Bezahldienstleister des tages

Wisst ihr, wie pubertierende an den geschlechtsverkehr herangehen? Einfach, schnell und gefährlich.

Das gibts natürlich auch für erwaxene. Bezahlen sie ganz smart, bekwem und totalsuperdupersicher mit ihrem scheißwischofon dank revolut und visa, wisst schon, ist einfach nur genial! Was kann dabei schon schiefgehen? Ist ja auch genial sicher, der werber hats euch doch gesagt, und sein stinkender bruder von jornalist fands auch gleich ganz toll und hats für die beste erfindung seit der banknote gehalten:

Der Angriff erfolgte übers Handy. Mehrere Revolut-Kunden erhielten ein SMS. Man soll sein Konto „verifizieren“ […] Dazu gabs einen Link. Wer diesen anklickte und darauf seine Daten mit Passwort eingab, war verloren […] Die Kunden riefen sofort bei Revolut an. Dort nahm niemand ab. Es gibt nur Schriftverkehr und Warteschlaufen […] Die Gangster verschoben via der Kreditkarte des Kunden, welcher dieser mit seinem Konto bei Revolut verbunden hatte, hohe Beträge auf fremde Konten […] Die Gelder sind weg

Hej, kommt leute und stellt euch nicht so an. Da habt ihr halt mal ein paar tausend oder auch mal ein paar zehntausend fränkli als lehrgeld für eine kleine, freundlich erteilte sicherheitsbelehrung an kriminelle bezahlt, die euch hoffentlich fortan dabei hilft, nie wieder so unendlich doof zu sein und auf irgendeine reklame reinzufallen und euer geld einem scheißwischofon anzuvertrauen! Und hej, sicherheitsbelehrte: euer gezwitschertes gejammer „mein konto wurde gehäckt“ ist auch ganz schön doof. Klingt aber irgendwie viel epischer als „ich fingere an meinem wischofon auf allem herum, was man befingern kann und gebe dann arglos irgendwelche bänkingdaten ein“. 🎣

Zum glück hat dieses „revolut“ schon ausgemacht, wer jetzt schuld daran ist, dass es zu so einem massenhafen, erfolgreichen und ertragreichen phishing kommen konnte: der telekom-dienstleister, über den die phishing-SMS versendet wurden.

Im Tages-Anzeiger gab Revolut der Swisscom die Schuld. Die Phishing-SMS liefen über das Netz des Schweizer Telekom-Riesen

Da muss man erstmal drauf kommen! 🤦🤣👏🤣

Also ruhig so weitermachen, leute! Das hat doch alles nix damit zu tun, dass man teuer teuer geld über sein wischofon bewegt — also über einen kompjuter, der so gebaut ist, dass man ihn gar nicht sicher machen kann und auf dem man bänking-äpps benutzt, die nicht mehr laufen, wenn man sich unter aufopferung der gewährleistung wenigstens durch „rooten“ ein aktuelles betrübssystem besorgt hat. :mrgreen:

Ein kleiner und völlig kostenloser sicherheits-tipp von mir: schlangenöl hilft auch nicht gegen doofheit, die auf kriminelle energie prallt. Dagegen hilft nur hirn. Gegen phishing gibt es nämlich eine ganz einfache und völlig kostenlose sicherheitsmaßnahme, die hundertprozentig wirksam ist.

Gender des tages

Na, ist diese hochnotgerechte genderneusprech-sprache mit ihren diversen zungenstrafen nahe an den lebensproblemen der sorgsam propagandistisch vorbereiteten bevölkerung? In der schweiz ist sie es jedenfalls nicht:

Anlässlich des sogenannten Frauenstreiks vom Juni hat die Zeitung „20 Minuten“ rund 11600 Personen gefragt: „Sollte man gendergerecht schreiben?“ Aufgrund der über Wochen andauernden mehr oder weniger tendenziösen Berichterstattung zu gleichstellungspolitischen Themen in den Medien hätte ich eigentlich klare Zustimmung erwartet.

