Springerverlach des tages

Beeinflusst es eigentlich irgendwie die jornalistische berichterstattung über ein unternehmen, wenn der presseverleger an diesem unternehmen beteiligt ist? In den drexzeitungen des nach scheiße stinkenden axel-springer-verlages erfahren die leser jedenfalls nichts davon, wie gut alles bei dieser bank namens N26 funktzjoniert.

Nur die „Bild“-Medien bleiben ungewöhnlich still. Bis heute ist weder in der gedruckten noch in der Online-Ausgabe auch nur ein Satz zu den Vorgängen rund um N26 erschienen

An diesen für potenzjelle N26-kunden vielleicht interessanten informazjonen muss man halt aus anderen kwellen kommen. (Mir reicht ja schon ein reklamewort wie „smartfon-bank“, um einen ganz großen bogen um diese leute zu machen.)

Nur, falls euch mal wieder so ein schreibtischtäter von scheißjornalist weismachen will, dass er ja völlig unabhängig und frei arbeitet und keine vorgaben von seinem scheißverlag bekommt. Wer so redet, hat sich die schere des zensors längst verinnerlicht und zum festen bestandteil seines karakters gemacht.

Stirb, scheißpresse, stirb! Verrecke, verleger, verrecke!

via @benediktg5@twitter.com

Fernkontoführung des tages

Die fernkontoführung bei der hippen N26-bank mit hipper äpp und hippem kundendienst über einen tschätt kann einem schon mal einen ganzen monat begrenzter lebenszeit versauen, wenn das geld auf einmal weg ist. Aber immerhin, dafür kann man so hipp tschätten:

Seitz: Wie ist mein Kontostand (…)
Seitz: vorher war er um 80.000 € (…)
N26: Axel, ich muss dringend mit den Kollegen direkt ein paar Sachen klären. Kannst du beim Chat bleiben?
Seitz: Ja
N26: In deinem Konto ist z. Z. nicht mal mehr als 30 EUR übrig, sorry.
Seitz: Wie bitte?
N26: 12,26 EUR. (…)
N26: Melde dich sofort bei der Polizei. Wir tun unser Bestes, dich zu unterstützen auch bei der Klärung dieses Falls.
Seitz: Ich kann es nicht glauben
N26: Bitte habe etwas Geduld.
Seitz: Ich möchte eine Telefonnummer unter der ich jemand persönlich sprechen kann.
N26: Wir bieten leider keinen Telefon-Dienst mehr an, sorry.

Ich denke mal, die näxste verbesserung im „kundendienst“ ist dann, dass der tschätt von einem „künstlich intelligenten“ tschättbot bedient wird. :mrgreen:

Unabhängig von dem langsamen Kundenservice stellt sich die Frage nach Sicherheit. Wie das Geld bei den beiden Fällen abhanden kommen konnte, ist bislang nicht geklärt

Ist es vielleicht doch nicht so eine gute idee, seine fernkontoführung mit einem wischofon zu machen? :mrgreen:

Nachtrag 29. märz, 11:45 uhr: das mit dem tschättbot für den kundendienst habe ich nicht ernstgemeint, aber N26 meint das völlig ernst:

Wir haben vor einigen Monaten einen Chatbot gestartet, der natürlich noch nicht perfekt ist. Der Chatbot wird sich über die Zeit als zusätzliches Tool entwickeln und wir sind zuversichtlich, dass er unseren Kundenservice ergänzen kann. Wir geben Kunden aber natürlich die Möglichkeit, sofort mit einem „echten“ Mitarbeiter zu chatten, wenn sie es wünschen. Dennoch war das Feedback von den Kunden seit der Einführung sehr gut und wir hoffen, dass sich kein Kunde als Versuchskaninchen versteht

Das mit dem „echten mitarbeiter“ wird sich vermutlich irgendwann genau so in luft auflösen wie sich schon längst der telefondienst in luft aufgelöst hat. Aber hej, keine panik, was kann da schon schiefgehen?! Es geht ja nur um geld. Und zwar mit händis übers internetz. Das internetz ist von kriminalität geprägt, wo immer es um geld geht, und die händis sind ein einziger security-albtraum. Werft eure bunten zettel schön in die flammen!