Skeip des tages

Meikrosoft nimmt sich jetzt das recht raus, bei skeip-gesprächen zuzuhören, um einschreiten zu können, wenn da „offensive sprache“ verwendet wird… und glaube mal keiner, dass dabei nicht auch tonaufnahmen gemacht und langfristig archiviert werden, sind ja daten, rohstoff des 21. jahrhunderts, könnten ja irgendwann noch einmal wichtig und wertvoll werden.

Auch weiterhin viel spaß und orwellness mit euren zentralisierten kommunikazjonsdiensten. Die alternativen waren euch ja zu kompliziert. Tja, dann eben totalüberwachung, zehnmal schlimmer als in der DDR. Scheiß auf die freiheitsrechte, es gibt doch wischofone.

Hej, und das nacktheit und pr0n gelöscht von meikrosoft werden, das wird ja einhellig begrüßt, von einer komischen koalizjon aus neurechten fundireligjösen und trollfeministisch argumentierenden post-linken. Wer da nicht auf linje ist, ist ein nazi und ein gottloser und ein holzscheit für das höllenfeuer!

„Internet der dinge“ des tages

Na, braucht hier noch eine jemandin eine lösung ohne problem. Zum beispiel einen WLAN-fähigen vibrator mit eingebauter kamera, natürlich kinderleicht angreifbar und offen wie ein scheunentor [der link geht auf einen englischen text]…

The hard-coded credentials, admin:blank, make it „trivial“ to connect to the dildo’s Web admin interface

Und nein, das ist noch lange nicht alles.

Exhibizjonistinnen, die so etwas erregend finden, haben jetzt endlich eine möglichkeit, ihre bedürfnisse auszuleben, ohne sich strafbar zu machen. :mrgreen:

Javascript des tages

Stell dir mal vor, du startest eine anwendung, und die „begrüßt“ dich mit einer „fehlermeldung“, dass du die sicherheitseinstellungen deines webbrausers lockern musst, um diese anwendung benutzen zu können.

Hallo? Meikrosoft? Jemand zuhause bei euch im kopfe? Macht ihr solche irreführenden meldungen, damit ihr in zukunft noch besser die nutzer eurer betrübssysteme vollspämmen könnt?

Meikrosoft des tages

Meikrosoft hat auf seiner skeip-webseit ein paar „Exciting news for Linux users„, sagt aber nicht, was für welche das sein sollen. [Dauerhaft archivierte versjon]

Nicht, dass die jetzt linuxern eine „kostenlose betrübssystemaktualisierung“ auf windohs zehn andrehen wollen, die zur vergrößerung des erfolges als skeip-softwäjhr für linux getarnt wurde… :mrgreen:

„Cloud“ des tages

Ist doch schön, wenn alles in der „cloud“ — also auf den kompjutern anderer leute — herumliegt und auf jedem gerät verfügbar ist. Vor allem, wenn man eine ziemlich verbreitete scheißsoftwäjhr wie skeip benutzt, die jeder mensch mit einer simplen textnachricht abschießen kann:

He noted that „clearing chat history not helps, because when skype download chat history from server, it will crash again“

Ich wünsche euch auch weiterhin viel wolkigen spaß mit den beglückungsideen der bewölkten kompjuterenteignungstechnik!

Skeipp des tages

Durch die Nutzung der Software gewähren Sie Skype eine Lizenz für geistiges Eigentumsrecht, mit der Skype die Inhalte Ihrer Kommunikation verwenden kann, um die Produkte bereitstellen zu können

Ja richtig, leute: skeipp fordert mit den neuen nutzungsbedingungen nicht mehr (wie zurzeit noch) die einwilligung damit, dass die nachrichten temporär gespeichert werden, um übermittelt werden zu können; skeipp fordert seinen nutzern die abtretung eines immaterjalgüterrechts für weitere nutzungen, welche zum henker das auch immer sein sollen. Auch weiterhin viel spaß beim ach so einfachen schnattern über die angebote zentraler dienstleister; auch weiterhin viel spaß bei der langsam, aber zielstrebig vorangetriebenen entrechtung und enteignung von nutzern!

