Universitär-ideologische selbstblockade des tages

Der ASTA der freien universität berlin so: da läuft ein typ übers unigelände, der immer wieder einmal frauen sexuell belästigt, aber geht wegen diesem typen bitte nicht zur polizei [archivversjon]:

In einer Rundmail an Fachschaften und Hochschulgruppen warnt der Allgemeine Studierendenausschuss (Asta) der Freien Universität Berlin vor einem namentlich genannten Mann, der in der Vergangenheit mehrfach auf und rund um den Campus Frauen belästigt haben soll. Der Asta weist zudem darauf hin, dass Betroffene sich zunächst an den Sicherheitsdienst der Uni wenden sollten – und rät davon ab, die Polizei einzuschalten […] Der Asta empfiehlt Menschen, denen der Mann begegnet, diesen wegzuschicken und dabei auf das Hausverbot zu verweisen. Dazu wird auch auf die uniinterne Security verwiesen. Es sei „natürlich in eurem Ermessen“, ob die Polizei hinzugezogen werde, schreibt der Asta an die Studierenden. „Wir möchten jedoch unbedingt darauf hinweisen, dass Polizeieinsätze für von Rassismus betroffene Menschen grundsätzlich mit einem erhöhten Risiko einhergehen, Polizeigewalt zu erfahren.“

Wie übel ist dieser „von rassismus betroffene mensch“, der vom ASTA vor der polizei geschützt werden muss?

Er soll sich dabei mindestens einmal verbal sexuell übergriffig verhalten und häufig sexistische Kommentare gemacht haben. Auch soll er Menschen belästigt und in einigen Fällen körperliche Gewalt angedroht haben […] Der Mann habe mindestens eine Person über einen längeren Zeitraum hinweg gestalkt

So übel, dass man mich als nicht vom rassismus (sondern nur vom bürgerlich-linken armenhass) betroffenen menschen in solchen kreisen einen vergewaltiger schimpfen würde, wenn ich so drauf wäre.

Wenn man mal kein messer hat…

…nimmt man halt eine eisenstange zur prügelei mit. Macht doch auch tot.

Ich bin übrigens fasziniert davon, dass in den PResseerklärungen der hannöverschen polizei immer seltener diese selbstfahrenden autos vorkommen, die dann irgendwelche anderen verkehrsteilnehmer — fußgänger, radfahrer, kinder — einfach ohne beteiligung eines autofahres so mitnehmen. Stattdessen werden die autos wieder gefahren. Das ist sehr lobenswert, und ich lobe wirklich nicht gern die polizei. 🙃️

Aber wenn man — vermutlich auf dienstanweisung hin — formulierungen vermeidet und die alte menschenverachtende und autoverherrlichende scheißdenke weiterläuft, dann schimmert das eben an anderen stellen durch:

Der 33-Jahre alte Fahrer eines BMW Mini befuhr die Lindemannallee. Der Hannoveraner bog nach links in den Bischofsholer Damm ab und wollte die Fahrt in Richtung Braunschweiger Platz fortsetzen. Zeitgleich fuhr eine 74-jährige Frau mit ihrem Fahrrad der Marke Kettler aus entgegengesetzter Richtung und wollte die Kreuzung überqueren. Es kam zu einem Zusammenstoß. Durch die Kollision fiel die Hannoveranerin zu Boden und wurde hierbei schwer verletzt. Nach der ersten Behandlung vor Ort transportierten Rettungskräfte die Frau in ein Krankenhaus. Der durch den Unfall entstandene Gesamtschaden wird mit 1.150 Euro geschätzt.

Schön, dass so wenig schaden entstanden ist… nur rd. 1,2 kiloeuro. Das mit dem tatütata und krankenhaus ist ja gar kein richtiger schaden und zählt deshalb nicht zum gesamtschaden. 🙁️

In hannover wird gemessert

Nach derzeitigen Ermittlungsstand des Polizeikommissariats (PK) Hannover-Südstadt befand sich der 44-jährige Paketbote im Rahmen seiner Auslieferungen gegen 11:30 Uhr an der Ecke Walter-Gieseking-Straße/Kokenstraße. Als er von einem Wohnhaus zu seinem Lieferfahrzeug zurückkehrte, bedrängte ein unbekannter Mann den Lieferfahrer beim Einsteigen und forderte ihn in gebrochenem Deutsch dazu auf, ein Paket auszuhändigen. Als der Bote versuchte, den Angreifer wegzustoßen, holte dieser ein Messer hervor und schlug dem Lieferfahrer mit dem Messerknauf ins Gesicht. Der 44-Jährige setzte sich aber weiter zur Wehr und rettete sich leicht verletzt ins Lieferfahrzeug, das er von innen verriegelte. Der Täter flüchtete darauf entlang der Walter-Gieseking-Straße in Richtung der Marienstraße, ohne etwas erbeutet zu haben

Diese selbstfahrenden autos aber auch immer!

