Billige und willige mitarbeiter des tages

Instavergrämungs-nutzer liefern billigen datenrohstoff fürs fratzenbuch:

3,5 Milliarden öffentliche Instagram-Fotos mit 17.000 Hashtags wurden verwendet, um die künstliche Intelligenz zu trainieren. Damit eine künstliche Intelligenz angelernt werden kann, benötigt sie einen Datenstamm, mit dem sie trainiert wird. Da bei Instagram Menschen freiwillig ihre Fotos, oft mit möglichst vielen, passenden Hashtags versehen, muss Facebook keine Mitarbeiter bezahlen, die im Akkord Fotos verschlagworten müssen

Ihr könnt so richtig dolle stolz auf euch sein, ihr billigen und willigen idjoten! Für ein paar herzchen und däumchenhochs macht ihr alles. Wenn es doch wenigstens glasperlen wären, die hätten noch einen wert…

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Beruf ohne zukunft des tages

Leveldieseiner für spiele ist ein beruf ohne zukunft. Das macht wohl in ein paar jahren eine gekünstelte intelligenz

A thousand Doom levels are processed into a set of training images that include the game’s most important features: „the walkable area, walls, floor height, objects, and room segmentation“

Aus der tatsache, dass nicht einfach mal ein beispiel-WAD aus den besten ergebnissen dieses experimentes gebaut und veröffentlicht wird, schließe ich, dass menschen es im moment immer noch wesentlich besser können. 😉

(Und gerade bei DooM gibt es völlig verschiedene herangehensweisen an das mäpping. Ein Erik Alm, der relativ kleine, gutdurchdachte level mit knackiger schwierigkeit macht, ist nun einmal sehr anders als ein B.P.R.D., der für DooM-verhältnisse riesige welten baut, in denen sich der kampf stück für stück entfaltet. Und es gibt eine menge dazwischen. Bei so einem alten spiel kann sich nun einmal nicht darauf konzentrieren, tolle grafik und effekte zu bauen, und so gehen sämtliche gedanken ins spielgeschehen. Wenn man das alles nimmt, und ein simuliertes neuronales netzwerk damit anfüttert, glaube ich kaum, dass hinterher konsistente level rauskommen. Aber so ein experiment gefällt mir immer. Wirklich schade, dass nichts veröffentlicht wurde.)

Guhgell des tages — eine suchmaschine zum wegschmeißen…

Guhgell hat tolle algoritmen, voll intelligent und so, und jetzt sogar immer mehr „künstlich intelligent“. Und diese algoritmen entscheiden darüber, was bei einer guhgell-suche sichtbar wird und was nicht. Zum beispiel: wenn ich einen text zitiere und die kwelle verlinke, dann führt das dazu, dass guhgell mein zitat an erster stelle in einem suchergebnis auflistet, aber die kwelle ganz tief unten vergräbt, irgendwo, wo man auch hervorragend nach einem mord die leiche verstecken könnte, damit sie keiner mehr findet.

Bildschirmfoto des absurden guhgell-suchergebnisses

Fürwahr, ein ausgesprochen gekünstelt „intelligentes“ verhalten von guhgells algoritmen. Und vor allem genau das, was man erwartet, denn wer findet nicht lieber zitate als die kwelle, wenn er etwas sucht?! :mrgreen:

Also leute, nehmt andere suchmaschinen, verdammt noch mal! Welche ihr nehmt, ist erstmal egal. Sogar dieses bing von meikrosoft ist etwas hilfreicher, wenn man nicht irgendwelche zitate, sondern die kwelle haben will:

Bildschirmfoto des suchergebnisses bei bing, ich stehe dort zwar auch aus irgendwelchen gründen an erster stelle, aber die kwelle ist prominent gelistet

Und die von mir regelmäßig verwendete suchmaschine duckduckgo verhält sich genau so, wie man es in einem solchen fall erwartet, die kwelle steht klar an erster stelle, das zitat ist untergeordnet:

Bildschirmfoto des suchergebnisses bei duckduckgo, die kwelle steht an erster stelle, mein zitat steht direkt darunter

So muss das eigentlich sein.

Wenn selbst so eine suchmaschine aus der zweiten reihe wie duckduckgo kwalitativ bessere und nützlichere suchergebnisse als guhgell anbietet, dann ist guhgell einfach nur noch unbenutzbar. Allein schon wegen der ganzen träcking- und datensammelscheiße, die sonst noch an guhgell dranhängt.

Also leute, nehmt endlich andere suchmaschinen als dieses guhgell!

So eine wichtige frage…

So eine wichtige frage, wer eigentlich haftet, wenn eine so genannte „künstliche intelligenz“ einen menschen umbringt. Die frage, die dabei vergessen werden soll: Wer haftet eigentlich, wenn ein arzt mit seiner immer wieder einmal vorkommenden pfuscherei einen menschen umbringt? Richtig: in aller regel niemand.

