wer jetzt todesangst kriegt: die hochseriöse webseit, die ich da verlinkt habe, schreibt sonst auch schon mal über spukfänomene aller art, den yeti und seine vielen brüder in der welt sowie seine kumpels aus dem weltraum, die mit UFOs regelmäßig die erde besuchen — und kennt nur ein kwalitätsmerkmal für mögliche artikel: es muss mystisch, unwahrscheinlich und leicht beängstigend klingen. Um das referenzierte päjper zu verstehen und auch nur oberflächlich beurteilen zu können, müsste ich leider „ein bisschen“ besser in fysik sein, als ich bin. Ich verstehe allerdings noch genug, um zu wissen, dass hier eine rein teoretische möglichkeit beschrieben wird. Das heißt nicht, das es bullschitt ist. Aber es basiert eben nicht auf beobachtungen oder auf der auswertung von experimenten. Ihr braucht jetzt also (noch) nicht darüber nachzudenken, aus welchem multidimensionalen stahl ihr möglicherweise eure bunker gegen das fressende nichts bauen könnt.

Bemerkenswert finde ich es allerdings immer wieder, dass so eine träsch-webseit die kwellen für ihre artikel verlinkt, wann immer es möglich ist, während die nach scheiße stinkenden kwalitätsjornalisten in presse und glotze das niemals hinbekommen. 😦

Expandierende expansjon

Das Universum breitet sich noch schneller aus, als Astrophysiker erwartet haben und eine neue Physik scheint immer nötiger, um diese Diskrepanz zu erklären […] Es gebe bereits mehrere Theorien, um die Diskrepanz zu erklären, aber eine Antwort habe man nicht

In letzter zeit denke ich immer häufiger, dass der ganze kosmos einfach nur vor der kwietschenden dummheit auf der erde flieht und wir deshalb eine ausdehnung wahrnehmen… 😉

(Hej, es ist freitag, und ich wollte meinen vorhersehbaren trollkommentar nicht unter den gefühlt tausend anderen trollkommentaren im heiseforum untergehen lassen. Aber was haltet ihr von diesem etwas ernster gemeinten vorschlag: je tiefer und präziser wir den kosmos erfassen, desto größer wird die benötigte rechenleistung der simulazjon, die dann die entsprechenden einzelheiten liefern muss. Und um diesen effekt bei begrenztem speicher, begrenzter rechenzeit und begrenzter energie in erträglichem rahmen zu halten, ist in der aktuell verwendteten simulazjon eine expansjonsfunkzjon eingebaut, die mit zunehmender menge an simulieren datenpunkten die weniger durch beobachtung determinierten datenpunkte mit größerem abstand im simulierten raum verstreut. Wollen wir mal hoffen, dass der programmierer dieser simulazjon dabei nicht gepatzt hat und die wichtigsten erhaltungssätze zumindest so weit gültig sind, dass uns simulierten menschen der simulierte kosmos demnächst nicht um die simulierten ohren fliegt. Das ist genau so glaubwürdig wie ein kosmos, der vor unserer dummheit flieht – und da kenne ich ernstzunehmende und durchaus intelligente menschen, die so ein gedankenspiel völlig diskutabel fänden. Ich glaube, es liegt daran, dass sie kompjutersimulazjonen kennen…)

Wissenschaft des tages

Die beobachtete „dunkle energie“, die dazu zu führen scheint, dass sich das universum aus zurzeit unbekannten gründen beschleunigt ausbreitet, könnte ein artefakt der gegenwärtigen hypotesenbildung und beobachtungstechnik sein und folglich gar nicht existieren. Die kosmologie geht davon aus, dass die materje im universum auf hinreichend großem maßstab gleichverteilt ist, in wirklichkeit ist es jedoch (aus gründen, die auch noch nicht bekannt sind, sich aber durch eine fase der kosmischen inflatzjon unmittelbar nach dem urknall zumindest erklären lassen) eine großräumig klumpige anordnung mit riesigen leerräumen. Eine kleine kompjutersimulazjon hat gezeigt, dass es in einem derartigen universum je nach dichte des raumes zu stark unterschiedlichen ausdehnungsgeschwindigkeiten kommt, während der durchschnitt dem teoretisch erwarteten wert entspricht.

Carl Sagan hat ja mal gesagt, dass sich der teppich in jedem astronomischen institut wellen müsste, wegen der vielen ungereimtheiten, die man darunter gekehrt hat… 😀