Albtraum-fahrradunfall des tages

Ein Überholmanöver ist am Mittwochmorgen im Uchte (Landkreis Nienburg) völlig verunglückt. Dabei ist eine 65-jährige Radfahrerin von der Ladung eines umkippenden Lkw-Anhängers zur Seite geworfen und komplett verschüttet worden. Erst als die Retter, die dem verletzten Lkw-Fahrer zur Hilfe eilten, eine Stimme aus dem riesigen Berg von Kompost vernahmen, der sich über die Straße verteilt hatte, wurden sie auf die Frau aufmerksam. So konnte die schwer Verletzte schließlich gerettet und ins Krankenhaus nach Sulingen gebracht werden

[Archivversjon]

Motorhenker des tages

Aufgrund von Schlangenlinien hat die Polizei am Donnerstagmorgen, 03.09.2020, den Fahrer eines Sattelzugs auf der BAB 2 bei Hannover-Bothfeld gestoppt. Ein Atemalkoholtest hat bei dem Mann einen Wert von 3,53 Promille ergeben. Die Weiterfahrt ist ihm untersagt worden

Wenn der mit so wenig blut im alkohol noch mit einem LKW auf der autobahn rumfährt, gehe ich ja davon aus, dass er das schon lange gewohnheitsmäßig macht…

Wahnsinnige alkoholfahrt des tages

Am Montag, 24.08.2020, haben Polizeibeamte auf der Bundesautobahn (BAB) 2 in Fahrtrichtung Dortmund in Höhe der Tank- und Rastanlage in Garbsen einen sturzbetrunkenen Lkw-Fahrer mit seinem Sattelzug aus dem Verkehr gezogen. Zuvor ist er in starken Schlangenlinien gefahren, beinahe gegen die Mittelleitplanke geprallt und hat eine rote Ampel überfahren […] Bei der Kontrolle nahmen die Beamten starken Alkoholgeruch wahr. Sie führten bei dem 50 Jahre alten Fahrer einen freiwilligen Atemalkoholtest durch. Dieser ergab 3,19 Promille

Ganz schön gruselig, was da so mit bis zu vierzig tonnen wuchtiger masse mit neunzig stundenkilometern über die autobahnen fährt — und das war ziemlich sicher nicht die erste alkoholfahrt des fünfzigjährigen fernfahrers. Immer daran denken: alkohol ist auch kein brokkolisaft und macht wesentlich nachhaltiger körperlich abhängig als die meisten anderen rauschmittel; nur kokain, heroin und nikotin haben ein größeres suchtpotenzjal… :mrgreen:

Radwegopfer des tages

Nach bisherigen Erkenntnissen war ein 49-jähriger Lkw-Fahrer auf der Höverschen Straße, von der Bundesstraße 65 kommend, in Richtung Anderter Straße unterwegs. Zeitgleich fuhr der 16-jährige Radfahrer parallel zu dem Lkw auf dem rechten Radweg. An der Kreuzung Höversche Straße/Ecke Lohweg beabsichtigte der Lkw-Fahrer, nach rechts auf den Lohweg abzubiegen, dabei übersah er offenbar den Jugendlichen auf seinem Fahrrad. Das MAN-Kippergespann erfasste den Radler, der infolgedessen stürzte und unter den Lkw geriet. Schwerverletzt wurde er mit einem Rettungswagen zur stationären Behandlung in eine Klinik transportiert

Da kaufe ich mir doch glatt ein MAN-kippergespann, das ist viel sicherer als diese fahrräder! Es gibt ja demnächst wieder eine autokaufprämje.

Allerdings muss ich schon froh darüber sein, dass sich der PRessetexter der hannöverschen polizei den sonst so obligatorischen hinweis verkniffen hat, dass der radfahrer ohne helm unterwegs war.

Die p’litische scheißidee aus autoland bananistan, geradeaus fahrenden radverkehr rechts von rechtsabbiegendem autoverkehr zu führen, ist eben eine mörderische scheißidee. Radwege töten. P’litiker, die einen ausbau von radwegen wollen, wollen vor allem mehr tote radfahrer und sind schreibtischmörder. (Wer allerdings auf dem fahrrad in einer solchen situazjon seine vorfahrt gegen einen LKW durchsetzt und einfach geradeaus fährt, hat auch zu viele von diesen spielen gespielt, in denen man drei leben hat. Ich lasse da jedenfalls gern den vortritt… alles andere ist in der praxis einfach nur selbstmord.)

Offener brief an Andreas Scheuer

Werter herr verkehrtminister!

Wie ich den allgemeinen nachrichten — also nicht irgendwelchen obskuren verschwörungsblogs und juhtjuhbbern mit aufmerksamkeitsproblemen, sondern den überwiegend staatsfrommen und DPA-gläubigen tintenstrolchen der BRD — entnehmen kann, gibt es im moment ein ziemlich großes problem an den autobahnen der BRD: es sind keine duschen und klos mehr für die fernfahrer geöffnet.