Rund zwei Wochen nachdem der 89-Jährige von einem Auto auf einem Supermarkt-Parkplatz angefahren und schwer verletzt worden war, ist er nun im Krankenhaus seinen Verletzungen erlegen

Diese autos, die in der kalten, faschistoiden kunstsprache der polizei immer wieder ohne jedes zutun eines fahrers leute anfahren (oder gar, wie in der übelschrift, erfassen) und älläbätsch ins grab schubsen! Kann da nicht mal jemand etwas gegen tun?!

Wenn mal nicht gemessert wird…

Nach bisherigen Erkenntnissen des Zentralen Kriminaldienstes wurde eine 84-jährige Berenbostelerin gegen 03:00 Uhr von zwei unbekannten Personen aus dem Schlaf gerissen, indem sie ihr eine Pistole an den Kopf hielten und Geld forderten. Anschließend machten sie sich im Haus in der Dorfstraße daran, es zu durchwühlen

Was für ein scheiß aufwachen!

Was für dumme, feige arschlöcher, die zu zweit eine 84jährige frau nur mit einer wumme überwältigen können! Einmal ganz davon abgesehen, dass kein einbrecher mit gehirn in der nacht kommt, wo die leute zu hause sind und jedes geräusch auffällt.

In den letzten monaten fällt mir auf, dass zurzeit immer häufiger in den polizeimeldungen von schusswaffen in den händen von brutalen idjoten die rede ist, und dafür das messern ein bisschen nachlässt. Offenbar sind wummen inzwischen richtig preiswert und auch für völlig hirnlose kriminelle leicht verfügbar.

In hannover wird gemessert

Nach ersten Erkenntnissen des Polizeikommissariats Hannover-Limmer wartete der 45-Jährige gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin gegen 03:30 Uhr an der Haltestelle „Am Schwarzen Bären“ auf die Stadtbahn. Dort wurde der Hannoveraner auf einen Streit zwischen zwei Männern aufmerksam und versuchte diesen zu schlichten. Einer der beiden Männer wurde daraufhin verbal aggressiv und forderte den 45-Jährigen unter Vorhalt eines Messers dazu auf ihm sein Bargeld auszuhändigen. Diese Situation konnte durch die zweite beteiligte Streitpartei, einen 23-jährigen Hannoveraner, beobachtet werden. Dieser verständigte daraufhin die Polizei. Noch vor dem Eintreffen der alarmierten Beamten gelang es dem Räuber mit einer geringen Menge Bargeld in Richtung der hannoverschen Innenstadt zu flüchten

In hannover wird gemessert

Nach derzeitigem Ermittlungsstand der Fachinspektion für Raubdelikte des Zentralen Kriminaldienstes (ZKD) Hannover betrat der Täter gegen 14:30 Uhr die Drogerie zwischen Stormstraße und Hauffstraße. Nachdem er sich mit Ware des Marktes zur Kasse begab, zog er ein Messer und bedrohte einen 51-jährigen Marktangestellten, als dieser die Ware einscannte. Der Täter forderte die Herausgabe von Bargeld und flüchtete mit der erlangten Beute in unbekannte Richtung

In hannover wird gemessert und mit der wumme rumgefuchtelt

Nach bisherigen Erkenntnissen betraten zwei Männer am späten Montagabend gegen 21:45 Uhr den Markt an der Walsroder Straße in Langenhagen und forderten von zwei 28 und 32 Jahre alten Kassiererinnen Bargeld. Die Täter bedrohten die beiden Frauen währenddessen mit einem Revolver sowie mit einem Messer. Mit der Beute verließen die Täter kurz darauf das Geschäft und flüchteten in unbekannte Richtung

In hannover wird gemessert

Nach bisherigen Erkenntnissen der Kriminalpolizei Hannover entbrannte zwischen mehreren Personen vor einer Lokalität an der Hamburger Allee am Sonntag, 01.01.2023, gegen 05:55 Uhr ein Streit. Im Rahmen der Auseinandersetzungen erlitt ein 24-Jähriger durch mehrere Messerstiche in den Oberkörper schwere Verletzungen und kam ins Krankenhaus. Ein weiterer, 28 Jahre alter Beteiligter erlitt ebenfalls Verletzungen, die auf den Gebrauch eines Messers zurückzuführen sind

