Der pestarzt mal wieder

Sehen Sie, da sind wir schon. Sie hat sich demaskiert. Kein Argument, aber viel Haltung. Sagt sie mir, was Schund ist. Und natürlich mag ich es nicht, wenn jemand so ankommt. Es nervt mich. Kann ich nicht leiden. Da steht jemand im Brustton der Empörung vor mir und entscheidet für mich, was ich lesen darf und was nicht. Das ist wie auf YouTube, bei dem sie mir inzwischen die abweichenden Virologen und andere als untragbar etikettierte Minderheitenstatements rauslöschen, damit ich nicht sehen kann, was die zu sagen haben. Weil mir die Fähigkeit, mir selbst ein Bild zu machen, nirgendwo mehr zugetraut wird. Weil Free Speech jetzt auch Hate ist. Oder zumindest auf einer Stufe damit steht. Und diese Selbstverständlichkeit der Dränger und Gängler hat extrem zugenommen in den letzten Jahren

Contentindustrie des tages

Kurz verlinkt: schneewalze und blutschnee. Nur, falls sich jemand fragt, warum die menschen eigentlich immer dümmer, psychisch gesteuerter, stressiger und asozjaler werden — sie werden von nach scheiße stinkenden scheißjornalisten mit ständiger künstlicher erregung zur externen aufmerksamkeitsausrichtung dazu gemacht. Zum beispiel, weil es im winter zur abwexlung mal winterliches wetter gibt.

Und das alles nur, damit werbeplätze besser vermarktet werden können, was das eigentliche geschäft des stinkenden scheißjornalismus ist — und die lüge der scheißreklame ist der eigentliche inhalt des stinkenden scheißjornalismus.

Stirb, scheißjornalist, stirb! Verrecke, verleger, verrecke! Ohne euch arschlöcher wird die welt gleich ein bisschen erfreulicher.

Klicken, klicken, klicken!

Während es in der BRD einen wirksameren gesetzlichen datenschutz für KFZ-kennzeichen als für menschen gibt, werden menschen mit bullschitt-bannern zu scheiße genervt.

Irgendwann werden die menschen schon noch anfangen, zu glauben, dass datenschutz etwas schlechtes sei.

Ich bin mir jedenfalls nicht so sicher, ob es sich um unfähigkeit oder um die eigentliche absicht handelt.

Im moment kann man übrigens websites von leuten, die wert auf die privatsfäre ihrer leser legen, daran erkennen, dass dort kaum etwas weggeklickt werden muss. Und die arschlöcher kann man daran erkennen, dass nur das zustimmen zur totalüberwachung einfach mit einem klick zu erleidigen ist, während alles andere kompliziert wird. Zum beispiel bei den ganzen jornalistischen websites.

Deinstallazjon des tages

Was noch? Ich habe die Lieferando-App deinstalliert. Ich mag Monopole nicht. Egal in welchem Bereich. Für welche, die ungern viel lesen, bis es mal zu einem Punkt kommt: Sie nehmen lagebedingt wohl von neukundigen Restaurants 30% Gebühr, aber nur von den kleinen, bei denen sie es sich erlauben können. Und stellen sie bestellungsmäßig offline, wenn es ihnen gerade nicht passt. Ja hallo. So ist das halt im Monopol. Aber ich muss ja nicht mitmachen

Dreißig verdammte prozent, aber nur von wehrlosen?! Die bei lieferando können froh sein, wenn man ihre scheißäpp nur deinstalliert und nicht hingeht und einfach mal anzündet. Eklige maden!

