Was hat uns denn noch ganz dringend gefehlt?

Kennt ihr das, dass es euch geradezu am ganzen körper zu jucken scheint, weil einer von euch benutzten softwäjhr eine ganz wichtige funkzjon fehlt? Bei meikrosoft excel zum beispiel schien es ganz vielen leuten so zu gehen, aber jetzt liefert meikrosoft ja:

Es soll in der Software künftig die Möglichkeit geben, Javascript-Funktionen in eine Tabelle einzubauen […] Javascript-Funktionen werden dabei wohl die am häufigsten genutzte Neuerung sein: Darüber lassen sich in einem Excel-Sheet spezielle Berechnungen durch Scripts ausführen – etwa ein Primzahlenrechner

Wie konnten wir alle die ganze zeit ohne leben?! Ach ja, mit VBA… :mrgreen:

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Feierfox des tages

Der feierfox ist zwar als webbrauser nicht mehr empfehlenswert, weil die „mozilla foundation“ ihn in eine distribuzjonsplattform für schadsoftware umgewidmet hat, aber das heißt ja noch lange nicht, dass da nicht entwickelt wird, um unser aller leben noch besser zu machen. Deshalb gibt es jetzt einen feierfox für die virtuelle realität.

So so, das web in der virtuellen realität. Ich freue mich schon auf die zuck- und hüpfreklamen in kommenden VR-webseits, die sich die scheißwerber ausdenken werden, nach dem motto „unsere neue werbeform springt ihren zukünftigen kunden direkt ins gesicht“. :mrgreen:

Kennt ihr den schon?

Hier mal wieder so eine richtig knalle lösung ohne problem:

Das Auto soll ein Smartphone auf vier Rädern werden, sagt Vodafone

Tolle sicherheitsidee in realsatirisch-großartiger formulierung! Diese wischofone sind schließlich der inbegriff der kompjutersicherheit! Freut euch schon auf die mobilen botnetze! :mrgreen:

Bwahahahaha! „Vernetzung für sichere autos“. Das schreiben die wirklich! Kennen wir ja inzwischen alle aus unserer alltagserfahrung, wie vernetzung die sicherheit erhöht!

Hej, macht eure scheißautos zu wischofonen! Von den wischofonen seid ihr es ja schon gewohnt, dass ihr sie zwar bezahlt und mit strom versorgt, sie euch aber gar nicht wirklich gehören; und dass euch das elementare grundrecht vorenthalten wird, darauf diejenige softwäjhr auszuführen, die ihr für gut und richtig haltet. Dann gibts halt keine sicherheitsaktualisierung mehr, wenn ihr ein neues auto kaufen sollt. Ihr könnt natürlich auf eigene gefahr damit weiterfahren, wird schon nix passieren. Am besten, ihr kauft jedes jahr ein neues auto! Das ist waxtum! Zwar kein waxtum eurer gehirne, aber darauf kommt es den vampiren an eurem leben auch nicht an… denen reichts, wenn die wirtschaft und der giftige müllberg wäxt und wäxt und wäxt. So, und jetzt noch eine lunge voll stickoxid einatmen! Lecker!

Und hej, macht eure scheißautos zu überwachungswanzen, wie ihr es schon lange von euren scheißwischofonen gewohnt seid! Erich Mielke wäre so stolz auf euch gewesen! Die konzerne lieben euch doch alle!

Der heise-onlein-artikel ist mal wieder so richtig typische schleichwerbung im redakzjonellen teil, vermutlich direkt für ein paar handvoll euro aus einer PResseerklärung abgeschrieben. Stirb, heise, stirb!

Passend dazu übrigens (und ebenfalls eine laut knallende lösung ohne problem und ebenfalls so eine richtig typische schleichwerbung bei heise onlein, für die sicherlich geld geflossen ist, scheiß auf jornalismus), was BMW euch verkaufen will: ihr braucht jetzt keinen schlüssel mehr, um euer auto aufzuschließen oder es anzulassen, ihr macht das jetzt mit eurem wischofon. Natürlich ganz sicher mit NFC, dass man das händi auch dicht ans schloss halten muss und beinahe genau so viel umstand hat, als wenn man nach einem klassischen schlüssel greift und damit aufschließt. Das wird bestimmt richtig lustig, wenns den ersten erpressungstrojaner im wischofon gibt, der den text „wenn sie ihr auto wieder wie gewohnt abschließen möchten, zahlen sie bitte 0,2 BTC“ anzeigt. Aber hej, dann bleibt die protze ludenschleuder halt offen auf dem parkplatz, wird schon nix passieren. :mrgreen:

Und wenn mal der akku vom wischofon leer ist, geht man in dieser schönen welt der lösungen ohne problem halt zu fuß nach hause — schließlich hat man sich wegen der permanenten hirnfick-reklame der scheißbanken auch ans bezahlen mit dem wischofon gewöhnt, so dass man weder eine fahrkarte kaufen noch eine taxe bezahlen kann. Ist aber auch gesund, mal wieder zu gehen! :mrgreen:

Was hat uns denn allen so richtig dringend gefehlt?

Richtig, ein offißß-programm für linux mit den von windohs her gewohnten ribbon-menüs, das hat uns so sehr gefehlt, dass wir vor sehnsucht beinahe irre geworden wären.

Hoffentlich macht nicht demächst eines der desktop-projekte für linux diese dümmste benutzerschnittstellenidee der letzten zehn jahre nach — dann aber, ohne dass man den scheiß abschalten kann. Die haben schon so viel schlechtes von windohs nachgemacht…

Sommerloch des tages

Deutscher Metzger bringt Fleisch-Drinks auf den Markt

Die neuen Drinks passten aber ins Zeitalter von Smoothies und schnellen Mahlzeiten, meint der Metzger.

In dieses zeitalter der totalverdummung passt ja so einiges: abhörwanzen zum selbstbezahlen und selbstaufladen, die extraporzjon milchpulver in der zuckerschokolade für karieskinder, fettfreies lakritz… da kann man auch gammelfleisch-schmuhßßies verkaufen. Oder glaubt hier jemand, in dem zeug wäre etwas drinnen, das sich als richtiges fleisch vermarkten oder noch verwursten ließe. :mrgreen:

In diesem sinne: prost! Wohl bekomms!

Lösung ohne problem des tages

Neue Rechtschreibregeln
Das „scharfe S“ jetzt auch in groß

DAS IST JA GROẞARTIG!!1!ELF!!ØLF!

Oh, ihr glücklichen menschen im deutschsprachigen teil der schweiz, die ihr so völlig ohne diesen überflüssigsten buchstaben der deutschen rechtschreibung auskommt und euch dennoch prächtig untereinander verstehen könnt!

„Dumm&glücklich“ des tages

Markenwerbung, die ich vermisse…

Heute im angebot für die generazjon jamba: eine tolle saftpresse, die nicht etwa den saft aus einer apfelsine rauspresst, sondern aus spezjell dafür angefertigten saftpackungen, die man sich natürlich auch kaufen muss und die sicherlich auch ein bisschen teurer sein werden, weil sie ja spezjell sind. Die presse kostet auch nur läppische vierhundert dollar. Und das beste daran: den saft kann man genau so gut von hand auspressen:

Wie das Branchenmagazin berichtet, wurden mindestens zwei Investoren nach ihrer Geldspritze darauf aufmerksam, dass der anfangs für 700 US-Dollar und inzwischen für 400 US-Dollar verkaufte Juicero überhaupt nicht nötig ist. Kunden könnten einfach den Saft kaufen und selbst in ihre Gläser drücken. Sonderfunktionen der Saftpresse, wie die automatische Erkennung der Mindesthaltbarkeit, seien ebenfalls unnötig, da die groß auf der Packung stehe

Wer sich teure persönliche kompjuter hat andrehen lassen, auf denen man nicht mehr selbst darüber entscheiden darf, welche softwäjhr darauf läuft (so genannte „smartphones“), der wird bei solchen angeboten für die „generazjon jamba“ auch nicht widerstehen können! Kauft euch dumm, leute! Es ist gut für die wirtschaft!

„Internet der dinge“ des tages

Na, braucht hier noch eine jemandin eine lösung ohne problem. Zum beispiel einen WLAN-fähigen vibrator mit eingebauter kamera, natürlich kinderleicht angreifbar und offen wie ein scheunentor [der link geht auf einen englischen text]…

The hard-coded credentials, admin:blank, make it „trivial“ to connect to the dildo’s Web admin interface

Und nein, das ist noch lange nicht alles.

Exhibizjonistinnen, die so etwas erregend finden, haben jetzt endlich eine möglichkeit, ihre bedürfnisse auszuleben, ohne sich strafbar zu machen. :mrgreen:

„Smartdinger“ des tages

In Ausgabe 8/2017 hat das c’t magazin am Beispiel etlicher Geräte aus dem Fundus der Mitarbeiter untersucht, wie es um die Sicherheit von IoT- und Smart-Home-Geräten bestellt ist, ob die Privatsphäre gewahrt bleibt und welche Möglichkeiten der Kunde hat, Gefahren zu erkennen und zu vermeiden.

Das Ergebnis war erschreckend: Die Redaktion fand versteckte Mikrofone in Schaltsteckdosen, undokumentierte Web-Frontends mit sensiblen Informationen, Apps und Geräte, die das eigene WLAN-Passwort im Klartext in die Welt hinaus posaunen und sogar einen Sat-IP-Server mit ungeschütztem Root-Zugang, der sich leicht für DDoS-Angriffe missbrauchen lässt

Ich wiederhole es hier noch einmal: versteckte mikrofone in schaltsteckdosen! Auch weiterhin viel spaß mit euren „smart gadgets for stupid people“. Erich Mielke wäre so stolz auf euch gewesen, ihr vollidjoten, die ihr euch diese ganzen lösungen ohne probleme andrehen lasst! Denn die freiheitsrechte sind an euch verschwendet.

Prof. dr. Offensichtlich

Prof. dr. Offensichtlich macht mal wieder einen nebendschobb als voll investigativer jornalist und arbeitet gerade unter dem pseudonym Stefan Ullrich beim deutschlandradio kultur:

Smarte Glühbirnen & Co.
Das Internet der Dinge löst Probleme, die es nie gab

Unterdessen feiert sich auf der CEBIT der feuchte traum von der industrie 4.0 selbst, bis dann endlich mal irgendwann in den nächsten zwei, drei jahren die bundeswehr so richtig abcybern muss, weil ein dreijähriger vor lauter langeweile auf dem kackpott die trinkwasserversorgung in der BRD abschaltet…

Lösung ohne problem des tages

Wisst ihr noch, damals, als wir über die internetzausdrucker gelacht haben? Jetzt gibts S/M kostenpflichtig auf tote bäume drucken und ein buch daraus binden lassen als geschäftsmodell. Die welt ist nämlich reif, sie will dringend gepflückt werden!

Gar nicht auszudenken, wenn so etwas demnächst in der idiocracy als literatur durchgeht… 😦

Worauf haben wir alle ganz sehnsüchtig gewartet?

Richtig! Auf „ribbons“ für libreoffice haben wir gewartet!

Mann, bin ich froh, dass windohs acht das größte meikrosoft-desaster seit BOB war und dass sich nicht die kacheln als nutzerschnittstelle durchgesetzt haben. Sonst hätten wir jetzt libreoffice mit kacheln.

Auch weiterhin viel spaß mit freien projekten, die alle fehler von meikrosoft nachmachen!

Krüpplografie des tages

Mailverschlüsselung […] in der Cloud

Wer sich eine mäjhlverschlüsselung auf den kompjutern anderer leute andrehen lässt und kein problem damit hat, dass diese anderen leute seinen privaten schlüssel haben, der hat den sinn eines privaten schlüssels nicht verstanden. Der heißt so, weil er privat bleibt. Die gesamte sicherheit, die man sich von der verschlüsselung verspricht, hängt davon ab. Wenn man irgendwelchen versprechungen irgendwelcher unternehmungen vertrauen muss, die eine kopie des schlüssels rumliegen haben, ist der schlüssel nicht mehr privat, und der durch solches krüpplografie-schlangenöl erreichte sicherheitsgewinn ist null.

Scheißt auf mäjhl im webbrauser (das ist eh nicht so eine tolle idee) und nehmt euch eine anständige mäjhlsoftwäjhr, leute! Und lasst euch keine krüpplografie andrehen.

Mal eben unterwegs diese PGP-verschlüsselte Mail checken? Das geht meist nur, wenn man seinen Rechner dabeihat oder seinem Smartphone den privaten PGP-Schlüssel anvertrauen möchte

Genau, leute die ihren privaten schlüssel nicht ihrem wischofon anvertrauen würden (was eine ganz gute idee ist), haben nicht das geringste problem damit, ihren privaten schlüssel irgendeiner unternehmung anzuvertrauen. Golem, die IT-njuhs für profis mal wieder! :mrgreen:

Und hej, mal ein paar wochen urlaub ohne mäjhl, das klingt doch auch gar nicht so schlecht. Ihr fliegt ja auch nicht jeden tag von malle nach hause zurück und wieder hin, um euren sackpost-briefkasten zu tschecken, und das, was da drinsteckt, kann viel wichtiger und teurer werden. Immer wieder toll, wie leuten irgendwelche lösungen ohne problem angedreht werden sollen.

Äpple-ticktack des tages

Nicht nur, dass die äppel-ticktack eine lösung ohne problem ist, sie hat auch immer wieder ihre probleme…

Apple liefert das jüngste Bugfix-Update für watchOS nicht mehr aus, nachdem die Apple Watch mehrerer Nutzer nach der Installation den Dienst verweigerte […] Nach der Installation zeigte die Apple Watch dann nur noch ein rotes Ausrufezeichen mit einem Hinweis auf eine Hilfe-Seite des Herstellers – dies signalisiert gewöhnlich einen Hardware-Defekt

„Wie spät ist es?“ — „Kann ich dir nicht sagen, das neue betrübssystem hat die uhr kaputt gemacht.“

Und, was macht man, wenn man so doof war, auf die von jeder presseredakzjon wiedergegebene äppel-reklame reinzufallen und jetzt so eine äppel-ticktack hat, die nur noch „kaputt“ sagt? Drückt man ein knöpfchen, um sie auf werkseinstellungen zurückzusetzen? Spielt man einfach eine fehlerfreie softwäjhr auf? Aber mitnichten, es ist doch enteignungsscheiße von äppel, da kann man sich nicht so einfach helfen:

Schlägt ein erzwungener Neustart fehl, muss man Apple kontaktieren, um eine Reparatur zu vereinbaren […] Ob das Unternehmen den jetzt durch watchOS 3.1.1 ausgelösten Fehler auf betroffenen Geräten Software-seitig beheben kann, bleibt unklar

Och, habt ihr durch eine softwäjhraktualisierung die ticktack gebrickt… bwahahahaha!

Ich wünsche den anhängern der apfelreligjon (kauf dir geräte nicht mehr wegen ihres technischen nutzens für dein leben, sondern um damit öffentlich präsentierbaren sozjalen aufstieg zu kaufen) auch weiterhin viel spaß damit, dass es jedes jahr ein neues, unfertiges, ab werk kaputtes mäc-OS gibt, dessen einziger zweck darin besteht, ältere hardwäjhr zu veralteter hardwäjhr zu machen, damit die mitglieder der apfelsekte neuen techniktinnef kaufen. Ihr seid echt ganz tolle, aber sowas von! Und jetzt stellt euch schön zum gemolkenwerden in die schlange vor dem äppelschopp! :mrgreen:

Wischofon-äpp des tages

Mit Kwitt sollen Sparkassen-Kunden ab dem 28. November Geld von Handy zu Handy schicken können. Sie brauchen dafür nur die Mobilfunknummer des Empfängers. Bis zu 30 Euro pro Transaktion (und maximal 100 Euro pro Tag) lassen sich ohne TAN übertragen

Hej, auf den riesigen sicherheitslücken daherkommenden, oft mit werksseitig vorinstallierten trojanern ausgelieferten, in einer halbseidenen, grenzkriminellen schadsoftwäjhr-kultur — an der auch große, börsennotierte unternehmen beteiligt sind, ohne dafür die verdiente ächtung und den ruf eines asozialen kriminellen zu bekommen — gedeihenden wischofonen ohne weitere absicherung bis zu hundert øre am tag „bekwem“ und völlig ohne diese umständlichkeit der normalen, den kunden ebenfalls als „bekwem“ verkauften fernkontoführung¹ überweisen können… was kann da schon schiefgehen?! Hej, das nicht mehr modern, bekwem und mausklick, das ist jetzt mobil, bequem und wischgeste! Und auch, wenn es sich mal wieder um eine lösung ohne problem handelt, steht durchaus zu befürchten, dass leute diesen scheiß nutzen. Wisst ja, bargeld ist altmodisch und passt weder in die wirtschaftskonforme demokratur noch in die Merkel’sche forderung nach „datenreichtum“ für die geldreichen.

Wenn sich diese in einfach von der jornallje wiedergegebenen PResseerklärungen und normaler reklame beworbene scheiße durchsetzen sollte, erwarte ich, dass es demnächst wieder ganz viele dschobbangebote als „finanztransferagent“ in meiner spämm gibt — ein „dschobb“, bei dem man auf seinem konto geld empfängt, bar abhebt, zehn bis zwanzig prozent davon behält und den rest über western union an einen völlig anonym bleibenden dritten weiterleitet, bis die kriminalpolizei vor der tür steht und man sich ein paar monate später beim amts- oder landgericht seine vorstrafe (und hinterher so nach und nach die vollständige zivilrechtliche haftung für den angerichteten schaden) abholt.

¹Das ist mein wort für das, was werber „onlein-bänking“ nennen.