Nach so viel schleichwerbung für tesla-autos

Das Auto hinterließ größtenteils einen passablen Eindruck. Jedoch fand ich unerwartet viele Fehler in der Software, darunter bei der Fahrassistenz, der Klimatisierung und Navigation. Im Folgenden habe ich nur die gravierenden notiert

Och!

Was sind es denn für beglückungsideen, die nicht funkzjonieren?

[…] ein Lenkassistent, der schon bei kleinsten Herausforderungen aufgibt (z. B. beim Abbiegen) […] hinterließ vor allem der Abstandstempomat einen dürftigen Eindruck […] Das Auto drosselt oft unerwartet das Tempo, weil es die Situation falsch einschätzt […] Fährt man auf einer Autobahn auf eine Unterführung zu, auf der eine Landstraße quer zur Autobahn verläuft, sollte man auch auf Überraschungen gefasst sein. Denn wenn auf der Überführung ein niedrigeres Tempolimit gilt als auf der Autobahn und wenn man das Tempolimit der Überführung überschreitet, bremst das Auto (Autobahn bei Leipzig, Nähe Flughafen, stadtauswärts). Vermutlich wähnt sich das Navi kurz auf der Überführung; anschließend beschleunigt es wieder […] Kritisch wird es auch beim Überholen auf der Autobahn: Man fährt mit konstantem Tempo (z. B. 110 bis 130 km/h) auf der rechten Spur und setzt zum Überholen an. Das vorausfahrende Fahrzeug fährt ebenfalls mit konstantem Tempo. Der Tesla nähert sich bis auf etwa 20 bis 30 Meter und während er beim Fahrspurwechsel die Mittellinie überquert, bremst er ohne ersichtlichen Grund ab […] Fahrräder, die an Laternenmasten angekettet sind, deutet das Auto als Radfahrer […] die Bordelektronik die Klimaanlage: Egal, welche Temperatur oder Lüfterdrehzahl man eingestellt hat, spätestens am Tag danach stellt das Auto die Werte nach eigenem Gutdünken ein und ignoriert Bedürfnisse des Fahrers […] Die Navigationsführung zur Ladesäule endet teils schon Hunderte Meter vor dem Ziel, obwohl an vielen Orten die Säulen noch nicht zu sehen sind, etwa weil sie hinter einem Hotelgebäude stehen

Alles nur kleinkram. Hej, gläubige, die softwäjhr weiß viel besser als ihr selbst, was ihr wollt und was ihr wirklich braucht!!1! Seid doch mal dankbar. Und wenns euch nervt, zieht euch einfach eine kleine aktualisierung:

Man könnte das Auto für 7500 Euro mit dem aktuellen „Autopilot 3“ aufrüsten lassen

Kommt, ist doch gar nicht so teuer!

Ein wunderwerk der „künstlichen intelligenz“ mal wieder! Jetzt muss man nur noch die welt an diese „künstliche intelligenz“ anpassen, dann gibt es total gute benutzererfahrungen.

Und wenn man in die kommentare schaut: andere batterie- und kompjuterautos mit ganz viel „intelligenz“ und „smart“ drinnen sind auch nicht besser. Und das besteste daran: in den angelernten neuronalen netzwerken ist keine vernünftige fehlersuche und damit auch keine korrektur von fehlern möglich. Die könnten nur neu und hoffentlich besser angelernt werden. Aber diese kleinigkeit enthält uns die heise-redakzjon dann doch lieber vor. Nicht, dass sich noch einsicht breit macht, die kaufentscheidungen ändert!

Und immer ganz fest an die selbstfahrenden autos glauben. Ich würde mich ja lieber in den zug setzen, statt mir die nerverei auf den fahrenden LKW-lagerflächen auf BRD-autobahnen zu geben. Aber ja, das ist viel zu teuer, das stimmt. Ist übrigens p’litischer wille, dass zugfahren viel zu teuer ist.

