Internetz der dinge des tages

Für sich selbst reklamiert Toka „bisher unerreichbare Fähigkeiten“, die ungenutzte Sensoren im notorisch unsicheren Internet of Things (IoT) „in Informationsquellen umwandeln“ und „für nachrichtendienstliche und operative Zwecke“ genutzt werden können […] Selbst eine „smarte“ Glühbirne reiche aus, um ein WLAN-Passwort zu ergattern

Aber hej, ihr habt ja alle nix zu verbergen. Also freut euch schön darüber, wenn ihr mit eurem scheißhändi das licht ausschalten und die klospülung machen könnt! Wer braucht da noch privatsfäre? Wer braucht da noch diese freiheitsrechte? So tolle technik. Und so „smart“. Manches leuchtmittel mit eingebauter first world problem solution wird inzwischen schon mehr intelligenz als seine nutzer haben.

Datenschleuder des tages

Ein krankenhaus in den USA hat die daten von 269.752 patzjenten veröffentlicht. Gut, die krankenakten waren nicht dabei, nur der ganze geschäftliche kram, aber das ist schon schlimm genug.

Ich wünsche auch weiterhin ganz viel spaß beim festen glauben an den ganz besonderen schutz eurer echt jetzt mal intimen, persönlichen und schützenwerten daten im gesundheitsbetrieb! Müsst ihr ja dran glauben, denn da kann man sich nicht einmal gegen seine totalverdatung durch schlichte nichtangabe von daten zur wehr setzen. Alle diese eingesammelten daten landen irgendwann bei halbseidenen geschäftemachern oder offen kriminellen mitmenschen. So viel datenschutz! Die liste wäxt und wäxt und wäxt

Datenschleuder des tages

Das zwitscherchen hat wahrscheinlich die daten von 400 milljonen nutzern „veröffentlicht“, die jetzt von interessierten gekauft werden können. Ich wusste gar nicht, dass das zwitscherchen weltweit so viele nutzer hat… 😁️

Das wort „wahrscheinlich“ steht hier jetzt nur aus juristischen gründen.

Das zwitscherchenkonto des sicherheitsforschers, das bis neulich noch unter @underthebreach@twitter.com verfügbar war, wurde inzwischen…

Account suspended
Twitter suspends accounts that violate the Twitter Rules. Learn more

…vom zwitscherchen wegzensiert. Vermutlich für die hl. meinungsfreiheit, die Elon Musk ja nach seinen eigenen lügenworten so sehr am herzen liegt. Ja, ich wollte Alon Gral eine kleine frage stellen (oder genauer: schauen, welche fragen ihm schon gestellt wurden, denn meine war eigentlich eine sehr naheliegende frage nach seiner einschätzung der vertrauenswürdigkeit des kriminellen anbieters, seiner behauptungen und natürlich auch nach den gründen für diese einschätzung, und die wurde ihm bestimmt schon gestellt, vermutlich mehrfach, weil jornalisten), bevor ich etwas dazu schreibe. Als ob die eigene datensauerei davon verschwände, dass man ein weißes tuch mit einer kontensperrung über die scheiße zu decken versucht!

Der digitale gutsherr Elon Musk ist leider sehr dumm. Anstatt sich in gutgeübter macherpose hinzustellen und rauszuposaunen, dass das alte mänätschment beim zwitscherchen halt nicht so toll und verantwortungsvoll war und dass jetzt alles straffer, besser und sicherer wird, wisst schon, eine viel bessere erfahrung für alle nutzer, und dass man selbstverständlich die verantwortung für die fehler der alten führung übernimmt (geht ja auch nicht anders, wenn man ein unternehmen kauft), zensiert er leuten mit unerwünschten nachrichten ihren twitterkanal weg und bestätigt damit gleich die schlimmsten vermutungen. So ein vollidjot wie Elon Musk, der schon einen dreiviertel Trump auf der nach oben offenen skala für realitätsverluste erreicht, stopft ganz sicher auch so einem asozjalen scheißerpresser das scheißgeld in den arsch und fördert damit die kriminalität! Und morgen so: huch, hier wird so viel gecybert, da müssen wir was gegen tun!

