Schlagzeile des tages

„Rewe sagt danke“
Supermarkt bucht Frau 8,5 Milliarden Euro ab

Aber keine panik:

Die Commerzbank-Filiale teilte der Frau mit, dass es sich um einen einfachen Software-Fehler handelte

Niemand hat irgendeine schuld daran. Es war der kompjuter. Ein softwäjhr-fehler, das ist ja schicksal, das passiert ja einfach so, da kann man gar nix machen. Freut ihr euch auch schon so sehr auf die einfachen softwäjhr-fehler in „selbstfahrenden“ autos und auf die von scheißbanken und scheißp’litikern scheibchenweise vorangetriebene abschaffung des bargeldes?

Und nun zu den lokalmeldungen…

Ich wünsche dem REWE-markt auf der limmerstraße (höhe straba-haltestelle küchengarten, nähe ihmezentrum) viel spaß mit seinem geschäftsmodell, wenn er auf einmal keine kunden mehr hat und eventuell doch noch in den laden gehende neulindener und gelegenheitslaufkundschaftstypen von irgendwelchen menschen auf der straße mit worten und zetteln belästigt werden, die gar nicht gut zur REWE-reklame passen wollen… nein, das wird sich nicht binnen zweier wochen totlaufen, das wird monatelang so weitergehen. Gegen den modernen feudalismus der besitzenden hilft nämlich nur konsekwenter widerstand.

Null-euro-job des tages

Acht Monate arbeitete eine junge Frau in einem Supermarkt als Praktikantin und erhielt dafür keinen Cent. Das ist rechtens, hat nun das Landesarbeitsgericht Hamm entschieden

Die Klägerin habe das Praktikum als Teilnehmerin einer berufsvorbereitenden Maßnahme der Bundesagentur für Arbeit absolviert […] Die Frau hatte im Oktober 2012 mit einem einmonatigen Schnupperpraktikum begonnen. Dieses verlängerte der Supermarkt mehrfach um einen Monat, immer ohne Bezahlung – und immer mit einer Lehrstelle als Köder. Nach gut vier Monaten, am 6. März 2013, schlossen die Klägerin und die Rewe-Filiale einen Ausbildungsvertrag, gültig ab dem 1. September 2013. Bis dahin sollte sie weiter unentgeltlich arbeiten. Irgendwann wollte die Frau sich nicht mehr ausbeuten lassen – und nahm sich einen Anwalt

Wozu auch immer dieses geld?! Die leute solln doch froh sein, dass sie arbeit haben!

Denkt dran, wenn ihr das näxste mal zu überteuerten preisen beim „rewe“ einkaufen wollt — beim billigeren „aldi“ kriegen die leute, die da malochen, wenigstens noch geld.

Tolle preiserhöhungs-idee des tages

Die tolle preiserhöhungs-idee des tages: digitale preisschilder in rewe-supermärkten, die richtig schnelle preisänderungen ermöglichen, ohne dass da einer noch irgendwelche etiketten austauschen müsste. Wäre ja auch scheiße, wenn die preise übern tag konstant blieben und nicht zu den stoßzeiten rasch ein bisschen angehoben werden könnten. Ich wünsche rewe für diese tolle idee viel negatives sozjales fiehdbäck seiner kunden und wegbrechende umsätze, weil sich kaum jemand so an der nase herumführen lassen möchte. Diese verachtung der intelligenz von kunden sollte rewe in vollem ausmaß zurückgegeben werden, bis die geschaffene möglichkeit der schnellen, tageszeitaktuellen preisanpassung zur gewinnerhöhung einfach wieder entfernt wird. Oder will wirklich jemand da draußen die auf diese weise völlig intransparent gemachten preiserhöhungen haben?

Natürlich gilt das nicht nur für rewe, sondern für jeden scheißladen, der mit so einer scheiße anfängt. Ich behellige ja ungern Fefe mit meinen vorschlägen, aber eben ist eine mäjhl rausgegangen. Denn das ist in meinen augen ein gutes tema für die „bildzeitung des deutschen internetzes“… 😉

Kleines neusprech-bonbon dazu: ein LCD nennt man jetzt „e-ink“, weil… ähm… ja, weil das irgendwie neu und besser als LCD klingt. Und wegen des modernen „e“, versteht sich.