Datenschleuder des tages

River city media, eine halbseiden und spämmig vorgehende „marketing“-unternehmung, hat sportliche 1,4 milljarden mäjhladressen veröffentlicht. Das sind mehr mäjhladressen, als leute beim fratzenbuch registriert sind. Diese daten lagen völlig offen im internet, ein „häck“ war nicht erforderlich. Auch weiterhin viel spaß beim festen glauben an den überall völlig konsekwenzenlos versprochenen datenschutz! Die liste wäxt und wäxt und wäxt

Ach, ist hier zufällig jemand bei diesem „netflix“, weil es da immer so tolle glotzdrogen gibt? Gar nicht auszudenken, wenn die unter „notes“ angegebenen kwellen für die mäjhladresse stimmten und „netflix“ die dort verwendeten mäjhladressen einfach an grenzkriminelle dienstleister gegeben hätte, weil die „netflix“ vermutlich zugesichert haben, dieses adressmaterial nur für die beauftragte marketingakzjon zu verwenden. Lasst euch schön weiter verkaufen und zahlt auch noch geld dafür, ihr idjoten! Ihr seid ganz groß. Ihr seid die zukunft. Alle reden von der idiocracy, ihr treibt sie voran.

Presseverleger des tages

Der axel-springer-verlach umwirbt blogger und hat unter anderem eine seiner beinahe-spämms an Thomas Knüwer geschrieben. Da gabs dann aber auch gleich eine freundliche und im ton sehr bestimmte antwort, die netterweise auch verbloggt wurde:

Selbstverständlich ist mir Welt.de und auch Welt Plus bestens bekannt. Nicht nur, weil ich über Medien blogge, sondern vor allem, weil der Axel Springer Verlag zu den treibenden Kräften gehört, um Blogs wie Indiskretion Ehrensache zu töten. Mit dem absurden Vorantreiben des Leistungsschutzrechtes agiert das Haus des großen Axel Cäser Springer nicht nur gegen die Rede- und Meinungsfreiheit, sondern auch gegen die Interessen des gesellschaftlichen Diskurses und gegen verlagsunabhängige Medien. Dabei ist der Einsatz von Lügen keine Ausnahme, sondern die Normalität – und das hoch bis zur Person von Mathias Döpfner

Gefällt mir!

Vielleicht sollten die sich einfach mal vorher mit den menschen befassen, denen sie so eine müllmäjhl ins postfach machen! Ach, sich mit menschen befassen passt nicht zum presseverlagswesen? Na, da habe ich mir doch gleich gedacht…

Stirb, scheißpresse, stirb! Verrecke, verleger, verrecke!

Kannste dir gar nicht ausdenken…

Die polizei in berlin hat probleme, junge mitarbeiter zu bekommen — was bei der scheißbezahlund, den bescheidenen aufstiegsschangsen in den mittleren dienst, den miesen arbeitszeiten (mit massenhaft „selbstverständlichen“ überstunden) und dem nicht gerade guten ansehen der prügelbullen für die herrschenden und besitzenden nicht besonders überrascht. Und die polizei in berlin hat eine tolle idee, wie sie der zielgruppe klarmacht, weshalb sie sich bei der polizei als bullenazubi bewerben sollten: indem einen tag lang jeder einsatz im stummeltext-kanal des zwitscherchens rausgepustet wird. Großes kino!

Hej, polizisten, damit ihr zu dieser zielgruppe kompatibel werdet, müsstet ihr schon den polizeifunk aufs zwitscherchen umstellen… 😀

Aber immerhin gibts für die vielen verpeilten in berlin jetzt eine neue möglichkeit, kurz an zwitscher-ruhm zu kommen: indem sie bei der polizei anrufen.