Ich wünsche euch allen auch weiterhin viel spaß beim festen glauben an den überall lufteleicht und völlig konsekwenzenlos versprochenen schutz eurer persönlichen daten! Und immer schön eure telefonnummer auf den webseits irgendwelcher unternehmen ohne seriöses geschäftsmodell angeben, um „die sicherheit eures kontos zu erhöhen“. Ihr wollt doch kein gehäcktes nutzerkonto haben!!1! Und wenn die daten dann mal im halbmilljardenpäckchen abgepumpt werden können: ist doch schön, wenn mal wieder jemand anruft. Die liste wäxt und wäxt und wäxt, und auch in zukunft wird es nur einen einzigen wirksamen datenschutz geben: pingeligste datensparsamkeit.

Und jetzt nicht gleich reflexartig in das wahnzimmer „alexa, wie macht man das mit der datensparsamkeit?“ reinsprechen! Auf dem weg in die idiocracy grüßt man mit mach mal, guhgell

Hat hier jemand einen saugroboter…

so richtig schön mit „künstlicher intelligenz“ und smart und klaut [der link geht auf einen englischsprachigen artikel]?

In einer besonders enthüllenden aufnahme sitzt eine junge frau in einem lavendelfarbenen hemd auf dem klo, ihre shorts sind bis zur mitte des oberschenkels heruntergezogen. Diese bilder wurden nicht von einem menschen aufgenommen, sondern von entwicklungsversjonen des saugroboters roomba J7 von iRobot. Sie wurden dann an Scale AI geschickt, einem jungen unternehmen, dass mitarbeiter auf der ganzen welt damit beauftragt, audio-, foto- und videodaten zu kennzeichnen, mit denen dann „künstliche intelligenzen“ träjhniert werden

Ach, wieder mal zu schnell und völlig ungelesen auf die tscheckbox vor „ich akzeptiere alles, macht mich datennackig“ geklickt und nicht daran gedacht, dass die einwilligung in eine datenverarbeitung bedeutet, dass die daten dann auch von menschen verarbeitet werden. Zum beispiel, indem sie da noch ein paar metainfos für das träjhning eines neuronalen netzwerkes dranflanschen? Das können maschinen nämlich noch nicht. Oder indem sie dazu wixen und die daten in ein forum für andere interessierte oder ins fratzenbuch weitertragen? Das manchen menschen nämlich manchmal, und zwar mit einer lust, die kompjutern noch lange fremd sein wird.

Nur, damit es auch wirklich jedem menschen klar ist: iRobot gehört vollständig amazon, einer klitsche, die ständig reklame dafür macht, dass ihr euch den ganzen haushalt mit ihrer überwachungstechnik vollstellt (gern als „digitaler assistent“ oder vom stinkenden feind von scheißjornalisten auch in offen feindlicher hirnfickabsicht als „intelligenter lautsprecher“ bezeichnet, weil das nun einmal besser als „mikrofon“ klingt).

Tja, ditischtäll first, schamgefühle second. Wenn doch nur vorher jemand davor gewarnt hätte! Die digitalen gutsherren des überwachungskapitalismus lieben doch alle menschen!!1!

Smartdinger des tages

Über die Webanfragen konnte Moore Vorschaubilder seiner Kameras abrufen. Sie sind offenbar unverschlüsselt auf den Servern von Eufy gespeichert. Beim Einrichten der Türklingel hatte er aber explizit angewählt, dass keine Daten der Kamera in der Cloud gespeichert werden sollen […] gelang es Paul Moore auch, Livestreams der Kameras über einen PC mit dem beliebten Programm VLC aufzurufen […] Es folgte ein Mailwechsel mit dem Support von Eufy. Darin leugnete das Unternehmen zunächst, dass seine Produkte wie beschrieben arbeiten würden, gab dann aber an, man habe das Problem „gelöst“ – indem die API-Aufrufe verschlüsselt seien. Das konnte Moore dann in der Folge auch sehen. The Verge wiederum gelang es auch später noch Livestreams von anderen, dem Medium bekannten Kameras zu starten

Auch weiterhin gilt: wo „smart“ draufsteht, ist nicht nur im regelfall fragwürdige und schlecht gewartete softwäjhr, sondern auch überwachung, klaut und beschädigte privatsfäre drin. Immer. Egal, was in den reklameversprechungen steht. Auch, wenn die scheißreklame als redakzjoneller beitrag getarnt von den gleichen scheißjornalisten weitergetragen wird wie die sich irgendwann zufällig mal herausstellende wirklichkeit.

S/M des tages

Habt ihr das auch mitgekriegt, diese von jornalisten hochgeschriebene „zwitscherchen-alternative“ ohne alternative ansätze (also auch mit überwachung, datensammelei, reklamevermarktung als geschäftsmodell) names „hive“, über das auch der ehemalige fachverlag heise auf seiner webseit einen schleichwerbe-jubelartikel geschrieben hat? Ist bestimmt voll toll. Leider gibts da so ein paar sicherheitsproblemchen:

Natürlich haben wir uns die App mal genauer angesehen und geschaut, wie es dabei um die IT-Sicherheit steht. Wir haben dabei eine Vielzahl von schwerwiegenden Sicherheitslücken gefunden, die wir natürlich an den Hersteller gemeldet haben. Nach mehreren Versuchen, die Verantwortlichen per E-Mail zu kontaktieren, haben wir die CEO telefonisch erreichen können. Sie hat uns dann bestätigt, dass sie den Report bekommen hat und versprochen, dass die Lücken so schnell wie möglich geschlossen werden. Nachdem wir die Verantwortlichen in den vergangenen Tagen mehrfach erinnern mussten, behaupteten sie, die Lücken seien geschlossen. Das ist allerdings nicht so: Leider bestehen zum Zeitpunkt dieses Posts weiterhin schwerwiegende Sicherheitslücken in Hive Social.

⚠️ Wir raten aktuell dringend davon ab, Hive Social zu benutzen

Was sind es denn für kleine sicherheitsproblemchen?

Die Sicherheitslücken, die wir gemeldet haben, erlauben Angreifer*innen, auf alle Daten aller Benutzer*innen zuzugreifen. Dies betrifft private Posts, private Direktnachrichten, geteilte Bilder und Videos und sogar bereits “gelöschte” Direktnachrichten und Posts

Weia!

„Cyber cyber“ des tages

Die australische krankenversicherung „medibank“ so: „Ja, eure weit in die privat- und intimsfäre hineinragenden gesundheitsdaten — unter anderem zu abtreibungen und suchterkrankungen — stehen jetzt für jeden, der daran interesse hat, offen im internetz, aber wir können da nichts für, dass wir so einen großen datenschatz zentral anhäufen, der pöse pöse russe hat uns gecybert„. [Archivversjon]

Medibank ist mit rund 9,7 Millionen Kunden Australiens größter privater Krankenversicherer. „Dieser Cyberangriff ist ein inakzeptabler Angriff auf Australien und verdient eine Antwort, die den böswilligen und weitreichenden Folgen angemessen ist, die dieses Verbrechen verursacht.“

Finde ich auch eine gute idee, das mit der verdienten antwort. Vielleicht sollte man einfach mal die verantwortungslosen idjoten für zwei jahrzehnte in einen folterknast stecken, die solche datensammlungen anlegen. Und dazu natürlich p’litiker, die das anlegen solcher datensammlungen zum gesetzlich verordneten zwang machen. Ach, geht nicht, weil die ja die „guten“ sind? Gut, dann muss man halt auf der kasperlbühne den kopp des pösen russen raushalten, damit alle abgelenkt sind… und man einfach genau so weitermachen kann.

Ich wünsche euch allen auch weiterhin viel spaß beim festen glauben an den überall lufteleicht und völlig konsekwenzenlos versprochenen schutz eurer persönlichen daten und insbesondere eurer ganz besonders extraempfindlichen gesundheitsdaten, die ihr demnächst alle zentral sammeln lassen müsst! Müsst ihr nur dran glauben, echt jetzt, das hilft bestimmt! Oh, da ist noch ein glitzeglänze datenschutzsiegel, und in der BRD erklären wir einfach verfahren per gesetz als „sicher“ und „datenschützend“. Kommt, da kann doch gar nix mehr passieren. Die liste wäxt und wäxt und wäxt.

