Kennt ihr den schon

Die verbrecherischen verschwörer aus der BRD-p’litik haben ein neues wort erfunden: verschwörungsextremisten.

Auch dem Umgang mit „Verschwörungstheoretikern“, die in eine Reihe mit kriminellen Clans und Gefährdern gestellt werden, widmet sich das CSU-Papier. Darin wird unverhohlen die geheimdienstliche Überwachung von „Verschwörungsextremisten“ gefordert

Nur für den unwahrscheinlichen fall, dass jemand die offen faschistische CSU oder ihre bürgerlicher maskierte helferpartei CDU für noch irgendwie wählbar hält. Und nein, mit „verschwörungsextremisten“ sind jetzt nicht irgendwelche scheißp’litiker gemeint, die in den dunkelkammern der volxzertretungen mit irgendwelchen lobbyverbrechern darum kungeln, wem sie jetzt den ganzen staat verkaufen und noch einen fetten batzen geld drauf schenken, sondern menschen, die das beim namen nennen. Und natürlich ein paar spinner mit sehr beschränktem gesellschaftlichen einfluss, die aber von der scheißpresse bizarr vergrößert werden, weil man in frisch aufgekochten gefühlen besser die reklameplätze vermarkten kann.

In hannover wird gemessert

Stille Nacht! Heilige Nacht! Messer und Wummen mitgebracht:

Am Donnerstagabend, 24.12.2020, ist es zu einer körperlichen Auseinandersetzung an der Stadtbahnhaltestelle „Allerweg“ gekommen. Dabei wurden offensichtlich auch eine Schusswaffe und ein Messer benutzt

Als ich noch jung war, verstand man unter einer „körperlichen auseinandersetzung“ noch ein draufhauen mit fäusten und schlimmstenfall rumliegenden gegenständen, nicht ein sich gegenseitig mit eigens dafür mitgebrachten mordwaffen abmurksen. Aber inzwischen ist die schusswaffe und das messer wohl bestandteil des körpers geworden.

Werte stadtverwaltung von hannover, …

…insbesondere werte frau Steckelberg, werter herr Schönfeld, werter herr Khoshbeen und werte frau Nyagolova,

sie wollen also, dass die bewohner unserer unterschätzten stadt über den namen ihres neuen integrazjonsplanes abstimmen, so richtig schön mit klicki-klicki und internetz [archivversjon]. Weil das wort „integrazjonsplan“ nicht mehr hübsch genug zur bezeichnung der aktuellen p’litischen beglückungsideen ist, vielleicht auch, weil das wort nach „integrazjon“ klingt und damit halt nicht multikulturell genug.

Und damit den bewohnern hannovers dieser lustige akt der demokratiesimulazjon auch nicht zu viel mühe und kopfzerbrechen bereitet, legen sie uns einfach zwei namen vor, von denen wir einen aussuchen sollen. Diese beiden äußerst kreativen schläge… ähm… namensvorschläge sind es geworden:

  1. „Lokaler Interaktionsplan LIP 2.0 — Migration und Teilhabe in Hannover“
  2. „Wir sind Hannover — Zusammenleben in der Stadt. Strategien für Migration und Teilhabe“

Zu gern hätte ich mich an dieser pseudoabstimmung beteiligt, aber ich halte beide namensvorschläge für schlecht.

Der erste verbietet sich eigentlich wie von selbst. Sie wollen ja das zuvor benutzte wort „integrazjon“ vermeiden…

Mit der Überarbeitung des Plans von 2008 gehen auch inhaltliche und sprachliche Aktualisierungen einher. So ist im Strategiepapier nicht die Rede von „Integration“ – denn die Bedeutungen, mit denen der Begriff in der öffentlichen Diskussion aufgeladen wird, treffen nicht mehr den Kern dessen, was die Landeshauptstadt Hannover unter Migration und Teilhabe versteht.

…was ich nachvollziehen kann, wenn man p’litisch beabsichtigt lauter kleine parallelwelten entstehen lässt und mit verschränkten händen gutbesoldet zuschaut, wie sich die gettos bilden. Aber das wort „interakzjon“ an stelle von „integrazjon“ ist völlig ungeeignet. Es ist klanglich und gefühlt so nahe beim vorher verwendeten begriff, dass es sicherlich immer wieder zu versprechern und verschreibern kommen wird.

Einmal ganz davon abgesehen, dass das wort „interakzjon“ jedes beliebige miteinander vom einkauf über die handfeste meinungsverschiedenheit bis hin zum schrecklichen verkehrsunfall zutreffend beschreibt, also so viel umfasst, dass es mit leeren händen vorm leser steht.

Da ist „zusammenleben in der stadt“ schon besser gewählt, weil es solche anklänge vermeidet. Aber es verschleiert ebenfalls in seiner wortwahl vollständig, um was es überhaupt geht.

Ich würde ihnen von daher vorschlagen, dass sie noch einmal darüber nachdenken, ob ein klar gewählter begriff, der die richtung und das ziel hinter einem plan möglichst unmissverständlich angibt, bevor ein dann interessierter mensch auch nur die einleitung gelesen hat, nicht für alle beteiligten eine bessere wahl wäre: für die verwaltung, für die p’litische diskussjon, für die zugewanderten menschen, für die hier geborenen menschen. Außerdem nähme es dem ansonsten mit ihren namensvorschlägen redlich verdienten hohn der menschen mit gefestigtem rechtsradikalen weltbild, der ganz sicher kommen wird, mehr als nur ein bisschen angriffsfläche.

Ein wenig scheinen sie ja schon darüber nachgedacht zu haben, weshalb sie jede ihrer beiden bezeichnungen mit einer scheinbar untergeordneten frase aufgeplustert haben, die dann dem leser erst nach genuss des titels klar macht, um was es gehen soll: migrazjon und teilhabe.

Da könnte man doch gleich auf den punkt kommen. Der titel wird kürzer, der inhalt hinter dem titel klar. Nennen sie ihr papier einfach „plan für migrazjonsteilhabe“! Jeder weiß sofort, was gemeint ist. :mrgreen:

Und sollte sich auch dieser begriff als zu unhandlich für die p’litikkommunikazjon der kommenden jahre erweisen, könnte man ihn sogar zu „migrazjonshabe“ runterkürzen.

Ich wünsche ihnen jedenfalls ein schönes jahresendfest und ein gutes sprachgefühl im jahr 2021

Ihr
Elias

P.S.: Von einer mäjhl an die stadt hannover nehme ich diesmal abstand. Ich habe auf frühere mäjhls nichtmal eine eingangsbestätigung erhalten. Die einzige kommunikazjon mit der stadt hannover, die gut zu funkzjonieren scheint, sind direktnachrichten übers zwitscherchen. Diese form ist aber nicht für komplexere sachverhalte geeignet, vom ausschluss derjenigen menschen, die auf datenschutz und privatsfäre wert legen, will ich da gar nicht erst anfangen. 😉

Warum deutsch fast unerlernbar schwer ist…

Ich sage menschen, die deutsch lernen, ja gern, dass unser genitiv nicht etwa ein besitzverhältnis ausdrückt, wie sie es in ihren kursen lernen, als ob es eine ganz einfache sache wäre, sondern dass er irgendein völlig beliebiges verhältnis zwischen zwei dingen ausdrückt — nur abhängig vom kontext, und „kontext“ ist ein fremdwort mit der bedeutung „du hast verloren“ — und dass das in seinen einzelheiten so unlogisch und unverständlich ist, dass es vermutlich niemand richtig erklären kann. Am besten, man hört und liest viel deutsch und eignet sich die wichtigsten muster dabei an, ohne sie genauer zu analysieren. Aber dr. Bopp hat es mal mit großer tapferkeit versucht:

Bei Gefäßen kann ein Genitivattribut unter anderem die Beschaffenheit, aber auch den Inhalt angeben. In der Regel ergibt sich wie bei zum Beispiel „Becher–Gold“ und „Glas–Wein“ aus den Wortbedeutungen, was gemeint ist. Wenn dem nicht so ist und auch der weitere Kontext keine Klarheit schafft, sollte umformuliert werden: „eine Kiste edles Holz“ bzw. „eine Kiste aus edlem Holz“.

😱️

Wenn man anfängt, über deutsch nachzudenken (zum beispiel, weil man es jemanden ein bisschen beibringen möchte, der sich zum gründlichen erlernen unserer wunderhübschen muttersprache entschlossen hat), wundert man sich nur noch, dass man selbst es einigermaßen fehlerfrei schreiben und sprechen kann…

Aber noch hundert jahre dummes reklamedeutsch, dummer jornalismus und zuwanderung, und die deutsche grammatik wird so runtergehobelt sein, dass deutsch ungefähr so erfreulich einfach wie niederländisch wird (da gibt es eine deklinazjon nur noch in ein paar älteren redewendungen und umgangssprachlichen ausdrücken wie „s’morgens“ und dergleichen¹). Ich finde das zwar schade, weil ich damit aufgewaxener das ganze grammatik-kaos im deutschen irgendwie mag, aber für lernende wird es eine riesige erleichterung.

¹Niederländer, die hier mitlesen, mögen sanft sein! Ich weiß nicht, wie man „s’morgens“ schreibt, ich habe es nur gehört. Und ich kann kein niederländisch, aber noch ein kleines bisschen platt…

Ich mag ja anführungszeichen und konjunktive

US-mondmissjon
„Apollo“ soll auf dem mond gelandet sein

Oder so ähnlich

Übrigens: mein glückwunsch an die chinesen! Die geben sich nicht die blöße einer derartig dummen lüge. Wenn jetzt auch noch die bohrung und die die technisch sehr anspruchsvolle rückkehrmissjon gelingt, wird es ein riesenerfolg. Auch, wenn ich aus dieser propagandistisch wertvollen technikdemonstrazjon keine neuen aufschlüsse wissenschaftlicher natur erwarte, weil es schon jede menge mondgestein auf der erde gibt, und dieses auch immer wieder gut untersucht wurde. Wer den USA nicht glaubte, konnte mit den proben aus der sowjetunjon vergleichen. Wenn ich mich nicht schwer täusche, liegen irgendwo in der universität nottingham immer noch rd. zwei gramm russischer mondstaub herum, weil die briten damals wohl nicht so das große vertrauen in die apollo-missjonen der USA und die massenhaft ausgelieferten apollo-gesteinsproben hatten. Und damals war so eine bitte um zusammenarbeit ein schwieriger akt. Das war mitten im kalten krieg und eigentlich nur möglich, wenn jemand gute persönliche (wissenschaftliche) kontakte hatte. Was immer da im geheimen diplomatisch abgelaufen sein muss, wird ausgesprochen zäh gewesen sein.

Vielleicht wäre ein solcher roboter auch mal eine möglichkeit für eine (noch unfassbar viel anspruchsvollere, teurere und wegen der kosten am besten in multinazjonaler zusammenarbeit durchgeführte) marsmissjon zur klärung der letzten exobiologischen fragen, während sich der rest der welt das gehirn damit zermartert, wie man da jetzt menschen hinschießt, die dann fernab der erde ohne atembare atmosfäre (aber mit stürmischen wind und sandstrahlgebläse um sich herum) in lieblichen steinwüsten unter rosafarbenem himmel bei antarktis-temperaturen und ungefilterter strahlenbelastung nach jedem kleinen hüsteln unserer sonne eine längere zeit überleben müssten.

Teslaschleichwerber

Jeder scheißjornalist, der das wohltönende und hohltönende bullschitt-wort „gigafactory“ direkt aus den tesla-PResseerklärungen in seine kwalitätsjornalistischen scheißtexte übernimmt, demaskiert sich mit dieser wortwahl als bezahlter oder unfreiwillig-knüppeldummer schleichwerber für tesla.

Stirb, scheißjornalist, stirb! Verrecke, scheißpresse, verrecke!

Autohenker des tages

Bei der Kollision einer Radfahrerin mit einem Auto ist am Mittwoch, 04.11.2020, eine 64-jährige Frau lebensgefährlich verletzt worden […] Nach ersten Erkenntnissen des Verkehrsunfalldienstes Hannover war ein 56 Jahre alter Autofahrer am Mittwoch gegen 10:10 Uhr auf der Springer Straße unterwegs. Beim Linkseinbiegen auf die Wallensteinstraße kollidierte der Opel Astra aus bislang ungeklärter Ursache mit einer entgegenkommenden Radfahrerin, die die Wallensteinstraße auf der Fußgängerfurt überquerte […] Bei dem Aufprall auf den Boden zog sie sich lebensgefährliche Verletzungen zu

So so, aus „ungeklärter ursache“. So nennt man das in polizeikreisen, wenn jemand einfach ohne zu gucken mit seinem raseblech irgendwo reinfährt, scheißegal, was da im wege ist. Oder noch besser: wenn ohne sein zutun sein „opel astra“ irgendwo reinfährt, denn das scheint ja lt. text der polizeimeldung ohne zutun des fahrers geschehen zu sein — im gegensatz zur radfahrerin, die einfach unverschämterweise hinfuhr, wo sie hinfahren wollte.

Aber es gibt auch eine gute nachricht. Der autohenker…

Der Autofahrer blieb bei dem Unfall unverletzt

…ist in seinem tonnenschweren metallgerät völlig unverletzt geblieben und…

Laut Polizei entstand zudem nur geringer Sachschaden

…hat keine hohen reparaturkosten. So gibt es wenigstens einen kleinen grund zur freude. 🤮

Freut euch aufs neue deutsch!

Kommt, die alte deutsche grammatik ist ungerecht und schlecht, es wird zeit für eine neue, ganz nach den vorstellungen der privilegierten höheren töchterchen von großer großer gerächtigkeit:

Eigentlich will Frau Pusch etwas anderes, nämlich eine total gerechte Sprache – selbstverständlich unter Einbeziehung des diversen Geschlechts. Dazu will sie die grammatikalische Geschlechtlichkeit der Sprache völlig umbauen und letztlich das generische Femininum etablieren. Aber lesen und genießen Sie selbst: „Wir hätten dann etwa Freundin (Frau), Freundis (Mann) und Freundil (divers), Plural Freundinne, Freundisse, Freundille. Wenn das Geschlecht (welches auch immer) keine Rolle spielen soll, entfällt die Endung. Beispiel: Fragen Sie Ihre Freund, Arzt oder Apotheker. Wieso Ihre und nicht Ihren? Weil es (…) nur noch ein Genus gibt: Das Femininum

Juchu! Alle probleme der ersten welt gelöst! 💃

Polizeipressetexter von menschenverachtung erfasst

Dass diese autos aber auch immer so einfach die kinder erfassen… vermutlich fand es der pressetexter ein bisschen schade, dass der neunjährige einen helm trug, sonst hätte er noch darauf hingewiesen, dass er keinen trug, als er vom auto erfasst wurde. Und diese eiskalte, lebensverachtende faschistensprache wird dann in alle zeitungen gestempelt und auf allen jornalismuswebseits wiedergegeben.

Der stürmer vermeldet die stürmung

Ich höre die kwatschjornalisten (unter anderem in der 20-uhr-tagesschau von gestern abend) immer „stürmung des reichstags“ schreiben und sagen. Die leute sind doch noch nicht einmal in den reichstag reingekommen… was vor allem daran liegt, dass sie es gar nicht ernsthaft versucht haben, denn die drei polizeibeamten vorm reichstag hätten einen ernsthaften willen zur stürmung nicht aufgehalten und wären letztlich überrannt worden. Diese leute haben davor eine akzjon gemacht und mit flaggen in den farben früherer deutscher größe rumgeschwenkt. Das war schon schwer erträglich, zugegeben, aber eine stürmung sieht anders aus.

Oder wollen die nach scheiße stinkenden jornalisten und propagandisten etwa die neonazis größer schreiben als sie sind? Nein, ganz im gegenteil? Dann muss ich den neonazis ja widerwillig zu ihrer gelungenen akzjon gratulieren, denn die jornalisten haben wie die pawlowschen hündchen reagiert und völlig unreflektiert ihren speichel fließen lassen, mit exakt kontraproduktivem ergebnis.

Endlich kümmert man sich beim feierfox mal um die wichtigen temen…

…wie zum beispiel die verwendung p’litisch korrekter benennungen anstelle der alten wörter, an die wir uns gewöhnt haben:

Apropos Passwörter: Mozilla hat im Zusammenhang mit der anhaltenden Rassismus-Debatte in seinem Passwortmanager Firefox Lockwise und in den Einstellungen unter Datenschutz & Sicherheit den Begriff Master Passwort durch die neutrale Bezeichnung Hauptpasswort ersetzt

Man kann geradezu spüren, wie der rassismus auf der ganzen welt nachlässt und wie sich sämtliche herrschaftsverhältnisse in ein fluffiges wölkchen verwandeln, das sich auflöst. Danke, liebe sprachzauberer! 👍

Grammatiknazis des tages

Die englisch-abteilung der rutgers-universität hat verlautbart, dass die richtige anwendung der grammatik eine versteckte form des rassismus sei, da sie studenten mit mehrsprachigem, nicht standardgemäßem „akademischen“ hintergrund der englischen sprache benachteilige

Kannste dir nicht selbst ausdenken, sowas!

Sünder des tages

Leute, die kein mund-nasen-wärmtuch (neudeutsch: alltagsmaske) im nahverkehr tragen, sind jetzt maskensünder [archivversjon]:

Auf Grund der Corona-Pandemie gilt seit einigen Wochen in den öffentlichen Verkehrsmitteln eine Maskenpflicht, um das Infektionsrisiko in Bussen und Bahnen so gering wie möglich zu halten. Damit diese Vorgabe eingehalten wird, setzen die Verkehrsbetriebe in Hamburg rund 750 Mitarbeiter ein, die im Rahmen des regulären Prüf-und Sicherheitsdienstes Maskensünder ausfindig machen sollen. Um sich ein Bild davon zu machen, wie gut die Maskenpflicht im HVV umgesetzt wird, hat die MOPO ein solches Kontroll-Team bei seinem Einsatz begleitet

Hevorhebung von mir.

Ich bin ja mal gespannt, ob sich dieses nichtssagende wort im p’litisch-jornalistischen komplex genau so durchsetzt wie das ebenfalls nichtssagende wort „alltagsmaske“.

Mein tipp ist weiterhin: häkelt euch die mund-nasen-wärmtücher! Wenn ihr schöne große maschen macht, behindert es auch nicht so sehr beim atmen — aber es muss sich ja nicht um eine richtige schutzmaske handeln, weil davon nun einmal zu wenig da waren, als sie das verordnung rausgerotzt haben. 😉

Nein, scheiß @tagesschau, einfach nur nein!

Bildschirmfoto von der tagesschau-webseit -- gedenkfeier in duisburg: loveparade-unglück bleibt unbegreiflich

Weder handelt es sich bei der massenpanik mit 21 toten aus dem jahr 2010 um ein „unglück“, noch ist irgend etwas daran „unbegreiflich“.

Wenn ihr mir das bei der scheißtagesschau nicht glaubt, dann versucht einfach mal, auch nur eine ganz kleine veranstaltung genehmigen zu lassen. Dann werdet ihr merken, mit wie viel scheiße ihr euch auseinandersetzen müsst — von fluchtwegen, brandschutzanweisungen für mitarbeiter und bereitstehenden rettungssanitätern angefangen und bei parkplätzen, zugangs- und abgangswegen sowie klos noch lange nicht endend — damit euch die veranstaltung genehmigt wird. Und nein, das wird nicht lasch gehandhabt, sondern ganz im gegenteil, und eigentlich ist das auch ganz gut so. Außer vielleicht, wenn sich ein von sich selbst besoffener honk mit geltungsdrang und lokalp’litik-hintergrund ein kleines denkmal setzen will und darüber hinaus eine möglichkeit sieht, ein paar seiner schmierigen kumpels einen batzen scheißgeld zuzuschanzen. Dann spielt das alles keine rolle mehr. Dann spielt ein menschenleben keine rolle mehr.

Werte kwalitätsjornalisten bei der scheißtagesschau, und jetzt schaut euch noch einmal ein paar skizzen an, wie es zu diesem „unglück“ bei einer veranstaltung mit angeblich anderthalb milljonen teilnehmern gekommen ist! Ihr macht doch auch mal ein bisschen reschersche als jornalisten, oder?! Dann seht ihr, dass da nix „unbegreiflich“ war, sondern dass risiken ganz bewusst in kauf genommen wurden. Ich zitiere mal aus der wicked pedia:

Im Februar 2009 wies der damalige Polizeipräsident von Duisburg Rolf Cebin darauf hin, dass es problematisch sei, ein geeignetes Veranstaltungsgelände zu finden, und stellte eine Loveparade in Duisburg wegen Sicherheitsbedenken in Frage. Cebin wurde für diese ablehnende Haltung kritisiert, unter anderem forderte ihn der CDU-Kreisverband Duisburg zum Rücktritt auf […] Vor dem Event ging der Veranstalter laut seinen internen Planungsunterlagen davon aus, dass 485.000 Menschen über den Tag verteilt das abgesperrte Veranstaltungsgelände mit einer Fläche von 230.000 Quadratmetern besuchen würden, obwohl nur eine Besucherzahl von 250.000 Menschen genehmigt war. Ordnungsamt und Kulturausschuss der Stadt Duisburg erwarteten noch im Dezember 2009 rund eine Million Besucher in und um Duisburg […] Die vom Veranstalter in den vorgelegten Unterlagen für einzelne Stunden prognostizierten Besucherzahlen überschritten die nach üblichen Methoden ermittelten Kapazitäten von Tunnel und Rampe […] Am 16. August 2010 veröffentlichte das regionale Nachrichtenblog „xtranews“ die Anlagen zum Zwischenbericht der Stadt Duisburg vom 3. August 2010. Diese Anlagen waren von der Stadt Duisburg zuvor nicht veröffentlicht worden. Nach Meinung von „xtranews“ zeigen die internen Dokumente „dass nicht nur vorhersehbar war, welche Risiken die Stadt eingeht, sondern dass sie wissentlich die Risiken in Kauf genommen hat“. Auf Antrag der Stadtverwaltung Duisburg untersagte das Landgericht Köln am 17. August 2010 durch Einstweilige Verfügung wegen Verletzung des Urheberrechts „xtranews“ die Veröffentlichung der Dokumente

Nichts ist hier „unbegreiflich“, wenn es auch mit geistiges-eigentum-zensurkeule ein bisschen unverständlicher gemacht werden sollte. Und ein „unglück“, als wäre es ein bisschen völlig unvorhersehbares pech beim würfeln, ist es auch nicht. Es war und bleibt eine fahrlässige tötung durch p’litische schreibtischtäter, bei der es auch locker zehnmal so viele tote hätte geben können. Nichts anderes. Leider konnte keiner von den verantwortlichen ins gefängnis gesteckt werden…

Der Strafprozess am Landgericht Duisburg war Anfang Mai eingestellt worden, weil nach Überzeugung der Richter keinem der Angeklagten eine relevante individuelle Schuld zuzuschreiben war. Das Gericht stellte fest, es habe sowohl vor der Loveparade als auch am Veranstaltungstag ein kollektives Versagen von Verantwortlichen gegeben

…weil die knäste mal wieder voll mit schwarzfahrern, cannabisrauchern und hartz-IV-contäjhnerbrötchendieben waren, so dass es keinen platz mehr für die richtigen menschenverachtenden scheißverbrecher gab.

Dass sich die näxste generazjon der duisburger scheißlokalp’litik, die das blut immer noch an ihren widerlichen ungewaschenen händen kleben hat und jederzeit in der geste der selbstverherrlichung und geschäftemacherei die gleiche scheiße in anderem gewande durchziehen würde, sich jetzt hinstellt und anlässlich irgendeines „gedenkens“ in szene setzt und dafür von der scheißtagesschau auch noch durch gezielte sprachliche verharmlosungen und objektiv falsche berichterstattung belobhudelt wird, ist einfach nur widerlich. Aber es passt zum BRD-parteienstaatsfernsehen. Stirb, tagesschau, stirb! Auch weiterhin viel spaß beim bezahlen der wohnungssteuer zur finanzierung der staatsfunkpropaganda!

Dass die so genannte „loveparade“ ihre p’litische instrumentalisierung durch abgehalfterte provinzfürsten nicht überstanden hat, ist vielleicht das einzig erfreuliche an dieser katastrofe. Aber so richtig freude will da doch nicht aufkommen… 😦

Und nun etwas musik.