Guhgell des tages

Was herauskommen kann, wenn man sich auf kostenlose dienste von guhgell verlässt, erlebt gerade der entwickler des wördpress-plugins „antispam bee“, Sergej Müller. [Der link geht zu guhgell doppelplusgut. Skript- und träckingalarm! Hier ist ein bildschirmfoto.] Wenn er weiterhin die funktion anbieten will, die sprache eines blogkommentares über guhgells APIs zu ermitteln, kostet das fortan 20 dollar für jeweils eine milljon zeichen. Angesichts der gut 800 spämmkommentare, die ich jeden verdammten tag im spämmblog kriege und die oft eine erstaunliche länge (im durchschnitt deutlich über 2000 zeichen, für einen einblick in den täglichen strom der scheiße habe ich mal ein kleines bildschirmfoto gemacht) bei vernichtend wenig inhalt haben, ist das ein ganz ordentliches kostenrisiko für einen entwickler, der nicht einmal geld damit verdient.

Aber hej, was interessieren guhgell schon spämmfreie webseits, wenn man doch auch geld machen kann…

Ich wünsche euch auch weiterhin viel spaß dabei, kostenlos angebotene dienste zu nutzen!

S/M des tages (mit spämmgeschmack)

Es gibt viele Experimente, wie etwa Paywalls, doch die zündende Idee, wie man die Inhalte monetarisieren kann, fehlt. Zumindest bis jetzt, denn das Startup PayOrShare aus Hamburg ist der Meinung, einen neuen Lösungsansatz gefunden zu haben. Wer für Inhalte nicht mit Geld bezahlen möchte, kann diese stattdessen auch in den sozialen Netzwerken teilen

Tolle idee, mal wieder so richtig S/M¹: entweder gibst du uns geld, oder du musst mit unseren links das fratzenbuch, das zwitscherchen oder guhgell doppelplusgut zuspämmen… deine „freunde“ werden es lieben, denn jeder liebt späm. Ich wünsche den idjoten, die solche ideen ausbrüten, dass sie in zukunft nur noch spämm zum essen haben. Immerhin werden sie es mit der kälte, die sie aus ihrer brust entlassen, schaffen, dass auch noch der letzte mensch, der etwas fühlt, von dieser ganzen S/M-kacke abstand nimmt und sich erfreulicheren dingen zuwendet. Was dann dort übrig bleibt, ist zielgruppe. Im fadenkreuz solcher unmenschen. Da wäxt zusammen, was zusammen gehört.

¹S/M ist meine abk. für „social media“. Aus gründen.

Tolle pressemonetarisierungsidee des tages!!!1!

Das ist die tolle pressemonetarisierungsidee des tages, der woche, vielleicht sogar des jahres: wie macht man im internetz, wo alle immer nur kostenlos lesen wollen, denn noch ein bisschen reibach mit seinem tollen kwalitätsjornalismus, nachdem das mit dem leistungsschutzrecht bis jetzt nicht so der bringer war? Hmm… man könnte den leuten doch geld dafür abnehmen, dass sie unsere kwalitätsjornalistischen elaborate kommentieren dürfen. Das wird ganz bestimmt auch zu besseren kommentaren führen, und es bringt geld. Und niemand wird auf die idee kommen, dann einfach zum fratzenbuch auszuweichen, foren oder blogs zu artikeln für den kostenlosen gedankenaustausch aufzumachen oder einfach zu einem anderen scheißpresseprodukt zu wexeln, wo man noch kostenlos besenfen kann.

In gewisser weise ist diese tolle idee eine fortsetzung des gedankens des leistungsschutzrechtes: man nehme den menschen, die erstmal nix mit dem von einem selbst angebotenen produkt zu tun haben, für ihre tätigkeit geld ab, weil sich das selbst angebotene produkt nicht verkauft. Wenn sich guhgell auch durch lobbyarbeit in den dunkelkammern des reichstags nicht erpressen lässt, vielleicht dann ja die tief verachteten leser, denen man keine intelligenz zutraut. Großes kino! Und so eine empfehlung!

Ich wünsche den internetzfeindlichen und menschenverachtenden scheißpresseverlegern auch weiterhin viel erfolg im aushecken grenzdebiler monetarisierungsideen, die klar belegen, wie viel intelligenz man zum zeitungsmachen benötigt. Stirb, drexpresse, stirb!

Spiegel des tages

Der spiegel des tages erklärt den am bloggen interessierten menschen, wie man mit schleichreklame die intelligenz seiner leser verachtet, um damit ein paar klimpergroschen zu machen. [Hier ein bildschirmfoto gegen vergessliches interweb.] Die natürlich als bestandteil einer klickstrecke, weil man bei kwalitätsjornalisten vom spiegel-kaliber noch nicht bemerkt hat, dass so ein brauser einen skrollbalken hat und ein text deshalb länger sein kann, als es das bildschirmfenster erlaubt.

Auch weiterhin viel spaß mit den kwalitätsjornalisten, die bei jeder gelegenheit offenbaren, wie sie über leser denken! Nach dem endgültigen absterben der ganzen scheißpresse können leute mit entzugserscheinungen einfach ins näxste klärbecken hüpfen.