Bittstellerei des tages

Na, glaubt hier jemand daran, dass es sinnvoll ist, sich mit einer petizjon an den deutschen bummstag zu wenden? Nun, unerwünschte petizjonen werden nach gutdünken und ohne rechtliche grundlage vom bummstags-sörver weggelöscht, damit sie gar nicht erst sichtbar werden. [Ja, ich weiß, wen ich da verlinke!]

Nein, mir gefällt die petizjon auch nicht. Aber gefallen oder nichtgefallen sind noch lange kein grund für so eine scheißwillkür. Als ob petizjonen nicht schon wirkungslos genug wären!

Na, petizjonen unterschrieben, ihr schafe?

Der schwerste Vorwurf: Die politischen Meinungsdaten von Millionen deutscher Nutzer würden weiter auf US-Servern gespeichert – auch nach dem Safe-Harbor-Urteil des Europäischen Gerichtshofs. „Letztlich gibt es keine Sicherheit, dass die sensiblen persönlichen Daten über politische Meinungen nicht bei US-Behörden oder sogar bei der NSA landen“, meint Weichert. Er kritisiert zudem, dass diese Daten gespeichert, mit Angaben aus Plattformen wie Facebook und Twitter angereichert und für neue Kampagnen weiterverwendet werden. Außerdem würden E-Mail-Adressen und Postanschrift für Werbezwecke auch an Dritte weitergegeben

Ich wünsche euch auch weiterhin viel spaß dabei, euch für irgendwelche nullwertdienste — hier zum beispiel: wirkungsloses und leicht ignorierbares p’litisches betteln — immer schön datennackig zu machen und alles in datensammlungen zusammenfließen zu lassen. Ihr geht mit dem internetz um, als wäre es einfach nur eine STASI-akte zum selbstschreiben!

Und wenn ihr p’litischen widerstand leisten wollt, hört auf mit dem bückgeistig-bettelnden petizjonsscheiß für ängstliche spießbürgeridjoten, sondern organisiert ihr, bildet euch, bildet andere, bildet banden und leistet p’litischen widerstand!

Petizjon des tages

Ich wollte ja keine petizjon mehr verlinken, weil ich diese form der bettelei für unangemessen halte, aber für diese mache ich eine kleine ausnahme: „Petition 56759: Besonderer Teil des Strafgesetzbuches – Streichung des § 166 Strafgesetzbuch (Beschimpfung von Bekenntnissen, Religionsgesellschaften und Weltanschauungsvereinigungen)„. Der blasfemie-paragraf muss weg! Kann dieser gott sich nicht selbst um seinen ruf kümmern, ist er immer noch so erschöpft von der ganzen schöpfung?!

Petizjon des tages

Immer mehr Menschen leiden unter den sogenannten Zivilisationserkrankungen wie Adipositas und Karies, was besonders auf die Zufuhr von zuckerhaltigen Süßwaren und Naschartikel zurückzuführen ist. Abgesehen vom menschlichen Leid entstehen der Gesellschaft so gewaltige Schäden.

Bei homöopathischen Produkten handelt es sich um als Arzneimittel getarnte Streuzuckerprodukte ohne Wirkstoffgehalt

Bwahahaha!

Petizjon des tages

Auch weiterhin viel spaß mit euren nutzlosen klicki-klicki-petizjonen auf irgendwelchen mit feenstaub und wundern finanzierten „freien“ petizjons-webseits aus den vereinigten staaten eines teils von nordamerika, auf denen als besonderer beitrag zur p’litischen willensbildung auch noch sehr selektiv bestimmte petizjonen unsichtbar gemacht werden.

So, und jetzt weiter bücken und betteln!

Gene! Gene! Gene!

So so, mäc kotzreiz ist jetzt also ganz schlimm, weil da gen in den börgern drinne ist… ich fand die schon vorher ekelerregend und mäc kotzreiz ganz generell unmenschlich. Fehlt ja nur noch, dass irgendwelche ökos jetzt genfreie börger fordern, damit sie ruhigen gewissens bei mäc kotzreiz das zeugs in sich reinstopfen können. Oder gar eine petizjon anschubsen… :mrgreen:

Petizjon des tages

Es ist ja wirklich schlimm:

Können Sie sich eine OP bei vollem Bewusstsein, ohne Betäubung vorstellen? Ein Albtraum? Aber grausame Realität für Millionen von Schlachttieren in Deutschland und in ganz Europa! Lt. EU-Kommission (Mai 2011) erleben in bestimmten EU-Staaten bis zu 75 % der Tiere bei vollem Bewusstsein ein extrem qualvolles Ende: Entweder werden sie aus bestimmten Gründen vor der Schlachtung überhaupt nicht betäubt, oder die Betäubung ist unzureichend (wirkt weder lang noch stark genug). Sie werden dann — oft maschinell — amputiert, aufgeschnitten, verbrüht, in Teile zerlegt oder verbluten – meist kopfüber an Haken hängend – qualvoll lang, nicht selten in unerträglichem Schmerz zuckend, laut stöhnend oder aufbrüllend. Die Hauptgründe sind neben einer grundsätzlichen Hintanstellung des Tierschutz-Prinzips Akkordarbeit, Kostenersparnis, Gewinnmaximierung bis hin zu hemmungsloser Profitgier, aber auch erhebliche Mängel bei den Betäubungsgeräten. Diese unerträglichen Zustände stellen einen schwerwiegenden Verstoß gegen die deutsche Tierschutz-Schlachtverordnung wie gegen europäische Tierschutzgesetze dar und stellen die Glaubwürdigkeit der gesamten EU-Tierschutzpolitik in Frage.

Und die gewohnt und petitionsgerecht bückgeistigen petanten haben auch eine richtig tolle idee, wie man den viechern einen würdevollen tod zurückgeben kann — achtung, das ist (vermutlich) keine satire:

Zur Durchsetzung der geltenden Tierschutz- und Arbeitsschutzgesetze ist eine durchgängige Kontrolle sowie Dokumentation mittels Videoüberwachung unabdingbar

Vergesst nicht auch noch den bundestrojaner und die vorratsdatenspeicherung! Wenns um mitwesen tier geht, sind den meisten menschen die menschenrechte noch scheißegaler als eh schon.

Auch wenn ich petizjonen sonst ignoriere…

Auch wenn ich petizjonen sonst — genau wie die unwerten damen und herren volxzertreter im reichstag — weitgehend ignoriere, dieser hier fehlen nur noch rund fünftausend mitzeichner bis zum 18. dezember. Ich wünsche den bückgeistigen bittstellern viel erfolg und hinterher viel spaß, wenn sie ihr anliegen vorm petizjonsausschuss vortragen. »Schön, dass wir mal drüber geredet haben« wird zwar nicht direkt gesagt, aber so wirds behandelt. Sein verdammtes lebensrecht fordert man anders ein!

Wisst ihr eigentlich, was der unterschied zwischen einem kriegsgefangenen und einem hartz-IV-empfänger ist? Gemäß genfer konvenzjonen hat der kriegsgefangene einen gesetzlichen anspruch auf essen, unterkunft und medizinische versorgung.

change.org

"change.org" ist eine kommerzielle Plattform, die ungezählte solcher Petitionen organisiert. Philip Mirowski hat unlängst das Kleingedruckte gelesen und festgestellt, dass "jeder, der die Seite benutzt, damit rechnen muss, dass seine persönlichen Informationen an die Personen oder Organisationen weitergeleitet werden, die die Petition organisieren; sie außerdem an dritte Parteien, an Behörden oder Kläger übermittelt und sogar unter bestimmten Umständen verkauft werden können."

FAZ — Im Zeitalter von Big Data: Wir wollen nicht

Auch weiterhin viel spaß bei den ganzen petizjönchen für bürgerrechte und datenschutz…

Petition gegen Internet-Zensur

Wir fordern, daß der Deutsche Bundestag die Änderung des Telemediengesetzes nach dem Gesetzentwurf des Bundeskabinetts vom 22.4.09 ablehnt. Wir halten das geplante Vorgehen, Internetseiten vom BKA indizieren & von den Providern sperren zu lassen, für undurchsichtig & unkontrollierbar, da die „Sperrlisten“ weder einsehbar sind noch genau festgelegt ist, nach welchen Kriterien Webseiten auf die Liste gesetzt werden. Wir sehen darin eine Gefährdung des Grundrechtes auf Informationsfreiheit.

Begründung: Das vornehmliche Ziel — Kinder zu schützen und sowohl ihren Mißbrauch, als auch die Verbreitung von Kinderpornografie, zu verhindern stellen wir dabei absolut nicht in Frage – im Gegenteil, es ist in unser aller Interesse. Dass die im Vorhaben vorgesehenen Maßnahmen dafür denkbar ungeeignet sind, wurde an vielen Stellen offengelegt und von Experten aus den unterschiedlichsten Bereichen mehrfach bestätigt. Eine Sperrung von Internetseiten hat so gut wie keinen nachweisbaren Einfluß auf die körperliche und seelische Unversehrtheit mißbrauchter Kinder.

Zur Unterzeichnung der Online-Petition (mit integriertem Datenstriptease).