In hannover wird gemessert

Nach bisherigen Erkenntnissen des Kriminaldauerdienstes Hannover betrat ein bislang unbekannter Täter gegen 06:10 Uhr den Schreibwaren- und Lottokiosk in der Straße „Wegsfeld“. Er bedrohte die 68-jährige Angestellte mit einem Messer und forderte die Herausgabe von Bargeld. Im Anschluss flüchtete der Täter mit der Beute in bislang unbekannter Höhe zu Fuß in unbekannte Richtung

Übrigens lese ich beim überfliegen der polizei-PResseerklärungen immer häufiger von raubüberfallen mit einer schusswaffe in hannover. Das könnte natürlich auch ein grund dafür sein, dass die messer-meldungen gefühlt abnehmen: dass die ganzen idjoten jetzt mit wumme rumlaufen.

In hannover wird gemessert

Nach bisherigen Erkenntnissen des Kriminaldauerdienstes Hannover betraten zwei männliche Personen gegen 23:55 Uhr den Verkaufsraum der Tankstelle in der Podbielskistraße zwischen der Raffaelstraße und der Spitzwegstraße. Die Täter forderten die Herausgabe von Bargeld und bedrohten den 30-jährigen Angestellten mit einem Messer. Im Anschluss flüchteten die Täter mit Bargeld in bislang unbekannter Höhe und diversen Tabakwaren zu Fuß in unbekannte Richtung

Hannöversche messerpause

Es gab jetzt drei wochen keine einzige pressemitteilung der hannöverschen polizei, dass jemand mit einem messer rumgefuchtelt oder gar zugestochen hat. Das gefällt mir. Ich hoffe, die idjoten haben sich jetzt nicht alle schusswaffen besorgt — denn die wurden durchaus beim einen oder anderen raub benutzt.

Mal schauen, ob es sogar ein messerfreier dezember wird.

Reichsbürger

Ich habe hier ja nix über die reichsbürger-razzien geschrieben, weil ich in der ARD-tagesschau gesehen habe, dass bei der stürmung eines hauses, in dem angeblich schwer bewaffenete terrorismus-verdächtige lebten, ein kameramann in unmittelbarer nähe der polizeiakzjon ohne besondere deckung zugegen war. Da fing die meldung spontan an zu müffeln, denn so etwas würde in wirklichkeit niemals passieren. Aber ich höre ja auch immer ein bisschen das gras waxen…

Aber die zusammenarbeit mit jornalisten scheint generell sehr gut gewesen zu sein, denn unsere bullerei steckte den tintenklexern schon seit mindestens einer woche informazjonen zu, wie der BRD-staatsfunk „deutschlandfunk“ berichtet [archivversjon]. Nicht, dass ich glaube, dass es gar keine strammen nazis in der BRD gibt — ich habe selbst schon einige näher kennengelernt, und es war gruselig — aber so müffelt es richtig übel nach medialer inszenierung. Also nach staatlicher propaganda.

An einen kampf gegen nazis glaube ich erst, wenn die jahrelang aktiven NSU-komplizen und -finanzierer in polizeien und geheimdiensten entschlossen bekämpft werden. Stattdessen wurden und werden die akten über ein jahrhundert lang weggeschlossen. Sonst sind teile der bevölkerung noch beunruhigt.

Ich bin ja mal gespannt, ob wir jemals erfahren, wie viele geheimdienstbullen diesmal jahrelang den braunen zauber mitgemacht haben und wie viele leute — neue sprachregelung: terroristen — von denen finanziert wurden. Aber vermutlich werden das ganz geheime geheimakten, von denen wir nichts erfahren, denn die sind ja geheim.

In hannover wird gemessert

Nach bisherigen Erkenntnissen des Zentralen Kriminaldienstes Hannover betrat ein vermummter Mann gegen 20:35 Uhr eine Tankstelle an der Brabeckstraße in Hannover-Bemerode. Als er zum Schein zwei Artikel im Kassenbereich bezahlen wollte, zückte der er ein Messer und bedrohte den 39-jährigen Angestellten damit. Anschließend flüchtete der Täter in unbekannte Richtung mit einer dreistelligen Summe Bargeld

Polizeigewalt des tages

Was wir hier gesehen haben, muss an die Öffentlichkeit

Das fischblatt „zeit onlein“ stellt es aber lieber hinter eine bezahlmauer. Ich hoffe, dass der link funkzjoniert. Wenn nicht: die archivversjon funkzjoniert vielleicht besser.

Meine vorhersage: die bullen, die einen menschen zusammenschlagen und ihn hinterher auch noch mit falschaussagen vor gericht bringen, werden nicht in den knast kommen. Der ist ja auch schon voll mit schwarzfahrern, cannabisrauchern und menschen, die sich ihr essen aus der mülltonne „stehlen“.

Datenschleuder des tages

Habt ihr etwa geglaubt, dass eure daten in den staatlichen datensammlungen sicherer als anderswo sind? Das ist aber ein sehr naiver glaube [archivversjon des niederländischen textes]:

Von personallisten bis hin zu fotos von kindesmissbrauch:
häcker stellt daten aus dem polizeirevier zwijndrecht onlein

Ein häcker ist in den sörver des polizeireviers zwijndrecht eingebrochen und hat tausende von KFZ-kennzeichen, bußgeldern und sogar polizeiberichte¹ veröffentlicht. VTM njuhs und „het laatste nieuws“ berichten drüber. Die staatanwaltschaft antwerpen bestätigt gegenüber VRT NWS, dass ermittlungen laufen. Es ist lt. nachrichtenmedien eines der größten regierungslecks in unserem land […] konnte der häcker alle daten von 2006 bis 2022 einsehen […] der polizeischeff bestätigt, dass die täter auch lösegeld forderten, das lt. polizei allerdings nicht bezahlt wurde

Ach, hat da jemand einen mäjhlanhang geöffnet? Mäjhl zu versenden ist für die scheißjornalisten ja sowieso das neue häcken… 🤦‍♂️️

Huj, eine sammlung über sechzehn jahre! Und niemals werden erledigte dinge gelöscht und irgendwohin archiviert, wo die daten einigermaßen sicher liegen… zum beispiel auf einem langlebigen optischen datenträger in einem verschlossenen schrank. Wozu die mühe? Sind doch nur daten! Sind doch nur daten über staatliche verfügungsmasse! Da muss man sich doch keine gedanken um die schadensminimierung im falle eines falles machen.

Ich wünsche auch weiterhin viel spaß und orwellness beim festen glauben an den überall lufteleicht und völlig konsekwenzenlos versprochenen schutz eurer persönlichen daten! Die unerfreuliche liste wäxt und wäxt und wäxt. Auch beim staat sind gesammelte daten niemals sicher. Deshalb darf man den staat gar nicht erst damit anfangen lassen, dass er langfristig daten in immer monströseren ausmaßen sammelt (und an andere staaten weitergibt, wie es die BRD tut).

¹Danke, Luuk, ich wäre nie darauf gekommen, was die abk. „PV“ bedeuten könnte!

„Internetz der dinge“ des tages

Eine 23 Jahre alte Gelsenkirchenerin hat am vergangenen Samstagmorgen, 19. November 2022, 0.17 Uhr, die Polizei gerufen und eine Strafanzeige wegen Verletzung der Vertraulichkeit des Wortes gestellt. Den Beamten gegenüber gab sie an, dass ein unbekannter Tatverdächtiger Ton- und Videoaufnahmen aus ihrer Wohnung gefertigt und sie teilweise bereits in einem sozialen Netzwerk veröffentlicht habe. Für die Aufnahmen nutzte er einen Katzenfütterungsautomaten, der in der Wohnung stand und über ein Wlan-Zugang verfügt

Ohne weitere worte

Überall, wo „smart“ oder „internetz der dinge“ draufsteht, ist überwachung und zerstörte privat- und intimsfäre drin. Egal, ob eine maschine eure katze füttert oder ob ihr auto fahrt. Müsst ihr kaufen, leute! Ist hipp, modern, internetz, klaut und smart! Hat euch doch auch der onkel jornalist erzählt! Also stimmts doch! Stellt euch einfach euer ganzes leben mit überwachungstechnik voll, so ists gut! Erich Mielke hätte euch so geliebt…

In hannover wird gemessert

Nach bisherigen Erkenntnissen des Zentralen Kriminaldienstes Hannover betrat der 44-Jährige gegen 13:30 Uhr das Zimmer eines Mitbewohners in einer sozialen Wohneinrichtung in der Kirchhorster Straße. Unvermittelt stach der Angreifer mit einem Messer dreimal auf den 40-Jährigen ein. Ein Mitarbeiter des Wohnheims bemerkte die Szenerie und verständigte unverzüglich den Notruf der Polizei. Als der mutmaßliche Täter am Ausgang des Gebäudes war lief er Einsatzkräften der Polizei in die Arme, welche ihn festnahmen. Der 40-Jährige erlitt lebensgefährliche Verletzungen und kam für eine weitere medizinische Versorgung mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus. Nach derzeitigem Stand ist schwebt er nicht mehr in Lebensgefahr