Ihmezentrum des tages

Am ersten Wochenende nutzte außerdem ein Team des Lister Kulturzentrums Pavillon die Räume und das Quartier, um dort ein Level ihres Computerspiels „Pavillon Prison Break“ zu entwickeln

Ja, ist schon wahr: wenn man ein spiel machen will, bei dem der spieler aus einem gefängnis ausbrechen soll, ist die brutalistische betonruine zwischen ihme und blumenauer straße genau die richtige umgebung, damit man nicht auf zu bunte gedanken kommt…

Wers nicht kennt, nicht aus hannover kommt, wer es lange nicht gesehen hat oder einmal einen neuen blick auf das alte schandmal werfen will: das ihmezentrum ist dieses monster aus kälte, menschenverachtung und beton:

Deutsche Paradiese

Wie man immer beim bullschittbingo gewinnt

Diese t3n-schleichwerbung im redakzjonellen teil mit einem tollen interwjuh mit Daniel Krantz, dem leiter irgendeiner entwicklungsabteilung beim lotto-versand ist eine gewinngarantie bei jeder runde bullschitt-bingo. Da kriegt man nicht nur eine reihe voll, da kriegt man blitzeschnell ganze karten mit voll. Der lässt nix aus! :mrgreen:

Hier nur als anregendes appetithäppchen die erste antwort von Daniel Krantz:

Wir haben ein modulares System entwickelt. Dazu haben wir das App Acceleration Center etabliert und können so binnen acht Wochen eine neue App umsetzen. Wir fahren also in der gesamten Otto Group einen Open-Source-Ansatz. Heißt: Wir entwickeln modulare Features, die dann jede Gesellschaft innerhalb des Konzerns übernehmen kann. Die Basis für die Apps bilden dabei meist die Responsive Websites

Das wird noch viel leckerer im verlaufe des textes.

Zu schade, dass t3n so eine völlig unrelativierte schleichwerbekacke nötig zu haben glaubt, aber hej, dann kommt halt bald der insolvenzverwalter, das ist nicht mein problem…

Bullschitt des tages

„Bosch“ so: je mehr arbeit man kostensparend von maschinen statt von menschen erledigen lässt, desto mehr arbeitende menschen werden gebraucht. Ja, diese intelligenzverachtung wird wirklich so rausgepupst…

Hej, wenn der fortschritt überhaupt eine folge hat, dann die, dass immer mehr arbeit leidensfrei von maschinen erledigt wird, aber der gleiche gesellschaftliche reichtum entsteht. Alles andere ist kein fortschritt. Das mag p’litikern, sklavenhändlern und sonstigen arschlöchern nicht schmecken, trägt aber das potenzjal zu einem besseren leben für alle in sich, wenn die beglückungsideen von p’litikern, sklavenhändlern und sonsten arschlöchern verworfen werden.

Was hat uns den noch ganz dringend gefehlt?

Richtig, scheiß-jornalistenpack (also bekennende vertreter eines standes, der nach wie vor aktiv dafür sorgt, dass gestaltende internetzteilhabe in der BRD ein juristisches minenfeld ist und bleibt und dass unzensiertes internetz in der BRD unmöglich gemacht wird), das einen verein namens „bloggerclub“ gründet.

Fresst ein paket unverkäuflicher scheißzeitungen und geht gepflegt verrecken, scheißjornalisten! Könnt ja ein gemeinschaftsgrab mit eurem größten freund und finanzjer, dem scheißwerber, aufmachen. Moment, was bietet ihr euren mitgliedern?

Der Bloggerclub veranstaltet monatlich Weiterbildungen. So gab es Veranstaltungen zu SEO, Newsletter, Social Media für Blogger sowie besser filmen mit dem Smartphone

Aha, auf suchmaschinen gerichtete spämm, S/M-spämm und besser filmen mit dem wischofon. Und natürlich eine selbstverpflichtung, einen von scheißjornalisten geschriebenen bloggerkodex anzunehmen. Für nur noch fünf øre im monat. Mit einer kleinen einführung in wördpress für digitale analfabeten. Wer da mitmacht, zeigt damit der restwelt, was er für ein mensch ist und warum er bloggt. Oder, ums mit den werten herren jornalisten zu sagen:

Jetzt steht harte Arbeit an, möglichst viele Blogger davon zu überzeugen, dass der Verein eine gute Idee ist und eine Mitgliedschaft sich lohnt

Wer schreiben will, nennt sich autor und schreibt. Wer schreiben will, aber eher wegwerftexte produzieren will, die andere bezahlen und zudem einen wenig erfreulichen karakter hat, nennt sich jornalist und nimmt sich wichtig.

