Das ist ja so spannend!

Hej, morgen ist kanzlerwahl… und wie fast immer, wenn die p’litische klasse eine so genannte „wahl“ veranstaltet, steht das ergebnis vorher fest. Wenn es einen aussichtsreichen gegenkandidaten und unsicherheiten gäbe, würden die speichellecker der p’litik, die scheißjornalisten, ja auch nicht von einer „wahl“ sprechen, sondern von einer „kampfabstimmung“…

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Zeit onlein!

Was meinen deine kwalitätsjornalisten eigentlich mit „sicherheitsbehörden“?

Schlagzeile zeit online: 'Stille SMS: Heimliche Handyüberwachung durch Sicherheitsbehörden nimmt zu'.

Meint ihr damit etwa die polizeien und geheimdienste? (Also die leute, die hier terroristische organisazjonen und mörderbanden finanzieren, unterstützen und vor strafverfolgung schützen und rasch akten in den schredder stecken, wenn doch mal einer ermittelt.) Warum schreibt ihr das dann nicht einfach so? Befürchtet ihr etwa, dass dann jedem leser auffallen könnte, wie wenig sich die gegenwärtige BRD vom polizei-, überwachungs- und spitzelstaat DDR unterscheidet? Bringt ihr deshalb dieses künstliche, unübliche, sprachgebrauchsferne und vorsätzlich nichtssagende jornalistenwort, um eure leser ins gehirnchen zu ficken?

Gut, dass es hier keine henker mehr gibt. Ihr menschen-, intelligenz- und leserverachtenden löcher von jornalisten würdet gewiss „lebensbeauftragte“ daraus machen. :mrgreen:

Was es bedeutet, wenn ein jornalist „gehäckt“ wurde…

Immer, wenn so ein jornalist auf ein — fies personalisiert vorgetragenes, denn es ist ja leicht, mit guhgell genug infos zu fast jedem jornalisten rauszukriegen — phishing reingefallen ist, sprechen die anderen jornalisten kollektiv davon, dass er „gehäckt“ wurde. Sogar noch bei heise, obwohl die in der karl-wiechert-allee doch auch…

Tweet von Klaus Brinkbäumer @Brinkbaeumer, verifizierter Account, vom 14. Januar 2018, 15:17 Uhr: Gestern wurde mein Twitter-Konto gehackt. Ich war in Russland und hatte einen Link angeklickt, der - vermeintlich - von einem langjährigen Informanten in D.C. geschickt worden war. Mit der Erdogan-Propaganda unter meinem Namen habe ich nichts zu tun. @DerSPIEGEL @SPIEGELONLINE

…dieses neumodische zwitscherdingens haben sollten. Aber wenn so eine kompetenzgranate wie dieser Klaus Brinkbäumer von einem erfolgreichen phishing (auf das er wegen seiner unvorsicht reingefallen ist, weil er immer noch nicht gelernt hat, verantwortungsvoll mit mäjhl umzugehen) als von einem häck spricht, dann kann man das ja mal übernehmen. Einmal ganz davon abgesehen, dass der spezjalexperte mit seinen voll wichtigklingendem „langjährigen informanten“ zu kommunizieren scheint, ohne verschlüsselung und digitale signaturen zu nutzen¹. Ganz schön doof.

Aber hej, „ich wurde gehäckt“ klingt ja auch ungleich epischer als ein ehrliches „ich bin zu doof“.

¹Hej, scheißspiegel, wenn du das selbst nicht hinkriegst, komme ich gern auf deine kosten nach hamburch und gebe dir gern einen PGP-kurs. Das ist nämlich im grunde so einfach, das verstehen sogar scheißjornalisten. Aber du suchst bestimmt nach jemanden, der noch billiger ist. Oder es ist dir egal. Und morgen flennst du wieder einen vom informantenschutz, du idjotenpresse!

Polizeiliches fahndungsfoto des tages

Einer von den „linken“ bürgerkriegsteilnehmern anlässlich des G20 in hamburg, dessen foto die polizei nebst behauptung, es handele sich um einen tatverdächtigen, zur fahndung öffentlich gemacht hat, weil man sicher bestimmte straftaten zuordnen könne, entpuppt sich als „rechter medienaktivist“ (so nennt man blogger und juhtjuhbber in der ARD, wenn sie jornalistische arbeit machen, aber sie nicht „links“ sind und auch nicht einer zeitung oder einem fernsehsender angehören). Und ja, das ist jornalistische arbeit, wenn einer plünderungen durch einen gewalttätigen mob vor ort dokumentiert, um darüber berichten zu können. In diesem fall sogar eine mit richtig viel mut. Ob sie gut und begrüßenswert ist, ist freilich eine ganz andere frage, die ich dank der darbietung auf der webseit der tagesschau leider nicht beantworten kann. Aber die tagesschau hilft uns ja doch allen ein bisschen beim beantworten dieser frage.

Prägt euch das „schöne“ wort „medienaktivist“ mit irgendeinem nach jeweiliger manipulativer absicht zu wählenden präfix, das die ARD-tagesschau hier gefunden hat, gut ein! Das wird man vermutlich demnächst öfter mal von scheißjornalisten hören und lesen, wenn sie jemanden nicht (wie etwa den KenFM) sprechetechnisch als „verschwörungsteoretiker“ wegtun können, aber dennoch in ein gewisses zwielicht von „häjhtspietsch“ und „fäjhknjuhs“ stellen wollen, um ein vorurteil zu erwecken. Damit auch niemand in der blökenden fernsehgemeinde sein vorurteil korrigieren kann, wird der name dieses… ja, ich weiß, das wort tut jetzt einigen weh… graswurzeljornalisten vom mitbewerb der tagesschau natürlich verschwiegen und sein kanal bleibt unverlinkt, obwohl der sich im fratzenbuch kwasi-öffentlich dazu bekannt hat und mir von daher kein problem damit zu bestehen scheint, wenn sich menschen aus allgemein zugänglichen kwellen (siehe grunzgesetz für die bummsrepublik deutschland, artikel 5) selbst ein bild vom typen und von der sache machen wollen. Soll ich jetzt echt ein paar unappetitlich-bräunliche webseits besuchen, wenn ich dieses grunzrecht wahrnehmen will? Denn nach einer ersten suche mit der suchmaschine meines vertrauens und naheliegenden suchbegriffen habe ich unfassbar viel zeugs gesehen, das ich mir nicht gern auch noch genauer anschauen will, wenn mich in wirklichkeit etwas ganz anderes interessiert.

Am „lustigsten“ finde ich bei diesem pseudojornalismus aber, dass die tagesschau in ihrer überschrift sagt, dass sie nicht so genau sagen möchte, ob es sich jetzt um einen „erfolg“ oder eine „panne“ der polizeiarbeit gehandelt hat. (Aus der sicht der ermittler ist es natürlich ein erfolg, wenn sie einen gesuchten verdächtigen kriegen, selbst, wenn sich der verdacht hinterher in heißluft auflösen sollte. Für solche erfolge machen die eine fahndung.) Diese peinlich-schelmische, die intelligenz von lesern verachtende scheinfrage in der übelschrift, die nichts über den eigentlichen kern der meldung sagt, beantwortet mir mehr fragen, als sie aufwirft. Allerdings „nur“ über die bewertung des vorganges in der tagesschau-redakzjon.

Aber nicht, dass sich jetzt am ende noch herausstellt, dass bei den krawallen keineswegs nur „linke“ zugegen waren! Schwarz bekleidet und mit hasskappe sehen sich ja alle immer ziemlich ähnlich… :mrgreen:

[Dauerhaft archivierte versjon der meldung gegen die von scheißpresseverlegern in den dunkelkammern des reichstages lobbyistisch durchgesetzte „depublizierungspflicht“ für gebührenfinanzierte inhalte des BRD-parteienstaatsfernsehens.]

Prof. dr. Offensichtlich

Prof. dr. Offensichtlich hat mal wieder eine studie gemacht, diesmal über die sprache wissenschaftlicher arbeiten. Und er hat da etwas rausgekriegt, wo keiner jemals hätte mit rechnen können: je weniger wissenschaftliche texte geschrieben werden, um wissen mitzuteilen, und je mehr wissenschaftliche texte geschrieben werden, um für den¹ eigenen CV zu publizieren und um in konferenzen reinzukommen, desto mehr tendieren die texte zu schwer lesbarem, vom fachdschargon durchsetztem, für fachferne menschen schlicht ungenießbarem sprachonanistischen geschwafel.

Das Forscherteam untersuchte 710.000 Kurzreferate (Abstracts) aus 123 biomedizinischen wissenschaftlichen Zeitschriften, die zwischen 1881 und 2015 in englischer Sprache erschienen sind. Dabei zeigte sich, dass die Komplexität der Texte zunahm […] „Wir haben festgestellt, dass die Anzahl der schwierigen Wörter und die durchschnittlichen Silben pro Wort seit Ende des 19. Jahrhunderts kontinuierlich zunehmen“ […] Die Zahl der Fachwörter stieg zudem an – und zwar nicht nur diejenigen, die in der Wissenschaft zwingend notwendig sind. Besonders auffällig ist laut der Forscher auch die zunehmende Nutzung unnötigen wissenschaftlichen Jargons

Niemand hätte damit rechnen können! Und die texte in den reinen schwafelwissenschaften hat sich prof. dr. Offensichtlich noch gar nicht angeschaut. Aber das hat ja schon ein kollege von prof. dr. Offensichtlich gemacht:mrgreen:

Hadmut Danisch des tages

Verlust der Artikulationsfähigkeit […] Eines ist, dass viele […] in ihrer Kommunikation dazu neigen, nicht inhaltlich-semantisch zu sprechen, sondern sich emotional zu synchronisieren

Ich wollte, es wäre auf frauen beschränkt! Männer brauchen für diese unterordnung ihres verstandes unter einem überpersonalen prozess nur ein bier und ein bisschen brüllball, viele können sogar das bier weglassen… 😦

Wort des tages

Videoüberwachungsverbesserungsgesetz

Das Videoüberwachungsverbesserungsgesetz hatte so ziemlich keiner auf dem Schirm. Aber es hat uns auf dem Schirm. Es hätte wesentlich weniger still und heimlich installiert werden können, wenn mal darüber berichtet hätte. Ein Presseprioritätsverbesserungsleitantrag könnte vielleicht was bringen.

„Wissenschaftsjornalismus“ des tages

„Bild der wissenschaft“ so: es ist zeit für eine neue medizin: tabletten und globuli aus einer hand. Immerhin wird noch nicht gependelt statt geröngt und auch noch kein ouija-brett anstelle einer blutdruckmessung verwendet. Aber weit davon weg ists nicht mehr… die verwendung von nachweislich unwirksamer, auf abergläubisch-magischem analogiedenken basierender kwacksalberei durch ärzte wird jetzt also „integrative medizin“ genannt. Klingt ja auch viel besser als „milljonengeschäft mit kwacksalberei“.

Man sollte von einer „bildzeitung der wisschenschaft“ sprechen…

Übrigens, scheißjornalist…

…nicht „das land“ wählt einen neuen bundesgrüßaugust, die von den parteiapparaten besetzte bundesversammlung tuts, während die menschen im lande diesem selbstreferenzjellen bummsteater kopfschüttelnd ausgeliefert sind. Steck dir deine hirnfickenden fikten sonstwohin und fick dich! Du bist fäjhknjuhs.