Pokémon des tages

Ja, das pokémonspiel für die wischofone, mit dem im gesamten sommer die unfallgefahr für radfahrer verdreifacht wurde, gibt es immer noch. Ich kriege davon zwar nicht mehr so viel mit, aber nebenan bei openstreetmap werden die kartendaten durch miese mäppings von pokémon-spielern verhunzt.

Wisst ja: wenns internetz im händi ist, ists gehirn im arsch.

via @benediktg@gnusocial.de

Überlasst es doch Darwin!

Aufgrund von Sicherheitsbedenken will die Bundesregierung im Augmented-Reality-Mobilspiel Pokémon Go diejenigen Anlaufpunkte löschen lassen, die Standorten der Bundeswehr einschließlich Übungsplätzen und Schießanlagen entsprechen

Es ist doch wirklich schade, dass dummheit kein evoluzjonärer nachteil mehr ist. Jemand, der ein schild „militärisches schutzgebiet, vorsicht schusswaffengebrauch“ einfach übersieht, wenn er ein paar taubsis einfangen will, sollte einfach als preiswertes übungsziel dienen. Ich kann mir eigentlich nur einen grund vorstellen, warum man das nicht so macht: leute, die so blöd sind, sind vermutlich auch blöd genug, sich freiwillig bei der bundeswehrmacht zu verpflichten, um für die interessen von verbrechern und milljardären zu morden und im feldgrauen hemd zu verrecken.

Darwin, walte deines amtes!

Auf der Jagd nach den virtuellen „Pokémon“-Monstern haben sich drei Spieler in Niedersachsen in Gefahr gebracht. Die Spieler hatten das militärische Sperrgebiet trotz geschlossener Schranke und roter Flagge, die auf Schießübungen hinweist, betreten

Schade, dass es diesmal nicht geklappt hat mit der dummheit als evoluzjonsnachteil… 😈

Das kristentum ist gerettet!!!1!!11!!1!

Die Kirche von England hat ihre Gemeinden aufgerufen, das neue Smartphonespiel „Pokémon Go“ als Chance zu verstehen und die Spieler in den Kirchen willkommen zu heißen

Bwahahahahaha! Mein armes zwerchfell!

Einfach einen leicht einfangbaren simsala am altar posizjonieren, und schon klappt er wieder, der faule zauber, der die leute ins lichtlose haus lockt!

Heise des tages

Selbst in der Mittagspause wollen einige Kollegen nun nur noch zu Imbissen gehen, wo es die besseren Pokémon zu fangen gibt

Ehrlich gesagt, ungefähr so liest sich heise onlein inzwischen auch… :mrgreen:

Unterdessen sieht es auf manchen straßen in der zivilisierten welt so aus. Auch weiterhin viel spaß mit der technischen infantilisierung!

Werbung des tages

Na, liebe entscheider, habt ihr auch alle schon die frühere geldverbrennung in „second life“ vergessen, wo ihr damals alle dabeisein musstet, weil man eben dabeisein musste und dort zum kunden findet und so weiter? So ists brav. Vergessen macht frei. Und jetzt guckt mal, euch wird gerade ein schöner neuer ofen angeboten, wo ihr jetzt das geld reinwerfen könnt:

Pokémon Go soll geobasierte Werbung bekommen

[…] Neben In-App-Käufen soll es auch „sponsered locations“ geben, geht aus einem Bericht der Financial Times hervor. Niantic-Chef John Hanke plane, dass Einzelhänder und Veranstalter bestimmte Events und sogenannte Pokéstops buchen können, bei denen in ihren Läden oder auf ihren Veranstaltungen besondere Pokémons oder Hilfsmittel zur virtuellen Zucht auftauchen […]

Also rin mit dem geld in den ofen! Hach, brennt das schön und lichterloh!

Nur am rande bemerkt: ich gratuliere niantic zum hervorragenden marketing. Die haben alles richtig gemacht, um ein olles spiel ohne neue spielidee, aber mit einer starken anpassung an die heutigen technischen möglichkeiten in die aufmerksamkeit des gelangweilten zivilisazjonsmenschens zu bringen. Erstmal mit dem veröffentlichen bis zum sommerloch warten, wenn die jornalisten unbedingt den leeren platz zwischen der reklame mit irgendwas füllen müssen, aber aufregende gerüchte um nessie, den sasquatsch oder UFOs gerade nicht zur hand sind. Und natürlich nicht während großer sportereignisse, sondern schön dazwischen. Und schon wird der ganze PResseerklärungs-rotz und das vorgefertigte schleichwerbe-getexte nur so abgeschrieben, dass man über die eingesparten reklamemilljonen jubeln kann. Da hat jemand den apparat verstanden!

Bleibt nur noch eine frage offen: wann wird der erste enthirnte jornalist die frage aufwerfen, ob pokémon nicht auch ein tolles medium für den jornalismus wäre… :mrgreen:

Es ist soweit! Die zombie-apokalypse kommt!

An die händistreichelnden senkkopfzombies, die das miteinander im öffentlichen raum teilweise lebensgefährlich machen, haben wir uns gerade gewöhnt, da bekommen die technologisch entseelten und enthirnten gleich ein neues dopingmittel zur förderung ihrer verbliebenen laufimpulse. Wenn ihr demnächst irgendwo draußen in schland scharweis die leute irgendwo mit ihren hirnprotesen stehen seht, dann ist das kein fläschmob, sondern der versuch, pokébälle auf pokémons zu werfen. Nachdem der scheiß in kwalitätsjornalistischer schleichwerbung vor fast jedes auge getragen wurde (und selbst ich es nicht vermeiden konnte, überhaupt nur davon zu erfahren), ist der erfolg sicher. Nebenan in den niederlanden ist übrigens kürzlich der erste erwaxene mensch wegen seiner suche nach „items“ und pokémon arbeitslos geworden. Ich will mal für dieses opfer der japanischen enthirnung durch technik hoffen, dass man entweder virtuelle pokémon zu einem leckeren braten zubereiten oder virtuelle „items“ essen kann.

Hoffentlich schauen nicht ausgerechnet jetzt die außerirdischen vorbei, um mal zu überprüfen, ob diese menschen auch intelligent sind, oder ob man sie wie andere viecher aufessen kann! :mrgreen: