Das hat nur ein bisschen gedauert…

Unter Linux unterstützt LibreOffice 5.4 OpenPGP-Schlüssel, um Dokumente zu signieren

Und windohs-anwender haben eh kein interesse an digitalen signaturen für dokumente. Weia, der kryptokram hirnt immer und man kann viel falsch machen, ich weiß… aber so eine raketenwissenschaft ist es nun auch wieder nicht, fertigen kohd zu benutzen!

Worauf haben wir alle ganz sehnsüchtig gewartet?

Richtig! Auf „ribbons“ für libreoffice haben wir gewartet!

Mann, bin ich froh, dass windohs acht das größte meikrosoft-desaster seit BOB war und dass sich nicht die kacheln als nutzerschnittstelle durchgesetzt haben. Sonst hätten wir jetzt libreoffice mit kacheln.

Auch weiterhin viel spaß mit freien projekten, die alle fehler von meikrosoft nachmachen!

Worauf haben wir denn alle sehnsüchtig gewartet?

Bedienung von LibreOffice nähert sich Microsoft Office an
LibreOffice erhält „Ribbons“

Ich habe ja wirklich nix dagegen, dass die GUI von libreoffice/openoffice mal ein bisschen neu gemacht wird, aber vielleicht sollte man sich dafür ein besseres vorbild als dieses mikrosofte bastardkind aus werkzeugleisten und menüs suchen… 😦

Gar nicht auszudenken, wenn meikrosoft in zwei jahren nochmal die GUI „neu erfindet“ und dann in den nächsten sechs, sieben jahren andere, gnadenlos tolle beglückungsideen durch die büroräume der welt treibt, aber das ungleich behäbiger entwickelte libreoffice dann immer noch auf eine benutzerschnittstellen-totgeburt der extraschlechten kategorie setzt, weil vor ein paar jahren mal meikrosoft nachgeeifert wurde. Da wäre man dann besser bei einer klassichen benutzerführung geblieben, die sich wenigstens nicht in den weg stellt, wenn man etwas machen will…

Gut, dass ich den kram kaum benutzen muss!

Darauf hat die welt gewartet!

Was finden wir alle an windohs ganz besonders extratoll? Richtig, dass die ollen menüs jetzt in vielen meikrosoft-anwendungen durch „ribbons“ ersetzt wurden, das ist so richtig toll! Es ist soll toll, dass das eigentlich niemand anders so macht¹… ähm… gemacht hat — denn jetzt gibts ein populäre, nicht von meikrosoft kommendes programm, dass diese extratollen und viel vermissten „ribbons“ unter dem anderen namen „notebookbar“ nachbildet: libreoffice. [Link geht auf eine englischsprachige seite]

Das besteste daran: wenn sich diese grenzbescheuerte idee durchsetzt, gibts endlich auch ribbons auf anderen betrübssystemen als windohs. Ich wusste bislang auch gar nicht, wie ich ohne leben sollte… :mrgreen:

Hoffentlich machen die libreoffice-entwickler für alle zeiten diesen scheiß opzjonal!

¹Fast überall scheint das inzwischen jahrzehntealte GUI-desein für dokumentorientierte anwendungen zu halten, dass die menüs akzjonen auslösen und dass häufige, wichtige akzjonen auch über eine toolbar (die gern konfigurierbar sein darf) erreichbar sind. Damit kommen sehr viele menschen klar und können halbwegs effizient arbeiten. Außer bei meikrosoft, wo sie ständig neuen GUI-experimenten ausgesetzt werden und immer wieder alles neu lernen müssen. Richtig gut dressierte meikrosoft-hündchen nennen das dann sogar „benutzerfreundlichkeit“.

LOOL

Ich finde diese abk. für ein im brauser laufendes libreoffice so merkwürdig passend. Schreibt doch alles nur noch in javascript und glaubt nur fest daran, dass ein brauser eine schlanke, sichere, schnelle und gute runtime für alle möglichen anwendungen ist! Auch…

Insgesamt planen die Entwickler, einen zum Android Editor vergleichbaren Funktionsumfang zu erreichen

…wenns manchmal ein bisschen am funkzjonsumfang hapert. Scheißegal, wenn man dafür doch wenigstens alles ständig onlein machen muss, um derartige deppen-anwendungen zu nutzen, die man vor allem besser an die „cloud“ ranflanschen kann. Das ist schließlich hauptsache, hat ja auch nur vorteile, die man gar nicht erklären kann, aber hej: modern, technologie und internet! Außerdem macht meikrosoft das ja auch, also muss es gut sein. Und das mit dem begrenzten funkzjonsumfang wird noch besser in den näxsten fünf jahren, wenn sich niemand mehr dran stört, dass eine laufende brauserinstanz fünf bis neun gigabyte RAM wegknabbert und den lüfter zum dauerjaulen bringt.

Und weil das strategisch so überaus wichtig ist, werden die vielen kleinen ärgerlichen fehlerchen in libreoffice scheinbar gar nicht mehr angegangen¹. (Immerhin sind es weniger nervtötende fehler als bei meikrosofts konkurrenzprodukt.)

Ach!

Ich hatte vor ein paar monaten mal reproduzierbar in einem 90seitigen dokument einen absturz, als ich in einem für meinen geschmack zu langen absatz mit der eingabetaste einen zusätzlichen absatz einfügen wollte. Ich habe das problem gelöst, indem ich das dokument in openoffice geöffnet habe, wo dieser fehler nicht auftrat… na ja, schwarze magie eben. Mit LaTeX wär das nicht passiert!