Wissenschaftsjornalisten erklären euch S/M

Vergesst die datenautobahn, hier kommt die hassautobahn:

Vergiftetes Netz […] Hass-Inhalte […] Hass-Netzwerk […] „Hass-Autobahnen“ […] Brutstätten für Gruppen, Kommentare und Posts mit extremistischen Ansichten und Ideologien […] Hass zerstört Leben […] wie wir es in El Paso, Orlando und Christchurch gesehen haben […] Cluster von Hass-Inhalten […] Meinungsknoten, die über die ganze Welt verteilt sind […] komplexe Hass-Ökologie […] Über diese Autobahnen werden Hass-Inhalte mit nur einem Klick übertragen […] Hass-Netzwerk […] ‚dunkle Pools‘ von Hass-Verknüpfungen […] Wie beim Unkraut

Ich habe nur mal ein paar worte ausgelassen, um die essenz und substanz der propaganda und zensur-PR in dieser wisschenschaft der george-brainwashington-university bloßzulegen. Dass ich auf scinexx einmal einen derartig offen propagandistischen artikel finden werde, hätte ich nicht für möglich gehalten. Und nun etwas musik.

Originalekwelle

Wie man leben im weltraum findet?

Einfach mal gucken, ob auf extrasolaren planeten irgendwas leuchtet. Klingt nicht gerade nach einer einfachen aufgabe, wenn man so zwischen fünf und ein paar hundert lichtjahre davon weg ist und direkt neben dem planeten so eine lästige, viel heller leuchtende sonne steht… ist aber auch nur was für die teleskope der zukunft.

Lange nicht mehr so viele konjunktive in einem text auf scinexx gelesen. Aber hej, dafür gibt es auch noch eine klare aussage:

Diese Leuchtphänomene gehören zu unseren besten Chancen, Leben auf Exoplaneten zu finden

Ich — als nichtastronom und ohne formale wissenschaftliche ausbildung — sehe da eine mögliche bessere schangse in spektroskopischen untersuchungen von extrasolaren planeten-atmosfären, die übrigens auch extrem schwierige messungen werden. Für den einfluss von leben auf die atmosfäre eines planeten haben wir einen sehr guten präzedenzfall: die erde. Das bisschen metan in der irdischen atmosfäre steht in einem auffälligen chemischen ungleichgewicht zum sauerstoff (es würde unter anwesenheit von sauerstoff unter energiefreisetzung zu kohlendioxid und wasser), was zeigt, dass es durch einen… ähm… sehr exotischen chemischen prozess immer wieder neu erzeugt werden muss. Im fall der erde geschieht dies natürlich durch den stoffwexel in lebensformen.

Popeye hatte recht!

Spinat stärkt die Muskeln und fördert das Wachstum von Muskelzellen […] In bisherigen Tests mit Muskelzellen in Zellkulturen zeigte das Phytosteroid eine stärkere Wirkung als klassische Dopingmittel wie das anabole Steroid Metandienon

Da werden viele leistungssportler jetzt wohl ihre nudelmahlzeiten um vier kilogramm spinat am tag ergänzen… :mrgreen:

Weltuntergang des tages

Wenn die sonne mal ein bisschen hustet, ist es mit der ganzen elektronik auf der erde erstmal vorbei, und das wird wohl irgendwann passieren. Leider gibt es zu wenig daten, um dieses irgendwann ein bisschen zu präzisieren, zum beispiel als ein wahrscheinlichkeitsintervall innerhalb eines jahrhunderts.

Das wird aber bitter, wenn es wunderschöne nordlichter bis afrika gibt und die leute halten ihre händis zum himmel, um ein foto zu machen, und die händis funkzjonieren gar nicht mehr. Genau wie insta-vergrämung, fratzenbuch und guhgell. Und dann machen sie das radio an, das noch rumsteht, aber das bleibt auch stumm. Und dann steigen sie ins auto, um einkaufen oder zur arbeit zu fahren, aber die motorsteuerung ist durch. Und wenn dann ihr leben auf einen schlag sinnlos geworden ist, können sie nicht einmal mehr guhgelln, wie man sein leben denn mal wirksam und schmerzlos beenden kann… 😀

Und nun zur fysik

Es ist zumindest unter bestimmten umständen möglich, kwantensprünge (ein unglückliches wort, ich weiß) vorherzusagen:

Demnach sind Quantensprünge zwar zufällige und diskrete Ereignisse. Gleichzeitig aber ist die Entwicklung des einzelnen Sprungs vorhersehbar und verläuft nicht zufällig. „Der Ablauf jedes Sprungs ist damit kontinuierlich, kohärent und deterministisch“, erklären die Physiker. „Die deterministische Natur des ununterbrochenen Fluges kommt für uns überraschend – es ist eine Insel der Vorhersagbarkeit im Ozean der Unsicherheiten.“

