Guhgell des tages

Am I FLoCed? Eine neue webseit, um sich auf guhgells invasives experiment testen zu lassen

Heute starten wir Am I FLoCed, eine neue webseit, die ihnen zeigen wird, ob ihr krohm-brauser in ein versuchskaninchen für „Federated Learning of Cohorts“ oder „FLoC“, guhgells neuestes experiment für gezielte reklame, umgebaut wurde. Wenn sie eine versuchsperson sind, werden wir ihnen zeigen, wie ihr brauser sie auf jeder webseit, die sie besuchen, beschreibt. Am I FLoCed ist eine der maßnahmen, die invasiven praktiken der reklametechnik-industrie — einschließlich guhgell — ans licht zu bringen, in der hoffnung, dass wir ein besseres internetz für alle aufbauen können, eines, in dem unsere privatsfäre respektiert wird, unabhängig davon, wie profitabel diese für technikunternehmen auch sein mag

[Der link führt auf eine englischsprachige webseit, und wer gut englisch lesen kann, sollte vor dem klick besser eine speitüte in der nähe haben]

Ich habe immer davor gewarnt, ausgerechnet den webbrauser der größten privatrechtlichen überwachungsfirma der welt zu benutzen. Jetzt wird dieser brauser eben zum trojaner umgebaut. Und ich vermisse den trost darin, recht gehabt zu haben. Gut, dass es für den webbrauser noch alternativen gibt. Nutzt sie!

Datenschleuder des tages

„Eventus media international“ hat namen, wohnanschriften, mäjhladressen, geburtsdaten, testdatum und ergebnis des tests von mehreren tausend menschen im internetz veröffentlicht, die einen coronatest gemacht haben [archivversjon]. Es reichte für den zugriff aus, ID-kohds durchzuprobieren. Weitere sicherheitsvorkehrungen gab es nicht. Oder anders gesagt: es war nicht einmal strafbar, da keine besonderen sicherheitsvorkehrungen überwunden werden mussten.

Nicht, dass hier noch jemand glaubt, mit den weit in die privat- und intimsfäre reinreichenden gesundheitsdaten, die irgendwo massenhaft angesammelt werden, würde man irgendwie verantwortungsvoller als mit anderen daten umgehen! Aber nein doch, das würde ja nur innovazjon behindern… oder, um es mit dem PRessesprecher dieser datenschleuder zu sagen:

Dass Hacker trotzdem auf einen Teil der Daten zugreifen konnten, tut uns leid, und wir entschuldigen uns bei den betroffenen Kunden

Ditschitäll first, entschuldigung second. 🤮️

Übrigens, herr PRessesprecher: sie können sich gar nicht entschuldigen. Sie können nur um entschuldigung bitten. Selbst angesichts so einer datenschleuderei labern sie noch wie ein arrogantes arschloch daher! Sie sind widerlich. Gehen sie bitte sterben!

Ich bin mal gespannt, wie hoch das bußgeld nach DSGVO ausfällt. Ob es wieder nur ein paar cent pro betroffenen datensatz werden, oder ob wenigstens beim rumschleudern mit gesundheitsdaten ein etwas härterer maßstab angelegt wird. Oder ist diese DSGVO doch nur dazu da, autokennzeichen zu schützen, während auf den datenschutz von menschen geschissen wird?

Wischofon des tages

Nutzt hier jemand ein wischofon mit ändräut? Oder ein wischofon mit äppels eiOS? Und, schon schön sicher konfiguriert, damit ihr nicht immer überwacht werdet? Nicht? Macht nichts, ist auch kwatschegal, denn ob ihr da hilflos an irgendwelchen knöpfchen rumfingert oder nicht, ist sowohl scheißguhgell als auch scheißäppel scheißegal:

Wir untersuchen, welche daten eiOS auf einem eiFohn an äppel überträgt und welche daten guhgells ändräut auf einem pixel-telefon an guhgell übertragt. Wir stellen fest, dass sowohl eiOS als auch guhgells ändräut im durchschnitt alle 4,5 minuten daten mit äppel/guhgell austauschen, selbst, wenn das gerät in minimaleinstellungen betrieben wird und sich im leerlauf befindet. Die IMEI des telefons, die serjennummer der hardwäjhr, die serjennummer der SIM und die IMSI, die händynummer werden an äppel und guhgell übertragen […] eiOS sendet die MAC-adressen von geräten in der nähe, etwa von anderen händys oder dem router zusammen mit deren GPS-standort an äppel. Zurzeit gibt es nur wenige bis gar keine realistische möglichkeiten, diese datenübertragung zu verhindern […] Sowohl eiOS als auch guhgells ändräut übertragen telemetriedaten, selbst wenn der anwender das ausdrücklich ablehnt

Ich weiß gar nicht, werte wischofon-benutzer, die ihr jede verdammte scheißminute eures lebens einen werksseitig mit schadsoftwäjhr verseuchten scheiß-kompjuter anderer leute durch eurer scheißleben tragt, was ihr gegen den totalitären überwachungsstaat in der DDR hattet. Erich Mielke hätte euch ganz dolle lieb gehabt.

Datenschleuder des tages

Ein Hacker namens ShinyHunters hat aktuell Daten von 2,28 Millionen Nutzern der Dating-Website MeetMindful veröffentlicht […] Die im Jahr 2014 ins Leben gerufene Dating-Website MeetMindful.com wirbt damit, eine Lücke im Dating-Markt auszufüllen. Das Technologieunternehmen aus Denver, Colorado, richtet sich an Menschen, die an Gesundheit, Wohlbefinden und Achtsamkeit interessiert sind. Zielpersonen sind insofern alle, die sich u.a. für Yoga, persönliche Entwicklung und Nachhaltigkeit interessieren

Na, ist doch prächtig! Dann können die opfer jetzt mal drauf meditieren, warum es eine gewisse „nachhaltigkeit“ hat, wenn man überall in diesem internetzdingens alle möglichen daten angibt. Wenn diese daten dann irgendwann für erpressungen (bei unüblichen sexuellen wünschen in moralisch restriktiven umfeldern) oder für einen kriminellen identitätsmissbrauch benutzt werden, dann ist es mit gesundheit, wohlbefinden und achtsamkeit schnell vorbei, und stattdessen gibt es nur noch stress, ärger und kosten.

Auch weiterhin viel spaß beim festen glauben an den überall lufteleicht und völlig konsekwenzenlos versprochenen schutz eurer persönlichen daten! Die liste wäxt und wäxt und wäxt.

Der einzig wirksame datenschutz besteht nach wie vor in strikter zurückhaltung bei der angabe von daten aller art (das bedeutet übrigens auch, den webbrauser sehr restriktiv zu konfigurieren, einen adblocker zu verwenden und die ausführung von javascript nur ausnahmsweis zuzulassen, und nicht jedesmal, wenn ein scheißpresseverleger es mit lügen erzwingen will). Alles andere ist glauben an die versprechungen irgendwelcher dritten, die über ein anonymisierendes technisches medium mitgeteilt werden. Angesichts der zustände: dummes glauben.

Datenschleuder des tages

In einem Hacker-Forum ist eine Datenbank mit persönlichen Daten von über 77 Millionen Nitro-PDF-Accounts aufgetaucht […] Die Datenbank soll 14 Gigabyte groß sein. Darin finden sich unter anderem E-Mail- und IP-Adressen, Firmennamen und Passwörter

Heise hat übrigens in dem ganzen artikel die firmierung „nitro software inc“ einfach weggelassen. Natürlich ist diese klitsche für die datenschleuderei verantwortlich. Die softwäjhr „nitro PDF“ hat sich ja nicht von allein geschrieben.