Guhgell und ändräut des tages

QR-Codes in freier Wildbahn sind grundsätzlich verdächtig – besonders Misstrauen ist angezeigt, wenn man sie mit der Camera-App eines Pixel-Handys unter Android 12 ausliest. Algorithmen der App verändern beim Auslesen von QR Codes darin enthaltene Links leicht und schlagen dann sehr ähnliche, aber falsche Webadressen zum Öffnen vor. Ein Klick, und der User landet bestenfalls bei einer Fehlermeldung, schlimmstenfalls direkt in den Armen eines gewieften Angreifers

Lasst uns überall „künstliche intelligenz“ verbauen, haben sie gesagt. Dann sind unsere dinger nicht nur „smart“, sondern auch noch „intelligent“, haben sie gesagt.

Mein tipp für leute, die unbedingt einen mobilkompjuter der größten privatwirtschaftlichen überwachungsfirma der welt durch ihr ganzes leben tragen wollen und jetzt doch finden, dass solche auch von kriminellen ausbeutbaren fehler ein bisschen weit gehen: nehmt einfach eine freie äpp, wo scheißguhgell nicht drin rumgepfuscht hat! Kostet nichts. Und da sind auch keine versteckten guhgell-produktmerkmale drin. Und wer sein zeug unbedingt aus dem guhgell-äppstohr beziehen will: hier lang. Ich finde die TU darmstadt jedenfalls vertrauenswürdiger als scheißguhgell. Aber wenn man ein wischofon mit sich rumträgt, hat man sich von den ideen der privatsfäre und des eigentums an bezahlten geräten ja schon längst verabschiedet… alles so schön bunt und flutsch hier, das ist viel wichtiger.

„Künstliche intelligenz“ des tages

Ein Film, in dem schwarze Menschen zu sehen sind, wird von Facebook als Video über Primaten interpretiert

[…] Facebook-Nutzer, die sich das Video mit dem Titel „Weißer Mann ruft Polizei wegen schwarzen Männern am Hafen“ angesehen hatten, wurden anschließend gefragt, ob sie „weiterhin Videos über Primaten sehen möchten“, wie die Zeitung New York Times berichtete

Auch weiterhin viel spaß mit den angelernten netzwerken, von denen ihr euch jeden tag in irgendwelchen S/M-gossen rumschubsen lasst. Diese „künstliche intelligenz“ ist einfach nur geil: sie führt dazu, dass man ihre reakzjonen nicht verstehen kann, sie kann nicht einfach entfehlert werden und demnächst fährt sie sogar auto!!1! Das werden tolle zeiten!!1!

„Künstliche intelligenz“ des tages

Pssst! Habt ihr auch von diesen „künstlich intelligenten“ selbstfahrenden autos gehört, von denen wir seit fast zehn jahren immer nur so ein jahr entfernt sind? Es gab da zwar in der vergangenheit so den einen oder anderen kleinen dämpfer, aber den scheißjornalisten, der für euch immer so schön die PResseerklärungen abschreibt und euch diese scheißreklame als wirklichkeit verkauft, interessiert so etwas ja gar nicht.

Jetzt gab es einen weiteren triumf autonomer fahrzeuge: in der kleinen und recht künstlichen und überschaubaren parallelwelt des „paralümpischen dorfes“ hat ein autonom fahrender bus einen menschen angefahren [link geht zu golem].

Dieser [Unfall] ereignete sich an einer T-Kreuzung. Das Fahrzeug stieß die betroffene Person mit einer Geschwindigkeit von einem bis zwei Kilometer pro Stunde an – wohl noch bevor der Wagen von einem menschlichen Fahrzeugführer manuell gelenkt werden sollte. Der Athlet, der noch im Wettkampf antreten wird, wurde daraufhin in das medizinische Zentrum auf dem Campus gebracht […] „Das zeigt, dass autonome Fahrzeuge noch nicht realistisch für den Einsatz auf normalen Straßen sind“, sagt Toyoda