<spock>Faszinierend!</spock>

Astronomische überraschung des tages

Dass es auf dem planeten mars wasser gegeben hat, überrascht niemanden mehr, denn die von wasser geformten geologischen (besser: areologischen) strukturen waren schon auf hochauflösenden fotos aus einer umlaufbahn sichtbar. Heute ist der mars knochentrocken und recht… ähm… kühl, wie man es bei der größeren entfernung von der sonne und der sehr dünnen atmosfäre auch erwarten könnte. (Die schon in etwas größeren teleskopen von der erde aus sichtbaren polkappen des mars bestehen nicht aus wassereis, sondern aus gefrorenem kohlendioxid.) Aber es ist überraschenderweise viel länger viel mehr flüssiges wasser auf dem mars herumgeflossen und hat dort oberfläche gebildet, als es die marsklimamodellierer bislang erwartet haben.

Gängiger Theorie nach war der Mars schon vor rund drei Milliarden Jahren ein kalter Wüstenplanet. Regen fiel so gut wie gar nicht mehr, weil auch die Atmosphäre längst zu dünn für dicke Regenwolken war. Doch die Flusstäler aus dieser Zeit zeichnen nun ein ganz anderes Bild. Demnach gab es trotz des frostigen Wüstenklimas zwischendurch doch noch Perioden mit starken, kurzen Regenfällen

Die schangse, dass man da irgendwann einmal spuren einer von der erde unabhängigen biologischen evoluzjon (also spuren früheren lebens) findet, ist also gar nicht so schlecht — vorausgesetzt, wir erkennen die überreste völlig fremder lebensformen überhaupt als solche. Und genau daran habe ich so meine zweifel, denn wir kennen ja nur ein einziges mögliches modell (nämlich das irdische) für diese hochkomplexen wexelwirkungen in einem fließgleichgewicht, die wir „leben“ nennen, und alle unsere annahmen gehen dahin, dass es woanders im kosmos sehr ähnlich sein müsse. Zu leicht findet man sich da als landbewohner wieder, der in einer stadt wie berlin vergeblich nach dem dorfgemeinschaftshaus sucht, es nicht findet und daraus schließt, dass dort wohl keine menschen leben…

Kippt schön die cola in euch rein…

…für die eure spochtidole, musiker und brüllballvereine reklame machen! Die muss ja gesund, musik und spochtlich sein!

Um dies zu überprüfen, führten Goncalves und sein Team ein Experiment mit Mäusen durch, die eine genetische Prädisposition für Darmkrebs besaßen. Diese bekamen einmal täglich eine Fructose-Glucose-Lösung im Verhältnis 55:45 – das Süßungsmittel, das für die meisten Limonaden verwendet wird. Auf den Menschen übertragen entsprach die Menge einer Dose Limonade am Tag. Die Mäuse blieben dadurch normalgewichtig – was den Faktor Übergewicht ausschloss […] Zwar hatten „süßen“ Mäuse nicht mehr Darmtumoren als Kontrolltiere ohne Zuckerkonsum, aber die Tumoren waren signifikant größer und aggressiver. „Das spricht dafür, dass schon eine mäßige Aufnahme von fructosehaltigen Getränken das Tumorwachstum begünstigen kann – auch unabhängig von Übergewicht oder metabolischem Syndrom“

Coca-cola-reklame aus dem jahr 2018: HOLT EUCH EURE HELDEN -- LIMITIERTE SPIELERDOSEN -- mit auf die sosen gestempelten spielern der DFB-auswahl

Prost! Viel spaß beim heldentod aus der bestempelten blechdose! :mrgreen:

Natürlich und gesund

Na, gibt sich hier jemand die lt. reklame guten, natürlichen und überaus gesunden nahrungsergänzungsmittel, mit denen man gut, natürlich und überaus gesund werden soll? Da ist aber öfter mal für den menschen nicht so gutes, völlig natürliches und ziemlich ungesundes gift drin:

„In einigen Nahrungsergänzungsmitteln ist der Gehalt so hoch, dass bereits nach kurzfristigem Verzehr toxische Wirkungen möglich sind“, berichtet BfR-Präsident Andreas Hensel […] Das BfR empfiehlt, zumindest auf Produkte auf Basis von PA-bildenden Pflanzen vollständig zu verzichten

Tja, wenn man lange genug die reklame aufnimmt, dann glaubt man auch im zustand des überflusses an hochwertigem essen irgendwelche mängel zu haben, so wie mitmensch grünen-wähler und frauenzeitschriftsleserin. Und dann kauft man solche meist absurd überteuerten kwacksalbereien voller „wertvoller inhaltsstoffe“ und „natürlichkeit“ und dann schmeißt man halt das gift in sich rein. Schon dumm, wenn man dumm ist. Leider ist das gift wohl nicht stark genug, dass sich die dummheit noch in dieser generazjon rausmendeln würde…