Übrigens, juhtjuhbber!

Es gibt ein geheimrezept, wie ihr es hinbekommen könnt, dass ich bei euren videos niemals auf das däumchenhoch klicke und bei euren kanälen niemals abonniere, und ich bin gern bereit, es euch zu verraten: Je aufdringlicher, flackernder, stimmenergischer ihr darum bettelt, desto geringer ist meine neigung. Wenn es dann gar sieben-minuten-videos sind, aber am ende eine ganze minute mit eurem sinn- und hirnlosen gebettel drangehängt wird, klicke ich sogar aufs däumchenrunter. Und wenn ihr so bescheuert seid, schon vor dem beginn eurer eigentlichen mitteilung um däumchenhochs und abos zu betteln, dann gibt es von mir ganz schnell zwei klicks: einen auf das däumchen nach unten, und einen auf das kreuzchen beim brausertab, um euer selbstverliebtes, narzisstisches scheißgelaber abzuschalten, mit dem ihr idjoten um die herausgabe einer relevanzsimulazjon anschnorrt.

Mit denen, die dann bei euch bleiben, wäxt zusammen, was zusammengehört. Aber die intelligenz ist es nicht… :mrgreen:

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Hadmut Danisch des tages

Verlust der Artikulationsfähigkeit […] Eines ist, dass viele […] in ihrer Kommunikation dazu neigen, nicht inhaltlich-semantisch zu sprechen, sondern sich emotional zu synchronisieren

Ich wollte, es wäre auf frauen beschränkt! Männer brauchen für diese unterordnung ihres verstandes unter einem überpersonalen prozess nur ein bier und ein bisschen brüllball, viele können sogar das bier weglassen… 😦

Wisschenschaft des tages

In den USA wird derzeit sehr viel über soziale Medien und die Auswirkungen von Fake News auf die Politik diskutiert. Soziale Medien sind ein Vehikel, mit dem Falschmeldungen transportiert werden. Ich denke aber, dass wir soziale Medien und die Frage, welche Auswirkungen sie auf Gesellschaft haben, noch immer nicht wirklich verstehen. Die Wissenschaft hinkt hinterher

Werter herr Rahwan,

wenn sie wirklich probleme damit haben, S/M wissenschaftlich zu verstehen, möchte ich ihnen gern einen kleinen tipp geben, der ihnen vielleicht dabei hilft. Es soll ja manchmal in der wissenschaft hilfreich sein, die erscheinungen der realität so zu lassen, wie sie sind und sie so genau wie möglich zu beschreiben, um sich dann einen reim darauf zu machen.

Schauen sie sich zum beispiel mal die benutzerschnittstelle vom zwitscherchen an. Da rollen allerhand kürzsttexte aus von jedem teilnehmer selbstgewählten kwellen vorbei, und unter jedem kürzsttext ist ein kleines graues herzchen, das rot wird, wenn man draufklickt und auf diese weise seine zustimmung bekundet. Dieser mechanismus ist so einfach, dass vermutlich auch gut dressierte meerschweinchen damit klarkommen, ohne sich intellektuell überfordert zu fühlen. Widerspruch ist indessen viel aufwändiger, denn er erfordert die sprachliche formulierung eines gegenstandpunktes oder zumindest einwandes, was mit gedanklicher tätigkeit und bis zu einhundertvierzig tastendrücken verbunden ist, und zwar, während in mechanischer eile die fiepser durch das fenster rollen und an der geringen aufmerksamsfähigkeit des S/M-datenviehs zerren.

Neben dem herzchen sieht man eine zahl, wie viele andere leute auf das herzchen geklickt haben, und diese zahl sieht auch der mensch, der den kürzsttext verfasst hat. Diese zahl ist ein maßstab für die zustimmung durch jene, die sich die kürzsttexte freiwillig in ihr virtuelles leben geholt haben. Nebenan beim fratzenbuch gibt es däumchen statt der herzchen, aber das grundsätzliche rauschmittel für die verhungerte psyche ist das gleiche.

Psychologisch führt eine große angezeigte zahl zu der illusjon, dass man auf einer großen welle der anerkennung, zustimmung und wahrheit durch einen ozean der bedeutungslosigkeit gleitet. In wirklichkeit plantschen die zwitscherchen-nutzer im regelfall mit gleichgesinnten in einem klärbecken.

Alle S/M-erscheinungen — von spämm über populistische vorgehensweisen bis hin zu dort üblichen propagandaformen — erklären sich aus diesem einfachen mechanismus zwanglos und einleuchtend von selbst.

In der hoffnung, ihnen, herr Rahwan, bei ihrer schwierigen wisschenschaftlichen arbeit geholfen zu haben verbleibe ich als ihr

Elias
S/M-experte

Schauspielern als einzige kwalifikazjon, maske erforderlich…

Was bei einer präsentation gesagt wird, um anderen leuten das geld aus der tasche zu leiern, ist ziemlich egal, solange nur ein attraktiver, überzeugung ausstrahlender mann dazu auftritt. Ein gar nicht überraschendes stück forschung, das mir ganz nebenbei wieder einmal klar macht, warum diese gestalten in unserer psycho-gesellschaft nach oben zum gelde zur macht getragen werden, die eben nach oben getragen werden. Alles eine einzige inszenierung; sogar die sozjalheinis reden immer von „rollen“ und „rollenerwartungen“ und machen damit klar, dass nichts und niemand mehr echt zu sein hat.