Security-bullschitt des tages

Symantec, bei vielen besser unter der von synmantec völlig kaputtgemachten marke „norton“ bekannt und berüchtigt, hat eine tolle neue idee, wie man das mit der kompjutersicherheit im internetz der dinge machen kann: mit einem tollen extrasicheren router, der jede verdammte DNS-abfrage erstmal nach hause funkt, um sie dort zu überprüfen. Kann man natürlich abstellen, aber dann ist das dingens nicht mehr so extrasicher. Und ein toller kompjutersicherheitsdienst von symantec, der zehn dollar im monat kostet (in der BRD werden daraus mindestens zwölf øre, denn die bewohner der BRD sind doof und zahlen noch mehr). Und damit die tolle routerkugel noch extrasicherer wird, kann man die bekwem mit seinem wischofon administrieren, denn alles, was auf einem wischofon läuft, ist ja extrasicher.

Bemerkenswert und ein guter fnord ist auch das dießein der netzwerkenteignungs- und überwachungswanze aus den vereinigten staaten eines teils von nordamerika, das sich nahtlos in das dießein größerer US-überwachungsanlangen einbettet.

Kurz: eine rundum gelungene lösung für leute mit zu viel geld und zu wenig hirn. Alle anderen wissen aber auch schon, wie man das internetz der dinge sicher kriegen kann: durch verzicht auf den ganzen sinnlosen techniktinnef, der allerlei lösungen ohne bestehendes problem anbietet. Aber da die welt ja reif ist und gepflückt werden muss, werden die leute sogar zwitschernde klopapierabroller kaufen, die rechtzeitig neue bratzpappe bei irgendwelchen halunken mit webseit einkaufen. Das ist doch toll, wenn sich das geld wie von allein ausgibt. Und wenn man dann (zusammen mit dem rest der gelangweilten welt) beim zwitscherchen nachlesen kann, dass man 2016 im durchschnitt pro sitzung 14,6 blatt klopapier verbraucht hat, für eine defäkazjon im schnitt 3:15,19 sekunden benötigt hat und nur drei tage im jahr dünnschiss, aber wesentlich häufiger verstopfung hatte, dann hat sich das internetz der dinge doch in jeder erdenklichen weise gelohnt. Schade nur, dass die klospülung jetzt dauernd läuft, die wohnung auf 35°C geheizt wird und der klopapierabroller fünftausend dildos bestellt hat, weil sich der nachbarsjunge ein bisschen gelangweilt hat, dieser idjot… oh, warum fährt jetzt das auto auf einmal von alleine weg… :mrgreen:

Tja, wenn euch doch nur jemand gewarnt hätte, ihr idjoten!

Schlangenöl des tages

Benutzt hier jemand das antivirus-schlangenöl von „symantec“ oder „norton“ auf irgendeinem betrübssystem, egal ob windohs, linux oder mäc-OS?

The file testcase.txt is a prebuilt binary (note that file extension is irrelevant here). Just clicking download should be enough to trigger a kernel panic on a vulnerable system (!!!)

Wer kein englisch kann: bei heise gibts auch eine deutschsprachige meldung¹.

Das man mit einem klick den rechner abschießen kann, ist noch nicht alles: unter windohs ist es möglich, über diese schwachstelle kohd unterzujubeln, der im kernel-modus ausgeführt wird. Warum das entpacken möglicherweise gefährlicher dateien und der anschließende antivirus-skänn im kernel-modus läuft? Fragt mal „symantec“. Die haben das bestimmt für eine total gute idee gehalten.

Zum glück sind die paar verstreuten menschen, die linux als desktopsystem einsetzen, noch nicht dermaßen verblödet, dass sie darauf ein schlangenöl laufen lassen. Aber hej, auf vielen mäjhlsörvern, die unter linux laufen, werden die mäjhls mit symantec-schlangenöl durchgeskännt, um blöde windohs-anwender ein bisschen vor den folgen zu beschützen, wenn sie einfach auf alles klicken, was sich klicken lässt. Finde ich toll, dass man jetzt gerade eine spämm schreiben könnte, die ganz viele mäjhlsörver auf einmal abschießt. Es reicht ja, eine verkackte datei dranzuhängen… 👿

Ich wünsche euch auch weiterhin viel spaß mit dem schlangenöl, mit dem ihr unsichere systeme einreibt, um sie sicherer zu machen, weil irgendwelche werber und jornalisten euch erzählen, dass das funkzjoniert und ganz wichtig für die kompjutersicherheit ist.

¹Ich verlinke die mobilversjon, weil die normale versjon der webseit von heise onlein zurzeit ihre leser dazu auffordert, eine im gegensatz zu diesem schlangenöl wirksame sicherheitssoftwäjhr, nämlich den adblocker, abzuschalten. Solche jornalistischen aufforderungen zur dummheit haben ächtung verdient.