GEMA des tages

Die GEMA hat in ihrer sache mit juhtjuhbb mal wieder vor gericht verloren, diesmal vom OLG münchen. Aber keine sorge, die juratrolle klagen sicher weiter — ist ja das geld anderer leute, das beim versuch, das internetz abzufackeln, verbrannt wird, nämlich das geld von „künstlern“.

Übrigens: GEMA, das ist für euch!

Ieh-bäh des tages

Kundenbewertungen auf ieh-bäh sind jetzt nicht mehr dazu geeignet, sich eine meinung über den verkäufer zu bilden. Wer dort etwas schlechtes schreibt, wird gelöscht (und möglicherweise sogar schadenersatzpflichtig), und zwar selbst dann, wenn das sachlich richtig gewesen sein sollte. In jedem fall muss vor abgabe einer negativen bewertung — selbst, wenn diee sachlich richtig ist — mit dem verkäufer kontakt aufnehmen. Auch, wenn der verkäufer aus china, russland oder sonstwoher kommt. Auch, wenn er einem ein… sagen wir mal… elektrogerät mit lebensgefährlichen sachmängeln verkauft hat.

Auch weiterhin viel spaß beim einkaufen im internetz! Und: so richtig getaugt hat das mit den bewertungen auf ieh-bäh ja noch nie. Das sich leute mit reinen abzocker-angeboten¹ und andere kwasibetrüger auf der suche nach naiven opfern über eine solche rechtsprechung freuen können, macht wenigstens einmal mehr klar, was in der BRD vom recht geschützt wird, und was in der BRD vom recht unterdrückt wird. Aber an die staatliche und juristische kriminalitätsförderung sollte sich in der BRD sowieso jeder schon gewöhnt haben.

¹Wers — wie vom verkäufer offenbar beabsichtigt — nicht gleich sieht: da wurde ein pappkarton (eine originalverpackung, abgekürzt als „OVP“) mit abnutzungsspuren für 156 øre verkauft. Weil das angebot demnächst gelöscht wird, habe ich mal ein bildschirmfoto davon gemacht.

Urheberrechtsverletzer des tages

Verklagter und vor gericht unterlegener urheberrechtsverletzer des tages ist ausgerechnet die VG wort, die das „geistige eigentum“ der werkschöpfer mal eben illegal an das verlegerwesen ausgeschüttet hat. Schönstes zitat aus dem verlinkten text:

Auch ein entsprechender Paragraph in der Satzung der VG WORT wird von den Richtern kurzerhand für unwirksam erklärt, da er „gegen wesentliche Grundgedanken des Urheberrechts“ verstoße

So geht man da, wo man „geistiges eigentum“ vermarktet, mit dem zugehörigen recht um!