Diese bullschitt-autos werden auch in zehn jahren nicht reif für ganz normale verkehrssituazjonen sein, vielleicht aber in dreißig bis fünfzig jahren, wenn die idee der „künstlichen intelligenz“ wieder nach vielen misserfolgen verflogen ist und man stattdessen mit analyse und ganz normaler programmierung (sowie eventuell dem aufbau einer leitenden infrastruktur) begonnen hat. So genannte „künstliche intelligenz“ besteht aus angelernten neuronalen netzwerken, die man nicht analysieren und nicht mit vernünftigem aufwand (also anders als durch erweitertes neuanlernen und hoffen, dass es trotz völligen problemunverständnisses auch den gewünschten effekt hat, also durch einsichtsloses gestrokel) entfehlern kann. Und weil man die neuronalen netzwerke nicht analysieren kann, geben sie auch keinen einblick in mögliche andere lösungen des damit „gelösten“ problems. Es ist eine erkenntnis- und fortschritts-sackgasse der informatik, für die es einige nischen geben wird. Genau so, wie bei den vorherigen zwei künstliche-intelligenz-blasen aus meiner lebenszeit auch.

Und nein, 5G verändert daran gar nichts, eben so wenig 6G oder 7G. Die neuen mobilfunkstandards sind nur gauklerische marketingtricks; lösungen ohne problem, für die zurzeit auch nach längerem nachdenken niemand einen realistischen anwendungsfall kennt. Die mögliche bandbreite von 4G oder LTE+ (1 GBit/s) wurde in der BRD niemals auch nur näherungsweise geliefert, die menschen zahlen ja auch für weniger die überhöhten und weltspitzenhaften BRD-preise aus der wucherhölle. Und dann erzählt man ihnen, dass es mit 5G schneller wird, und die digitalen analfabeten glauben es.

Ja, ich weiß: euer scheißjornalist mit seinen abgeschriebenen PResseerklärungen erzählt euch immer etwas völlig anderes und manchmal erzählt er euch sogar, dass wir 5G für die autonom fahrenden autos benötigen, weil es so schön in der PResseerklärung stand. Aber dieser dumme tintenklexer hat überhaupt keine ahnung und schreibt alles im Dunning-Kruger-modus, so dass er selbst nicht bemerkt, wie unendlich dumm er ist. Da dürft ihr nicht drauf reinfallen. Der scheißjornalist ist tatsächlich noch viel dümmer, als er seine intellektuelle überlegenheit spielt. Fragt ihn, wenn ihr eine gelegenheit habt, doch einfach mal, was das wort „digital“ bedeutet und was der unterschied zwischen digitaler und analoger technik ist, und dann hört euch das ahnungslose und fundamentalfalsche gestotter an. Und das ist noch eine der ganz einfachen fragen…

Übrigens: wenn ihr im wahlkampf auf p’litiker mit „digitaltemen“ trefft, könnt ihr ihnen mal genau die gleiche frage stellen. Aber nehmt die antworten auf und veröffentlicht sie!

Künstliche intelligenz des tages

Dumme vollidjoten so: diese künstliche intelligenz — die übrigens nichts weiter als ein angelerntes simuliertes neuronales netzwerk ist, das von niemanden verstanden wird, dessen funkzjonsweise nicht analysierbar ist, das außerordentlich viel energie verbraucht, das keine problemeinsicht liefert und dessen fehler nur durch ein neues anlernen behoben werden können, wenn überhaupt — also: diese künstliche intellidingsda, die wird bald den beruf des programmierers überflüssig machen.

Die wirklichkeit so [link geht zu golem]:

Laut einer Studie sind 40 Prozent der Vorschläge von Githubs auf Machine-Learning basierendem Programmierassistenten Copilot mit Fehlern behaftet

Na, da wünsche ich aber noch viel spaß mit dem preiswert KI-generierten kohd aus der hölle!

