In hannover wird gemessert

Ein unbekannter Mann hat am Sonntagmorgen, 10.07.2022, einen 32-Jährigen in einer U-Bahn-Station in der hannoverschen Innenstadt mit einer Stichwaffe schwer verletzt und ist geflüchtet. Ein Zeuge brachte den Verletzten aus der Verteilerebene „Steintor“ zur Georgstraße. Polizei und Rettungskräfte wurden gerufen. Die Kriminalpolizei Hannover ermittelt wegen eines versuchten Totschlags und erhofft sich Zeugenhinweise […] Zeugenbefragungen haben bereits ergeben, dass sich der Mann zuvor in einem Streit mit dem mutmaßlichen Täter befunden haben soll. Offenbar zückte der Tatverdächtige dann ein Messer und stach in den Brustkorb des 32-Jährigen

In hannover wird gemessert

Wir kennen das ja alle, dass man bei schlägerei mit einem messer leicht verletzt wird, oder?

Am Dienstagabend, 10.05.2022, ist ein 34-Jähriger im Rahmen einer körperlichen Auseinandersetzung in der Steintorstraße mit einem Messer leicht verletzt worden […] Nach bisherigen Erkenntnissen des Polizeikommissariats Hannover-Mitte schlugen sich etwa acht bis zehn Personen in der Steintorstraße zur Einmündung Am Marstall in Hannover-Mitte. Mehrere Zeugen riefen den Notruf der Polizei und berichteten über eine unübersichtliche Situation zu einer körperlichen Auseinandersetzung. Als die Einsatzkräfte eintrafen flüchteten einige augenscheinlich beteiligte Personen. Im Rahmen der körperlichen Auseinandersetzung zog ein Mann ein Messer und verletzte damit einen 34-Jährigen am Kopf- beziehungsweise Halsbereich sowie am Arm. Das Messer konnte am Tatort durch Einsatzkräfte sichergestellt werden

Müsst ihr verstehen: das ist „im rahmen einer körperlichen auseinandersetzung“, wenn einer ein bisschen mit dem messer an kopf und hals rumzustochern und rumzuschlitzen versucht.

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Nach bisherigen Erkenntnissen des Polizeikommissariats Hannover-Mitte gerieten gegen 03:30 Uhr zwei Gruppen in der Straße „Goseriede“ vor einem Club in bislang unbekannte Streitigkeiten. Im weiteren Verlauf warf jemand eine Flasche und es wurde gegenseitig aufeinander eingeschlagen. Im Zuge der Auseinandersetzung zückte ein Täter ein Messer und fügte den Männern im Alter von 25, 27 und 35 Jahren Schnittverletzungen zu. Die Tätergruppierung, bestehend aus drei Männern und zwei Frauen, flüchtete fußläufig in unbekannte Richtung

Und nein, das war leider nicht alles:

Nach bisherigen Erkenntnissen des Polizeikommissariats (PK) Hannover-Nordstadt hielten sich vier Frauen im Alter von 22, 23, 24 und 24 am Samstag gegen 00:35 Uhr auf dem Gehweg an der stadteinwärts verlaufenden Vahrenwalder Straße auf. In einigen Metern Entfernung nahe des Niedersachsenrings sahen sie einen Streit zweier jungen Männer, der bereits in körperliche Tätlichkeiten umschlug und eskalierte. Die jungen Frauen beschlossen, die Streitigkeiten zu unterbinden und gingen dazwischen. In der unübersichtlichen Situation erlitt eine 23-Jährige aus Garbsen eine Schnittwunde durch ein Messer, das ein Kontrahent mit sich führte

Wir kennen das ja alle, dass man „schnittwunden durch ein messer erleidet“, wenn man versucht, in einem streit zu schlichten. Ich spreche da lieber von einem mordversuch. Oder war es schon so ein smartes messer, das einfach von selbst zu messern beginnt?

