Und nun zu den lokalmeldungen…

Ich wünsche dem REWE-markt auf der limmerstraße (höhe straba-haltestelle küchengarten, nähe ihmezentrum) viel spaß mit seinem geschäftsmodell, wenn er auf einmal keine kunden mehr hat und eventuell doch noch in den laden gehende neulindener und gelegenheitslaufkundschaftstypen von irgendwelchen menschen auf der straße mit worten und zetteln belästigt werden, die gar nicht gut zur REWE-reklame passen wollen… nein, das wird sich nicht binnen zweier wochen totlaufen, das wird monatelang so weitergehen. Gegen den modernen feudalismus der besitzenden hilft nämlich nur konsekwenter widerstand.

Kurz verlinkt

[…] es ist ein absoluter Konsum entstanden, der vom Gebrauch der Dinge abgekoppelt ist. Das Unternehmen hat die Werbung an die Konsumenten deligiert. Es macht selbst keine Werbung. Das ist ein perfektes System […] Es gibt keinen Protest dagegen, weil wir in einem System leben, das die Freiheit ausbeutet

„Pressefreiheit“ des tages

Wofür man bei so einem kwalitätsjornalistischen verlegerprodukt fristlos gekündigt wird? Zum beispiel, wenn man als jornalist ein foto ein foto auf die kwalitätsjornalistische webseit dieses verlagsproduktes stellt, auf dem ein transparent mit der aufschrift „mindestlohn 8,50 euro auch für Zeitungs- Zusteller/innen“ zu sehen ist. Wo kommen wir denn da hin?! Diese „pressefreiheit“ ist und bleibt die freiheit für ein paar handvoll milljardäre, ihre meinung auf papier zu stempeln, um damit das denken der menschen zuzustanzen. Und das gilt für jedes presseprodukt, auch für das scheinbar seriöse und objektive… und ansonsten gilt:

Der Mindestlohn für Zusteller sei verfassungswidrig, weil er in die Pressefreiheit eingreife

Justiz zum zweiten

Wenn du nur reich genug bist und dich dran gewöhnt hast, in einer von presse, polizei und justiz verhätschelten parallelwelt zu leben, in der die für andere menschen bis zum erstickungstod verbindlichen regeln nicht mehr gelten, dann glaubste auch schon mal, dass du dir den knast aussuchen kannst, in dem du deine haftstrafe so lange absitzen musst, bis sie vorzeitig in offenen vollzug überführt wird… ganz so wie diese moralische instanz der nazjon, Uli Hoeneß. Und ich wage die voraussage — ich bin wohlgemerkt ein ganz mieser profet — dass Uli Hoeneß damit durchkommen wird und seine paar monate knasturlaub in tegernsee machen wird.

(Und diese hervorragende gelegenheit, dort ein buch zu „verfassen“ — also von jemanden anders schreiben zu lassen und seinen namen als autor draufstempeln zu lassen — das er bei erster gelegenheit als frisch geläuterter durch alle talkschaus und die fäuletons der gesamten drexjornallje trägt und als total interessante lektüre verkauft… diese gelegenheit wird er sich gewiss nicht entgehen lassen. „Der arme“ musste schließlich gerade so schrecklich viele steuern nachzahlen, das muss doch wieder reinkommen…)

Arschlochfirma des tages: sony

SoNie so: erst einen CC-lizenzierten kurzfilm für die eigene glotzkasten-reklame abgreifen, kostet ja nix, und dann unsere „copyright“-anwaltschaft auf juhtjuhbb loslassen, um den kurzfilm da löschen zu lassen.

Ihr habt ja schon mit euren ruhtkit-trojanern auf audio-CDs bewiesen, dass ihr völlig verrottete arschlöcher seid, und darin zeigt ihr kontinuität. Möge euch der insolvenzverwalter holen!

Viel spaß mit dem rechtsstaat

Viel spaß mit dem rechtsstaat und seiner unkorrumpierten justiz:

Am Ende des Sachbearbeiter-Textes findet sich eine Vorabbewertung des Anzeigengehalts, die nahe legt, warum keine Ermittlungen stattfinden: „Der Anzeigenerstatter teilte bei der Anzeigenerstattung mit, dass er die Urheberrechtsverletzung nicht begangen hat. Es ist davon auszugehen, dass das von der Kanzlei behauptete Streamen von urheberrechtlich geschützten Werken über den Anschluss bzw. mit der Nutzerkennung des Anzeigenserstatters tatsächlich so stattgefunden hat“. Weshalb davon auszugehen ist, dass die Behauptung der Kanzlei stimmt, ist in dem Text nicht weiter begründet

Ist doch klar: wer das geld hat, hat das recht; wer ein unternehmen ist und keine privatperson, hat das recht; wer kostennoten von rechtsanvergewälten bezahlen kann, hat das recht. Der beste rechtsstaat, den man für geld kaufen kann.