Zitat des tages

Ich kann ja verstehen, dass jemand nicht länger die paar hundert øre im jahr für ein abo der FAZ blechen will, aber manche schreiben dazu auch noch ein schönes brieflein, damit niemand in der redakzjon sagen kann, er habe von nix gewusst:

Es trifft wohl zu, was in den letzten Jahren immer wieder festgestellt und auch von Peter Hoeres bekräftigt wurde: Journalisten schreiben heute in erster Linie für ihresgleichen. Sie suchen die Anerkennung in ihrem eigenen Milieu, was in der wechselseitigen Verleihung von Journalistenpreisen seinen Höhepunkt findet. Dem „Portal für preisgekrönten Journalismus“ – das gibt es tatsächlich, und zwar offenkundig ohne jede satirische Absicht – entnehme ich, dass es in der Bundesrepublik 548 Journalistenpreise und 17 253 Preisträger gibt. Wenn mehr als ein Preis pro Tag verliehen wird, kommt sicher jeder mal dran, der nicht allzu sehr aneckt.

Da will ich als Leser und Abonnent nicht weiter stören.

Stirb, scheißjornalist, stirb! Verrecke, verleger, verrecke! Nehmt euer herbeilobbyiertes scheiß-leistungsschutzrecht mit in die würmergrube!

Grüße auch an Claas Relotius, der beim hirnficken stets wortgewandten und vielfach von anderen scheißjornalisten preisgekrönten edelfeder des ehemaligen nachrichtenmagazins „der speichel“. 👋

Scheißjornalisten des tages

Womit beschäftigen sich eigentlich diese scheißjornalisten, wenn sie beim „rescherschieren“ das internetz benutzen?

Beim Recherchieren bewegen sich die befragten Journalisten anders in den sozialen Netzwerken als der gewöhnliche Internetnutzer: Twitter und Blogs nutzen sie etwa dreimal so häufig, Facebook und YouTube rufen sie deutlich seltener auf. 69,7 Prozent der Journalisten vertrauen Tages- und Wochenzeitungen als Absendern von Social-Media-Kanälen besonders, 54,1 Prozent anderen Journalisten

Richtig! Sie beschäftigen sich vor allem mit anderen scheißjornalisten.

Ich wünsche auch weiterhin viel spaß beim genuss des irrelevanten bullschi… ähm… der nachrichten aus einer selbstbezüglichen parallelgesellschaft, die sich vollständig vom rest der menschen in der BRD entkoppelt hat und sich dabei für die speerspitze der investigazjon hält. Immer schön danach richten, was die euch nachrichten! :mrgreen:

Stirb, jornalist, stirb! Du stinkst!

Selbstbezüglichkeit des tages

Ich kann mich noch gut an die mitte der nuller jahre erinnern, als kwalitätsjornalisten über die selbstbezüglichkeit der „bloggosfäre“ — das war damals das bullschittmodewort für die bloggenden menschen — gespottet haben, darüber, dass blogger über blogger bloggen. Von daher erfüllt es mich mit einer gewissen nachträglichen genugtuung, dass bezahlte zuarbeiter aus der menschenverachtenden contentindustrie so völlig anders sind:

Wie absurd waren heute im ZDF-Morgenmagazin die Bilder vom Besuch der Angehörgen der japanischen Absturzopfer an der Gedenkstele in Frankreich? Polizei-Wagen fuhren vor, um der Kamera-Horde den Blick auf die Trauernden zu verwehren. Das zeigt, wie vorbereitet die Polizei auf mediale Berichterstattung ist. Was passierte? Die Kameras filmten sich gegenseitig, wie sie nicht filmen konnten, was sie filmen wollten

Auch weiterhin viel spaß mit dem geschreibe von menschenfeinden, die irgendwelche köder brauchen, mit denen sie menschen zur reklame locken!

Jornalismus des tages

„Wir“ brauchen mehr jornalismus über jornalismus, vermutlich weil der apparat der contentindustrie noch nicht genug um sich selbst kreist.

(Leute, wenns keine wettervorhersagen gäbe, dann würde den anteil von lebenspraktisch relevanten informazjonen aus presse und glotze gegen null prozent streben. Also beschäftigt euch einfach weiter viel mehr mit euch selbst, ihr jornalisten! Selfies sind ja auch gerade schwer in. Das wird euch also retten!)