Ach ja, Fefe hat auch einen hals

Einsicht des tages

Fefe sieht in einem seiner ganz lichten momente ein, dass das wort „datenschutz“ viel zu technisch klingt und am eigentlichen problem vorbeigeht. Dazu meinen herzlichen glückwunsch.

Will ich mal hoffen, dass sich die einsicht verbreitet. Der gegenwärtige industriestandard des menschenschutzes — formerly known as „datenschutz“ — muss dringend gedreht werden.

Smartding des tages

Wie das Handelsblatt mitteilte, bekannte Amazon auf deren Nachfrage, persönliche Daten aus Videoaufzeichnungen von Ring-Türklingeln an deutsche Ermittlungsbehörden auf Dringlichkeitsantrag weiterzureichen. Und das, trotz fehlenden richterlichen Beschluss und ohne User-Zustimmung

Merkt es euch, leute, und vergesst es niemals wieder: überall, wo „smart“ drauf steht, ist überwachungsstaat drin. Ja, auch auf euren scheißhändis.

Und kommt mir nicht damit, dass jetzt doch die anlasslose massenüberwachung der gesamten bevölkerung der BRD — so genannte „vorratsdatenspeicherung“ — erwartungsgemäß noch einmal vom europäischen gerichtshof als irgendwie menschenrechtsverletzend kassiert wurde. Weil einmal ja nicht reicht. Und dann mussten — denkt doch mal an die kinder — die kinder geschützt werden, und unsere berliner geisterfahrer aus der demokratorischen parteioligarchiehölle der scheiß-BRD haben die totalüberwachung trotz ihrer mit deutlichen worten bescheinigten menschenrechtswidrigkeit wieder zum gesetz gemacht. Weil diesem pack in seinem rechtsfreien raum die menschenrechte scheißegal sind. Die werden alles abgreifen, was sie an überwachungsdaten kriegen können. Und einen Erich Mielke fanden die nur schlecht, weil er fürs falsche system gearbeitet hat, nicht, weil er ein arschloch und faschistoider menschenfeind war. Wisst schon: alles für die kinder. Denn diese fiesen kinderficker gibt es ja nur im internetz. Vor der hl. röm.-kath. kinderfickersekte muss man die kinder hingegen nicht weiter schützen. Da kann einfach alles weiterlaufen. Weiter und immer weiter.

Und jedes von euch dummen arschlöchern, das die welt mit diesem ganzen smartmüll vollkackt und sich dabei hipp, frei und modern fühlt, leistet einen aktiven beitrag zum kommenden faschismus. Ja, auch du dummes aktivisty mit deinem scheißhändi!

Schlangenöl des tages

Das webbrauser-äddon avira browser safety ist eine überwachungswanze, die eure gesamte brausernutzung persönlich identifizierbar nach hause funkt. Oder, um es mit den werbelügnern von avira zu sagen:

Unsere Erweiterung sammelt keine Daten über Sie. #wedontsellyourdata

Auch weiterhin viel spaß mit security-schlangenöl aller art! Und vor allem: fühlt euch sicher! Denn etwas anderes als „gefühlte sicherheit“ kriegt ihr dabei nicht, nur vielleicht noch ein bisschen zusätzliche datensammelei und überwachung, später vielleicht sogar richtige schadsoftwäjhr.

Die wichtigsten security-äddons für einen webbrauser sind und bleiben ein javascript-blocker und ein wirksamer werbe-blocker.