Meikrosoft des tages

Meikrosoft so: hej leute, dass euer XP rottig ist, das haben wir euch ja neulich zusammen mit dem update in einer hübschen alarmmeldung auf den desktop gebracht. Möchtet ihr nicht einfach einen neuen PC — den braucht ihr auch, weil unser acht auf eurem alten rechenschrott nicht mehr läuft — mit windohs acht drauf, wir schenken euch auch hundert dollar. Das muss ja nur so weggehen, dieses windohs acht, fast wie damals das geile vista! :mrgreen:

Meikrosoft: müllverkauf durch umbenennung

Meikrosoft so: die leute haben irgendwie gemerkt, dass dieses kürzel „RT“ hinter unserem tollen flitsch-flatsch-fliesenleger-windohs dafür steht, dass sie nicht nach herzenslust softwäjhr installieren können und dass der kompjuter gar nicht mehr richtig ihnen gehört. Was machen wir da? Wir lassen unsere sprechepresser davon blahfaseln, dass dieses „RT“ für „kundenverwirrung“ gesorgt hat und lassen den verkaufsbehindernden hinweis einfach weg. Und dann krönen wir diese intelligenzverachtung noch mit einem kleinen, etwas gammligen sprachlichen sahnehäubchen:

Wir wollen es für die Leute jetzt einfacher machen.

Jetzt werden die ganzen entrechtungsdinger bestimmt wie freibier weggehen! Katzen im sack sind ja ein irre begehrtes gut! :mrgreen:

Green LAN

Ich habe es ja eher selten mit aktuellen kompjutern zu tun; die dinger, an denen ich sitze, sind meist ziemlich antikwiert (und trotzdem noch ganz brauchbar). Deshalb bekomme ich auch nur selten mit, was für ein bullshit heute in die welt gesetzt wird, um die aktuellen kompjuter zu vermarkten.

Aber heute habe ich es mal mitbekommen. Und zwar in den BIOS-einstellungen eines wirklich aktuellen motherboards. Die zeiten, in denen ich fast jede konfigurazjonsmöglichkeit noch auf der stelle verstand, sind ja doch schon seit ein paar jahren vorbei, und das ist vielleicht auch der grund dafür, dass ich mir in diesem konkreten fall das BIOS sehr genau angeschaut habe. (Natürlich hatte es mit einem dieser leidigen probleme zu tun.) Irgendwo in den vielen opzjonen fand ich dann auch den punkt „Green LAN“ mit der möglichkeit, „Enabled“ oder „Disabled“ zu wählen.

Moment, was wollen die von mir? „Green LAN“ — meinen die wirklich, dass der zugriff auf das lokale netzwerk irgendwie umweltschonender sein soll?

Zum glück fand sich für das board auch ein handbuch im internetz. Und darin konnte ich lesen, dass dieses „Green LAN“ bedeutet, dass die netzwerkschnittstelle abgeschaltet wird, wenn kein anschlusskabel drin steckt.

Eine ganz tolle sache! So einen schwachfug kann man sich gar nicht ausdenken, dafür muss man entweder eine ballernde riesenklatsche haben oder ein werber sein, der eben dafür bezahlt wird, dass er sich begriffe ausdenkt, die klingen, als hätte da jemand eine ballernde riesenklatsche. In diesem kompjuter steckte eine grafikkarte, die einen lüfter braucht, eine CPU, deren energieverbrauch ohne kühlung zu einer abwärme führte, dass man sie auch als herdplatte einsetzen kann… und natürlich wurde das alles von einem netzteil mit energie versorgt, mit dessen leistung man auch einen trecker anlassen könnte. Und das alles wird ja gleich so richtig „green“, wenn die relativ kleine leistungsaufnahme für die onboard-netzwerkkarte eingespart wird, wann immer sie nicht benötigt wird… aber nur, wenn der besitzer des kompjuters auch brav unterm tisch rumkriecht und das kabel rauszieht.

Manchmal fühlt sich das hirn wie ein muskel an, ganz so, als könnte es sich auch verkrampfen. Vor allem, wenn das hirn sich durch den sprachmissbrauch der marketing-affen durchwühlen muss.