Umso mehr hat mich verblüfft, dass nicht nur 87 Prozent der befragten Männer, sondern auch 70 Prozent der Frauen angaben, „nur wenig von gendergerechter Sprache“ zu halten. Lediglich 11 beziehungsweise 24 Prozent der Befragten waren der Meinung, dass „Geschlechterstereo­type durch Sprache zementiert“ würden

Nun, ihr politikmachenden und euch-selbst- wie weltverblödenden, die ihr uns die „studierenden“, „radfahrenden“, „autofahrenden“, „antragstellendenenden“, „zu-fuß-gehenden“ und dergleichen neusprech in die gesetzestexte geschrieben habt und diesen sprachkranken bullschittsprech zunehmend verpflichtend macht, ihr löst ein problem, dass nicht wirklich existiert. Ich sehe da ja eine menge existierende probleme, derer man sich mal annehmen könnte… :mrgreen:

Gruß auch an die stadt hannover, deren angestellten und beamteten verpflichtet sind, genderneusprech zu schreiben und zu sprechen.

Überwachung des tages

Benutzt hier jemand „protonmail“ aus der schweiz, so wegen datenschutz, verschlüsselung und sicherheit?

Leute, wenn ihr nicht permanent automatisch mitgelesen werden wollt, schreibt in eurer mundart handschriftlich mit eurer normalen klaue (und gern in etwas obskurer rechtschreibung) briefe, die ihr mit der post versendet! Alles, was digital ist, wird massenhaft automatisch aufgesaugt und ausgewertet. Überall. Egal, was euch versprochen wird.

Wenns auf die metadaten nicht ankommt, sondern „nur“ auf den schutz der inhalte, dann nehmt PGP! Das kostet nichts und ist so sicher, dass euch überall und permanent von scheißjornalisten eingeredet wird, es sei schwer zu benutzen — neben dem „nehmt doch lieber diesen total sicheren anbieter, kostet ja auch nicht so viel geld“. 😦

Viel spaß noch im neuen faschismus!

Das wahre wort des tages

Ich glaube, es gehört in die Abteilung Illusion zu meinen, dass man eine Linksteuer einführen kann, die man den großen Verlagen gibt, und dass sich diese dann mit Facebook, Google und Co. einigen und dass das den Journalistinnen und Journalisten nützt. Ich gehe davon aus, dass das Gegenteil der Fall sein wird

Ich glaube, ich werde dann mal hausfrau…

…der kleine schnitt am hodensack ist ja schnell gemacht. Während männer auch in zukunft für unter zehn øre die stunde heizkörper ins fünfte stockwerk wuppen sollen, wird es höchste zeit, dass frauen mal angemessen für hausarbeit bezahlt werden:

Eine Gruppe von Feministinnen aus Bern lässt nun eine Forderung aus den 1970er Jahren wiederaufleben: Lohn für Hausarbeit […] Würde man die ganze Arbeit in Haushalten mit Kindern zu marktüblichen Löhnen bezahlen, würde das etwa 7000 Franken im Monat kosten, sagt Anja Peter. „In diese Richtung sollte es gehen. Das wäre ein riesiger Befreiungsschlag für die Frauen!“

Dass feministinnen noch einmal von heim und herd schwärmen würden, hätte ich mir nie träumen lassen. Aber immerhin ist diese forderung nach bezahlung für eine unvergütete tätigkeit mal wesentlich näher bei der lebenswirklichkeit der meisten frauen als die idjot*innenforderungen aus dem völlig durchgeschepperten BRD-universitätsfeminismus, die zum beispiel demnächst nach dem willen der vorstände von CDU, CSU und SPD (die scheißgrünen werden ganz sicher dabei sein, und zwar gleichermaßen gedankenlos wie begeistert) in eine zwar gesetzliche, aber klar menschenrechts- und grundgesetzwidrige frauenkwote für die besetzung des BRD-bummstages umgewandelt werden. Das möchte ich mal sehen, wie die karlshure oder der europäische menschenrechtshof es im urteil kommentiert, wenn jemand nicht zu wahl steht, weil ihm die genetische eignung dafür fehlt. Da kann man auch gleich schädel vermessen, damit keine nichtarier in die parlamente kommen!

Jetzt fallen sogar Roboter auf den Gewerkschaftsschwindel rein…

Weltpremiere in der Schweiz: Auf einer Gewerkschaftsversammlung bat am Wochenende der erste Roboter um Aufnahme in den Angestelltenverband

Da frage ich mich nur noch, wann sich die erste weitgehend automat produkzjonsstraße eines autoherstellers die passende gewerkschaft sucht… und womit wohl die mitgliedsbeiträge dafür bezahlt werden, dass leute gut leben können, die ständig in jeder nur denkbaren form gegen die interessen der mitglieder handeln.