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Nach bisherigen Erkenntnissen des Zentralen Kriminaldienstes Hannover riefen die beiden unbekannten Männer gegen Mitternacht ein Taxi zum Vahrenheider Markt und ließen sich ohne ein konkretes Ziel herumfahren. In der Salzwedeler Straße im Stadtteil Vahrenheide hielt der 53-jährige Taxifahrer auf Aufforderung an. Ein Fahrgast stieg aus, trat an die Fahrertür des Daimler E200 und riss diese auf. Er bedrohte den Fahrer mit einem Messer und forderte ihn auf, sein Geld herauszugeben. Währenddessen stieg auch der zweite Fahrgast aus und gesellte sich zum Haupttäter. Geistesgegenwärtig gelang es dem 53-Jährigen mit seinem Taxi – trotz geöffneter Fahrertür – loszufahren. Während seiner Flucht rannten die Täter zunächst neben dem Auto her. Der Haupttäter schlug ihm mit der Faust währenddessen ins Gesicht. Der Taxifahrer entkam ihnen mit leichten Verletzungen

Aber ein mörderischer idjot, der mit dem messer rumfuchelt, reicht für dieses wochenende leider nicht, denn nicht nur bei taxiräubern in vahrenheide sitzen die messer locker, sondern auch beim geschmeiß am steintor:

Nach bisherigen Erkenntnissen des Zentralen Kriminaldienstes Hannover geriet der 27-jährige mutmaßliche Täter gegen 06:00 Uhr an der Reitwallstraße in Streitigkeiten mit drei anderen Männern im Alter von 20, 32 und 36 Jahren. Der Hintergrund der Streitigkeiten ist bislang unbekannt. Im weiteren Verlauf zog der 27-Jährige ein Messer und verletzte den 32-Jährigen im Halsbereich und den 36-Jährigen im Bauchbereich. Der 20-Jährige blieb unverletzt. Durch die entstandene Situation sind weitere Zeugen auf die Situation aufmerksam geworden. Eine Person machte eine Fußstreife der Polizei im Nahbereich auf die Situation aufmerksam, welche sofort weitere Einsatzkräfte hinzuzogen. Die Polizisten forderten den Tatverdächtigen auf, das Messer fallen zu lassen. Der Anweisung kam er jedoch nicht nach, sodass die Einsatzkräfte Reizgas einsetzten. In der Folge konnte der mutmaßliche Täter durch Zeugen zu Boden gebracht werden. Die Einsatzkräfte nahmen den mutmaßlichen Täter anschließend fest

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Nach bisherigen Erkenntnissen des Polizeikommissariats Hannover-Mitte ging am Sonntagmorgen gegen 05:50 Uhr ein Notruf in der Leitstelle ein. Demnach kam es im Bereich des Steintors zu einer körperlichen Auseinandersetzung, die schwere Verletzungen bei dem 21-jährigen Anrufer nach sich zog. Die Polizei fand den Mann in der Münzstraße auf dem Boden liegend und nur bedingt ansprechbar vor. Er hatte zwei Stichwunden im Bereich des Oberkörpers sowie sichtbare Verletzungen am Kopf. Hinzugezogene Rettungskräfte brachten den Verletzten nach der Erstversorgung in ein Krankenhaus

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Nach derzeitigen Erkenntnissen des Zentralen Kriminaldienstes der Polizei Hannover kam es gegen 20:15 Uhr zu einem Streit auf der Georgstraße (Nähe Steintorplatz). Dabei wurde der 55-jährige Hannoveraner durch den Täter mit einem Schlag auf den Kopf zu Boden geschlagen. Anschließend stach der Angreifer sechs Mal auf den am Boden liegenden Mann ein und verletzte ihn am Oberkörper, an der Hüfte und am Bein. Der Täter flüchtete nach der Attacke über die Treppen in den unterirdischen Bereich der Haltestelle „Steintor“

Aber nein, nicht nur als scharfes streitargument ist das messer beliebt, es ist auch unentbehrlich für räuber:

Nach derzeitigen Erkenntnissen des Zentralen Kriminaldienstes der Polizei Hannover ereignete sich die Tat kurz vor Mitternacht. Eine 44 Jahre alte Angestellte war gerade dabei, die Spielothek an der Straße „Am Pferdemarkt“ zu schließen, als eine männliche Person die Räume betrat. Dieser Mann bedrohte die Mitarbeiterin von hinten mit einem Gegenstand – möglicherweise ein Messer – und forderte Geld. Daraufhin öffnete die 44-Jährige die Kasse. Nachdem der Räuber das Geld eingesteckt hatte, flüchtete er aus der Spielothek

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Nach derzeitigen Erkenntnissen des Kriminaldauerdienstes kam es an der Steintorstraße (Hannover-Mitte) gegen 00:25 Uhr zu Streitigkeiten zwischen etwa 10-15 Personen. Dabei erlitten zwei Männer (38,34) lebensbedrohliche Stichverletzungen im Oberkörper. Ein 43-Jähriger wurde durch einen Stich am Bein verletzt

Kennen wir ja alle, dass man bei „streitigkeiten“ lebensbedrohliche stichverletzungen erleidet. Immer wieder faszinierend, wie in den PRessemitteilungen der polizei in der maske der „sachlichkeit“ sprachlich ein irreführender eindruck erweckt wird.

Aber heute gibt es auch noch eine zweite messermeldung aus linden, die sprachlich viel klarer ist:

Nach derzeitigen Erkenntnissen der Polizei Hannover betrat der maskierte Täter gegen 00:15 Uhr den Kiosk an der Leinaustraße. Er bedrohte den 37 Jahre alten Kassierer mit einem Messer und forderte, dass die Kasse geöffnet wird. Der Mitarbeiter griff daraufhin eine Flasche und konnte den Mann aus dem Laden vertreiben. Dieser flüchtete ohne Beute aus dem Kiosk und lief in die Ottenstraße

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Ich vermisse solche meldungen überhaupt nicht, wenn sie nicht kommen:

Der 18-Jährige war den zivil gekleideten Einsatzkräften am Steintorplatz (Mitte) gegen 03:10 Uhr aufgefallen, da er sich dort auffällig verhalten hatte. Es bestand der Verdacht, dass er Betäubungsmittel verkauft und sich nun Nachschub an Ware besorgen möchte. Daher beobachteten die Polizeibeamten den mutmaßlichen Dealer, um zu erfahren, wo er seine Drogen gelagert hat. Dieser bemerkte, dass ihm jemand folgte, jedoch erkannte er nicht, dass es sich um Polizeibeamte handelte. An der Einmündung Falkenstraße/Deisterstraße in Linden-Mitte drehte sich der 18-Jährige plötzlich um und rannte auf die zivilen Einsatzkräfte zu. Dabei hielt er ein Messer in der Hand und bedrohte einen 32-jährigen Polizeibeamten. Als sich eine günstige Gelegenheit ergab, gaben sich die Einsatzkräfte als Polizei zu erkennen und nahmen den 18-Jährigen fest. Verletzt wurde niemand

Da ist der vollidjot an die richtigen geraten! Aber erstaunlich, dass man nach feststellung der personaljen gleich wieder draußen rumläuft, wenn man vor einem bullen mit einem messer rumgefuchtelt hat, das man zum rumfuchteln und zustechen rund um den kleinkaufmännischen rauschmittelverkauf am steintor immer schön bei sich trägt. Was für ein dummer und gefährlicher irrer muss man da eigentlich sein, um wenstens erstmal zum schutz der restwelt weggesperrt zu werden?

(Und nein, komme mir niemand mit selbstverteidigung! Dafür reicht tierabwehrspray, und das ist wirklich mehr als nur übel genug. Da muss man keine mordwaffe mit sich rumtragen.)

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Nach bisherigen Erkenntnissen der Kriminalpolizei sprach der unbekannte Täter den 26-Jährigen am 13.03.2020 gegen 03:45 Uhr in einer Bar in der Scholvinstraße an. Auf der Toilette zückte der Mann plötzlich ein Messer und zwang sein Gegenüber zu einer Geldabhebung an einem nahe gelegenen Geldautomaten. Nachdem der Täter in Besitz von Geld gekommen war, entriss er dem 26-Jährigen die EC-Karte und flüchtete

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Nach derzeitigem Kenntnisstand der Kriminalpolizei Hannover gerieten gegen 08:00 Uhr offenbar jeweils zwei männliche Personen in einem Club des Steintorviertels in Streit miteinander. Mit anwesend waren auch zwei weibliche Personen (16 und 18 Jahre alt). Die Streitigkeiten verlagerten sich im weiteren Verlauf auf die Straße. Im Bereich der Scholvin- und der Reuterstraße kam es dann zu gegenseitigen Gewalthandlungen, durch die zwei Männer schwere Stichverletzungen erlitten

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Nachdem ein bislang unbekannter Mann am Dienstagabend, 10.12.2019, einen 31-Jährigen auf dem Steintorplatz im hannoverschen Stadtteil Mitte mit einem Messer leicht verletzt hat, sucht die Polizei dringend Zeugen des Vorfalls. […] Dabei fügte der Unbekannte dem 31-Jährigen oberflächliche Schnittverletzungen am Bauch zu

Überwachungskameras sind (fast) völlig sinnlos

Die innerstädtischen u-bahn-stazjonen in hannover hängen bis zum anschlag voll mit kameras, die alles überwachen. Und die stazjon steintor — direkt neben dem innerstädtischen drogenmarktplatz und diversen… ähm… kleinen raufereien sollte eigentlich auch besonders interessant sein, denn dort sollte es jede menge kriminalität geben.

