Wo er recht hat…

Microsoft-Gründer Bill Gates äußert Zweifel, dass teure Affenbilder die Welt verbessern. Den Handel mit NFTs hält er im Wesentlichen für einen Deppenmarkt

Ich befürchte, es werden sich noch lange deppen finden, die mehr geld dafür zahlen als die jetzigen deppen — bis endlich der größte depp gefunden ist, der auf dem blocktschäjhneintrag hängenbleibt. Es ist so selten, dass ich Bill Gates mal recht geben konnte, wenn er etwas zu einem technischen tema von sich gibt, das muss ich einfach festhallten…

Natur- und unweltschützer des tages

Selbst der Umweltverband WWF setzt inzwischen auf den Hype. „Krypto-Kunst für Artenschutz“, verspricht er mit seinen „Non-Fungible Animals“, kurz „NFA“. Wer ein digitales Tier kaufen und damit spenden möchte, muss mit Kryptowährung handeln. Allein Bitcoin verbraucht jährlich rund 125 Terrawattstunden Strom pro Jahr, so die University of Cambridge 2022. Das macht 0,6 Prozent des weltweiten Stromverbrauchs aus. Wie lässt sich das mit Umwelt- und Artenschutz vereinen?

[Archivversjon]

Ich beantworte die retorische frage gern: gar nicht. Aber darauf kommt es den geldeinsammelstellen mit ihrem modernen ablasshandel auch immer weniger an.

Digitaltulpenhandel des tages

Stellen Sie sich vor, Sie kaufen für 2,9 Millionen Dollar ein NFT auf den ersten Tweet. Und dann kommt kein anderer Depp, der noch mehr dafür bezahlen will […] Elon Musk dürfte vermutlich gerade als Käufer ausfallen, weil er statt eines NFT für den ersten Tweet doch lieber Twitter gleich komplett kaufen möchte

🤣️

Ich wünsche den enthirnten dieser welt auch weiterhin viel spaß mit ihren digitalen tulpen!

Kryptogeld des tages

Hacker erbeuten ca. 600 Millionen US-Dollar aus dem Sidechain-Netzwerk Ronin hinter dem Play-to-Earn-NFT-Kryptospiel Axie Infinity

So so, ein play-to-earn-NFT-kryptospiel. Mein bullschitt-detektor hat gerade flammen gefangen, so stark hat er ausgeschlagen.

Für die leute, die da geld losgeworden sind: ist doch egal, ob die tulpenblase platzt, ob man von irgendeiner plattform für NFT abgzogen wird oder ob ein paar kecke cräcker das geld einsacken.

Meine launigen anmerkungen zu kryptogeld (damals bitcoin) vom 5. september 2017 sind auch weiterhin gültig. Und der beschiss mit NFT ist so offen, dass ich nicht einmal etwas dazu schreiben mochte.

Tulpenmarkt des tages

Online-Welten wie „Decentraland“ oder „The Sandbox“ vermarkten sich inzwischen als „Metaversen“. Das sind virtuelle Welten, die im weitesten Sinne der realen Welt nachempfunden sind – nur, so das Versprechen, bunter, aufregender und grenzenlos […] Ein paar Beispiele: Für umgerechnet 2,4 Millionen US-Dollar hat sich ein Investor virtuelles Land im „Fashion District“ von „Decentraland“ gekauft. Der Spieleentwickler Atari verkaufte ein Grundstück in „The Sandbox“ für mehr als vier Millionen Dollar. Und für eine Parzelle neben der virtuellen Villa von Rapper Snoop Dogg muss man schon mal eine halbe Million Dollar hinlegen […] Technische Grundlage dieses neuen Booms nach virtuellen Gütern sind verschiedene Kryptowährungen. Besitztümer werden im Metaversum als sogenannte NFTs, Non-Fungible Tokens, hinterlegt. Diese lassen sich nicht wie Geld einfach eintauschen, sondern entsprechen eher digitalen Eigentumszertifikaten. Bei virtuellen Grundstücken kann man sich einen NFT damit als Grundbucheintrag vorstellen

[Archivversjon]

Endlich eine schangse für die vielen, die damals schon in second life nix mehr geworden sind…

Deppenfilter fürs zwitscherchen

Kaum hat Twitter sein Feature für NFT-Profilbilder vorgestellt, folgt die Reaktion: Mit einem Browser-Addon lassen sich die NFT-Twitter-Accounts wegblocken

Ich stelle mir ja irgendwie immer, wenn ich von NFTs höre, vor, wie ein psychjater bei der anamnese den neuen pazjenten fragt, ob dieses NFT auch hier im raum wäre…