Schlagzeile des tages

Ich finde diese überschrift in „the register“ ja so gut, das muss gleich nochmal auf deutsch wiederholt werden:

„Wir wollen nicht, dass in jedem wohnzimmer eine kamera steht“, sagt der typ, der kameras in wohnzimmern verkauft. Zuckerberg, du idjot!

[…] Zuckerberg gab sogar ein beispiel dafür, was zu weit gehen würde. „Wenn man in metafern reden will, ist messaging wie das wohnzimmer der menschen, und wir wollen definitiv keine gesellschaft, in der es kameras in jedem wohnzimmer gibt.“ Zittrain wies darauf hin, dass das fratzenbuch buchstäblich ein neues gerät, „Portal“, verkauft, das eine mit dem internetz verbundene kamera für die wohnzimmer der menschen ist.

Bwahahahahaha!

Ich wünsche euch auch weiterhin viel spaß mit fratzenbuch, wanzäpp und instavergrämung! Und immer schön die trojaner von Zuckerbergs grenzkrimineller spämmklitsche auf eure persönlich genutzten kompjuter installieren — und jetzt neu, frisch und super eine kamera in das wahnzimmer stellen! Was kann dabei schon passieren?

Kennt ihr den schon?

Achtung, jetzt kommt widerliche, arschlochhafte intelligenzverachtung:

Zuckerberg sagte in dem „Vox“-Interview, die Probleme von Facebook seien unter anderem dadurch entstanden, dass sein Unternehmen zu idealistisch gewesen sei und sich zu sehr auf die positiven Aspekte der Vernetzung von Menschen konzentriert habe. Facebook habe sich dabei nicht genügend „um einige der negativen Gebrauchsweisen“ der von dem Netzwerk zur Verfügung gestellten Instrumente gekümmert

Stimmt, die haben sich nicht drum gekümmert. Das war nur das geschäftsmodell. Ihr, die ihr beim spämmenden und schadsoftwähre auf euren kompjutern installierenden fratzenbuch seid, wisst jetzt hoffentlich, für wie hirnkrüppelig und kopfentkernt Mark Zuckerberg euch (offensichtlich aus langjähriger erfahrung) hält, ihr vollidjoten und internetzmitverpester!

Mark Zuckerberg des tages

Wie geht eigentlich dieser Mark Zuckerberg, der euch alle, alle, alle ins fratzenbuch gelockt hat, der euch (oft schon vorinstallierte) überwachungs-, träcking-, datensammel- und spämmtrojaner auf eure wischofone gekackt hat, der das ganze web mit seinem so genannten „like-button“ in eine einzige große maschinerie des persönlich zuordnenbaren träckings und sürfverhaltenüberwachens umbauen will… ja, wie geht dieser Mark Zuckerberg, der euch gegenüber so tut, als sei privatsfäre ein relikt aus dem mittelalter, wie geht der mit seiner eigenen privatsfäre um? Nun, ich wills mal so sagen: die kamera und das mikrofon an seinem klapprechner sind abgeklebt, und für seine alltägliche kommunikazjon scheint er doch lieber die mittelalterliche mäjhl als irgendwelche S/M-scheiße zu benutzen, denn sonst hätte er sich nicht extra einen (natürlich nicht wie seine trojanischen drexäpps oft vorinstallierten) thunderbird auf dem klappie installiert. :mrgreen:

[Da es gut möglich ist, dass dieses dokument der zeitgeschichte demnächst beim zwitscherchen verschwindet, gibt es hier noch eine lokale kopie.]

Ich wünsche euch auch weiterhin viel spaß dabei, diesen menschen zu eurer STASI zu machen, ihr fratzenbuchenthirnten da draußen! Immer schön alles übers fratzenbuch machen! So ist brav, liebe datenschäflein, könnt ihr euch auch modern, einfach, mausklick und wischgeste bei fühlen. Und jetzt geradeaus weiter! Und schön miteinander beschäftigen und nicht merken, worauf ihr zugeht! So überseht ihr sogar das „schlachthof“-schild.

Tschätte schön mit dem konsumprodukt

Die Strategie die wir bei Messenger und WhatsApp fahren, ist ähnlich, wie wir über den Aufbau unseres Geschäfts bei Facebook und News Feed gedacht haben […] Wir haben entschieden, dass, Werbung und Monetarisierung langfristig besser sind, wenn es eine natürliche Interaktion gibt zwischen den Menschen, die das Produkt nutzen, und Unternehmen

Mark Zuckerberg, gründer vom fratzenbuch, zitiert nach heise onlein

Die gleiche planung wie bei einem miesen dealer: das erste hightech-heroin¹ ist kostenlos, und dann kommt nach und nach die scheiße. Ich wünsche euch vollidjoten in der fratzenbuch-matrix noch viel spaß beim tschätten mit unternehmen und ihren produkten! Alternativen zu der durchkommerzjalisierten scheiße, die planvoll und zielstrebig in eine reklame- und träckingmaschine umgebaut wird, könnt ihr sogar mit einer guhgell-suche finden und deshalb nicht nenne ich hier nix. Wer zu doof ist, das internetz zu benutzen, sollte sich vielleicht doch lieber mit etwas anderem beschäftigen… zum beispiel mit neuen masturbazjonstechniken.

¹Bitte auch das veröffentlichungsdatum des verlinkten textes beachten! Der ist älter als fratzenbuch (2004), twitter (2006) und die wischofone (2007) und wirkt auf dem hintergrund der späteren entwicklungen so merkwürdig profetisch. So, und jetzt könnt ihr euch wieder einen schuss setzen!

Fratzenbuch des tages

So eine halbe welt ist doch nicht genug, da fehlt doch noch die andere hälfte:

Titelseite des Time-Magazins: Half the world is not enough -- Mark Zuckerbergs plan to get every human online

Wobei „onlein“ hier nicht etwa „internetzzugang“ heißt, sondern: an der angelschnur eines börsennotierten unternehmens ohne seriöses geschäftsmodell. Und dabei ist es ja bekanntlich das wichtigste, dass der wurm den fischen schmeckt, nicht dem fischer… hej, eine einfache möglichkeit, mit anderen menschen in kontakt zu kommen.

Schlagzeile des tages

Facebook-Gründer Zuckerberg beklagt sich bei Obama wegen NSA-Spionage

Es ist wohl angesichts der datensammelambizjonen des fratzenbuches nicht davon auszugehen, dass der sympatische verfratzenbucher seinen respekt vor einer unantastbaren privatsfäre des menschen entdeckt hätte, sondern vermutlich spürt das fratzenbuch gerade den allgemeinen vertrauensverlust am geldbeutel. Und das finde ich ja hocherfreulich…

NSA-fratzenbuch-Zuckerberg spricht

NSA-fratzenbuch-Zuckerberg so: ziel ist es, die fünf milljarden menschen auf der erde, deren persönliche beziehungen und deren kommunikazjon noch nicht vor unseren geheimdiensten offenliegen, an die NSA-infrastruktur anzuschließen. Oder so ähnlich. Und noch besser:

Als wir darüber nachdachten, wie wir die nächsten 5 Milliarden Menschen miteinander verbinden könnten, erkannten wir, dass die meisten Menschen auf der Welt gar keinen Zugang zum Internet haben

Ach, vorher hast er geglaubt, die erde sei eine riesige disneyworld und armut gäbe es gar nicht?

Wenn herr Zuckerberg kein waxtum mehr simulieren kann, weil jeder erdbewohner ein fratzenbuch-konto hat, wird er gewiss noch zum freund der weltraumfahrt mit überlichtgeschwindigkeit…