Geschichten aus der kinderfeindlichen BRD

Psychopharmaka würden alle bekommen, so die Erzieherin. „Gehst du zu Winterhoff, hast du einen Narzissten und bekommst Pipamperon“, sagt sie. Das sei bekannt. Dass die Kinder in den Einrichtungen in den vielen Jahren dieser Medikation ihrer Kindheit beraubt würden, bedauert sie: „Die laufen herum wie Roboter.“ […] Dabei bringen internationale Studien Antipsychotika wie Pipamperon mit einer Reihe schwerer und langfristiger Nebenwirkungen in Verbindung. Sie stehen in Verdacht, Fettleibigkeit, Diabetes und Herzerkrankungen auszulösen. Es gibt Hinweise, dass sie dazu beitragen, dass sich die Gehirnmasse verringert […] In einem Fall hatte Winterhoff einem Jungen zehn Jahre lang Pipamperon verschrieben. Eine Mutter und auch eine vom Gericht bestellte Vormünderin, die das Mittel bei Kindern reduzieren oder absetzen wollten, berichten, dass sich Winterhoff dafür einsetzte, ihnen das Sorgerecht zu entziehen. In einem Fall konnte Winterhoff Ämter und Gerichte sogar überzeugen

[Archivversjon]

Nur für den unwahrscheinlichen fall, dass jemand glaubt, dass kinder heute von jugendämtern, richtern und meist kristlichen kinderfolterheimen besser behandelt würden als in den sechziger und siebziger jahren des letzten jahrhunderts. Wie denn auch. Die misshandlung von kindern im rechtsfreien raum hat noch nie irgendeine folge für die gewalttäter gehabt.