Leseempfehlung

Wer halbwegs gut englisch lesen kann und sich für die analyse von unterschwelligen botschaften — nein, nicht der bullschitt mit kurz eingeblendeten bildern — in kinofilmen vor allem von Stanley Kubrick interessiert, sollte mal einen blick auf „collative learning“ von Rob Ager werfen.

Aber ich warne gleich: das ist sehr viel lektüre, und einiges ist auch etwas weit hergeholt. Ich kann mich da leicht für viele stunden festlesen, und neben dem „weit hergeholten“ gibt es viele gut demonstrierte, einfache beobachtungen. In jedem fall faszinierend sind die geometrisch unmögliche räumliche aufteilung des hotels in „shining“ (insbesondere der goldene raum kann dort gar nicht existieren) und die sich dort subtil (aber wegen der korrespondenz mit der jeweilgen anzahl aktöre ziemlich sicher absichtlich, also nicht als fehler) „von allein“ bewegenden objekte, die sich allerdings nur bewegen, wenn man nicht hinschaut, also zwischen den schnitten. Und ich habe mich immer gewundert, wie ein so heller, klarer film ohne die „typischen“ mittel des horrorfilms dermaßen gruselig sein kann…

Alles in allem eine großartige, teils spekulative webseit über großartige filme.