Tatütata, hier kommt das superschnelle internetz!

Weder ox noch esel können es aufhalten: immerhin hat p’litbüromitg… ähm… bummsdatenautobahnminister Doofrindt schon einen förderbescheid für 50-Mbit-superschnellrohrpost ausgedruckt, feierlich übergeben und flugs eine PRessemitteilung verfassen lassen!!11!!!1!1!

Dorf für dorf an der breitbandfront wird genommen, nichts kann den endsieg noch verhindern, willkommen in der deutschen wochenschau!

PR-gerotze des tages

Interview:
Das Ihme-Zentrum als Teil einer besseren Verkehrsinfrastruktur

Es ist immer wieder erstaunlich, für wie dumm PR-leute die menschen halten…

Wer in der erfreulichen situazjon ist, nix mit hannover zu tun zu haben und deshalb das ihmezentrum nicht kennt: das ist das hier. Nur, dass es inzwischen noch schlimmer aussieht als auf dem alten foto.

Bundesliga des tages

Und nun zum spocht.

Wie berichtet die bundesliga-webseit des deutschen fußballbundes das, wenn bei einem fußballspiel die fänns der auswärtsmannschaft in einem dieser fußball-miniaturpogrome landen

Im Bericht der Polizei Dortmund ist hinterher von einer „extremen Aggressivität und Gewaltbereitschaft der Dortmunder Anhängerschaft“ die Rede. Dass die Vorkommnisse jenseits der üblichen Scharmützel lagen, zeigt eine andere Formulierung der Beamten: Die Gewalt habe sich gegen jede als Leipzig-Fan erkennbare Person gerichtet, „egal, ob es sich um kleine Kinder, Frauen oder Familien handelte“ […] twitterte der ebenfalls zu den RB-Fans zählende Linken-Stadtrat Sören Pellmann etwas schockiert, er sei angegriffen und als „Jude“ bezeichnet worden

…und wenn die spieler der auswärtsmannschaft mit läjserpointern geblendet werden (achtung, habe ich nur gehört)? Richtig, der DFB berichtet auf seiner bundesliga-webseit von einem tollen fußballfest mit allem dabei aufkommenden rückenmarkfutter:

Mit Herzblut und Leidenschaft

Im Prestigeduell gegen den Rasenballsportverein waren Herzblut und Leidenschaft spürbar und sorgten auch für einen neuen Schulterschluss mit den Fans. Lange war es nicht mehr so laut im Signal Iduna Park, was auch die Mannschaft wohlwollend registrierte. „Für uns war es wichtig, dass wir den zwölften Mann spüren konnten. Das haben wir gebraucht“, bekannte Julian Weigl.

Welche zustände der DFB feiernswürdig und toll findet, ist damit wohl klar… und ich wünsche allen wohnungsbewohnern in der bummsrepublik deutschland viel spaß beim abdrücken ihrer kopfsteuer zur finanzierung des BRD-staatsrundfunks, der diese ganze korrupte und menschenverachtende scheiße mit geld vollpumpt.

via @benediktg@gnusocial.de

Ihmezentrum des tages

Das große problem bei der höllenhässlichen betonburg „ihmezentrum“ (die inzwischen noch schlimmer aussieht als auf diesen alten fotos)formerly known as LindenPark — ist nach auffassung einiger PR-heinis nicht etwa, dass die betonburg kalt, lebensverachtend, trist, unmenschlich und für jeden menschen mit resten für gefühl nur noch eine einladung zum freitod ist, sondern, dass sich die menschen darin nicht mehr sicher fühlen. So funkzjoniert das mit der scheiß-PR eben: den leuten eine scheinlösung für scheinprobleme anbieten, die wirklichen probleme als unbeachtlich erklären und auf diese weise aus manipulierten leuten frische neue anhänger machen.

Übrigens: wer wirklich visjonen hat, dass dieser „größte schrotthaufen niedersaxens“ (lt. financial times deutschland) zu einem „wahrzeichen für hannover“ werden könne, sollte sich dringend in behandlung begeben. Und wer diese visjonen nicht wirklich hat, sondern sie im reklameton der lüge vorschiebt, um mit diesem psychopflug irgendwelche geschäfte voranzutreiben, ist eine ausgesprochen unappetitliche leibespforte.

Telekomiker des tages

Sagt der scheff: „Weia, ist uns da eine große scheiße passiert. Wir haben 200.000 SIM-karten an einen toten obdachlosen verkauft, und jetzt hat sich rausgestellt, dass es terroristen waren“. Sagt der PR-lügner: „Moment, ich habe eine idee. Ich rotze einfach eine PResseerklärung raus, die so tut, als seien wir für die terrorbekämpfung zuständig und verliere kein wort darüber, dass das niemanden bei uns jemals aufgefallen ist“.

Und in der tat, die jornallje (einschließlich heise onlein) bringt die PResseerklärung und stellt keine doofen fragen an einen wichtigen anzeigenkunden… 😦

Jornalismus und wirklichkeit

Jornalismus im PRessemeldungs-abschreibe-modus:

Mit Brotli sollen sich Webseiten schneller laden lassen und diese dabei ein geringeres Datenvolumen beanspruchen

Wirklichkeit: mit dem neuen kompressjonsalgoritmus, der von guhgell entwickelt wurde und damit ansprüchen von guhgell in besonderer weise rechnung tragen dürfte, kann jetzt bei gleicher ladezeit und gleicher menge übertragener daten noch mehr träckendes javascript, träckende reklame und sonstiges unerwünschtes zeugs in eine webseite aufgenommen werden. Irgendwie muss man es ja verhindern, dass den ganzen wischofon-zombies ihre teure, beschränkte datenrate zu schade für den ganzen müll ist und dass sie deshalb zu wirksamen adblockern und javascript-blockern für ihre wischofone greifen. In diesem zusammenhang völlig vom jornalisten unerwähnt bleibt es, dass das fratzenbuch aus vergleichbaren gründen ebenfalls (und mit beachtlichen leistungen) nach neuen kompressjonsalgoritmen für seine zwecke forscht. Freie softwäjhr sind diese algoritmen nur aus einem grund: damit sie möglichst schnell von jedem nennenswerten brauser verstanden werden.

Betonweihnacht in zerfallender substanz

Ein kleiner veranstaltungshinweis für menschen aus hannover:

Am 17. und 18. Dezember organisiert die Zukunftswerkstatt Ihme-Zentrum gemeinsam mit weiteren Partnern zum ersten Mal überhaupt einen Weihnachtsmarkt im Ihme-Zentrum

Nach ein paar hektolitern glühwein kann man sogar vergessen, wie es um einen herum aussieht. Auf der intensivstazjon nennt man das dann „koma“. :mrgreen:

Wer nicht aus hannover ist: ein paar ältere bilder aus dem ihmezentrum. Inzwischen sieht die ruine noch schlimmer aus.

Kennt ihr den schon?

Gläserner Surfer:
Digitalwirtschaft wehrt sich gegen pauschalen Spähverdacht

😆

Die „digitalwirtschaft“? Diese wirtschaft ohne seriöses geschäftsmodell neben dem verkauf von beim netznutzer unbeliebten und oft unerwünschten reklameplätzen nebst versprechen, dass es auf grundlage riesiger träckingdatensammlungen besonders gut die „zielgruppe“ treffende reklameplätze seien? Diese „digitalwirtschaft“ hier? Bwahahahahaha! (Der verlinkte text ist übrigens eine gewinngarantie beim bullschittbingo.)

Und morgen in eurer PResse: waffenindsutrie wehrt sich gegen vorwürfe, mordwaffen zu liefern.

Keine satire

Ein neues wahrzeichen für hannover

[Triggerwarnung: PR! Kalt und gemein. Kann bei allergiker*innen akuten brechreiz auslösen.]

An den dort benannten bücherschrank bin ich gerade eben vorbeigefahren. Er lag auf meinem weg, als ich richtung blumenauer straße wollte. Er hat mich mindestens so stark beeindruckt wie die karakteristische duftnote von urin, die sich in der passahsche zur blumenauer straße mit der lauen sommerluft durchmischte, und doch nicht mit ihr eins werden wollte. Die bausubstanz, an der ich vorbeifuhr, sah teilweise so aus. Die menschen, die auf diesen moloch zugehen und „zuhause“ denken, sind bei entsprechender bewusstwerdung ein gutes hilfsmittel zur pflege der melancholischen grundeinstellung. Das ist das neue wahrzeichen für hannover, in der tat, denn es ist ein zeichen und es ist leider, leider wahr.

Und weia, ja, das gilt auch für solche scheiß-PR.

Via @benediktg@gnusocial.de.

Übrigens, verlogene BRD-scheißp’litiker…

Übrigens, verlogene BRD-scheißp’litiker, wenn ich gerade so sehe, wie ihr euch für die seit jahren überfällig abschaffung der so genannten „störerhaftung“ selbst feiert und in euren nach vergorener scheiße stinkenden PResseerklärungen so tut, als wäre das eine tolle idee von euch gewesen, die ihr entschlossen durchgesetzt habt: ihr tut das, weil ihr es in kürze sowieso tun müsst; weil die von euch jahrelang vorsätzlich als rechtsnorm erhaltene, spezifische BRD-gesetzeslage in der europäischen unjon gegen die menschenrechte verstößt — und der mensch, der unter gewissen persönlichem risiko und inkaufnahme einiger unannehmlichkeiten für diese klärung am EuGH gesorgt hat, war keineswegs ein mitglied der CDUSDPCSU, sondern eines der piratenpartei. Ja, diese piratenpartei, von der die von CDUSPDAFDCSUFDPGRÜNETC beherrschten drexmedien immer mit auf die psyche zielenden kampanjen behauptet hat, es handele sich um einen haufen p’litikunfähiger kaoten und nazis.

Glaubt also ja nicht, dass das jemand in der bummsrepublik alzheim vergessen hat, ihr verlogenen, heuchlerischen arschlöcher mit eurem appell an die vergesslichkeit! Geht verrecken! (Ihr könnt ja den dank der scheißpresseverleger für euer „leistungsschutzrecht“ mit ins grab nehmen.)

Fluchhafen des tages

Glauben Sie mir, kein Politiker, kein Flughafendirektor und kein Mensch, der nicht medikamentenabhängig ist, gibt Ihnen feste Garantien für diesen Flughafen

Und damit ihr auch gleich alle merkt, was die aufgabe eines pressesprechers ist — nämlich die menschen nach strich und faden zu belügen, wenn sie berechtigte interessen haben, etwas zu erfahren — wird Daniel Abbou, pressesprecher der berliner fluchhafens BER, auch zeitnah dem arbeitsmarkt zur verfügung gestellt (wie ein pressesprecher so etwas umschreiben würde).

Unbuntu des tages

„Canoical“ wollte mal wieder richtig schöne zahlen seines siegeszuges vermelden und hat sich dafür eine richtig innovative zählweise einfallen lassen, um eine eine milljarde unbuntu-nutzer zu kommen: Haste den „hobbit“ in kino oder glotze gesehen, biste unbuntu-nutzer! Da kann ja nichts mehr den erfolg gefährden! :mrgreen:

Die scheinen so einen PR-bullshit für hirnamputierte jornalisten ja inzwischen nötig zu haben! Denn die neue zielgruppe von unbuntu steht auf „fresst scheiße leute, denn die ganzen milljarden schmeißfliegen können sich nicht irren“.

Kennt ihr den schon?!

Zahlungsabwickler:
Paypal beteuert, Kundendaten nicht zu verkaufen

Nur echt mit… ähm… etwas überspezifischem dementi:

Kreditkartendaten der Kunden würden von Paypal nicht verkauft, erklärte das Unternehmen

Gefolgt von der mitteilung, dass… ähm… doch ein paar daten jetzt mal echt sicher und nur unter den bedingungsen im niegelesenen augenpulver der AGB an dritte weitergegeben werden. Aber hej, der schufa-datensammlungskram der BRD-bankhäuser ist auch ziemlich schlimm, wurde aber vom pressesprecher-bedenkenträger der BRD-bänkster kurz vergessen, was solls also. Und morgen: der sprechepresse der deutschen telekomiker wird so reden: „wir drosseln nicht (sondern leiten bestimmte daten bevorzugt durch)“. Dieses ganze PR-pack in einen großen sack und immer feste druff mit dem großen, schweren knüppel! Es trifft garantiert keinen falschen.