Aber es guckt halt niemand auf den bildschirm. Die kameras laufen sinnlos vor sich hin, ohne dass das geschehen jemanden interessiert.

Warum ich das sage? Weil es an der hannöverschen u-bahn-stazjon steintor möglich ist, dass ein vollidjot in den tunnel reingeht und einen lustigen, wenn auch recht kurzen spaziergang auf den gleisen macht, bis er schließlich seinen darwin-award in form eines hart aufprallenden TW 3000 erhält, mit todesfolge, natürlich, denn impuls ist ja masse mal geschwindigkeit. Da hat keiner auf die monitore geschaut, nicht einmal an einem brennpunkt wie dem steintor, um dann vielleicht mal einen funkspruch an die u-bahn-fahrer durchzugeben, dass da gerade ein idjot in den tunnel gegangen ist. Wäre ja auch besser für die fahrer, wenn die nicht so traumatisiert würden, dass sich sich so schnell nicht wieder davon erholen.

Niemand guckt auf die monitore. Das ist kein „schutz“ vor irgendwas, weder vor raub, noch vor den dort herumfliegenden fäusten, keulen und manchmal auch messern, noch vor sonstwas. Es ist auch keine suizidprävenzjon. Und es ist auch keine sicherung des üstra-betriebes. Es sind einfach nur dort herumhängende kameras, die jedem menschen unterschwellig das gefühl geben sollen, dass der konformität erzwingende blick des großen bruders gegenwärtig ist. Schlangenöl im öffentlichen blickraum für die „gefühlte sicherheit“.

Immerhin, die aufnahmen werden gespeichert und nachträglich ausgewertet, wenn es zu spät ist. Toll! Und noch toller: das weiß jetzt auch jeder kleine räuber, wenn er nur ein bisschen aufgeweckt ist. 😦

Ach, egal: die meisten wussten es wohl auch vorher.

Und nun etwas musik.

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Nach derzeitigem Ermittlungsstand war die Polizei von einem hannoverschen Krankenhaus alarmiert worden, nachdem dort zwei Personen mit Stichverletzungen erschienen waren. Offenbar waren die beiden kurz zuvor in Streitigkeiten am hannoverschen Steintor mit mehreren Personen involviert. Bei der anschließenden körperlichen Auseinandersetzung erlitten der 18- und der 19-Jährige Stichverletzungen. Im weiteren Verlauf nahmen sich die Verletzten am Steintor ein Taxi und fuhren ins Krankenhaus. Mitarbeiter der Klinik alarmierten daraufhin umgehend die Polizei. Der 19-Jährige wurde bei dem Angriff lebensgefährlich verletzt. Sein Begleiter kam mit leichten Verletzungen davon

Das kennen wir ja alle, dass man bei einer „auseinandersetzung“ ein paar „stichverletzungen erleidet“. Klingt auch viel besser, als dass jemand versucht hat, einen mit einem messer totzumachen. In diesen passivischen formulierungen, die morgen vom madsack-verlag dank zwischenablage genau so als nachricht weitergetragen werden, steckt schon ein erschreckendes maß an gewöhnung… 😦

In hannover marschiert die SA 2.0

Als die alarmierten Sanitäter die Person medizinisch versorgten, stand ein aktuell nicht identifizierter, dunkelhäutiger Mann neben dem Rettungswagen. Zuvor hatte der Unbekannte das Fahrzeug eingewiesen. Zeitgleich näherte sich das Trio vom Steintorplatz kommend. Dabei führte der 42-Jährige einen angeleinten Hund bei sich. Im weiteren Verlauf pöbelte das Trio den Dunkelhäutigen an und der 42 Jahre alte Tatverdächtige hetzte den Hund offenbar zielgerichtet auf den Mann, der ihn in den Oberschenkel biss […] Da die Polizei aktuell von einem rechtsmotovierten [sic!] Hintergrund ausgeht, ermittelt der Staatsschutz gegen den 42-Jährigen wegen gefährlicher Körperverletzung sowie wegen Sachbeschädigung: Er trat bei seiner Festnahme gegen einen Streifenwagen und beschädigte ihn. Zusätzlichen [sic!] haben die Beamten gegen den 31 Jahre alten Begleiter ein Strafverfahren wegen der Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen eingeleitet, da er für die Öffentlichkeit sichtbar eine Hakenkreuztätowierung am Oberarm trug