Auch weiterhin viel spaß dabei, bei jeder registrierung für eine softwäjhr eure mäjhladresse anzugeben! Ist ja so schön, wenn mal wieder jemand schreibt… 🗑️

Und natürlich viel spaß beim festen glauben an den überall leichtherzig und konsekwenzenlos versprochenen schutz eurer persönlichen daten in einem land, in dem es wirksamen datenschutz nur für autokennzeichen, aber nicht für menschen gibt. Die liste wäxt und wäxt und wäxt.

Da wäxt zusammen, was zusammen gehört

Gerichtsdokumente sollen zeigen, dass Google das soziale Netzwerk bei Werbeschaltungen bevorzugt hat. Im Gegenzug soll Facebook darauf verzichtet haben, in direkte Konkurrenz mit Google zu treten

Hier weiß ja hoffentlich jeder, was ein werbeblocker ist und wie man ihn installiert. Und ja nicht abschalten, weil man irgendwo auf einer webseit (zum beispiel von scheißpresseverlegern) dazu genötigt wird.

Klingelingeling die datenschleuder

Na, habt ihr auch immer und überall brav eure telefonnummern auf irgendwelchen webseits angegeben, wenn ihr zur „erhöhung eurer kontosicherheit“ darum gebeten worden seid? Ist ja auch echt scheiße, wenn man sonst gehäckt wird. Oder wenn man die S/M-drexseit gar nicht mehr nutzen kann, ohne dass man da seine telefonnummer preisgibt. Die ganzen freunde, herzchen und däumchenhochs! Die vom fratzenbuch eingesammelten telefonnummern kann man jetzt einfach kaufen. Kommt, fühlt euch sicherer! Und es ist doch so schön, wenn mal wieder jemand anruft!

Ich bin ja mal gespannt auf das bußgeld nach DSGVO gegen das fratzenbuch, das es offensichtlich nicht geschafft hat, auf seine daten aufzupassen. Oh, da gibt es kein bußgeld? Datenschutz ist hier nur für autokennzeichen, nicht für menschen? Was für ein jammer! 🤮️

„Cyber cyber“ des tages

Eure gesundheitsdaten sind in allerbesten händen! Auf die kartenterminälls ist sogar ein siegel der bummsrepublik deutschland gebatscht worden, die kannste nicht einfach aufmachen…

Unklar ist bislang, warum die mit BSI-Siegeln verplombten Kartenterminals eine einfach zu öffnende Bodenklappe haben. Diese ist weder – wie im Handbuch beschrieben – verklebt, noch mit Siegeln des BSI gesichert

…außer an der bodenklappe.

Oder anders gesagt: bei stromzählern gibt man sich mehr mühe, sie unzugänglich zu machen, als bei gesundheitsdaten. Warum? Vermutlich, weil der strom etwas wert ist, eure gesundheit, eure privatsfäre und der schutz eurer intimen daten hingegen nicht. 🤬️

Scheißpresseverleger des tages

Indem Ihr auf die Knöpfe in diesem Kasten drückt – und zwar egal welchen! – legalisiert Ihr das, was ursprünglich schon lange verboten war. Dieser vorgeschaltete Cookie-Kasten ist nichts anderes als eine Clearingstelle dafür, dass die Verlage jetzt ungebremst Daten über Euch sammeln, Profile erstellen und damit dann machen können, was Sie wollen […] 470 Tracker lässt alleine die Süddeutsche Zeitung auf ihre Leser los. 470! Das hat mir die SZ auf Anfrage schriftlich bestätigt

Mit lecker video vom bayerischen datenschmutzbeauftragten.

Wirklich schade, dass dieses pressesterben so verdammt langsam geht! Stirb, scheißpresse, stirb! Verrecke, verleger, verrecke!

Nur für den unwahrscheinlichen fall, dass diese dokumentazjon der völligen leserverachtung und des halbseidenen leserverkaufes demnächst mit irgendeinem BRD-juratrick aus dem internetz gekegelt wird, ist hier noch eine archivversjon. Nicht, dass in vergessenheit gerät, was für arschlöcher jene sind, die sich als vierte macht im staate aufspielen.