„Smarte“ autos

Kauft autos mit ganz viel kompjuterkram drin, haben sie uns gesagt. Denn autos mit kompjuterkram drin sind besser, komfortabler, hipper, befreiender und bringen uns allen nur vorteile, denn du wirst ständig überwacht und jeder deiner wege wird permanent dokumentiert, nach hause gefunkt und dauerhaft gespeichert, so dass er noch jahre später jederzeit staatlich ausgewertet werden kann [archivversjon]:

Der Entscheidung liegt eine Anklage gegen einen Flüchtigen zugrunde, der für die Ermittlungsbehörden nicht zu lokalisieren war. Da kam für die Staatsanwaltschaft passend, dass ein Dritter dem flüchtigen Angeklagten mit seinem PKW der Marke Mercedes Benz auf der Flucht behilflich gewesen sein könnte. Doch wohin hat er ihn gefahren? Gestützt auf die neu eingeführte Norm des § 100k Strafprozessordnung (StPO) beantragte die Staatsanwaltschaft beim Ermittlungsrichter die Mercedes Benz AG zu verpflichten, über die in Echtzeit aufgezeichneten Standortdaten dieses Fahrzeuges Auskunft zu erteilen. Der Ermittlungsrichter gab diesem Antrag statt. Die dagegen von Mercedes eingelegte Beschwerde vor dem OLG Frankfurt blieb erfolglos (Beschl. v. 20.07.2021 – 3 Ws 369/21).

Nach dem Beschluss des OLG sollen die auf den Servern gespeicherten GPS-Daten herauszugeben sein und zwar auch für Zeitpunkte, in denen das Navigationssystem nicht genutzt wird. Das bedeutet: Jede Fahrt mit dem Fahrzeug soll nicht nur aufgezeichnet, sondern auch von den Ermittlungsbehörden einsehbar sein

Und schön weiter dran glauben, dass autofahren frei macht! Erich Mielke hätte euch auch frei gemacht. Und ganz viel geliebt!!1! Viel spaß noch im kommenden faschismus!

Wenn jornalisten euch über kompjutersicherheit und privatsfäre „aufklären“

Dem Bericht fehlt technische Tiefe und sinnvolle Informationen. Hier wurden großteils Ausgaben automatischer Tools unhinterfragt wiedergekäut. Das macht noch keine Analyse. Diese Tools liefern nur Hinweise, welche Stellen man genauer anschauen sollte

Aber keine sorge, das wird den contentindustriellen apparat nicht daran hindern, die gleichermaßen große, substanzlose und clickbäjhtträchtige alarmmeldung des ehemaligen nachrichtenmagazines wiederzukäuen und mit reklame zu umpflastern.

Endlich!

Ich habe die letzten jahre viel über die beglückungsideen vom feierfox abgejaucht, aber jetzt ist endlich eine einstellung, die ich seit jahren jedem menschen zu sicherung seiner privatsfäre im web empfehle auch zur standardeinstellung nach der installazjon des brausers gemacht worden. Weia, hat das gedauert! Vermutlich musste die datensammel- und reklameindustrie erstmal neue träcking-techniken entwickeln, bis das zum standard gemacht werden konnte. So lange feierfox zu rd. neunzig prozent von guhgell finanziert wird, ist da so einiges an rücksicht zu erwarten. 😐️

Übrigens: der ehemalige fachverlag mal wieder:

Für jede besuchte Webseite werde im Browser künftig eine eigene „Keksdose“ angelegt, in der nur die Cookies dieser Webseite landen. Andere Webseiten sollen nicht auf die Keksdose zugreifen können

Ich will mal hoffen, dass der feierfox-schutz pro webseit (engl.: web site) und nicht pro webseite (endl.: page) gilt, denn sonst wäre er sehr nervig. 🤦‍♂️️

Heise: Ehemaliger Fachverlag

Aber wie sollen die das in so einem ehemaligen fachverlag auch bemerken können. Da wird einfach schnell was ins CMS gerotzt, bisschen reklame drum, fertig. Muss ja nicht auch noch technisch korrekt sein, was man da schreibt. Von der kompjuterbild lernen heißt siegen lernen…

Guhgell des tages

Wenn man sich äpps von scheiß-guhgell, der größten privatwirtschaftlichen überwachungs- und datensammelfirma der welt, auf seinen privat genutzten kompjuter macht, ist da natürlich überwachung und datensammelei drin:

Die beiden Kommunikations-Apps übertragen laut Prof. Leith ungefragt und ohne die Nutzer darüber zu informieren jede Menge ihrer persönlichen Daten an die hauseigenen Server. So etwa ein Hash jeder einzelnen Nachricht, die man verschickt hat. Dazu kommen die Telefonnummern aller Kontakte, mit denen man telefoniert oder Nachrichten ausgetauscht hat. Der Konzern wünscht sich offenkundig einen vollständig gläsernen Nutzer […] Die Apps Google Telefon & Messages übertragen auch die Dauer der ein- und ausgehenden Anrufe und Zeitstempel für alle Nachrichten und Anrufe, die eingehen oder hinaus gehen. Dies geschieht alles in Kombination mit den verfügbaren Nutzerdaten, womit man die erhobenen Daten problemlos mit dem Namen des jeweiligen Anwenders verknüpfen kann […] Der Hammer aber ist, dass der Hersteller den Nutzern keine Möglichkeit einräumt, sich von dieser Datenerfassung abzumelden!

Ich bin nicht überrascht. Diese klitsche wollte schon immer vollständig gläserne menschen und hat über jeden menschen auf dieser verdammten welt eine STASI-akte angelegt.

Und deshalb benutzt man keine softwäjhr von guhgell. Auch nicht ändräut auf dem händi. Und auch nicht diesen als brauser getarnten trojaner namens krohm. Die menschen- und freiheitsfeinde von scheißguhgell nutzen jede sich bietende gelegenheit für ihre kapitalisisch-stalinistischen totalüberwachungs-, reklameverblödungs- und menschenmanipulazjonsideen, die immer noch den größten teil ihres geschäftsmodelles darstellen.

Datenschleuder des tages

mein-schnelltest.com hat die daten von rd. 400.000 menschen veröffentlicht, die einen corona-schnelltest gemacht haben. Ja, die daten lagen ohne jeden zugriffsschutz im offenen internetz herum. Um an die daten zu kommen, brauchte man keine „häckertuhls“, es reichte ein ganz normaler webbrauser. Die testergebnisse wurden natürlich gleich mitveröffentlicht. Nicht, dass hier noch jemand denkt, sensible medizinische daten stünden unter einem besseren schutz als andere daten.

Kommt aber noch besser: die softwähr für die verwaltung der tests war so offen, dass jeder neue testergebnisse anlegen konnte:

Natürlich nehmen wir zum Ausprobieren eine offensichtlich historische Person, damit das Test-Zertifikat auf keinen Fall missbraucht werden kann. Wir erstellen also einen PCR-Test für Robert Koch. Und wir können zum Glück mitteilen: Sein Testergebnis war negativ – wir wollen uns gar nicht ausmalen, was für ein Risiko eine Coronainfektion für ihn mit seinen 177 Jahren wäre

Bwahahahahaha! 😂️

Mit da-da-digitalen QR-kohd fürs testergebnis, wisst schon, für den bekwemen und sicheren impfnachweis.

Bwahahahahaha! 🤣️

Auch weiterhin ganz viel spaß beim festen glauben an den überall fluffig leicht und völlig konsekwenzenlos zugesagten schutz eurer persönlichen daten! Die liste wäxt und wäxt und wäxt. Autokennzeichen müsste man sein, nicht mensch. Dann würde der datenschutz energisch durchgesetzt… 👍️

Datenschleuder des tages

Verschiedene polizeien der USA haben rd. 600 stunden videomaterjal aus ihren hubschraubern ohne zugriffsschutz in der „klaut“ abgelegt und damit im wahrsten sinne des wortes veröffentlicht [archivversjon].

So könnten Personen damit aus einer so weiten Entfernung identifiziert werden, dass ihnen nicht bewusst sein dürfte, dass sie überhaupt gefilmt werden, vermutet Thalen. Mithilfe von Wärmebildkameras ist es teils außerdem möglich, Personen im Inneren von Gebäuden zu erkennen

Auch vom staat eingesammelte daten sind niemals sicher!

