Prof. dr. Offensichtlich

Prof. dr. Offensichtlich, der forsche forscher an allen fronten der erkenntnis, hat sich mal angeschaut, wie es eigentlich mit dieser pressefreiheit aussieht, von der sie immer alle so viel faseln. Das ergebnis ist so erschütternd, dass die sonne kurz gegähnt hat [archivversjon]:

Maulkorb von oben:
Eigentümer beschneiden die Pressefreiheit ihrer Redaktionen

<loriot>Ach!</loriot>

In diesem sinne: auch weiterhin viel spaß mit der milljardärspresse, deren tägliche hirnficks nur die interesseren einer winzigen, vermögenden und überwiegend asozjalen minderheit der bevölkerung vertreten! Müsst ihr schön für bezahlen, weil die milljardäre haben es ja nicht so, und müsst ihr immer schön den werbeblocker abschalten und javascript anschalten, wenn ihr auf die webseits der scheißpresse geht, damit deren geschäft auch besser läuft.

Schade eigentlich, dass das pressesterben so langsam geht!

BRDDR-rundfunk des tages

Nicht nur komische verschwörungsteoretiker und skurille blogger sprechen von der p’litischen manipulazjon durch das BRD-staatsfernsehen, auch die medienwoche aus der schweiz stimmt da mit ein (und nein, die kürzung hier ist nicht sinnentstellend, sondern den aufgedunsenen satz klarstellend):

Was nämlich frei zugänglich bleibt, sind […] die Beiträge der […] öffentlich-rechtlichen Medien […]. Diese Texte werden gefunden und verbreiten sich. Dies führt zu neuen Tälern von Ahnungslosen, die dann den politischen und gesellschaftlichen Diskurs zunehmend bestimmen

Hach, waren das noch schöne zeiten, als die contentindustriellen texte vor der veröffentlichung noch korrektur gelesen wurden! 😀

(Und ja, ich wollte die medienwoche erst in einem kurzen, friedlich formulierten kommentar auf den kleinen lapsus hinweisen, aber kommentare von mir landen dort offenbar unmittelbar in der mülltonne, so dass mir dieser weg verbaut war. Nein, ich habe dort noch nie kommentiert, so dass keine heuristik etwas lernen konnte. Ja, ich habe zu meinem kommentar eine gültige mäjhladresse angegeben, unter der man mich sogar erreichen kann. Das muss diese künstliche intelligenz sein; dieser neue und jedes problem lösende technik-gott, von der sie immer alle schwärmen! Gut, dann eben hier im rotzeblögchen. Sind halt jornalisten. Die brauchen das alles ein bisschen härter. Ist schon bitter, wenn man ein bisschen denkbehindert ist. Stirb, jornalist, stirb! Verrecke, verleger, verrecke!)

Nachtrag: huj, haben die meinen kleinen hinweis doch noch entlöscht. Alles andere wäre auch sehr peinlich gewesen…

Deshalb macht man das doch mit der schleichwerbung…

Jugendliche können kaum zwischen redaktionellen Inhalten und Journalismus-ähnlichen Werbeformaten wie Native Advertising unterscheiden

Ich bin übrigens nicht mehr ganz so jugendlich, und ich kann auch oft nicht mehr zwischen redakzjonellen inhalten und abgeschriebener PResseerklärung unterscheiden, die reine reklamezwecke erfüllt — ohne, dass da „sponsored content“ drüberstünde. Der jornalist ist eben nichts anderes als der hässliche bruder des werbers, eines leserfeindes, intelligenzverachters und professjonellen lügners.

Jornalismus des tages

Ich wünsche den kwalitätsjornalisten vom „Wall Street Journal“ und vom „New Republic“ viel spaß dabei…

Schliesslich soll Werbung, die nach Journalismus aussieht, besser wirken als herkömmliche Inserate

…die letzten rest von anstand, glaubwürdigkeit und berufsetos im plumpsklo zu begraben, weil ihre verleger in jornalistischer weitsicht von der tapete bis zur wand denken.

Alle jornalisten und lesern wünsche ich auch fortan viel spaß mit der schleichwerbung, die unter den irreführenden neudeutschen reklamehirnfickbegriffen „content marketing“ und „native ads“ salonfähig gemacht werden soll! Wer meint, dass es sich bei der tarnung von reklame als redakzjonellen inhalt um eine verachtung seiner intelligenz handelt, möge diese verachtung im vollen ausmaß den scheißpresseverlegern und scheißjornalisten zurückgeben!