Und unterdessen gibt es in der BRD einen wirksameren datenschutz für autokennzeichen als für menschen. 🤮️

Internetz der dinge des tages

Gravierende Sicherheitsmängel bei Peniskäfig-Sextoys von Cellmate

Der komplette Datenbankinhalt aller Cellmate-Nutzer sei bisher unverschlüsselt über die API zugänglich gewesen. Dazu gehören personenbezogene Daten wie Nutzernamen, Kennwörter im Klartext, E-Mail-Adressen, Telefonnummern, Geschlecht, Kontakte innerhalb der Plattform und selbst GPS-Daten zur Position der Nutzer

Ich wünsche den freunden des internetzes der dinge (also zum beispiel autofahrern) auch weiterhin ganz viel spaß und orwellness beim festen glauben an den überall versprochenen schutz der persönlichen daten! Die liste wäxt und wäxt und wäxt.

Datenschleuder des tages

Benutzt hier jemand die äpp für die meikrosoft-suchmaschine „bing“ auf seinem wischofon? Keine gute idee, denn da ist nicht nur überwachung drin wie in den anderen scheißäpps auch, da ist auch eine ordentliche datenschleuderei mit veröffentlichung von logdateien drin, und zwar so heftig, dass sich die „bing“-nutzung oft mit gewissem aufwand einer person zuordnen lässt:

  • Suchanfragen inkl. Zeitstempel
  • Standortinformationen (genauer Standort im Umkreis auf 500m, falls der Zugriff auf den Standort via Berechtigungen erlaubt ist)
  • Gerätemodell
  • Betriebssystem
  • Drei eindeutige Identifier
    • ADID: Eindeutige ID für das Microsoft-Konto
    • Geräte-ID
    • Ein Geräte-Hash (Device Hash)
  • Liste der URLs, die die Benutzer aus den Suchergebnissen angeklickt haben
  • […]

Ehrlich gesagt ist mein mitleid mit leuten, die eine äpp für eine web-suchmaschine benutzen, statt einfach ein lesezeichen im webbrauser zu verwenden, so unwesentlich über den nullpunkt, dass man schon ein mikroskop braucht, um es überhaupt zu erkennen.

Seit es diese scheißwischofone gibt, bedeutet das wort „äpp“ nur noch eines: anwendung mit heimlich verbauter, trojanischer überwachungsfunkzjon. Und die leute finden es einfach nur noch geil und können gar nicht mehr damit aufhören, diese ganze spitzelscheiße durch ihr ganzes leben zu tragen. Auf eigene kosten, versteht sich. An diesen leuten sind die freiheitsrechte einfach nur noch verschwendet, und sie werden im kommenden scheißfaschismus gar nichts vermissen… 😦

Smartding des tages

Mitmensch doof in seiner orwellness so: „Alexa, gib jedem häckkind auf dieser welt zugriff auf alle meine tonaufzeichnungen, meine persönlichen daten und meine bankverbindung„.

Die Schwachstelle besteht in über 200 Millionen weltweit ausgelieferten Geräten

Wenn doch nur vorher jemand gewarnt hätte!!!elf!1!

Übrigens: scheißamazon (und damit mittelbar die scheißgeheimdienste und die polizeien der USA) hat diesen zugriff schon immer gehabt, und ihr hattet kein problem damit. Nur jetzt, wo eure von euch höchstbekwem und voll „smart“ selbst verfasste STASI-akte mal ganz öffentlich werden könnte, bekommt vielleicht der eine oder andere ein problem. Die konzerne lieben euch doch alle, sie lieben doch!

