„Smart“-dingens des tages

In der EULA von Samsung wird darauf hingewiesen, dass man besser nichts Privates in Anwesenheit eines SmartTVs sagen sollte, weil die Spracherkennung dies irgendwohin übermitteln könnte

Auch weiterhin viel spaß mit euren ganzen bekwemen smartdingern! Fühlt euch einfach wie käptn Picard, wenn ihr auf dem 3D-brillen-holodeck mit dschungelkämp-content die festplatten der welt-GESTAPO vollkwatscht! Drüben bei guhgell könnt ihr euch mal den verlauf eurer sprachbefehle anschauen [der link führt zu guhgell und erfordert einen login mit einem guhgell-konto, aber das werden händi-nutzer ja schon kennen]. Ihr braucht auch echt keine angst zu haben, das könnt ja nur ihr euch anschauen. Ganz großes, dickes ehrenwort von guhgell, der klitsche, die sich in ihren nutzungsbedingungsen sogar die unverschämtheit als „recht“ rausnimmt, eure e-mäjhl mitlesen zu dürfen. Seid einfach weiterhin die datenbergwerke der werber und gedankenpolizisten, und freut euch schon auf die borgimplantate, ihr drohnen!

Keine satire! Normale orwellness!

Chile hat die lautesten Fußballfans. Zu diesem Ergebnis kommt eine Auswertung der Geräuschdaten aus den Wohnzimmern, die weltweit durch das in die Netatmo-Wetterstation integrierte Sonometers erfasst werden

Hach, das waren noch zeiten, als so eine wetterstazjon noch nicht „smart“, also kein überwachungsgerät war! Aber hej, wenns zusammen mit der fußballkacke kommt, kann man auch die dezibel-wanze im brüllzimmer besser ertragen. Die naheliegende frage, welchen zweck ein schalldrucksensor für die erfassung von wetterdaten haben könnte, gar nicht erst denken! Damit kann man eigentlich nur feststellen, ob geräusche in der bude sind, also im wesentlichen, ob jemand da ist (und präzise zeitliche profile über die wohnungsnutzung erstellen, einschließlich lebhaftigekeit des miteinanders). Am besten überhaupt nicht denken, sondern immer alles kaufen! Auch weiterhin viel spaß mit dem „internetz der dinge“ und euren ganzen smarten gädgets, ihr hirntoten digitaltinnef-käufer!

Uhrenfimmel

Wenn ich lese, wie viele idjoten da draußen es gar nicht abwarten können, sich eine smart watch ums handgelenk zu binden — oder zumindest so tun, als könnten sie es gar nicht mehr abwarten, weil sie für solches geschreibe von irgendeinem hirnficker-werbeheini ein paar klimpergroschen kriegen… seit ich ein händi habe, habe ich die armbanduhr nicht mehr vermisst. Aber erheiternd finde ich die vorstellung schon ein bisschen, dass demnächst auch uhren von viren und trojanern befallen sein werden. Wenn ich das vor nur einem jahrzehnt einem psychiater erzählt hätte… :mrgreen:

Lösung ohne problem des tages

Das wird ja heiter, wenn sie die „smartwatches“ als ganz tolle lösung verkaufen werden, für die es nur leider noch kein problem gibt. Dafür allerdings machen diese uhrförmigen armbandkompjuter ein paar neue probleme:

Derzeitige Smartwatches haben vergleichsweise kurze Akkulaufzeiten. Wer als Besitzer einer herkömmlichen Armbanduhr zu einer Smartwatch wechselt, muss sich umgewöhnen und die intelligente Uhr alle paar Tage an ein Ladegerät hängen

Nee, dann doch lieber ein tamagotchi. Das macht zwar virtuellen mist und will virtuelle brötchen und gelegentlich auch mal bespielt werden, aber wenigstens hält die batterie eine ewigkeit… und die uhrzeit kann es ja auch anzeigen. 😀