Und tolle geschäftsmodelle mit den scheißwischofonen immer…

Der pestarzt mal wieder

Derjenige, der die gar nicht mal so interessanten Verlautbarungen der beiden Nervensägenrundfunksender über diese schmuddelige Querulantenapp aus Gründen des Prinzips nicht lesen wollte, ist gar kein Randständiger aus einer fiesen Ecke, in die Sie ihn jetzt vermutlich in Ihrem ersten Reflex einsortieren wollen, null, er ist Teil der ganz normalen, seit Jahren zunehmend verdampfenden Mittelschicht und bei weitem nicht der einzige, der aus diesem Kreis solche oder ähnliche Dinge sagt, ohne dass die ganzen Moralmoderierer, Genderklicklautsprecher und Haltungsstatementschreiber in ihren gepolsterten Clubsesseln da oben am öffentlich-rechtlichen Sendepult auch nur ahnen, wie sehr ihnen jetzt auch die ganz normalen Leute aus der früher mal ganz normalen Mitte bis sogar nach alt-links von der Stange gehen, alles Leute mithin, von denen sie jetzt gerade ganz aktuell noch mehr Geld für ihre geschmeidig sechsstelligen Jahresgehälter und ihr bräsiges Programm haben wollen, mit dem sie seit Jahren an jedem Bedarf abseits ihrer mit viel Eifer hofierten Minderheiten (Silbereisengroupies, Radsportbekloppte, die von Twitter rüberkopierte Soziologinnenbubble) vorbeisenden

Zitat des tages

Der Vorteil von Deutschlands internetmäßigem Dauertrauerspiel ist, dass ich leider das Notebook nicht mit dem Firmennetz verbinden und somit nicht arbeiten kann, was aber nur ein kurzer Sieg ist, denn den ganzen liegengebliebenen Scheiß darf ich später im Hotelzimmer nachbereiten anstatt sofort nach dem Einchecken saufen gehen zu können. Danke, Merkel

Schule des tages

Sie haben mein Kind vor ihren Karren gespannt. „Papaaa, was ist Freideifjudscha?“ kräht es nachmittags frisch aus der Grundschule kommend. „Wieso fragst du das, Kind?“ „Weil da mussten wir heute alle hin. Unterricht fiel aus.“ […] Okay, wenn ich das jetzt richtig zusammenfasse, läuft das so: Sie karren jetzt also massenhaft Berliner Grundschüler an einem Freitag vor das Kanzleramt, um für Steuererhöhungen für deren eigene Eltern zu demonstrieren, um das dann auf ihren öffentlich-rechtlichen Kanälen als Uprising der Jugend zu verkaufen. Was ich erfahre, nachdem ich mein Kind wie immer von der Schule abhole

Auch weiterhin viel spaß mit propagandistisch instrumentalisierten kindern in der BRDDR! Voll der schulstreik! Aber sicherlich nur ein bedauerlicher einzelfall, wisst schon…

Zitat des tages

Ihr seid so doof. Was ihr nicht merkt ist, dass die Dinge bröckeln. Auf die Gängelung durch eine selbstherrliche Obrigkeit hat die Mehrheit nicht den Hauch von Bock und reagiert darauf im Moment mit vielen Dingen, die ihr gar nicht seht. Geht doch mal wieder in eine verrauchte Kneipe, hinten am Bahnhof zum Späti auf ein Bier an eine dieser speckigen Tonnen oder auf so ein garantiert unveganes Dorfest außerhalb des S-Bahn-Rings, auf denen der Pöbel feiert, dessen Lebensstil ihr so leidenschaftlich verachtet, aber das könnt ihr gar nicht, weil ihr gar nicht wisst wo der Pöbel überhaupt zu finden ist. Lieber sitzt ihr feist und satt auf eurem begrünten Balkon über Berlin-Friedrichshain, Ingwer-Zitronengrastee auf dem Tisch und einen getrockneten Apfelschnitz in der Hand, während der Pöbel unten bei 32 Grad die Straße neu teert. Euren Bürgersteig pflastert. Eure Couscousbrösel für euer Taboulé in den Bioladen liefert. Und euren Wohlstandsmüll zur Deponie fährt. Um danach mit dem Regionalexpress wieder raus nach Brandenburg zu fahren. Sprecht doch mal mit einem von denen. Die hassen euch alle inzwischen. Und ihr merkt nichts da oben auf eurem Balkon, auf dem ihr alt werdenden Vetteln vor dem Macbook immer noch wie 2010 über dem nächsten Hashtag für die neueste Empörung brütet. Und von wo aus ihr nicht seht wie sich der Wind dreht, wie eure Onlinekampagnen nicht mehr verfangen, die Leute sich ermüdet bis angewidert abwenden nach der hunderttausendsten beliebigen Empörungswelle, die aus irgendeinem Grund immer noch jedes Mal tagelang durch eure angeschlossenen Funkhäuser genudelt wird