Überwachung des tages

Anomaly Six:
Geheime Tracking-Software für US-Behörden in vielen Apps

Das im US-Bundesstaat Virginia sitzende Unternehmen Anomaly Six kann heimlich Standortdaten von hunderten Millionen Mobilfunknutzern weltweit erheben und verkauft darauf basierende Bewegungsprofile an Kunden wie US-Behörden und Firmen. Die sensiblen persönlichen Informationen stammten von über 500 Apps, schreibt das Wall Street Journal (WSJ). Der im militärisch-industriellen Komplex verortete Betrieb habe dazu ein eigenes Software Development Kit (SDK) in einige der Mobilanwendungen integrieren können

Und immer wieder zeigt es sich: geräte, die als abhör- und träckingwanzen für die kompjuteranalfabeten des 21. jahrhunderts konzipiert wurden, werden eben auch als abhör- und träckingwanzen benutzt. Erich Mielke hätte euch alle so sehr geliebt! Die freiheits- und menschenrechte sind an euch einfach nur verschwendet.

Und bitte schön weiter daran glauben, dass die ganzen cyber-cyber-bedrohungen von china und russland ausgehen, während die scheißgeheimdienste der scheiß-USA euch am liebsten noch analsonden einpflanzen würden, um ihre datensammlung zu vervollständigen! Der stinkende onkel jornalist in presse und glotze hat euch ja jeden verdammten scheißtag erzählt, dass die chinesen und die russen ganz schlimme finger sind. Müsst ihr ganz fest dran glauben! Der hat ja so einen schönen anzug an, und so eine seriöse krawatte…

Äppel des tages

Äppel so zu den käufern seiner produkte: hej, du da, kauftrottel! Du machst da eine abdeckung über die im klapprechner eingebaute kamera. Was soll das? Brauchst du doch gar nicht. Wir lassen doch schließlich eine LED aufleuchten, wenn die kamera benutzt wird. Und außerdem darfst du hilflos in den kameraeinstellungen rumklicken und feste glauben, dass du nicht trotzdem ausgespäht wirst. Also mach deinen spannerschutz mal ganz schnell wieder weg! Nicht, dass du noch dein teures displäjh damit beschädigst!

Dass äppel überhaupt noch kunden hat… 😦

„Ich habe doch nichts zu verbergen“ des tages

Recherchen von netzpolitik.org zeigen das Missbrauchspotenzial von PimEyes, einer kostenlosen Suchmaschine für 900 Millionen Gesichter. Alle, von denen es Fotos im Internet gibt, könnten schon Teil ihrer Datenbank sein

[…] Vor acht Jahren lädt ein Partyfotograf diesen Schnappschuss im Internet hoch. Dylan hatte ihn schon vergessen – bis heute. Denn mit einer Rückwärts-Suchmaschine für Gesichter können alle dieses alte Partyfoto von Dylan finden. Dazu müssen sie nur sein Profilbild aus dem Karrierenetzwerk Xing hochladen, kostenlos und ohne Anmeldung. Dylan will sein privates und berufliches Leben aber getrennt halten: Tagsüber arbeitet er als Banker in Frankfurt am Main

Wenn euch doch nur jemand davor gewarnt hätte, fotos in irgendwelche webseits hochzuladen! Jetzt kommt es eh nicht mehr drauf an… zumindest für die vielen idjoten, von denen es berge von fotomaterjal im internetz gibt.

Ach, und ist es nicht schön, dass mit der DSGVO in der europäischen scheißunjon mehr datenschutz für autokennzeichen als für menschen durchgesetzt wird? Das liegt sicher daran, dass datenschutz als schutzrecht für menschen gar nicht vom EU-p’litbüro gewünscht ist. 🤮

Smartdingens des tages

Prof. dr. Offensichtlich hat einen nebendschobb beim bummskartellamt angenommen!

Bundeskartellamt:
Smart-TV-Hersteller verstoßen massiv gegen die DSGVO

Vernetzte Fernsehgeräte sammeln oft ohne Wissen der Betroffenen intime Nutzungsdaten, haben die Wettbewerbshüter festgestellt. An der IT-Sicherheit hapere es

Ich will es mal so sagen: wenn mir in den achtziger jahren jemand erzählt hätte, dass ich noch einmal eine zeit erleben würde, in der eine glotze als „smart“ bezeichnet wird, dann hätte ich mich doch umgebracht.