„Künstliche intelligenz“ des tages

Die KI-Community entwickelte erstaunlich rasch neue Software, von der viele glaubten, dass sie Krankenhäusern eine schnellere Diagnose oder zumindest eine korrekte Unterteilung von Patienten (Triage) ermöglichen würde – und so die dringend benötigte Unterstützung an die Corona-Front brächte. Doch es blieb graue Theorie. Letztendlich wurden Hunderte von Prognosetools entwickelt. Keines von ihnen hat wirklich etwas bewirkt – und einige waren möglicherweise sogar schädlich […] „Es ist schockierend“, sagt Wynants. „Ich hatte einige Bedenken dieser Technik gegenüber, aber das Ergebnis hat meine Befürchtungen noch übertroffen“ […] Viele haben unwissentlich einen Datensatz verwendet, der Brustscans von Kindern enthielt, die nicht an COVID-19 erkrankt waren, um zu zeigen, wie Fälle ohne die Erkrankung aussehen. Das Ergebnis war, dass die KI lernte, Kinder zu erkennen, nicht Corona-Patienten

Auch weiterhin viel spaß dabei, ganz fest an die „künstliche intelligenz“ — also an angelernte neuronale netzwerke, die man nicht versteht und deren fehler nicht einfach korrigiert werden können — zu glauben, die alle unsere probleme lösen soll, während die „natürliche intelligenz“ von menschen industriell vernichtet wird, weil dumm nun einmal besser kauft!

Nutzt hier jemand github

Das gleiche meikrosoft, das erst damit angefangen hat, dass man sein windohs „aktivieren“ muss, um damit fortzusetzen, euch die kompjuter zu enteignen, bis es schließlich betrübssysteme und softwäjhr gemacht hat, die ständig nach hause telefonieren, genau dieses meikrosoft, das zum schutz seines „geistigen eigentums“ so viele gängelideen hatte, baut dieses (natürlich von meikrosoft nicht programmierte, sondern aufgekaufte) github jetzt zu einer plattform für künstlich intellente und automatisierte lizenzverstöße aus. Und alle finden dieses github geil! Immer noch!

Die vorstellung allerdings, dass demnächst ganz viel von einer künstlichen intelligenz irgendwie zusammengepfriemelter kohd laufen wird, ist gruselig. Bei einem menschen kann man ja noch nachvollziehen, was er für fehler macht und warum er die macht, und das hilft sehr, wenn man kohd entfehlert.

Das problem mit den neuronalen netzwerken…

Des problem mit den neuronalen netzwerken, von scheißjornalisten und marketingheinis auch gern als „künstliche intelligenz“ bezeichnet, ist, dass man nicht programmiert, sondern anlernt. Wenn man programmiert, analysiert man dabei ein problem und versteht es (hoffentlich) so gut, dass man eventuelle fehler behoben kriegt. Wenn man aber ein simuliertes neuronales netzwerk anlernt, versteht man weder, wie es funkzjoniert, noch kann man es entfehlern.

Forscher weltweit kooperieren, um mächtige neue Texterstellungssysteme zu analysieren, die Google & Co. geschaffen haben, aber noch nicht vollständig verstehen

Auch weiterhin ganz viel spaß mit der „künstlichen intelligenz“, ihr sklaven eurer geräte!

Vom erforderlichen rechenaufwand für die simulazjon eines neuronalen netzwerkes, von der dafür in wärme verwandelter elektrizität und vom kohlendioxidabdruck will ich gar nicht erst anfangen.

Der groschen fällt spät

Das, wofür mich viele menschen vor zehn jahren noch als geisteskrank empfunden haben, scheint ja so langsam auch bei „normaleren“ menschen anzukommen. Gut, die meisten haben immer noch nix zu verbergen… und glauben das allen ernstes. Bis man sie nur kurz fragt, ob man mal in aller ruhe ihren brauserverlauf durchlesen darf.