Ich muss sie leider darauf hinweisen, dass es sich bei der autobahnwirtschaft zurzeit um eine existenzjell notwendige infrastruktur in der BRD handelt. Diese LKW fahren nämlich immer noch nicht von allein, da sitzen menschen drin, die sie fahren müssen. Menschen, die arbeiten und auch mal kacken müssen und ein zivilisatorisches grundbedürfnis haben, sich den schweiß und den gestank vom körper zu waschen. Die aufrechterhaltung der existenzjell notwendigen infrastruktur der autobahnwirtschaft ist von größter wichtigkeit für alle menschen in der BRD. Und natürlich gelten auch für fernfahrer solche gesetze wie der artikel 1 des grunzgesetzes für die bundesrepublik deutschland. Das sind keine tiere. Auch, wenn sie von ihnen und ihresgleichen vielleicht nicht so geachtet werden, wie dies angemessen wäre, herr verkehrtminister.

Wenn ein staat überhaupt noch einen nutzen und damit einen sinn für seine bewohner haben kann, dann besteht dieser sinn und nutzen vor allem darin, dass existenzjelle infrastruktur auch in sehr schwierigen zeiten aufrechterhalten wird.

Von daher fordere ich sie auf, alles erforderliche zu tun, um die vielen menschen, die gerade den größten teil der güterversorgung aller BRD-bewohner wuppen, mit unverzichtbaren zivilisatorischen errungenschaften wie klos und duschen zu versorgen. Das ist gar nicht schwierig. Die klos und duschen müssen ja nicht wie der hauptstadtfluchhafen neu gebaut werden, sie stehen längst bereit und müssen nur geöffnet und unterhalten werden.

Nein, das macht gerade nicht die „unsichtbare hand des marktes“. Generell machen „die märkte“ zurzeit nichts, was nötig und wichtig wäre.

Irgendwo in ihrem durch und durch verkehrten ministerjum werden doch wohl noch ein paar hundert bis tausend sinnlos hoch besoldete regierungsräte, regierungsdirektoren und ministerialräte herumsitzen, und sie, herr Scheuer, können diesen menschen eine wichtige und sinnvolle tätigkeit zuweisen: dass sie nämlich ein paar monate lang im kabuff einer autobahnraststätte leben, um dort die klos und waschräume aufzuschließen, zu versorgen und sauberzuhalten. Gerne dürfen sie dafür den schon recht königlichen sold nach A 13 bis A 16 um eine zulage ergänzen, um einen ausgleich für die schweren entbehrungen gesellschaftlich dringend erforderlicher und überaus sinnvoller arbeit zu gewähren. Dass es überdem nur von vorteil sein kann, wenn die mitarbeiter der bundesverwaltung mal ein wenig „geerdet“ werden, ist ein begrüßenswerter nebeneffekt.

Tun sie das, herr verkehrtminister! Tun sie es sofort!

Es ist nämlich ihre verdammte aufgabe! Dafür sind sie im amt! Sie bekommen ihre ministerbezüge ja nicht dafür, dass sie so ein guter komiker sind, sondern dafür, dass sie ihre aufgaben erfüllen. Oder es wenigstens versuchen.

Angesichts der tatsache, dass in ihrem verkehrtministerjum ein paar hundert milljonen euro steuergeld dafür verbrannt wurden und werden, für irgendwann noch einmal kommende elektrifizierte LKW hochspannungsleitungen über die schon völlig überlasteten autobahnen der BRD zu spannen, obwohl es seit jahrzehnten eine elektrifizierte eisenbahn in der BRD gibt, die schon längst elektrifizierte verkehrswege und dafür geeignete fahrzeuge hat, die einen gütertransport ermöglichen würden; angesichts der tatsache also, dass sie also klare signale senden, dass fortan im bananen- und autostaat BRD ein möglichst großer teil des güterverkehrs auf die autobahn soll, während die längst gelegten schienen und längst gespannten oberleitungen ungenutzt verrotten können, ist es vielleicht sogar die wichtigste aufgabe ihrer von beachtlichem gestaltungswillen, aber leider wenig intelligenz geprägten bisherigen amtszeit.

Wissen sie eigentlich, werter herr verkehrtminister, was die einwohner der BRD angesichts leergehamsterter regale zurzeit gar nicht gebrauchen können? Richtig, einen ausstand der fernfahrer, die nicht länger gewillt sind, diese unhygjenischen und menschenunwürdigen zustände hinzunehmen. Das kann jetzt niemand gebrauchen.

Hunger macht böse. Und irgendwann ist auch der kuchen weggehamstert.

Also handeln sie, herr verkehrtminister!

Es ist nämlich ihre verdammte pflicht.

Ohne gruß
Elias Schwerdtfeger
(nach diktat verreist)

Verkehrtp’litik des tages

Ein triumpf der verkehrsp’litik im kampf gegen den klimawandel: endlich gibt es autobahnen mit oberleitungen für LKW mit stromabnehmer, damit nicht mehr diesel verbrannt wird, sondern strom aus braunkohleverfeuerung genutzt werden kann. Ein kleines problemchen nur: diese LKW, die das nutzen können, sind noch nicht ganz fertig.

Was für ein jammer, dass die verkehrtp’litiker der scheiß-BRD immer so viel pech beim denken haben. Verkehrswege mit oberleitungen für schwere zugmaschinen mit elektromotor gibt es schon sehr lange in der BRD, und die wagen dafür sind auch schon fertig und müssen nur genutzt werden. Man nennt das elektrifizierte eisenbahn. Scheint in der autoindustrie-lobbykratie nicht mehr p’litisch gewünscht zu sein. 🤦