Die ursachen für bewaffnete mordläufe bekämpfen…

Walmart reagiert auf Massaker mit einem Verbot von Werbung für Computerspiele mit Gewaltszenen. Gewehre und Munition bleiben im US-Sortiment

Müsst ihr verstehen leute: in japan (oder in kanada, schland oder indien) zum beispiel, da spielt ja niemand „kompjuterspiele mit gewaltszenen“, und deshalb gibt es in japan (oder… wisst schon) kaum so blutige bewaffnete mordläufe wie in den USA. 🤦

Meine fresse, wer hat den leuten in den USA eigentlich ins gehirn geschissen!

Bildschirmfoto doom: mit einer BFG gegen eine spider mastermind (ein großes gehirn auf mechanischen spinnenbeinen)

Ach, weg mit dem gehirn!

Kleines brüllerchen des tages

Bundesregierung startet Förderung von Games „Made in Germany“

Games aus Deutschland sollen international wettbewerbsfähig werden

😆

Beim überfliegen der nachrichten kommt man sich vor, als ob man eine aktuelle kamera des DDR-fernsehens sähe… und unterdessen verfällt die bausubstanz der schulen und über eine milljon menschen in der BRD sind wohnungslos. Aber gut, dass der bescheuerte herr Scheuer im wahlkrampfmodus mal etwas gegen den spielemangel in der welt tun will!!!1!1!!!elf!!!

Hej, und die internazjonal wettbewerbsfähige spieleentwicklerklitsche, die mit nur 200 kiloøre länger als ein paar wochen entwickeln kann, die muss man mir mal zeigen. Mit den fuffzich milljönchen insgesamt bekäme man vielleicht ein derartiges spiel hin, wenn es nicht zu groß werden soll… :mrgreen:

Trojaner des tages

Lasst euch nur schön weiter spiele verkaufen, die erzwingen, dass ihr beim spielen auch schön onlein seid. Dann steckt eben so eine träcking- und stalking-drexwanze wie „red shell“ mit im spiel und erzeugt datenreichtum für wenige beim „entertainment for all“.

Eigentlich soll Red Shell den Publishern und Entwicklern beim Marketing helfen: Sie solle etwa Informationen darüber bekommen, durch welche Werbekampagne ein Gamer auf ein bestimmtes Produkt zum Klick auf einen Onlineshop verleitet wurde, um es dort kostenlos herunterzuladen oder es zu kaufen […] Hinweise darauf, dass Red Shell wesentlich mehr Daten über Gamer und ihre Rechner sammelt – ohne dass sie sich dagegen wehren können oder wenigstens darüber informiert werden

Ist doch alles nur zu eurem besten! Und jetzt schön weiter onleinpflichtige softwäjhr von klitschen kaufen, die euch trojaner unterjubeln! Auch, wenn der informazjonsgehalt des golem-artikels nahe null liegt, ist die entwicklung folgerichtig, ihr datenbergwerke!

„First world problem“ des tages

Spiele wie Far Cry 5 dürfen in Deutschland nicht mehr auf den Markt kommen, fordert die Tierschutzorganisation PETA. Der Grund: Man kann darin angeln […] Die „Jagd auf Fische“ sei „unethisch und gewaltverherrlichend“, schreibt PETA in einem Statement vom 18. April

Dass man im spiel (und in sehr vielen weiteren spielen) natürlich auch leute abknallen kann, stört die tierrechtler von PeTA nicht so sehr. Schließlich ist die liebe zu den tieren nur eine fadenscheinige maske für den menschenhass. :mrgreen:

Alle jahre wieder…

Müssen Computerspiele bald Warnhinweise tragen wie Tabak? Psychologen und die WHO arbeiten an der Pathologisierung von Games und deren Online-Nutzung

Müsst ihr wissen: irgendwelche spiele zu spielen ist so gefährlich wie krebsgifte in die lunge zu saugen! Glaubt es einfach den experten, denn sie sind experten, und deshalb glaubt man ihnen! Und jetzt los, ab zum arzt, denn da wird verarztet. Weia! Und morgen auf dem gleichen sender: die kostenexplosjon im gesundheitswesen.

Wisst ihr, gegen welche verbreitete sucht die vereinte krankheitsausbeutungsbrut noch niemals etwas hatte? Gegen die fernsehsucht. Und ich habe schon menschen weinen sehen, weil ihre glotze kaputt war — so stark kann die psychische abhängigkeit werden, wenn einem irgendwelche massenmanipulateure während eines kwasi-hypnotischen zustandes irgendwelche bilder in die augen und in die psyche stanzen, während der arsch im sessel sitzt und das bewusstsein eingelullt wird.

