Nach scheiße stinkende madsack-scheißpresse des tages

Dieser vorsätzlich meinungsmachende infomüll mit weitgehendem realitätsverlust wurde gestern und vorgestern in form der kostenlosen reklamezeitung „hallo wochenende“ in ein paar hunderttausend hannöversche briefkästen verklappt:

In der gestern in wehrlose briefkästen gesteckten, kostenlosen madsack-reklamezeitung hallo wochenende abgedruckte umfragestimmen zur erhebung von bußgeldern für das parken auf radwegen -- Devin Weinhold (18), Arb. bei der Bundeswehr -- Ich bin definitiv gegen ein Bußgeld, das ist nicht gerechtfertigt meiner Meinung nach. Die Fahrradfahrer müssen ab 18 Jahren doch eh auf der Straße fahren, da stört dann ja kein Auto auf dem Radweg. Letztendlich kommt es natürlich immer auf die Situation drauf an. Wenn es viele freie Parkplätze gibt, ist ein Parken auf dem Radweg natürlich überflüssig, aber wenn keine Parkplätze vorhanden sind oder eben alle besetzt sind, ist es doch völlig okay, wenn die Autofahrer auf dem Radweg parken. -- Noah Fischer (18), Auszubildender: Meiner Meinung nach ist es auch völlig in Ordnung, wenn die Leute auf den Radwegen parken. Letztendlich können die Autofahrer ja auch oft nichts dafür, wenn es keine Parkplätze gibt oder alle belegt sind. Und die Autofahrer parken ja nur auf den Radwegen, sie fahren dort ja nicht. Was sollen sie auch sonst machen? Eigentlich entsteht ja für niemanden eine Gefahr, weil sowohl die Leute auf dem Gehweg als auch die Fahrradfahrer die Autos ja sehen und ausweichen können.

Und ich dachte immer, die leute lernen bei der führerscheinprüfung die verkehrsregeln. Schon faszinierend, dass ich als nichtinhaber einer „lizenz zum vergasen“ genauer weiß, wo man parken darf und was die bedeutung des blauen verkehrtschildes mit fahrradpiktogramm ist (benutzungspflichtiger radweg, bei nichtbenutzung zwanzig øre bußgeld) als diese beiden von der madsackpresse ausgewählten exemplare der gattung menschenverachtender benzinkutscher mit angeflanschter kotaustrittsöffnung…

Das sich hier offenbarende und unkommentiert auf papier gestempelte selbstverständnis der beiden autofahrer deckt sich leider zu gut mit meinen täglichen erfahrungen als radfahrer mit diesen ganzen motorhenkern. 😦

Stirb, scheißpresse, stirb! Verrecke, verleger, verrecke!

Vandalismus des tages

Oh, die p’litische sommerpause hat schon angefangen, die brüllball-WM ist aber erst in ein paar wochen und deshalb es gibt wieder viele schräge meldungen, weil es ja auffiele, wenn da keine meldungen kämen:

Wie die Polizei am Montag mitteilte, hatte ein Unbekannter am Freitagabend einen etwa 20 Zentimeter langen Nagel in die Motorhaube des Autos des Mannes gehauen. Daran haftete demnach ein Zettel mit der Aufschrift „Parke richtig“

Ich muss sagen, dass mir diese selbstverständlich verachtenswerte sachbeschädigung so richtig breit grinsen und auf nachahmer hoffen lässt — und ich nehme dabei mal vorsichtig an, dass sich in bad schönborn ordnungsamt und polizei genau so wenig um asozjal und verkehrsgefährdend parkende autofahrer kümmern wie hier in hannover, nämlich in der täglichen praxis gar nicht. (Ich meine jetzt nicht den handelsüblichen falschparker, sondern so richtig asozjale vollidjoten mit führerscheinhintergrund, denen die folgen ihres tuns scheißegal sind, weil sie nur sich selbst kennen.) Denn wenn sich jemand drum kümmern würde, käme es nicht zu derart starken ausfällen.

Sicher ist jetzt schon, dass die sachbeschädigung folgen haben wird, wenn sie den typen erwischen. Das falschparken vermutlich nicht.