In hannover wird gemessert

Nach derzeitigen Erkenntnissen des Kriminaldauerdienstes kam es an der Steintorstraße (Hannover-Mitte) gegen 00:25 Uhr zu Streitigkeiten zwischen etwa 10-15 Personen. Dabei erlitten zwei Männer (38,34) lebensbedrohliche Stichverletzungen im Oberkörper. Ein 43-Jähriger wurde durch einen Stich am Bein verletzt

Kennen wir ja alle, dass man bei „streitigkeiten“ lebensbedrohliche stichverletzungen erleidet. Immer wieder faszinierend, wie in den PRessemitteilungen der polizei in der maske der „sachlichkeit“ sprachlich ein irreführender eindruck erweckt wird.

Aber heute gibt es auch noch eine zweite messermeldung aus linden, die sprachlich viel klarer ist:

Nach derzeitigen Erkenntnissen der Polizei Hannover betrat der maskierte Täter gegen 00:15 Uhr den Kiosk an der Leinaustraße. Er bedrohte den 37 Jahre alten Kassierer mit einem Messer und forderte, dass die Kasse geöffnet wird. Der Mitarbeiter griff daraufhin eine Flasche und konnte den Mann aus dem Laden vertreiben. Dieser flüchtete ohne Beute aus dem Kiosk und lief in die Ottenstraße

In hannover wird gemessert

Ich vermisse solche meldungen überhaupt nicht, wenn sie nicht kommen:

Der 18-Jährige war den zivil gekleideten Einsatzkräften am Steintorplatz (Mitte) gegen 03:10 Uhr aufgefallen, da er sich dort auffällig verhalten hatte. Es bestand der Verdacht, dass er Betäubungsmittel verkauft und sich nun Nachschub an Ware besorgen möchte. Daher beobachteten die Polizeibeamten den mutmaßlichen Dealer, um zu erfahren, wo er seine Drogen gelagert hat. Dieser bemerkte, dass ihm jemand folgte, jedoch erkannte er nicht, dass es sich um Polizeibeamte handelte. An der Einmündung Falkenstraße/Deisterstraße in Linden-Mitte drehte sich der 18-Jährige plötzlich um und rannte auf die zivilen Einsatzkräfte zu. Dabei hielt er ein Messer in der Hand und bedrohte einen 32-jährigen Polizeibeamten. Als sich eine günstige Gelegenheit ergab, gaben sich die Einsatzkräfte als Polizei zu erkennen und nahmen den 18-Jährigen fest. Verletzt wurde niemand

Da ist der vollidjot an die richtigen geraten! Aber erstaunlich, dass man nach feststellung der personaljen gleich wieder draußen rumläuft, wenn man vor einem bullen mit einem messer rumgefuchtelt hat, das man zum rumfuchteln und zustechen rund um den kleinkaufmännischen rauschmittelverkauf am steintor immer schön bei sich trägt. Was für ein dummer und gefährlicher irrer muss man da eigentlich sein, um wenstens erstmal zum schutz der restwelt weggesperrt zu werden?

(Und nein, komme mir niemand mit selbstverteidigung! Dafür reicht tierabwehrspray, und das ist wirklich mehr als nur übel genug. Da muss man keine mordwaffe mit sich rumtragen.)

In hannover wird gemessert

Nach bisherigen Erkenntnissen der Kriminalpolizei sprach der unbekannte Täter den 26-Jährigen am 13.03.2020 gegen 03:45 Uhr in einer Bar in der Scholvinstraße an. Auf der Toilette zückte der Mann plötzlich ein Messer und zwang sein Gegenüber zu einer Geldabhebung an einem nahe gelegenen Geldautomaten. Nachdem der Täter in Besitz von Geld gekommen war, entriss er dem 26-Jährigen die EC-Karte und flüchtete

In hannover wird gemessert

Nach derzeitigem Kenntnisstand der Kriminalpolizei Hannover gerieten gegen 08:00 Uhr offenbar jeweils zwei männliche Personen in einem Club des Steintorviertels in Streit miteinander. Mit anwesend waren auch zwei weibliche Personen (16 und 18 Jahre alt). Die Streitigkeiten verlagerten sich im weiteren Verlauf auf die Straße. Im Bereich der Scholvin- und der Reuterstraße kam es dann zu gegenseitigen Gewalthandlungen, durch die zwei Männer schwere Stichverletzungen erlitten

In hannover wird gemessert

Nachdem ein bislang unbekannter Mann am Dienstagabend, 10.12.2019, einen 31-Jährigen auf dem Steintorplatz im hannoverschen Stadtteil Mitte mit einem Messer leicht verletzt hat, sucht die Polizei dringend Zeugen des Vorfalls. […] Dabei fügte der Unbekannte dem 31-Jährigen oberflächliche Schnittverletzungen am Bauch zu

Überwachungskameras sind (fast) völlig sinnlos

Die innerstädtischen u-bahn-stazjonen in hannover hängen bis zum anschlag voll mit kameras, die alles überwachen. Und die stazjon steintor — direkt neben dem innerstädtischen drogenmarktplatz und diversen… ähm… kleinen raufereien sollte eigentlich auch besonders interessant sein, denn dort sollte es jede menge kriminalität geben.

Aber es guckt halt niemand auf den bildschirm. Die kameras laufen sinnlos vor sich hin, ohne dass das geschehen jemanden interessiert.

Warum ich das sage? Weil es an der hannöverschen u-bahn-stazjon steintor möglich ist, dass ein vollidjot in den tunnel reingeht und einen lustigen, wenn auch recht kurzen spaziergang auf den gleisen macht, bis er schließlich seinen darwin-award in form eines hart aufprallenden TW 3000 erhält, mit todesfolge, natürlich, denn impuls ist ja masse mal geschwindigkeit. Da hat keiner auf die monitore geschaut, nicht einmal an einem brennpunkt wie dem steintor, um dann vielleicht mal einen funkspruch an die u-bahn-fahrer durchzugeben, dass da gerade ein idjot in den tunnel gegangen ist. Wäre ja auch besser für die fahrer, wenn die nicht so traumatisiert würden, dass sich sich so schnell nicht wieder davon erholen.

Niemand guckt auf die monitore. Das ist kein „schutz“ vor irgendwas, weder vor raub, noch vor den dort herumfliegenden fäusten, keulen und manchmal auch messern, noch vor sonstwas. Es ist auch keine suizidprävenzjon. Und es ist auch keine sicherung des üstra-betriebes. Es sind einfach nur dort herumhängende kameras, die jedem menschen unterschwellig das gefühl geben sollen, dass der konformität erzwingende blick des großen bruders gegenwärtig ist. Schlangenöl im öffentlichen blickraum für die „gefühlte sicherheit“.

Immerhin, die aufnahmen werden gespeichert und nachträglich ausgewertet, wenn es zu spät ist. Toll! Und noch toller: das weiß jetzt auch jeder kleine räuber, wenn er nur ein bisschen aufgeweckt ist. 😦

Ach, egal: die meisten wussten es wohl auch vorher.

Und nun etwas musik.

In hannover wird gemessert

Nach derzeitigem Ermittlungsstand war die Polizei von einem hannoverschen Krankenhaus alarmiert worden, nachdem dort zwei Personen mit Stichverletzungen erschienen waren. Offenbar waren die beiden kurz zuvor in Streitigkeiten am hannoverschen Steintor mit mehreren Personen involviert. Bei der anschließenden körperlichen Auseinandersetzung erlitten der 18- und der 19-Jährige Stichverletzungen. Im weiteren Verlauf nahmen sich die Verletzten am Steintor ein Taxi und fuhren ins Krankenhaus. Mitarbeiter der Klinik alarmierten daraufhin umgehend die Polizei. Der 19-Jährige wurde bei dem Angriff lebensgefährlich verletzt. Sein Begleiter kam mit leichten Verletzungen davon

Das kennen wir ja alle, dass man bei einer „auseinandersetzung“ ein paar „stichverletzungen erleidet“. Klingt auch viel besser, als dass jemand versucht hat, einen mit einem messer totzumachen. In diesen passivischen formulierungen, die morgen vom madsack-verlag dank zwischenablage genau so als nachricht weitergetragen werden, steckt schon ein erschreckendes maß an gewöhnung… 😦

In hannover marschiert die SA 2.0

Als die alarmierten Sanitäter die Person medizinisch versorgten, stand ein aktuell nicht identifizierter, dunkelhäutiger Mann neben dem Rettungswagen. Zuvor hatte der Unbekannte das Fahrzeug eingewiesen. Zeitgleich näherte sich das Trio vom Steintorplatz kommend. Dabei führte der 42-Jährige einen angeleinten Hund bei sich. Im weiteren Verlauf pöbelte das Trio den Dunkelhäutigen an und der 42 Jahre alte Tatverdächtige hetzte den Hund offenbar zielgerichtet auf den Mann, der ihn in den Oberschenkel biss […] Da die Polizei aktuell von einem rechtsmotovierten [sic!] Hintergrund ausgeht, ermittelt der Staatsschutz gegen den 42-Jährigen wegen gefährlicher Körperverletzung sowie wegen Sachbeschädigung: Er trat bei seiner Festnahme gegen einen Streifenwagen und beschädigte ihn. Zusätzlichen [sic!] haben die Beamten gegen den 31 Jahre alten Begleiter ein Strafverfahren wegen der Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen eingeleitet, da er für die Öffentlichkeit sichtbar eine Hakenkreuztätowierung am Oberarm trug