(Nein, das ist nicht so ein großes ding und nach den unverschämtheiten in den guhgell-mäjhl-nutzungsbedingungsen auch gar nicht mal so neu. Aber es ist eine dieser durchaus erwähnenswerten kleinigkeiten, technisch und juristisch erstmal völlig unnütz. Das große ding wird meist aus vielen kleinen gebaut, und auch bei der anfertigung einer kette empfiehlt sich schrittweises vorgehen. Und übrigens: wass die PRresselügner von skeipp jetzt dazu absondern, ist irrelevant, denn für die skeipp-nutzer gelten nicht die PR-lügen, sondern die AGB.)

Was in den USA nicht erwünscht ist

Gestern informierte Skype über neue Nutzungsbedingungen, die am 29. März 2014 in Kraft treten. Unter anderem heißt es in 5.7(c): “Sie dürfen keine unangebrachten Bilder hochladen, herunterladen oder versenden”. Als Beispiel für diese Unangebrachtheit wird “Nacktheit” genannt

Aber wenn man die satanischen und jugendgefährenden brustwarzen oder das gemächte mit einer großkalibrigen, automatischen waffe bedeckt, ist vermutlich alles wieder in ordnung.

Keine überraschung: „skype“ ist abhörbar

Dass „skype“ abhörbar ist — seien wir doch mal angesichts eines niemals offen gelegten protokolles ehrlich — ist keine so große überraschung. „Skype“ hatte als unternehmen nun einmal seinen sitz in europa, und so musste das unternehmen eben auch europäischen ermittlern zugriff ermöglichen, so sieht es nun einmal aus. Übrigens, nur am rande bemerkt: genau das gleiche gilt auch für die riesengroße volxverarschung, die zurzeit unter den namen „de-mail“ und „e-postbrief“ so tut, als ermögliche sie eine sichere kommunikazjon.

Wenn auch völlig unklar ist, welche techniken beim zoll (vermutlich auch bei der bundespolizei, bei den geheimdiensten und bei den landeskriminalämtern) zum einsatz kommen, um „skype“-gespräche abzuhören, ist eins doch klar: Skype ist auf keinen fall mehr als grundlage für eine vertrauliche kommunikazjon zu betrachten, und das ist keineswegs nur bei verbrechern so. Die möglichkeit, dass diese techniken außerhalb der richterlich kontrollierten polizeiarbeit angewendet werden ist jederzeit gegeben. Ob dabei ein korrupter polizeibeamter hilfestellung leistet, oder ob die gesamte technische infrastruktur zum mithören in andere hände gerät, ist eher unwichtig. Da, wo es sich für wirtschaftsspionage lohnt oder wo es ganz generell um geld geht (und sei es, um die angebotshöhe eines mitbewerbers in erfahrung zu bringen), da könnte schnell ein anreiz entstehen, ordentlich einfluss zu nehmen. Und irgendwann führt solche einflussnahme auch zum erfolg.

Die allgemeinen staatlichen begehrlichkeiten gegen jede verschlüsselte kommunikazjon bleiben natürlich auch bestehen.

Aber davon abgesehen: es ist mir eh unvorstellbar, warum man für eine „sichere kommunikazjon“ ausgerechnet auf die technische nachbildung eines telefongespräches über die infrastruktur des internetzes setzt und sich dann auch noch von einem einzigen dienstleister abhängig macht. Ist den menschen, die auf unbelauschtes austauschen angewiesen sind, denn gar nicht bewusst, dass es andere möglichkeiten gibt, von PGP-verschlüsselter mäjhl bis zu SIP-vermittelten kanälen für beliebige multimedjale inhalte, die über ein VPN getunnelt werden? Bei allen diesen vorgehensweisen (es gibt wohl noch etliche mehr) hätte man die gesamte infrastruktur der kryptografie selbst unter kontrolle und wäre völlig unabhängig von letzlich unkontrollierbaren und korrumpierbaren dienstleistern. Wer auf diese „skype“-scheiße baut, belegt damit nur, dass er technisch dumm ist und allein deshalb kein geeigneter partner für die kommunikazjon über inhalte ist, die etwas empfindlicher sind. Denn bei einem technisch dummen partner am andere ende muss man davon ausgehen, dass der kompjuter des technisch dummen partners korrumpiert ist, und da nützt denn alle schöne verschlüsselung auf dem weg nichts mehr…