Der beste schutz der eigenen selfies gegen gekünstelte intelligenzen, die jedes bild aus dem internetz für das träjhning ihrer neuronalen netzwerke aus dem internet missbrauchen, ist übrigens, gar keine selfies hochzuladen und dafür zu sorgen, dass es auch sonst nur möglichst wenig verwertbares bildmaterjal gibt. Aber das ist vermutlich viel zu einfach, und so versuchen die von ihrem eigenen narzissmus blödgemachten menschen mit ihren wischofonwanzen halt allerlei technische „lösungen“ gegen ihre dummheit und kommen sich dabei vermutlich voll privatsfäre vor, wenn sie sich in pose werfen. Obwohl absehbar ist, dass künftige programme diese technischen lösungen wieder aushebeln werden. Es wird nicht lange dauern, bis es ein neuronales netzwerk gibt, das solche störpixel erkennt und unschädlich macht. Aber ansonsten sind diese gestalten zu dumm, ihre mäjhl zu verschlüsseln! 🤦‍♂️️

„Vom eigenen narzissmus blödgemacht“ ist eine starke formulierung, zugegeben, aber wer so etwas von sich gibt…

Ich mag es nicht, wenn Leute mir Dinge wegnehmen, die sie eigentlich nicht haben sollten

…wenn er selbst diesen leuten die dinge gibt — das konzept des öffentlichen internetzes ist nun einmal so, dass jeder darauf zugreifen kann, und dabei verschwindet auch nichts, sondern es wird nur immer mehr — der ist blöd. Richtig knalle blöd. Es wurden schon menschen für geringere realitätsverluste in eine klapsmühle zwangseingewiesen.

Scheiß auf wahlen, es gibt doch „künstliche intelligenz“

Da wir genau wissen, was Leute tun und möchten, gibt es weniger Bedarf an Wahlen, Mehrheitsfindungen oder Abstimmungen. Verhaltensbezogene Daten können Demokratie als das gesellschaftliche Feedbacksystem ersetzen

Was kann dabei schon schiefgehen, wenn man so etwas wie leicht kontrollierbare und öffentliche wahlen durch eine völlig intransparente „künstliche intelligenz“ ersetzt, deren entscheidungen niemand mehr nachvollziehen kann und deren fehler niemand so analysieren kann, dass man sie beseitigen könnte?

Nur für den unwahrscheinlichen fall, dass diesem dokument unserer bundesregierung etwas zustoßen sollte, gibt es hier noch eine dezentrale sicherheitskopie des dokumentes mit seinem grußwort von Gunther Adler, staatssekret im bummsministerjum für unwelt, naturschmutz, bausünden und reaktorunglücke. Nicht, dass in ein paar jahrzehnten jemand sagt, er hätte nichts gewusst.

Hej, „verfassungsschutz“, da habt ihr eure feinde des grundgesetzes. Greift zu!

Digitaler hokuspokus des tages

Ich habe ja schon in den neunziger jahren mit ihrer aus den siebzigern und achtzigern erworbenen neigung so esoterischer hirnverkwirlung gespottet, dass so ein horrorskop doch gleich viel glaubwürdiger und beinahe wissenschaftlich klinge, wenn es nur von einem kompjuter auf endlospapier ausgedruckt wird¹… und nicht geahnt, wie schlimm der digitale aberglaube noch über die welt schwappen sollte

Immerhin ist dies ein gebiet, in dem die künstliche intelligenz der menschlichen schon messbar ebenbürtig sein dürfte. 😁️

¹Ja, es gab seit den späten achtziger jahren mehrere klitschen, die nur davon existiert haben. Ein solches „kompjuter-horoskop“ aus schnell zusammengewürfelten standardfrasen auf endlospapier kostete rd. zweihundert mark. Das geschäft dürfte heute tot sein. Aber dafür gibt es horrorskop-äpps, und die gewinnspannen sind nur unwesentlich kleiner…

Zitat des tages

Es spricht Markus Söder (CSU) [archivversjon], spezjalexperte für warp-antriebe, kwantenkompjuter und zukunft, die hervorhebung ist von mir:

Warp-Antrieb für Forschung der Zukunft: Start des Quantum Integration Centre bei München. Ein Supercomputer ist ein Instrument, der Quantencomputer ein ganzes Orchester. Wir ermöglichen Forschung in neuen Dimensionen mit einem Quanten-District in Bayern. Was das Silicon Valley heute ist, wird das Quantum Valley in Zukunft sein. Die Hightech Agenda mit 3,5 Mrd. Euro schafft 13.000 Studienplätze und 1000 Professuren, allein 100 für KI

In meinem kopf ertönt schmerzhaft volxtümliche und bestenfalls künstlich „intelligente“ kwantenblasmusik aus dem schönen land der bayern.

