„Deep fake“ des tages

Nachdem ich, nur weil ich beim Strache-video erstmal skeptisch war, jetzt mehrfach lesen musste, dass ich neonazi, flacherdler, reptiloidengläubiger und verschwörungsspinner bin, hier von mir nur ein kleiner hinweis: Es ist möglich, mit maschinellem lernen bei neuronalen netzwerken (zurzeit meist einfach „künstliche intelligenz“ genannt) eine menschliche stimme so präzise und überzeugend vom kompjuter generieren zu lassen, dass eine erkennung der fälschung praktisch unmöglich ist. (Man brauchte für die erkennung einer fälschung jetzt schon eine nebengeräuschfreie aufnahme ohne kompressjonsartefakte. Das ist eine in der internetzpraxis unerfüllbare anforderung.)

Ich habe selbst schon einmal daran gedacht, ein neuronales netzwerk auf eine gute stimme anzulernen, um einen vollsyntetischen sänger zu bekommen. Zum glück für eine welt, die solchen experimenten nix abgewinnen kann, fehlt es mir an plumper rechenleistung dafür. 😉

Entsprechende fälschungsmöglichkeiten für videos möge bitte jeder selbst rescherschieren. „Deep fake“ ist ein guter erster suchbegriff, und auch unbedingt mal ein paar ergebnisse, auch von amatören, anschauen, damit so richtiges gruseln aufkommt! Die zeit, in der man keinem video und keiner tonaufnahme mehr vertrauen kann, ist längst gekommen. Und alle diese möglichkeiten stehen natürlich auch geheimdiensten, der organisierten kriminalität, trollen, p’litsekten, idjoten, satirikern und künstlern zur verfügung steht. Rufmord mit einem gefälschten video (mit ebenfalls gefälschter tonspur) sollte schon jetzt leicht möglich sein.

Fäjhknjuhs des tages

Könnt ihr euch noch erinnern, als durch sämtliche kwalitätsjornalisten kwalitätsprodukte in presse und glotze die meldung ging, dass in bremen jede menge mauschelei bei der vergabe von aufenthaltsgenehmigung und der gewährung von asyl gelaufen ist? Nun, das waren fäjhknjuhs ohne jegliche substanz, ein völlig unbelegter verdacht, im ton der fakten publiziert, um die gefühle von lesern aufzukochen. Toll, damit kann man so richtig gut die werbeplätze in scheißjornalistischen scheißmedien vermarkten, und das ist ja die hauptsache und das eigentliche geschäft bei der ganzen sache…

Und wenn man es dann auch noch schafft, diese fäjhknjuhs vollständig selbst zu produzieren…

Die Staatsanwaltschaft stützte sich anfangs teilweise offenbar auf Angaben vom Hörensagen — und auf Hinweise eines Journalisten. Dabei handelt es sich um einen Mitarbeiter von Radio Bremen

…dann ist das jornalistische selbstbedienungsprogramm vollkommen!

Aber hej, gut, dass es wenigstens ein gesetz gibt, mit dem man fäjhknjuhs und häjhtspietsch aus dem internetz mit zensorenratzefummel wegradieren kann. Gegen bildzeitungsmetodik gibts kein gesetz. Sonst müsste man ja die bildzeitung verbieten.

So, und jetzt schön wie die dummen schafe weiterhin den scheißjornalisten alles glauben und immer brav die rundfunkgebühren abdrücken!

Blähware des tages

Wie viel speicher belegt eigentlich so ein editor, wenn man ein fünfzeiliges C-programm der marke „hallo welt“ mit einer größe unter hundert byte darin öffnet? Bei einem „modernen“ editor sind es bis zu 349 megabytes

Und ich dummerchen dachte immer, emacs sei ganz schön fett! 😀

Ich wünsche euch auch weiterhin viel spaß dabei, immer schnellere rechner mit immer mehr speicher und immer mehr rechenkernen auf der CPU kaufen zu müssen, weil die von euch benutzte softwäjhr immer fetter und moppeliger wird! Wäre ja schade, wenn die hehren prinzipjen der „waste economy“ nicht überall zum tragen kämen!