Aber heute heißt „smart“ ja nicht mehr „schlau“, sondern „verwanzt“.

Datenschleuder des tages

Oracle hat sich auf träcking, überwachung und datensammelei im internetz diversifiziert, aber leider nicht daran gedacht, dass man die gesammelten daten auch sicher ablegen muss.

Auf einem ungesicherten, ohne Passwort zugänglichen Server stieß der Experte auf ein Verzeichnis mit Milliarden personenbezogener Datensätze, die für jedermann offen einsehbar waren

Was heißt hier „personenbezogene datensätze“?

Namen, Anschriften, E-Mail-Adressen und andere personenbeziehbare Daten von Nutzern aus aller Herren Länder. Darunter seien auch sensible Browsing-Verläufe gewesen, die von Shopping-Touren im Web bis zu Abbestellungen von Newsletter-Abonnements reichten […] Fein abgestufte Aufzeichnungen über die Surfgewohnheiten von Menschen im Web könnten Hobbys, politische Vorlieben, Einkommensklassen, den Gesundheitszustand, sexuelle Präferenzen und andere persönliche Details offenbaren

Na, ist doch prima, ihr habt doch alle nix zu verbergen! :mrgreen:

Laut Branchenexperten verfolgt BlueKai rund 1,2 Prozent des gesamten Datenverkehrs im Web und arbeitet mit den Betreibern einiger der größten Homepages und Online-Dienste wie Amazon, ESPN, Forbes, Levi’s, MSN.com, Rotten Tomatoes und der New York Times zusammen

Schön, dass mal ein paar firmierungen eurer feinde erwähnt werden. Ich hoffe, ihr kennt alternativen zu diesen scheißklitschen, die einfach ihre webseitbesucher an irgendwelche halbseidenen überwachungsläden verkaufen!

Und ihr wisst doch hoffentlich alle, wie ihr euch vor solchen stalker-arschlöchern schützen könnt, oder? Mit einem wirksamen javascript-blocker und einem wirksamen adblocker. Und nein, ihr dürft dann natürlich nicht jeder jornalistischen drexseit wieder das privileg einräumen, javascript-kohd in eurem webbrauser auszuführen, nur, damit ihr die geilen, empörungsaktiven tittitäjhnment-nachrichten lesen könnt, mit denen ihr für die scheißreklame geangelt werden sollt. Wer das macht, wird eben von seinen scheißjornalisten an die reklameheinis und fäkalschnüffler des träckinggewerbes verkauft. Alles andere, was euch der scheißjornalist erzählt, warum ihr javascript abschalten sollt, ist nichts als lüge, lüge und lüge. Aber hej, so gewöhnt ihr euch schon einmal daran, dass ihr von scheißjornalisten belogen, verarscht und an der nase herumgeführt werdet. Für mich färbt das ja auch auf den so genannten jornalismus ab. Glaubt nicht jedem dahergelaufenen fäjhknjuhs-arschloch aus dem internetz! 😉

Wem das blocken von javascript und scheißreklame — also ein bisschen klicken — zu viel aufwand ist: auch weiterhin viel spaß beim festen glauben an den überall völlig konsekwenzenlos versprochenen schutz eurer persönlichen daten! Die liste wäxt und wäxt und wäxt. Ditschitäll first, bedauern second!

Ach ja, und wenn ihr schon dabei seid, euch endlich mal etwas anzuziehen, statt breitbeinig datennackt im internetze rumzustehen, dann hört auch gleich damit auf, eure mäjhl im webbrauser zu machen und installiert euch eine gute mäjhlsoftware, die nicht jeden scheißdreck nachlädt und so an die absender zurückfunkt, dass eine mäjhl angekommen ist und gelesen wurde. Die einrichtung wird die meisten von euch nicht mehr als zwei oder drei klicks und zwei minuten eurer lebenszeit kosten, da sie für die gängigsten mäjhl-anbieter klicki-klicki halbautomatisch geht.