Wisst ihr, was der unterschied zwischen einem arzt und einem klempner ist? Wenn der klempner pfuscht, dann heißt es hinterher: der klempner hat gepfuscht. Und wenn der arzt pfuscht, dann heißt es hinterher: die wege gottes sind unergründlich.

Scheißwerber, hol dir doch deine hartzpfennige ab!

Zalando streicht 250 Stellen in der Marketingabteilung am Unternehmensstandort Berlin. Werbe-E-Mails sollen in Zukunft verstärkt von Algorithmen oder Künstlicher Intelligenz verschickt werden

So viel „intelligenz“ braucht man also für diese legalisierte scheißspämm irgendwelcher klitschen. Gut zu wissen… :mrgreen:

„Künstliche intelligenz“ des tages

Autonome Autos orientieren sich unter anderem ebenso wie menschliche Fahrer an Verkehrszeichen. Dabei können sie in böswilliger Absicht in die Irre geführt werden

Und dann wird halt aus dem kreisrunden, rotumrandeten schild mit einem tempolimit ein achteckiges stoppschild. Ein beliebiger dreijähriger — der natürlich niemals einen führerschein bekäme — wäre bei weitem nicht so leicht zu täuschen wie eine „künstliche intelligenz“ beim bilderkennen. :mrgreen:

„Künstliche intelligenz“ des tages

Wer probleme hat, die vorsätzlich völlig unverständlich formulierten „datenschutzbestimmungen“ bei irgendwelchen feindlichen firmen (fratzenbuch, zwitscherchen, amazon, meikrosoft, äppel und vergleichbare lehrlinge von scientology) zu verstehen, aber trotzdem so knüppeldoof ist, ihnen zustimmen zu wollen, soll doch einfach das lesen an eine „künstliche intelligenz“ delegieren

Mal schauen, ob die auch isotonische getränke auf die äcker kippen, weil es ihnen eine „künstliche intelligenz“ sagt. :mrgreen:

„Künstliche intelligenz“ des tages

Mit Hilfe von hunderttausenden Patientendaten haben Forscher neuronale Netze trainiert, die vierundzwanzig Stunden nachdem ein Patient in ein Krankenhaus eingewiesen wird, seinen wahrscheinlichsten Todeszeitpunkt voraussagen können

Wunderbar, in zukunft bemerken die krankenhausbetreiber gleich, bei wem sich die behandlung noch (wirtschaftlich) lohnt oder zu einer besonders langen „kundenbindung“ führt, und bei wem es nix mehr bringt. Und demgemäß behandeln sie dann. Ist ja ein wirtschaftsbetrieb, kein sozjalamt.

Bitte sterben sie schnell und billig! Ihre krankenversicherung.

Kennt ihr den schon?

Festhalten! Der ist richtig gut:

Lernende neuronale Netze sind eine Black Box, KI-Wissenschaftler schlagen die Entwicklung einer künstlichen Kognitionspsychologie vor

Aha, man weiß nix drüber, was da als gekünstelte intelligenz durch die CPUs geistert, also bedarfs jetzt der psychologie. Jetzt warte ich nur noch auf eine spezjelle psychiatrie für die „künstliche intelligenz“, falls sie einmal vom gebieterischen weltschmerz übermannt zu nix produktivem mehr taugen sollte. Ja ja, die moderne zeit mit all ihrem frankensteinschen technikspuk bringt schon lustige berufe, auch solche für die neuen animisten, hervor, genau richtig für menschen mit bemerkenswert geringem techischem verständnis und dementsprechend großer verklärung… :mrgreen:

Ach ja, monotone musik aus den neunziger jahren hatte ich lange nicht mehr.

Elon Musk des tages

Elon Musk so: ich kriege kein autonom fahrendes auto hin, und deshalb sollte es auch jeder anderen unternehmung verboten werden, so etwas zu entwickeln… oder so ähnlich. :mrgreen:

Wie kommt Elon Musk auf seine recht pessimistische einschätzung der künstlichen intelligenz?

Er selbst habe Zugang zu hochentwickelten KI-Systemen und könne nur versichern, dass die jedem Sorge bereiten sollten

Aha, durch ganz geheimes geheimwissen kommt er darauf. Darüber reden kann er nicht. Also soll man einfach glauben.

Mit verlaub, herr Musk: dieser versuch ist selbst fürs sommerloch zu dünne.

„Selbstfahrende autos“ des tages

Das von ihr gefahrene Model S habe nur etwa 30% der anderen Autos (!) erkannt, bei Radfahrern sei die Erkennungsrate noch wesentlich geringer ausgefallen. Gerade einmal 1% der Zweiradfahrer habe der Tesla Autopilot als solche klassifiziert […] Experten wie Heather Knight sagen voraus, dass es auf absehbare Zeit (bzw. mit den im Laufe der Zeit zurückgelegten Gesamtkilometern der Fahrzeugflotte im öffentlichen Straßenverkehr) zu Toten kommen werde, weil sich Fahrer zu sehr auf die Fähigkeiten des Autopiloten verlassen

Achtung, kwelle der meldung ist die springersche „welt“.

Hmmmm…

Bilde ich mir das ein, oder werden in den letzten wochen von den PR-abteilungen der großen technikunternehmen immer häufiger die begriffe der „künstlichen intelligenz“ (ein bullschitt, der schon seit den sechziger jahren immer nur fünf jahre vom großen durchbruch entfernt war) und der „cloud“ (ein bullschitt, der danach strebt, den menschen und unternehmen die verfügungsgewalt über ihre eigenen daten wegzunehmen, aber nicht davon spricht, dass es faktisch eine wiederholung des server-terminal-modells der frühzeit der informativ ist, ganz so, als ob es niemals persönliche kompjuter gegeben hätte) zu frischem, neuen bullschitt-sprech zum vollkacken der gehirne verkwirlt.

Wenn man diese beiden bullschitt-tanks zusammenkippt, um sie in PResseerklärungen und tolle reklame zu verklappen, dann kann sogar eine spezjalexperten wie Brigitte Zypries [vorsicht, der klick tut weh im kopf!] heiter bei meikrosoft-reklameveranstaltungen mitdiskutieren [vorsicht, der klick geht zwar zu heise, tut aber auch sehr weh im kopf!].

„Künstliche intelligenz“ des tages

Prof. dr. Offensichtlich hat sich mal kurz mit der „künstlichen intelligenz“ beschäftigt und dabei rausgekriegt, dass es zwar möglich ist, durch verarbeitung menschlicher kommunikazjonsausflüsse in neuronalen netzwerken ein paar intelligenzleistungen von menschen zu simulieren, dass dabei allerdings auch rassismus und vorurteile rauskommen. Tja, wenn die eingabe scheiße ist, dann ist die ausgabe als ergebnis eines rechenvorganges eben immer noch scheiße. Vielleicht hätte man die aufgeblasenen kompjuter lieber mit wirklich intelligenten wesen träjnieren sollen, aber die haben sich bislang noch nicht auf der erde angefunden und machen vermutlich einen riesengroßen bogen um das gesamte sonnensystem… 😦

Übrigens: es ist nach wie vor für menschen viel billiger und zudem wesentlich lustvoller, „natürliche intelligenz“ zu erzeugen. Leider wird diese natürliche intelligenz dann nicht von den menschen gefördert, sondern mit allen mitteln der psychischen manipulazjon, schulischen geistauslöschung, systematischen kondizjonierung zur wissensvermeidung und lüge, lüge, lüge auf allen nur denkbaren kanälen bekämpft.

Tolle idee des tages

Internet:
„Trolle“ mit Künstlicher Intelligenz bekämpfen

Genau, was ein dummer zensor kann, das kann man auch gleich an eine softwäjhr delegieren, die „intelligent“ ist (das heißt: die keinerlei verantwortung hat, deren vorgehen selbstlernend und damit angeblich nicht verständlich ist und deren exzesse dann halt „kompjuterfehler“ sind). Mein armes bullschitt-o-meter!

„Künstliche intelligenz“ des tages

Hat jemand lust, nach transneptunischen planeten und braunen zwergen in sonnennähe zu suchen? (Nein, nicht die braunen zwerge aus der AFD…)

Während jeder scheißjornalist die tollen meldungen von der „künstlichen intelligenz“ abschreibt, ist die gesamte bei der NASA herumstehende rechenleistung offenbar nicht dafür hinreichend, bewegte objekte in stark verrauschten und mit obskuren fehlern überzogenen messdaten¹ zu finden. So ein gehirnchen und ein auge sind da immer noch deutlich leistungsfähiger, und deshalb wird es jetzt eben mit gehirnchen und augen versucht. Da geht immer noch nichts über die natürliche intelligenz; ich konnte bei beinahe jeder bildsekwenz sofort und ohne bewusste anstrengung entscheiden, dass sich da nix im rauschen bewegt. 😉

Ich wünsche euch allen auch weiterhin viel spaß beim festen glauben an den modernen mytos von der „künstlichen intelligenz“.

¹Da möchte ich auch nicht mit einer FFT drin suchen müssen…

„Künstliche intelligenz“ des tages

Wie viel oder wenig die „künstliche intelligenz“ im alltag brauchbar ist, werde ich wohl in den nächsten wochen immer wieder an meiner von guhgell übersetzten spämm ablesen können.

Ist ganz intelligente intelligenz, bei der guhgell…

Google vermutet daher, dass ihr Übersetzungssystem intern eine Universalsprache erlernt

…nur noch vermuten kann, was sie tut. Ich bin ja gespannt auf meine spämms. Mal schauen, ob die spämmsprache besser wird als ich das gewohnt bin. 😀