Wählen sie einfach und bekwem über das internetz…

Elektronische Abstimmungen
Hacker finden Schwachstelle im grössten Schweizer E-Voting-System

…denn das ist total bekwem und einfach.

Was muss eigentlich noch mit solchen „wahlvereinfachungslösungen“ schiefgehen, bis auch der letzte vollpfosten bemerkt hat, dass man das besser lässt? Ach, der letzte vollpfosten ist merkbefreit und sitzt auf jeder verdammten regierungsbank in diesem verdammten europa? Na, dann muss eben hinterher wieder über die pösen pösen russen geheult werden, die „unsere wahlen“ häcken. :mrgreen:

Datenschleuder des tages

Die schweizer steuer-äpp fürs wischofon „steuern59.ch“ hat sämtliche daten aller nutzer ohne zugriffsschutz in eine „cloud“ von amazon gestellt und somit im internetz veröffentlicht. Alle diese auch für kriminelle banden sehr leckeren daten waren auch für technisch eher weniger interessierte zeitgenossen mit frei verfügbarer softwäjhr automatisiert aufzufinden.

Nach Informationen, die heise online exklusiv vorliegen, speicherten die Android- und iOS-Apps dieser Firma alle in der App erhobenen Daten sowie abfotografierte Dokumente beim Cloud-Anbieter Amazon Web Services (AWS). Die Daten in diesem sogenannten AWS Bucket waren für jeden, der ein kostenloses AWS-Konto besitzt, frei einsehbar. Darunter unter anderem die Steuererklärungen und Steuerbescheide, sowie alle abfotografierten Belege wie Lohnabrechnungen, Versicherungsnachweise und Geburts- und Heiratsurkunden hunderter App-Nutzer […] Des Weiteren enthielt der AWS Bucket die Chat-Verläufe der Kunden, in denen diese zum Teil ihre Steuererklärung mit dem Dienstleister besprechen – diese Protokolle waren ebenfalls im Klartext gespeichert

Natürlich waren auch die passwörter der nutzer im klartext gespeichert, dieses gesalzene häsching aus den siebziger jahren kann ja niemand implementieren, wenn er nur ein geschäft mit einer schnell gehäckselten äpp machen will…

Aber sage niemand, dass er nicht vorher gewarnt war! Da steht zwar in den „datenschutzbestimmungen“ für die nutzung dieser scheißäpp…

Die Sicherheit der Nutzer steht an erster Stelle

*kicher!* …dass die sicherheit an erster stelle steht, vermutlich, weil der lügenwerber diese 08/15-formulierung so empfohlen hat, aber da steht auch…

Die Übermittlung von Daten über das Internet ist leider nicht absolut sicher. Die App Steuern59.ch arbeitet mit Dienstleistern und Internetanbietern zusammen, welche angemessene technische und organisatorische Sicherheitsvorkehrungen treffen, um die personenbezogenen Daten der Nutzer zu schützen. Die App Steuern59.ch kann jedoch keine Garantie für die Sicherheit der vom Nutzer übermittelten Daten übernehmen. Jede Datenübertragung erfolgt daher auf eigenes Risiko

…dass die offenbar völlig unseriöse und offen kundenverachtende klitsche, die diese äpp „steuern59.ch“ anbietet, mit allen möglichen, selbstverständlich gegenüber den nutzern ungenannten subunternehmern und subsubunternehmern zusammenarbeitet, jegliche verantwortung für deren datenverarbeitung ablehnt. Was bleibt, ist das „eigene risiko“. Wisst schon, eure sicherheit steht an erster stelle. :mrgreen:

Ich wünsche euch allen auch weiterhin viel spaß beim festen glauben an den überall so leicht und völlig konsekwenzenlos versprochenen schutz eurer persönlichen daten! Die liste wäxt und wäxt und wäxt.

Der jornalismus-unterschied zwischen BRD und schweiz

In der schweiz sorgen zumindest noch einige zeitungs- und fernsehjornalisten dafür, dass die menschen mitbekommen, wie die p’litische klasse die nachrichten von PR-manipulatören zensieren will.

Die Intervention des Sprechers ist ein Beispiel dafür, wie Kommunikationsleute bestimmen möchten, was Konsumenten sehen, lesen und hören

So etwas gilt natürlich nicht für die reguläre hauptnachrichtensendung. In der BRD wird staatsfromm über solche dinge hinweggegangen.

Fäjhknjuhs des tages

Der „chaos computer club südostschweiz“, der eine datenabladestelle für informanten namens „swissleaks“ betreibt und demnächst eine veranstaltung namens „chaos alpen kongress“ machen will, hat nichts mit dem CCC zu tun.

Nicht, dass noch jemand darauf reinfällt oder sich gar nach lesen der üblichen fäjhknjuhs auf irgendwelchen jornalljewebseits darauf verlässt, dass die von diesen leuten betriebene datenabladestelle für informanten so gut und sicher wäre, wie es der ruf des CCC verspricht.

Datenschleuder des tages

Die swisscom hat die daten von 800.000 kunden veröffentlicht. [Archivversjon] Aber das ist gar nicht weiter schlimm, denn wie im NZZ-artikel zwischen den zeilen deutlich wird, hat jeder der 3.500 „vertriebspartner“ der swisscom einen vollzugriff auf den datenbestand gehabt, so dass alle diese daten schon längst in „interessierten kreisen“ fluktuierten.

Auch weiterhin viel spaß beim festen glauben an den überall konsekwenzenlos versprochen schutz eurer persönlichen daten! Die liste wäxt und wäxt und wäxt.

Datenschleuder des tages

Eos, eine schweizerische keineswegs nur in der schweiz tätige¹ inkassoklitsche, hat 33.000 „kunden“-datensätze rausgeschleudert:

Die erhobenen Informationen sollen zum Teil sehr alt sein und bis ins Jahr 2002 zurückreichen. Wenn die Schuld beglichen ist, müssten private Informationen eigentlich gelöscht werden

Ach, wer wird denn im zeitalter des „datenreichtums“ (A. Merkel), wo „digital first, bedenken second“ (FDP) gilt, die schönen eingesammelten daten über irgendwelche menschen wieder löschen. Die könnten ja noch irgendwann einmal etwas wert sein.

[…] ein Ordner mit dem Namen Upload. Darin sollen sich […] „ganze Krankenakten“ befinden, wenn Krankenhäuser ausstehende Beträge von Patienten einforderten […] unter anderem Informationen über Vorerkrankungen […] Scans von Ausweisen […] detaillierte Kreditkartenabrechnungen

Ich wünsche euch allen auch weiterhin viel spaß beim festen glauben an den überall völlig folgenlos versprochenen schutz eurer persönlichen daten! Die liste wäxt und wäxt und wäxt. Und morgen labert irgendein innenp’ltiker wieder „cyber cyber“, um die chinesische durchzensur des internetzes zu fordern, aber auf die idee, solche datenschleudereien von wirtschaftsunternehmen, die vor der organisierten kriminalität dienen, mal mit angemessenen haftungspflichten und strafmaßen zu belegen, konnen die scheiß innenp’litiker nicht. Tatsächlich wurde in der BRD noch nie eine strafe für eine derartige datenschleuderei verhängt, und eine haftung gegenüber den davon betroffenen menschen gibt es nicht. Aber hauptsache, der „häjhtspietsch“ im internetze wird mit willkürgesetzen bekämpft und irgendwelche „fäjhknjuhs“ im internetze werden zur ursache der unzufriedenheit vieler bewohner der BRD mit der gegenwärtigen p’litik erklärt!

Und nein, die vom staat eingesammelten daten sind auch nicht sicherer.

¹Danke, @AtariFrosch für den hinweis!

Oh, ist jemandem die propaganda aufgefallen?

Warum lösen vereinzelte (Terror-)Anschläge in Europa in den Medien und bei den Politikern eine derart breite Resonanz aus, während die vielen zivilen Opfer von Kriegen nur selten eine Erwähnung finden? Warum wird nicht heftig darüber debattiert, wie Kriege beendet werden können? Und warum nicht darüber recherchiert und informiert, wer die Kriege finanziert und wer die Waffen liefert?

Und der schreibt über die schweizer propaganda, nicht über die wesentlich weitreichendere aus der BRD… 😦