Wie jetzt, Markus, nicht mehr bavaria one, missjon zukunft? 🤣️

Via Fefe, dessen aufforderung, das unfassbar hirnlose geschwafel zu ignorieren und mich auf das foto zu konzentrieren, ich leider nicht beachtet habe. Aber das foto passt gut dazu… genau wie Fefes versuch einer bildbeschreibung.

Fefe des tages

Google hat verstanden, dass die Leute, die ihre Spionagesoftware bei sich einblenden, zu blöde sind, um echte und gefakete Analytics unterscheiden zu können, und verarscht sie jetzt nach Strich und Faden mit KI-generiertem Bullshit. Das wäre nur dann noch schöner, wenn die dafür noch eine Rechnung gestellt bekämen

🎯👏

Ich habe die verballhornung „guhgell anal-lüg-fix“ ja immer satirisch gemeint, aber demnächst zieht sich guhgell anallügfix die angezeigten daten wirklich mit einer „künstlichen intelligenz“ aus dem arsch — sammelt aber mit der stinkenden träckingwanze für sich selbst weiterhin pseudonymisierte (und leicht persönlich zuordnenbare) webnutzungsstatistiken von jedem menschen ein, der die nutzung eines javascript-blockers zu umständlich findet, weil man da ja klicken muss, wenn man einer webseit so weit vertraut, dass man ihr die kohdausführung im webbrauser gestattet. Guhgell hat für diese neuerung auch ein schönes wort: es ist „datenschutzfreundlich“. 🤢

„Künstliche intelligenz“ des tages

Twitter will der künstlichen Intelligenz (KI) die Kontrolle entziehen, wenn es um den Bildbeschnitt bei Vorschaufotos geht […] „Wir hoffen, dass wir das Risiko von Benachteiligung reduzieren, indem wir den Nutzern mehr Möglichkeiten geben die Bilder zu beschneiden und bereits beim Tweet-Verfassen anzeigen, wie die Fotos später aussehen.“

[Archivversjon]

Warum nicht gleich so? Ach ja, klar, weil irgendein angelerntes neuronales netzwerk — wichtigstes funkzjonsmerkmal: wenn fehler auftreten, kann man keine softwäjhr in form eines programmes korrigieren, sondern muss eine neuronale simulazjon aufwändig komplett neu anlernen — viel genauer weiß, was gut für dich ist und was du wirklich sagen willst. Kennst du doch schon von der scheißreklame bei fratzenbuch, zwitscherchen und finster-gram, die sie dir „auf deine interessen zugeschnitten“ geben. Und die leute glauben daran und finden es geil! Ist ja auch alles so einfach geworden, jeder hat seine stimme und niemand muss sich mehr irgendwelche gedanken machen.

Auch weiterhin viel spaß mit den äpps und webseits irgendwelcher börsennotierter unternehmen ohne seriöses geschäftsmodell!

Prof. dr. Offensichtlich

Prof. dr. Offensichtlich hat mal wieder einen nebendschobb als investigativer jornalist gemacht, und dabei hat er rausgekriegt, dass das gelaber von der so genannten „künstlichen intelligenz“ vor allem reklame, lüge und manchmal sogar betrug ist [archivversjon]:

„In 80 Prozent der Fälle, in denen ich etwas über KI lese, sind das einfach nur falsche Informationen“, sagt Stewart Russell, Professor an der Universität von Kalifornien in Berkeley […] „Wir haben uns jede Firma, ihr Material, ihr Produkt, die Website und die Produktdokumente angeschaut“, sagt David Kelnar, Forschungsleiter von MMC. „In 40 Prozent der Fälle konnten wir keinen Hinweis auf den tatsächlichen Einsatz von KI finden.“ […] Die in London und Los Angeles ansässige Engineer.ai beispielsweise hat 29,5 Millionen Dollar eingeworben. Die Firma sagte, dass sie derzeit eine künstliche Intelligenz entwickelt, die automatisch Apps programmieren soll. Menschen ohne Programmierkenntnisse können sich auf der Webseite der Firma per Mausklick eine App zusammenstellen. Der Gründer von Engineer.ai, Sachin Dev Duggal, sagte in einem Interview, dass bereits 82 Prozent einer App, die das Unternehmen entwickelt hat, automatisch mit der firmeneigenen Technologie erstellt worden seien. Doch Reporter des Wall Street Journals berichteten, dass das Unternehmen bei der Erledigung des größten Teils dieser Arbeit auf menschliche Ingenieure in Indien setzte

Die erde hat vor überraschung kurz den atem angehalten!

Aber wie ich vielleicht schon das eine oder andere mal angemerkt habe: den kollektiven wahnsinn mit der so genannten „künstlichen intelligenz“ erlebe ich nicht zum ersten mal, sondern zum dritten mal — und bei den beiden vergangenen malen war von den großartig versprochenen anwendungen nicht viel mehr übrig als expertensysteme, die einen experten ersetzen könnten, wenn man für ihre bedienung den experten nicht mehr brauchte, sowie vom rande der forschung als abfallprodukt diverse anwendungen der „fuzzy logic„, wie etwa bildentwackler für kameras. Tatsächlich hat die „fuzzy logic“ mehr alltagstaugliche anwendungen hervorgebracht als die ganze, mit milljardenaufwand betriebene forschung in der so genannten „künstlichen intelligenz“. Von maschinen, die arbeit erledigen könnten, für die man ein richtiges gehirn braucht, blieb nichts übrig als werbeversprechen, geplatzte militärträume und verbranntes risikokapital. Ich erwarte dieses mal keinen anderen ausgang. Gegenwärtige bilderkennung durch kompjuter ist zum beispiel noch nicht dazu imstande, hochgradig formalisierte piktogramme unseres alltags sicher genug zu erkennen, dass man sich darauf verlassen möchte, wie zum beispiel verkehrszeichen.

Allerdings wird man wegen der deutlich verbesserten rechenleistung ein paar dumme hirntätigkeiten durch kompjuterarbeit ersetzen können, zum beispiel das verfassen jornalistischer standardtexte. Dafür bedarf es nur einer rekursiven grammatik mit diversen konstruktionen, um die sprache lebendig zu halten; einer komponente, die sich mit der grammatik der zielsprache und allen ihren ausnahmen gut auskennt; einer geschickt organisierten kontext-datenbank für die einordnung und subliminale wertung von dargebotenen informazjonen und einiger heuristiken, die dafür sorgen, dass die entstehende sprache nicht zu kompliziert und nicht zu unmenschlich klingt… und schon ist der kompetenzfreie tintenklexer bei den scheißzeitungen arbeitslos. Das ganze muss man noch parametrisierbar für die gewünschte p’litische ausrichtung und für den bildungsgrad der zielgruppe machen, und das einfügen der passenden werbeplätze kann vermutlich dabei gleich mitübernommen werden. Ich bin mir sicher, dass einige zeitungstexte und insbesondere agenturtexte jetzt schon auf diese art entstehen. Allerdings ist das ergebnis durch seine formelhafte sprache noch sehr schlecht bis ungenießbar.

Ach ja: schon in den frühen siebziger jahren wurde mir versprochen, dass demnächst dank so genannter „künstlicher intelligenz“ gebrauchstexte vollautomatisch von einer sprache in die andere übersetzt werden können — das führte allerdings meist zu mechanischem dada und zu großen lacherfolgen. In dieser wichtigen anwendung haben sich die ergebnisse durch monströse rechenleistung zwar sehr verbessert, sind aber immer noch nicht ohne nacharbeit durch jemanden, der ausgangs- und zielsprache beherrscht, brauchbar. Aber man kann immerhin seinen spaß dabei haben. :mrgreen: