Genderneusprech des tages

Verfahren vor dem LG Hamburg endet mit Vergleich
Verlag muss Gen­dern rück­gängig machen

Ein Verlag hat im Text einer Autorin an ein paar Stellen gegendert – gegen ihren Willen. Die Frau sah darin eine Urheberrechtsverletzung und zog vor das LG. Der Verlag muss den Text nun in die Ursprungsfassung zurücksetzen

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Ich finde ja, dass man sich entspannt zurücklehnen und nach den popcorn greifen kann, wenn sich urheberrechtsdullies und genderneusprech-fanatiker zanken. Angesichts des absurd hohen schutzes für „geistiges eigentum“ wird das meist zu ungunsten der contentindustriellen textverwerter ausgehen — und die werden ihren mietfedern wohl demnächst anders formulierte verträge reindrücken.

Neues aus bananistan

Der europäische gerichtshof hat geurteilt, dass die bananige bundesnetzagentur der BRD nicht unabhängig genug ist und damit gegen EU-recht verstößt. Na, sowas aber auch. Ich wünsche auch weiterhin viel spaß beim bezahlen der weltspitze-strompreise in bananistan! Das kennt ihr ja alle in der BRD: weltspitze-preise für entwicklungsland-leistungen, die sogar teilweise ganz schön kaputt sind, egal ob rundfunk, telefon, internetz, strom, eisenbahn oder nahverkehr.

Womit sich in der BRD der bummsgerichtshof rumschlagen muss

Eine ehemalige Jura-Dozentin kann der Presse nicht verbieten, über ihre Plagiate bei Promotion und Habilitation zu schreiben, entschied der BGH

[Archivversjon]

Als ob der weitgehende rechtsschutz für beleidigte leberwürste in der BRD nicht schon schlimm genug wäre, gibt es ertappte wissenschaftliche betrüger, die dagegen klagen, dass offen mit namensnennung über ihren betrug berichtet wird — und das führt nicht schon beim landgericht zu ausbrüchen spontaner heiterkeit, sondern geht bis zum BGH hoch.

Mein tipp für angehende beleidigte leberwürste: einfach nicht bei der doktorarbeit betrügen, dann muss man sich auch nicht so erfolglos durch die instanzen klagen und vermeidet peinliche enthüllungen zu einem späteren zeitpunkt seines lebens. 👍️