Es gibt halt suchtartiges verhalten, das gesellschaftlich erwünscht ist, und solches, das nicht erwünscht ist.

Dann lieber in doom den exit-button suchen, als auf diesen hirnfick reinzufallen! 😉

Screenshot Doom, eigene Map

Worauf haben wir denn alle sehnsüchtig gewartet?

Na, ist doch klar: auf die schlechtgeschriebenen kinofilme zu half-life und portal. Erst haben die filmvermarkter damit angefangen, comics zu verfilmen, und jetzt machen sie weiter und verfilmen kompjuterspiele — ist schon scheiße, wenn dem monströsen apparat der industriellen filmprodukzjon nix eigenes mehr einfällt. Am besten eine trilogie aus half-life machen! Und aus portal! So holt man das meiste geld raus! :mrgreen:

Kaum etwas kann den bereits eingetretenen kreativen tod bei den „großen“ kompjuterspielen besser belegen als solche überlegungen. Seltsam: als die technischen möglichkeiten mieser waren, waren die spiele besser.

Meine vorhersage: oskarverdächtig werden die filme nicht.

(Ja, ich habe den doom-film „gesehen“. Es ist ein typischer achtfach-film, also einer, der so langweilig ist, dass man ihn am besten mit achtfachem tempo durchlaufen lässt, um an den paar interessanten stellen auf normaltempo zu gehen. Für etwas, was äktschen sein soll, ist das ziemlich vernichtend.)

Prüderie des tages

Entschuldigung, Sony. Ich werde ab sofort wieder Bilder von Leichen aus Resident Evil 7 teilen

Auch weiterhin viel spaß mit der bigotten US-amerikanischen prüderie, die keine probleme mit videos von erschießungen und enthauptungen hat, aber jeden nippel, jede brust und jedes geschlechtsteil für einen gefährlichen, kaputtmachenden, traumatisierenden anblick hält, den man sofort wegzensieren muss. Wäre ja schlimm, wenn kompjuterspiele von dieser prüderie freiblieben.

Datenschleuder das tages

Hach ja, damals, als man einfach am kompjuter spielen konnte, ohne internetz und so. Damals wäre so eine kleine, dreckige datenschleuderei nicht passiert, mit der „valve“ über weihnachten glänzte:

[…] hatten Mitglieder gemeldet, dass sie sich nach dem Login plötzlich in fremden Benutzerkonten wiederfanden, einschließlich deren Spielebibliothek und Kaufhistorie. Valve schaltete die Plattform daraufhin ab; mittlerweile ist das Spieleportal aber wieder online

Ich wünsche euch auch weiterhin viel spaß dabei, irgendwo „mitglied“ werden zu müssen, wenn ihr einfach nur gekaufte spiele spielen wollt! So ist das eben, wenn man sich von digitalen gutsherren mit der DRM-knechtsschaftsfessel enteignen lässt… ihr habts echt alle nicht mehr anders verdient, vollidjoten!

SoNie des tages

Und jetzt nochmal ganz langsam und zum mitschreiben, warum man keine sachen von sonie kauft: wenn man mal gehäckt wird — was bei der ganz spezjellen sicherheitskompetenz und datenschleuderei sonies nicht schwierig ist — dann bleibt man auf den kosten sitzen und hat wegen einer sperre eine dekorative, aber völlig unbrauchbare pläjhstäschen bei sich rumstehen:

Zudem sprach Sony noch eine Warnung aus. Sollte „Kadjar“ die Rechnungen nicht bezahlen oder bereits erfolgte Zahlungen zurückbuchen lassen, dann würde man seinen Account permanent sperren. Dies würde auch mit einer Löschung aller gekauften Spiele einher gehen, ohne Möglichkeit, diese jemals wieder herstellen zu können.

So etwas erklärt euch vielleicht auch mal die vorteile davon, wenn man die digitalen güter, die man nutzen will, unter eigener kontrolle hat und nicht unter der fremdkontrolle eines menschenverachtenden konzerns wie sonie.

Freedoom

Man kann über das desein der monster lange lästern, mir gefällts auch nicht so gut (mit beachtenswerter ausnahme der imps und der pinkies, die sind als riesenwürmer recht gelungen), aber das desein einiger level in freedoom ist großartig, wie ich letzten sonntag vor lauter langeweile einmal feststellen musste. „Map 12“ aus der aktuellen strokelversjon ist verdammt gut, sieht sehr ansprechend aus, ist abwexlungsreich wie eine ganze welt für sich und übrigens auch nicht gerade einfach — vor allem, weil man, wenn man nicht gerade auf „too young to die“ spielt, ziemlich wenig munizjon für ein paar ziemlich dicke brocken gleich zur begrüßung hat, bis man schließlich durch einen deutlich harmloseren teil des levels geht, in dem man sich aber gut verirren kann. (Nur der recht überraschende, sehr ansprechend gestaltete außenbereich auf einem seitenweg zum gut versteckten exit-knopf ist etwas dünn mit gegnern und mit zeug bestückt.) Wers gern schwierig mag, wird mit einem pistolenstart und 50 schuss in „Map 12“ nicht enttäuscht werden.

Kleiner tipp für alle älteren doom-freunde, die es mal ausprobieren wollen. Dieser schwarze dämon in freedoom ist das, was ihr als „revenant“ kennt, und natürlich sind seine raketen auch in freedoom teilweise zielsuchend und sehr schmerzhaft — aber wenn man mit dem maschinengewehr draufhält, kommt er nicht zum feuern, und wenn man nah genug rangeht, versucht er seinen nahkampfangriff und feuert ebenfalls nicht. Ansonsten sieht man — vor allem, wenn man unvorbereitet ist und die situazjon nicht schnell genug auffasst — schnell dämonenfüße:

Doomguy ist tot, der revenant tritt auf der stelle

Und diese für meinen geschmack viel zu harmlos aussehenden, weißen gespenster sind „barons of hell“. Das lernen neuer visueller repräsentationen als anstöße für eigentlich längst vertraute taktiken gibt einem zumindest anfangs wirklich das gefühl, doom neu zu lernen. Ich weiß nicht, ob das nicht viele eher als nervig empfinden werden, aber die idee, ein vollständig freies doom zu schaffen, erfordert leider auch eine abkehr von allem alten, bis hin zu jeder einzelnen grafik, und das muskulöse, comic-artige desein der alten monster kann dabei nicht erhalten werden. Die „arachnotrons“ sehen in meinen augen zum beispiel eher etwas misslungen aus. Weil neue grafiken verwendet werden müssen, ist zum beispiel auch nicht mehr John Romeros kopf hinter dem endgegner aufgespießt und muss vernichtet werden, sondern Richard Stallman dient als totenkopfwürfel schleudernder kwell aller höllischen kreatur:

Richard Stallman, der kopf hinter dem bösen

Was habe ich gelacht! 😀

(Natürlich kann man diesen einblick nur mit IDCLIP haben, der raum ist ohne cheat nicht zugänglich und der endgegner kann nur indirekt, über die splitterwirkung von raketen, getroffen werden.)

Wer schon vor inzwischen fast zwanzig jahren viel zeit mit doom verbracht hat, sollte sich meiner meinung nach freedoom unbedingt einmal anschauen. Es ist natürlich beta, und die ergebnisse der nächtlichen IWAD-erstellung sind nicht einmal das, so dass es an vielen stellen auch unfertig aussieht. Es läuft auch nicht mehr mit der alten DOOM.EXE des origjnales von „id software“ (dafür gibt es zum beispiel unterwasser-bereiche in einer weiträumigen, verlassenen mine), doch es kann problemlos mit >PrBoom und wohl auch mit den meisten moderneren programmen gespielt werden. Das gesamtspiel wirkt zurzeit noch, als wäre es aus verschiedenen leveln zusammengesteckt, denen jeder zusammenhang und der für „doom“ so typische, stetig anwaxende schwierigkeitsgrad fehlt. Es gibt weiträumige, verwirrende level, in denen fast keine gegner positioniert sind und in denen die einzige wirkliche schwierigkeit darin besteht, einen ausgang und vielleicht die paar geheimnisse zu finden, und diese werden von der schlechthinnigen hölle gefolgt, in der man sich angesichts heimtückisch platzierter gegner nur noch fragt, warum man nicht vor jedem aufzug, jedem schalter, jeder tür, jeder ecke abspeichert. Die leichteren schwierigkeitsgrade sind ebenfalls oft noch nicht völlig ausgearbeitet und generell etwas zu hoch, aber bei weitem nicht so frustrierend wie die vierte episode von „ultimate doom“. Einige wichtige schalter sind gemein platziert und können sehr leicht übersehen werden, und die geheimnisse sind — wenn man sich die level nicht gerade in einem editor anschaut — kaum zu finden. Wer 100%-spiele anstrebt, hat eine menge kniffliger situazjonen vor sich.

Ich wünsche mir ja sehr, dass aus diesem projekt endlich mehr wird. Leider fehlt mir jedes talent (und die erforderliche erfahrung) dafür, gute level zu entwerfen, so dass ich lieber vom herumstümpern absehe, aber wer dieses talent hat und eine freie, unter BSD-lizenz verfügbare „doom“-versjon für eine gute idee hält, findet in „freedoom“ ein dankbares betätigungsfeld. Denn die gesamte entwicklung geht doch seit längerer zeit sehr schleichend voran.