Urteil des tages

Das landgericht darmstadt hat für recht erklärt, dass man in der BRD mit inhaltsstoffen von arzneimitteln werben darf, die gar nicht in den arzneimitteln drin sind. In diesem sinne wünsche ich auch weiterhin viel spaß mit der „beratung“ von beutelschneiderischen apotekern, die euch so einen teuren hokuspokus andrehen:

Das mit diesem Rechtsstreit in erster Instanz befasste Landesgericht [sic!] Darmstadt (Az. 15 O 25/19) wies die Klage jedoch ab: Nur weil der Ausgangsstoff HCG infolge extremer Verdünnung nicht mehr nachweisbar ist, bedeutet das laut dem Gericht nicht, dass das homöopathische Arzneimittel kein HCG enthalten würde

[Archivversjon]

Verstehe: wenn da weniger als ein molekül pro erdkugelumfang drin ist, dann ist das ja nicht nichts. 🤦

Nun, ich will es mal so sagen. Nur weil die menschliche befähigung zu vernünftiger urteilsfindung in diesem urteil infolge extremer ausdünnung nicht mehr nachweisbar ist, bedeutet das noch lange nicht, dass die richter idjoten sind. Wo der homöopyschopat mit den geistern entschwundener wirkstoffe zu heilen verspricht, da urteilt der richter darüber mit seinen gespenstern längst erstorbener synapsen. :mrgreen:

Kurze durchsage zum „onlein-bänking“

(Ich bevorzuge ja das wort „fernkontoführung“…)

Wenn man das verfahren anwendet, das einem von der eigenen bank empfohlen wurde, wenn man also ein zweites gerät hat, das jeweils die TAN für die überweisung aus einer flackerfläche generiert und wenn man dann trotzdem noch durch einen trojaner abgezogen wurde, der aus einer im brauser angezeigten überweisung von zehn euro an den enkel eine tatsächlich ausgeführte überweisung von 18.000 euro an einen verbrecher macht… tja, dann haftet die bank nicht dafür.

Ich wünsche euch auch weiterhin viel spaß mit eurer für jeden beteiligten bekwemen fernkontoführung!