Auch weiterhin viel spaß beim festen glauben an den überall lufteleicht und völlig konsekwenzenlos zugesagten schutz eurer persönlichen daten. Die liste wäxt und wäxt und wäxt. Autokennzeichen müsste man sein, denn deren recht auf datenschutz wird energisch und wirksam durchgesetzt. Leider ist man nur mensch…

Ich finde es ja immer wieder lustig…

…wenn für geräte, die durch und durch als totalüberwachungswanzen konzipiert wurden, immer wieder einmal softwäjhr angeboten wird, mit der es mehr privatsfäre und weniger überwachung geben sollt.

Leute, wenn ihr weniger überwacht werden wollt, dann kauft euch zum hackenden henker nochmal einfach kompjuter, deren hersteller euch das recht einräumen, selbst darüber zu entscheiden, welche softwäjhr darauf ausgeführt wird. Und schon mit denen habt ihr nicht viel sonne. Aber irgendwelches privatsfären-schlangenöl…

Das hebt den möglichen Datenschutz für alle Android-Nutzer auf ein völlig neues Level

…mag euren „möglichen datenschutz“ auf eine „neue ebene“ heben, aber wenn ihr wissen wollt, wieviele millimeter in welche richtung diese neue ebene liegt, dann sollt ihr euch gefälligst vorstellen, was andere euch in einem artikel suggerieren.

Kompjutersicherheit erzielt man nicht, indem man auf unsicherem systemem ein bisschen antivirus-schlangenöl schmiert, statt sicherere system zu verwenden. Und privatsfäre erzielt man nicht, indem man die wanzen mit privatsfäre-schlangenöl einreibt, sondern indem man die wanzen aus seinem leben so weit entfernt, wie es gerade noch möglich und erträglich ist. Ich werde manchmal als rückständiger technikfeind beschimpft. Weil ich kein scheißwischofon habe und so ein scheißding nicht einmal geschenkt annehmen würde. Beschimpft werde ich von leuten, die mir nicht ruckelfrei erklären können, was der unterschied zwischen analog und digital ist und die nicht einmal elementare vorstellungen davon haben, wie ein kompjuter funkzjoniert und programmiert wird. Und schließlich:

Und das Beste daran, es klappt auch ohne „Root“

Ein kompjuter, auf dem ihr nicht root sind dürft, gehört nicht euch, sondern jemanden anders. Ihr liefert nur kaufpreis, strom und daten. Gehören tut die technikverhindernde überwachungskiste einem anderen. Das ist ganz schön doof, in so etwas kaufpreis, strom und daten reinzustecken, findet ihr nicht?

Also lasst es. Dann braucht ihr auch kein schlangenöl.

Überraschung des tages

Wenn ihr irgendwelche wanzen — also diese wischofone, diese am werk trojanifizierten kompjuter, auf denen andere darüber entscheiden, welche softwäjhr darauf ausgeführt wird — ständig mit euch rumtragt, dann werden diese wanzen dazu benutzt, euch möglichst tiefgreifend zu überwachen:

In einer Studie fanden Sicherheitsforscher Anfang des Jahres heraus, dass Android-Geräte von Google im großen Umfang Daten an den Konzern schicken, auch wenn man diese Übermittlung von Telemetrie-Daten eigentlich abgestellt wähnte. Nun ist ein Vorteil von Android, dass man auch Geräte anderer Hersteller mit dem Betriebssystem kaufen kann. Diese hätten durchaus die Möglichkeit, weniger Daten zu übermitteln und die Privatsphäre der Kunden zu respektieren. In einer neuen Veröffentlichung erklärt dasselbe Wissenschaftler-Team nun aber, dass auch viele alternative Hersteller wie Samsung, Xiaomi, Huawei und der Oppo-Sprössling Realme eine große Menge an Daten übermittelt, ohne dass der Nutzer des Gerätes dies abstellen kann

Niemand, ich wiederhole: niemand hätte damit rechnen können!!1!

Idjoten!

Und übrigens, heise: es ist keine datensammelwut. Es ist ein gemütskranker datensammelfaschismus.