Ev.-luth. scheißkirche des tages

Tja, das ist wohl ganz schön schiefgegangen mit dem reklamepflug zum so genannten lutherjahr. Freut mich!

Wer nicht versteht, warum mich das freut, lese bitte hier weiter. Angesichts fundamentalistisch motiverter mordtaten auf der ganzen welt gibt es wahrlich bessere vorbilder.

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Kennt ihr den schon?

Die „mozilla foundation“, bekannt dafür, dass sie ihren beliebten webbrauser feierfox zur distribuzjonsplattform für schadsoftware umgestrickt hat, will jetzt deutschland besser verstehen. Das hindert diese scheißklitsche aber nicht daran, überwachende und mausträckende schadsoftwäjhr für burda — profitör des legalen datenhandels durch das listenprivileg, lobbyistischer mitgestalter der „depubizierungspflicht“ für gebührenfinanzierte inhalte des BRD-parteienstaatsfernsehens im internetz und lobbyistischer internetzmiterwürger bei der durchsetzung des so genannten „leistungsschutzrechtes für presseverleger“ — als addon-spämm einfach in einen teil der brauser-daunlohds zu verklappen und automatisch zu aktivieren. Davon ist in der von heise übernommenen PResseerklärung natürlich nicht die rede…

Ein deutsches wort sollten diese unvorteilhaften gesichter mit ihren von der organisierten internetzkriminalität abgeschauten metoden ganz schnell zu verstehen lernen: das wort arschloch!

Als ich beim heiseforum das relativierende gesülze eines kommentators sah, konnte ich leider einer erwiderung nicht widerstehen. Das heiseforum ist manchmal wirklich schlecht für den hals.

*grusel!*

Am Mittwoch kamen Expertinnen und Experten aus dem ganzen Land auf Einladung des Bundesministeriums für Umwelt und Bau, dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumplanung und der Hamburger Agentur Urbanista ins Ihme-Zentrum, um die Stadt von übermorgen zu denken

Die autogerecht-arbeiten-und-wohnen-höllenvisjonen der siebziger jahre, in einem brutalistischen menschenschließfach in beton gegossen, sind also mit einladung der bummsregierung (insbesondere des unweltministerjums) die gedanken an die stadt von übermorgen. Ich bin schon ein bisschen froh, dass ich mein leben fast völlig hinter mir habe, nachdem mir irgendwelche PR-heinis eine derartige zukunft vor augen gestellt haben.

Der schlafende Riese wacht langsam auf. Wir freuen uns!

Endlich verstehe ich, woher diese angst vor einer zombie-apokalypse kommt.

Sprengung: jetzt. Alternativen: keine.

Brechmittel des tages

Wer aus hannover kommt und gerade kein brechmittel zur hand hat, und doch so gerne mal wieder so richtig herzhaft kotzen möchte, dem kann geholfen werden:

Juni 2017
„Die Ihme-Zentrum ist eine Stilikone“

Wer nicht aus hannover kommt: damit meinen tun diese bis an die grenze der geisteskrankheit unter bedenklichen realitätsverlusten PR-beflissenen… ähm… typen und lügneri… ähm… typinnen dieses brutalistische siebziger-jahre-menschenschließfach.

Schade, dass Beton nicht brennt

Immerhin sind inzwischen viele reste der siebziger-jahre-ästetik weggemacht worden. Zum beispiel dieser formschöne und farblich gelungene — dieses heute sehr hässlich wirkende orangsch war damals überall, kommt aber inzwischen in den hannöverschen üstra-bahnen wieder zurück — wegweiser zur treppe in die tiefgarage oder dieser damals hochmoderne, in seinem kecken siebziger-jahre-gelb erstrahlende und auch in seiner funkzjonellen gestaltung sehr gelungene schrankenöffner für die ausfahrt aus der tiefgarage. Was übrig bleibt, ist ein zerfall, der um so deutlicher macht, dass es sich bei ihmezentrum schon ab richtfest um eine baufrische ruine gehandelt hat.

Abriss: jetzt!
Alternativen: keine!
(Oder will jemand, dass das betonmonster in ein paar jahrzehnten unter denkmalschutz gestellt wird und dann als denkmal vor sich hinrottet, so, wie es tonangebende teile der völlig unwählbar gewordenen scheißgrünen gern sehen würden?)

Ihmezentrum des tages

Am ersten Wochenende nutzte außerdem ein Team des Lister Kulturzentrums Pavillon die Räume und das Quartier, um dort ein Level ihres Computerspiels „Pavillon Prison Break“ zu entwickeln

Ja, ist schon wahr: wenn man ein spiel machen will, bei dem der spieler aus einem gefängnis ausbrechen soll, ist die brutalistische betonruine zwischen ihme und blumenauer straße genau die richtige umgebung, damit man nicht auf zu bunte gedanken kommt…

Wers nicht kennt, nicht aus hannover kommt, wer es lange nicht gesehen hat oder einmal einen neuen blick auf das alte schandmal werfen will: das ihmezentrum ist dieses monster aus kälte, menschenverachtung und beton:

Deutsche Paradiese

Wie man immer beim bullschittbingo gewinnt

Diese t3n-schleichwerbung im redakzjonellen teil mit einem tollen interwjuh mit Daniel Krantz, dem leiter irgendeiner entwicklungsabteilung beim lotto-versand ist eine gewinngarantie bei jeder runde bullschitt-bingo. Da kriegt man nicht nur eine reihe voll, da kriegt man blitzeschnell ganze karten mit voll. Der lässt nix aus! :mrgreen:

Hier nur als anregendes appetithäppchen die erste antwort von Daniel Krantz:

Wir haben ein modulares System entwickelt. Dazu haben wir das App Acceleration Center etabliert und können so binnen acht Wochen eine neue App umsetzen. Wir fahren also in der gesamten Otto Group einen Open-Source-Ansatz. Heißt: Wir entwickeln modulare Features, die dann jede Gesellschaft innerhalb des Konzerns übernehmen kann. Die Basis für die Apps bilden dabei meist die Responsive Websites

Das wird noch viel leckerer im verlaufe des textes.

Zu schade, dass t3n so eine völlig unrelativierte schleichwerbekacke nötig zu haben glaubt, aber hej, dann kommt halt bald der insolvenzverwalter, das ist nicht mein problem…

Bullschitt des tages

„Bosch“ so: je mehr arbeit man kostensparend von maschinen statt von menschen erledigen lässt, desto mehr arbeitende menschen werden gebraucht. Ja, diese intelligenzverachtung wird wirklich so rausgepupst…

Hej, wenn der fortschritt überhaupt eine folge hat, dann die, dass immer mehr arbeit leidensfrei von maschinen erledigt wird, aber der gleiche gesellschaftliche reichtum entsteht. Alles andere ist kein fortschritt. Das mag p’litikern, sklavenhändlern und sonstigen arschlöchern nicht schmecken, trägt aber das potenzjal zu einem besseren leben für alle in sich, wenn die beglückungsideen von p’litikern, sklavenhändlern und sonsten arschlöchern verworfen werden.

Was hat uns den noch ganz dringend gefehlt?

Richtig, scheiß-jornalistenpack (also bekennende vertreter eines standes, der nach wie vor aktiv dafür sorgt, dass gestaltende internetzteilhabe in der BRD ein juristisches minenfeld ist und bleibt und dass unzensiertes internetz in der BRD unmöglich gemacht wird), das einen verein namens „bloggerclub“ gründet.

Fresst ein paket unverkäuflicher scheißzeitungen und geht gepflegt verrecken, scheißjornalisten! Könnt ja ein gemeinschaftsgrab mit eurem größten freund und finanzjer, dem scheißwerber, aufmachen. Moment, was bietet ihr euren mitgliedern?

Der Bloggerclub veranstaltet monatlich Weiterbildungen. So gab es Veranstaltungen zu SEO, Newsletter, Social Media für Blogger sowie besser filmen mit dem Smartphone

Aha, auf suchmaschinen gerichtete spämm, S/M-spämm und besser filmen mit dem wischofon. Und natürlich eine selbstverpflichtung, einen von scheißjornalisten geschriebenen bloggerkodex anzunehmen. Für nur noch fünf øre im monat. Mit einer kleinen einführung in wördpress für digitale analfabeten. Wer da mitmacht, zeigt damit der restwelt, was er für ein mensch ist und warum er bloggt. Oder, ums mit den werten herren jornalisten zu sagen:

Jetzt steht harte Arbeit an, möglichst viele Blogger davon zu überzeugen, dass der Verein eine gute Idee ist und eine Mitgliedschaft sich lohnt

Wer schreiben will, nennt sich autor und schreibt. Wer schreiben will, aber eher wegwerftexte produzieren will, die andere bezahlen und zudem einen wenig erfreulichen karakter hat, nennt sich jornalist und nimmt sich wichtig.

Tatütata, hier kommt das superschnelle internetz!

Weder ox noch esel können es aufhalten: immerhin hat p’litbüromitg… ähm… bummsdatenautobahnminister Doofrindt schon einen förderbescheid für 50-Mbit-superschnellrohrpost ausgedruckt, feierlich übergeben und flugs eine PRessemitteilung verfassen lassen!!11!!!1!1!

Dorf für dorf an der breitbandfront wird genommen, nichts kann den endsieg noch verhindern, willkommen in der deutschen wochenschau!

PR-gerotze des tages

Interview:
Das Ihme-Zentrum als Teil einer besseren Verkehrsinfrastruktur

Es ist immer wieder erstaunlich, für wie dumm PR-leute die menschen halten…

Wer in der erfreulichen situazjon ist, nix mit hannover zu tun zu haben und deshalb das ihmezentrum nicht kennt: das ist das hier. Nur, dass es inzwischen noch schlimmer aussieht als auf dem alten foto.

Bundesliga des tages

Und nun zum spocht.

Wie berichtet die bundesliga-webseit des deutschen fußballbundes das, wenn bei einem fußballspiel die fänns der auswärtsmannschaft in einem dieser fußball-miniaturpogrome landen

Im Bericht der Polizei Dortmund ist hinterher von einer „extremen Aggressivität und Gewaltbereitschaft der Dortmunder Anhängerschaft“ die Rede. Dass die Vorkommnisse jenseits der üblichen Scharmützel lagen, zeigt eine andere Formulierung der Beamten: Die Gewalt habe sich gegen jede als Leipzig-Fan erkennbare Person gerichtet, „egal, ob es sich um kleine Kinder, Frauen oder Familien handelte“ […] twitterte der ebenfalls zu den RB-Fans zählende Linken-Stadtrat Sören Pellmann etwas schockiert, er sei angegriffen und als „Jude“ bezeichnet worden

…und wenn die spieler der auswärtsmannschaft mit läjserpointern geblendet werden (achtung, habe ich nur gehört)? Richtig, der DFB berichtet auf seiner bundesliga-webseit von einem tollen fußballfest mit allem dabei aufkommenden rückenmarkfutter:

Mit Herzblut und Leidenschaft

Im Prestigeduell gegen den Rasenballsportverein waren Herzblut und Leidenschaft spürbar und sorgten auch für einen neuen Schulterschluss mit den Fans. Lange war es nicht mehr so laut im Signal Iduna Park, was auch die Mannschaft wohlwollend registrierte. „Für uns war es wichtig, dass wir den zwölften Mann spüren konnten. Das haben wir gebraucht“, bekannte Julian Weigl.

Welche zustände der DFB feiernswürdig und toll findet, ist damit wohl klar… und ich wünsche allen wohnungsbewohnern in der bummsrepublik deutschland viel spaß beim abdrücken ihrer kopfsteuer zur finanzierung des BRD-staatsrundfunks, der diese ganze korrupte und menschenverachtende scheiße mit geld vollpumpt.

via @benediktg@gnusocial.de

Ihmezentrum des tages

Das große problem bei der höllenhässlichen betonburg „ihmezentrum“ (die inzwischen noch schlimmer aussieht als auf diesen alten fotos)formerly known as LindenPark — ist nach auffassung einiger PR-heinis nicht etwa, dass die betonburg kalt, lebensverachtend, trist, unmenschlich und für jeden menschen mit resten für gefühl nur noch eine einladung zum freitod ist, sondern, dass sich die menschen darin nicht mehr sicher fühlen. So funkzjoniert das mit der scheiß-PR eben: den leuten eine scheinlösung für scheinprobleme anbieten, die wirklichen probleme als unbeachtlich erklären und auf diese weise aus manipulierten leuten frische neue anhänger machen.

Übrigens: wer wirklich visjonen hat, dass dieser „größte schrotthaufen niedersaxens“ (lt. financial times deutschland) zu einem „wahrzeichen für hannover“ werden könne, sollte sich dringend in behandlung begeben. Und wer diese visjonen nicht wirklich hat, sondern sie im reklameton der lüge vorschiebt, um mit diesem psychopflug irgendwelche geschäfte voranzutreiben, ist eine ausgesprochen unappetitliche leibespforte.

Telekomiker des tages

Sagt der scheff: „Weia, ist uns da eine große scheiße passiert. Wir haben 200.000 SIM-karten an einen toten obdachlosen verkauft, und jetzt hat sich rausgestellt, dass es terroristen waren“. Sagt der PR-lügner: „Moment, ich habe eine idee. Ich rotze einfach eine PResseerklärung raus, die so tut, als seien wir für die terrorbekämpfung zuständig und verliere kein wort darüber, dass das niemanden bei uns jemals aufgefallen ist“.

Und in der tat, die jornallje (einschließlich heise onlein) bringt die PResseerklärung und stellt keine doofen fragen an einen wichtigen anzeigenkunden… 😦

Jornalismus und wirklichkeit

Jornalismus im PRessemeldungs-abschreibe-modus:

Mit Brotli sollen sich Webseiten schneller laden lassen und diese dabei ein geringeres Datenvolumen beanspruchen

Wirklichkeit: mit dem neuen kompressjonsalgoritmus, der von guhgell entwickelt wurde und damit ansprüchen von guhgell in besonderer weise rechnung tragen dürfte, kann jetzt bei gleicher ladezeit und gleicher menge übertragener daten noch mehr träckendes javascript, träckende reklame und sonstiges unerwünschtes zeugs in eine webseite aufgenommen werden. Irgendwie muss man es ja verhindern, dass den ganzen wischofon-zombies ihre teure, beschränkte datenrate zu schade für den ganzen müll ist und dass sie deshalb zu wirksamen adblockern und javascript-blockern für ihre wischofone greifen. In diesem zusammenhang völlig vom jornalisten unerwähnt bleibt es, dass das fratzenbuch aus vergleichbaren gründen ebenfalls (und mit beachtlichen leistungen) nach neuen kompressjonsalgoritmen für seine zwecke forscht. Freie softwäjhr sind diese algoritmen nur aus einem grund: damit sie möglichst schnell von jedem nennenswerten brauser verstanden werden.