Lösung ohne problem des tages

Das wird ja heiter, wenn sie die „smartwatches“ als ganz tolle lösung verkaufen werden, für die es nur leider noch kein problem gibt. Dafür allerdings machen diese uhrförmigen armbandkompjuter ein paar neue probleme:

Derzeitige Smartwatches haben vergleichsweise kurze Akkulaufzeiten. Wer als Besitzer einer herkömmlichen Armbanduhr zu einer Smartwatch wechselt, muss sich umgewöhnen und die intelligente Uhr alle paar Tage an ein Ladegerät hängen

Nee, dann doch lieber ein tamagotchi. Das macht zwar virtuellen mist und will virtuelle brötchen und gelegentlich auch mal bespielt werden, aber wenigstens hält die batterie eine ewigkeit… und die uhrzeit kann es ja auch anzeigen. 😀

Lösung ohne problem des tages

ebay scheint voller Samsung Galaxy Gear Smartwatches zu sein, die keiner haben will. Sagt der Guardian. Und die scheinen so gut weg zu gehen wie Streusand in der Sahara

Niemand hätte erwarten können, dass die bereits mit wischofon ausgestatteten menschen (so ein wischofon zeigt übrigens die uhrzeit an) nicht auch noch eine armbanduhr mit einem in seinen funkzjonen arg eingeschränkten minikompjuter brauchen würden, der übrigens ohne wischofon völlig sinnfrei ist. Jedenfalls kein werbeheini und kein gädjet-verramscher… :mrgreen:

Zitat des tages

Und auch lässt mich der Gedanke nicht los, dass diese verspackte Quantified Self​-Hipster-Szene nix anderes ist, als ein Haufen gehirnentleerter Systemlinge, die uns mit ihrem Selbst-Optimierungswahn nun in schönen Bildern verklickern wollen, dass wir kleine Rädchen doch gefälligst noch schneller und effizienter zu funktionieren haben

Rückläufer des tages: die „smartwatch“

Da hat samsung doch so eine tolle idee gehabt. Einfach in eine armbanduhr verbauen, was die leute von ihrem wischofonen mittlerweile gewohnt sind — aber natürlich so, dass die uhr für leute, die noch nicht gehört haben, was ihnen die stunde geschlagen hat, nur mit händis von samsung zusammen verwendet werden kann. Wäre ja schließlich scheiße, wenn man über die flutsche technikverhinderung, die sich zurzeit hinter der silbe „smart“ verbirgt, nicht irgend etwas machen würde, was den nutzer bevormundet und seinem leben eine zusätzliche abhängigkeit hinzufügt. Leuten, die dreihundert euro dafür hinlegen, dass sie eine armbanduhr haben, die mit 512 MiB RAM und einem 800-MHz-prozessor dazu befähigt ist, über das händi in der tasche aus dem internetz das wetter abzurufen und anzuzeigen¹, hätte ich ja keine höhere geistige leistung mehr zugetraut, aber ein gutes drittel dieser leute stellt schnell fest, dass es diese gekwirlte scheiße nicht haben will.

Aber ich befürchte, ich muss mir demnächst mal ein trefflich wörtlein ausdenken, um „smartwatch“ auf deutsch zu bezeichnen — die welt ist schließlich reif, und so eine bullschitt-idee könnte sich durchaus verkaufen, zumindest solange, wie eine typische modewelle anhält. Ich schaue unterdessen aufs telefon, wenn ich wirklich einmal wissen will, wie spät es ist…

¹Ja, das ist polemisch gesagt. Aber viel können kann das ding nicht…