Lösung ohne problem des tages

ebay scheint voller Samsung Galaxy Gear Smartwatches zu sein, die keiner haben will. Sagt der Guardian. Und die scheinen so gut weg zu gehen wie Streusand in der Sahara

Niemand hätte erwarten können, dass die bereits mit wischofon ausgestatteten menschen (so ein wischofon zeigt übrigens die uhrzeit an) nicht auch noch eine armbanduhr mit einem in seinen funkzjonen arg eingeschränkten minikompjuter brauchen würden, der übrigens ohne wischofon völlig sinnfrei ist. Jedenfalls kein werbeheini und kein gädjet-verramscher… :mrgreen:

Prof. dr. Offensichtlich

Prof. dr. Offensichtlich hat mal wieder einen nebenjob, diesmal als datenschutzbeauftragter von berlin. Und dabei hat er gleich mal rausgekriegt, dass die ganzen immer mehr werdenden „smart“-dinger, die in der wohnung rumstehen und die man mit sich rumträgt, eine gefahr für die informazjonelle selbstbestimmung sind. Niemand hat das erwartet!

Die generazjon glotze kriegt internetz

Gibt es da draußen wirklich leute, die ihre kontoführung mit einer smart-glotze erledigen?

Bei drei von fünf untersuchten Smart-TVs kann man die Verschlüsselung knacken – zum Beispiel beim Online-Banking

Und gibt es da draußen wirklich hersteller von web-tauglichen smart-glotzen, die nicht dazu imstande sind, einen halbwegs verbreiteten brauser zu verwenden, der TLS hinkriegt? Programmieren die läden wirklich ihre brauser selbst? Und wo man schon dabei ist: Stellen solche klitschen wie samsung und LG nicht auch „smarte“ wischofone und wischopädds her? Hat sich mal jemand angeschaut, ob die dort auch scheiße gebaut haben?

Das sind halt „smarte“ glotzen…

Das sind halt „smarte“ glotzen, und die, die davor sitzen und sich hypnotisieren lassen, die sind nicht ganz so schlaue. Die können wir ja ruhig vollumfänglich in ihrem TV-konsum überwachen, wenn die überwachungsschnittstelle schon im standard für „smarte“ glotzen drin ist.

Ohne dass wir eine der Online-Funktionen aktivierten, schickten die Geräte bereits umfassende Daten über das Nutzungsverhalten ins Netz. Und zwar nicht nur an die Sendeanstalten, sondern auch an die TV-Hersteller – und sogar an die Datenkrake Google.

Dafür ist vor allem der Datendienst HbbTV verantwortlich, über den die TV-Sender den Fernseher anweisen können, eine bestimmte URL abzurufen

Auch weiterhin gute unten-haltung und viel spaß mit euren ganzen smart-dingern, die ihr in jeden bereich eures lebens stellt!

Werd überwacht und bezahl dafür!

Eine vom Bundeswirtschaftsministerium in Auftrag gegebene Kosten-Nutzen-Analyse bestätigt, dass der gesetzlich vorgesehene Zwangseinbau von Spionage-Stromzählern („smart meter“) ein Desaster ist: Die privaten Stromverbraucher können die hohen Einbau- und Betriebskosten der Spionagezähler von 109 Euro jährlich nicht auch nur annähernd einsparen. Der gesetzliche Einbauzwang droht einen gesamtwirtschaftlichen Schaden in Höhe von hunderten von Millionen von Euro zu verursachen. Die Gutachter schlagen allerdings nicht etwa den Stopp der Pläne vor sondern umgekehrt eine Ausweitung des Einbauzwang und die Einführung einer zwangsweisen viertelstündlichen Verbrauchsübertragung an den Anbieter.

Natürlich nur mit der optzjon, die gesammelten daten später noch zu marketingzwecken zu verkaufen…

Kleiner rückblick: so wurde im august gejubelt — mit ganz vielen bullschitt-zahlen aus der kristallkugel der BITKOMiker.